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Mohamed hat die Lehre der Trinität falsch verstanden

Erstellt von piran, 02.08.2012, 16:18 Uhr · 21 Antworten · 1.268 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von piran

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    Mohamed hat die Lehre der Trinität falsch verstanden

    2. Trinität im Koran

    Bezüglich der christlichen Trinitätslehre (Dreifaltigkeit) bzw. der vom christlichen Dogma vertretenen Gottessohnschaft offenbart Allah folgende Verse, in welchen Er gebietet, daß “Ihm keine Gefährten“ zur Seite gesetzt werden sollen, wie es das in Sekten aufgesplitterte Christentum tue:
    Sure 2, Vers 116: Und sie sprechen: “Allah hat einen Sohn gezeugt.” Preis Ihm! Nein; was in den Himmeln und auf Erden, alles gehorcht Ihm.
    Sure 30, Vers 31: Bekehrt euch zu Ihm und fürchtet Ihn und verrichtet das Gebet und setzet Ihm keine Gefährten zur Seite,
    Sure 30, Vers 32: wie jene, die ihren Glauben spalteten und in Sekten zerfielen, von denen sich jede Partei ihrer eigenen Meinung erfreut.
    Sure 19, Vers 88: Und sie sprechen: “Gezeugt hat der Erbarmer einen Sohn.”
    Sure 19, Vers 89: Wahrlich ihr behauptet ein ungeheuerlich Ding.
    Sure 19, Vers 90: Fast möchten die Himmel darob zerreißen, und die Erde möchte sich spalten, und es möchten die Berge stürzen in Trümmer,
    Sure 19, Vers 91: Daß sie dem Erbarmer einen Sohn beilegen,
    Sure 19, Vers 92: Dem es nicht geziemt, einen Sohn zu zeugen.
    Hier wird festgestellt, daß das Konzept der Gottessohnschaft
    ein ungeheuerlich Ding“ ist. Es ist so ungeheuerlich, daß sich rechtgläubige Muslime veranlaßt sehen könnten, sich darob „das Leben aus Gram“ zu nehmen:
    Sure 18, Vers 4: Und um jene zu warnen, die da sprechen, Allah habe einen Sohn gezeugt.
    Sure 18, Vers 5: Wovon weder ihnen noch ihren Vätern Wissen ward. Ein schlimmes Wort, das aus ihrem Munde kommt! Sie sprechen nichts als Lüge.
    Sure 18, Vers 6: Vielleicht nimmst du dir auf ihren Spuren, so sie dieser neuen Offenbarung nicht glauben, das Leben aus Gram.
    Nicht nachzuvollziehen, ja widersinnig sei die Vorstellung der Christen, daß Gott sich ein Kind zugelegt haben soll deshalb, weil sich der Allmächtige sicher (wie die oben erwähnten Verse schon andeuten) keine Gefährtin zu nehmen braucht, wenn Er einen Sohn erschaffen will:
    Sure 72, Vers 3: Denn Er – erhöht sei die Herrlichkeit unseres Herrn! – hat sich keine Genossin genommen und keinen Sohn.
    Sure 6, Vers 101: Der Schöpfer der Himmel und der Erde, woher sollte Er ein Kind haben, wo Er keine Gefährtin hat? Und erschaffen hat Er jedes Ding und Er kennt jedes Ding.
    Die Ablehnung der Trinität beruht hier also auf einer biologischen Argumentation: Allah zeugt kein Kind weil Er, der Einzige und Unteilbare, keine Gefährtin haben kann. Dabei ist zu beachten, daß die Christen Maria als „Mutter Gottes“ bezeichnen und Gott als „Vater“ ansprechen. Um Jesus, den „Sohn“ hervorbringen zu können müßte, entsprechend dieser biologischen Argumentation, ein himmlischer Zeugungsakt vorausgegangen sein. Der Koran reflektiert offensichtlich die Ideenwelt der christlichen Sekten im historischen Umfeld Mohammeds und interpretiert das Dogma der Trinität als Trias von gleichgestellten Göttern. Er verkennt die christliche Vorstellung von Dreifaltigkeit, die sie als Zusammenwirken von drei zueinander in Beziehung stehenden Aspekten der göttlichen Einheit interpretiert.

    Das „Lexikon des Islam“ schreibt dazu: „Allerdings trifft dieser Vorwurf des Korans nicht die authentische christliche Trinitätsauffassung. Hier wird der christliche Dreifaltigkeitsglaube als Tritheismus, als Glaube an drei Götter, mißverstanden und als eine Trias aus Gott (Vater), Maria (Mutter) und Jesus (Kind) aufgefaßt:
    Sure 5, Vers 116: Und wenn Allah sprechen wird: „O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesprochen: „Nehmet mich und meine Mutter als zwei Götter neben Allah an?“ …
    Damit wäre der christliche Glaube an den dreifaltigen Gott als den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist nicht richtig verstanden. Die Zurückweisung des den Christen unterstellten Trinitätsverständnisses – Gott als Vater, Maria als Mutter und Jesus als Sohn – beruht durchweg auf einer biologisch-unitarischen Argumentation: Gott kann kein Kind zeugen:
    Sure 112, Verse 1 – 4: Sprich: Er ist der eine Gott, Der ewige Gott; Er zeugt nicht und wird nicht gezeugt, Und keiner ist Ihm gleich.
    Das arabische Verbum in beiden Satzteilen gehört zum Stamm w-l-d mit einem grundsätzlich biologischen Inhalt: ein Kind zur Welt bringen oder zeugen. Unter dieser Voraussetzung und aufgrund dieses Vorverständnisses scheint der Koran den christlichen Glauben an die Trinität mißverstanden zu haben.“ Und weiter: “Der islamische Vorwurf gegen die Christen, an drei Götter zu glauben, beruht – wie wir gesehen haben – auf einem Mißverständnis mit weitreichenden Folgen, von Unverständnis bis hin zur Unversöhnlichkeit.” (Digitale Bibliothek: A.T. Khoury, L. Hagemann, P. Heine: Lexikon des Islam, S. 320, Verlag Herder, 2004) Allah verdeutlicht, weshalb Er die Unterstellung einer Zeugungstätigkeit ablehnt: Diese Sichtweise würde eine Einschränkung Seiner allumfassenden Macht beinhalten:
    Sure 39, Vers 4: Hätte Allah einen Sohn haben wollen, wahrlich, erwählt hätte Er sich von dem, was Er erschaffen, was Er will. Preis Ihm, Er ist Allah, der Einige, der Allmächtige.
    Sure 4, Vers 171: O Volk der Schrift, überschreitet nicht euren Glauben und sprechet von Allah nur die Wahrheit. Der Messias Jesus, der Sohn der Maria, ist der Gesandte Allahs und Sein Wort, das Er in Maria legte, und Geist von Ihm. So glaubet an Allah und Seinen Gesandten und sprechet nicht: “Drei“. Stehet ab davon, gut ist’s euch. Allah ist nur ein einiger Gott; Preis Ihm, daß Ihm sein sollte ein Sohn! Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden, und Allah genügt als Beschützer.
    3. Die Zeugung Jesu im Koran

    Der oben zitierte Vers 171 aus Sure 4 beinhaltet die koranische Version der Zeugung Jesu: „Der Messias Jesus, der Sohn der Maria, ist der Gesandte Allahs und Sein Wort, das Er in Maria legte…“ Jesus wurde nicht von einem Menschen gezeugt; vielmehr bewirkte Allah durch Seinen Willen (Sein Wort) die Schwangerschaft Marias. Die vollständige Begebenheit ist in Sure 19, Verse 17 bis 22 beschrieben. Allah informierte die koranische Maria über die ihr zuteil werdende Gnade durch Seinen Engel Gabriel:
    Sure 19, Vers 17: Und sich vor ihnen verschleierte, da sandten Wir Unsern Geist zu ihr, und er erschien ihr als vollkommener Mann.
    Sure 19, Vers 18: Sie sprach: „Siehe, ich nehme meine Zuflucht vor dir zum Erbarmer, so du Ihn fürchtest.“
    Sure 19, Vers 19: Er sprach: „Ich bin nur der Gesandte deines Herrn, um dir einen reinen Knaben zu bescheren.“
    Sure 19, Vers 20: Sie sprach: „Woher soll mir ein Knabe werden, wo mich kein Mann berührt hat und ich keine Dirne bin?“
    Sure 19: Vers 21: Er sprach: „Also sei’s! Gesprochen hat dein Herr: „Das ist Mir ein Leichtes“; und Wir wollen ihn zu einem Zeichen für die Menschen machen und einer Barmherzigkeit von Uns. Und es ist eine beschlossene Sache.“
    Sure 19, Vers 22: Und so empfing sie ihn und zog sich mit ihm an einen entlegenen Ort zurück.
    Diese Belege sind auch eine Bestätigung des zuvor genannten Verses 4 aus Sure 39. Der Koran stellt sehr deutlich fest, daß Allah mit der von Ihm bewirkten Schwangerschaft Marias der Welt lediglich „einen reinen Knaben“ bescheren wollte und daß der islamische Isa nicht Sein leiblicher Sohn ist. Damit teilt die islamische Lehre das christliche Konzept der Zeugung Jesu ohne einen biologischen Vater als Wunder Gottes und Zeichen Seiner Macht. In der Bibel ist es der von Gott geschickte „Heilige Geist“ der dieses Wunder bewirkt:

    Hier der Beleg aus dem Matthäusevangelium (Lutherbibel 1912):
    18 Die Geburt Christi war aber also getan. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertraut war, fand sich’s ehe er sie heimholte, daß sie schwanger war von dem heiligen Geist. 19 Joseph aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen.
    20 Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des HERRN im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem heiligen Geist. 21 Und sie wird einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen; denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden.
    Und aus dem Lukasevangelium
    26 Und im sechsten Monat ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, 27 zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Manne mit Namen Joseph, vom Hause David: und die Jungfrau hieß Maria. 28 Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seist du, Holdselige! Der HERR ist mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern! 29 Da sie aber ihn sah, erschrak sie über seine Rede und gedachte: Welch ein Gruß ist das? 30 Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! du hast Gnade bei Gott gefunden. 31 Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen. 32 Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der HERR wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben; 33 und er wird ein König sein über das Haus Jakob ewiglich, und seines Königreiches wird kein Ende sein.
    34 Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich von keinem Manne weiß? 35 Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.
    Obschon also die Zeugung Jesu sowohl im Koran als auch in der Bibel als Akt Gottes ohne menschliches Zutun dargestellt wird ist ein entscheidender Unterschied in den beiden Berichten festzustellen. Während Allah kraft Seines Wortes und Seines Geistes via den Engel Gabriel (Sure 4, Vers 171) Jesus entstehen läßt ist es in der Bibel der „Heilige Geist“ als eigene Entität – von Gabriel im Traum angekündigt – der die Zeugung bewirkt. 4. Der „Heilige Geist“ ist im Koran nicht der dritte Teil der Trinität

    Nicht nur im Zusammenhang mit der Zeugung Jesu sondern auch an weiteren Stellen wird der “Heilige Geist” nicht als dritte Größe der „Beigesellung“ aufgeführt. Dies ist ein weiterer Beweis, daß er im Koran nicht als dritter Teil der Trinität erkannt wird. Er wird in zwei von der Polemik gegen die „Beigesellung“ unabhängigen Versen erwähnt. Im ersten beschuldigt Allah die Juden für ihre Ablehnung und Ermordung von Propheten:
    Sure 2, Vers 87: Und dem Moses gaben Wir die Schrift und ließen ihm Gesandte nachfolgen; und Wir gaben Jesus, dem Sohn der Maria, die deutlichen Zeichen und stärkten ihn mit dem Heiligen Geist. Sooft euch aber ein Gesandter brachte, was euch nicht gefiel, wurdet ihr da nicht hoffärtig und ziehet einen Teil der Lüge und erschlugt andere?
    Sure 2, Vers 253: Jene Gesandten – die einen bevorzugten wir vor den andern; zu einigen von ihnen sprach Allah und erhöhte andere um Stufen. Und wir gaben Jesus, dem Sohn der Maria, die deutlichen Zeichen und stärkten ihn mit dem Heiligen Geist, und so Allah wollte, so hätten die Spätern nicht gestritten, nachdem zu ihnen die deutlichen Zeichen kamen; aber sie waren uneins und die einen von ihnen glaubten und die andern waren ungläubig. Und so Allah wollte, hätten sie nicht gestritten, jedoch tut Allah, was Er will.


    5. Maria als Göttin

    Laut Koran sind die drei Götter, die von den Christen angeblich angebetet werden neben Allah und Jesus – entsprechend der biologischen Argumentation seiner Zeugung – auch Maria. Der Kontakt Mohammeds mit verschiedenen christlichen Sekten hat im Koran seinen Niederschlag gefunden wie zum Beispiel im bereits zitierten Vers 32 aus Sure 30: “wie jene, die ihren Glauben spalteten und in Sekten zerfielen, von denen sich jede Partei ihrer eigenen Meinung erfreut.” Ob nun
    • - deren Gottsetzung Marias mit entsprechender Anbetung,
    • - die teils hohe Marienverehrung anderer Sekten oder
    • - das biologische Verständnis der Zeugung Jesu (das den Christen unterstellt wird)

    folgendem Vers zugrunde liegen, kann nicht abschließend eruiert werden:
    Sure 5, Vers 116: Und wenn Allah sprechen wird: “O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesprochen: “Nehmet mich und meine Mutter als zwei Götter neben Allah an?” Dann wird er sprechen: “Preis sei Dir! Es steht mir nicht zu, etwas zu sprechen, was nicht wahr ist. Hätte ich es gesprochen, dann wüßtest Du es. Du weißt, was in meiner Seele ist, ich aber weiß nicht, was in Deiner Seele ist. Siehe, Du bist der Wisser der Geheimnisse.”
    Hier wird beschrieben, daß Allah Jesus (anläßlich des Jüngsten Gerichts?) zur Version der Trinität als Trias von Gott, Maria und Jesus befragen wird, und letzterer in Abrede stellen wird, diese selbst postuliert zu haben. Diese Befragung von Jesus:
    Und wenn Allah sprechen wird
    welche der Allmächtige Seinem Propheten Mohammed im genauen Wortlautschoninmedinensischer Zeitoffenbart, kann nicht göttlichen Ursprungs sein: 1. Das islamische Dogma stattet alle Propheten, nicht nur Mohammed, mit absoluter Sündenlosigkeit aus. Es ist also völlig undenkbar, daß der islamische Jesus „Isa“ die Absurdität seiner eigenen Beigesellung behauptet haben könnte. Er hätte damit die schlimmste aller möglichen Sünden – die der „Beigesellung“ – auf sich geladen. 2. Nicht nur die im vorliegenden Vers erwähnte Sichtweise der Trinität als Trias von Gott, Maria und Jesus entspricht nicht der christlichen Lehre, sondern auch Jesus’ Behauptung seiner eigenen Gottsetzung. Allah müßte das wissen, weshalb sich dieses göttliche Verhör erübrigt … Zum Thema “Beigesellung” erläutert R. Paret: “… Daß er (Mohammed) die christliche Trinitätslehre nicht auf Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist, sondern auf Gott, Jesus und Maria bezogen hat, … jedenfalls brachte er über das Leben und Wirken von Jesus herzlich wenig in Erfahrung.” (R. Paret, Mohammed und der Koran, Seite 15, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 1980) Wir finden auch in diesem Kommentar die von Islamwissenschaftern oft vorgenommene Interpretation der Botschaften Allahs als Aussagen des Menschen Mohammed. Darauf wurde schon hingewiesen.

    Nachdem sich Allah also – gemäß Darstellung im Koran – mit Hilfe der Befragung von Jesus darüber vergewissert hat, daß nicht dieser die Mähr (seiner eigenen) „Beigesellung“ in die Welt gesetzt hat, bleiben für deren Inkraftsetzung nur noch die Christen selber übrig. Deshalb wird der Vorwurf der Gottsetzung von Maria und Jesus im Koran nicht gegen Jesus erhoben, sondern gegen die Christen, welche sich damit der schlimmsten aller möglichen Sünden schuldig machen.
    Alles kann Allah in Seiner Huld vergeben, nur das nicht. Die folgende Stelle findet sich sogar zwei Mal im Koran:
    Sure 4, Vers 48: Siehe, Allah vergibt nicht, daß man Ihm Götter beigesellt; doch verzeiht Er, was außer diesem ist, wem Er will. Und wer Allah Götter beigesellt, der hat eine gewaltige Sünde ersonnen.
    Sure 4, Vers 116: Siehe, Allah vergibt es nicht, daß Ihm Götter zur Seite gesetzt werden, doch vergibt er alles außer diesem, wem Er will. Wer Allah Götter zur Seite setzt, der ist weit abgeirrt.
    In einem nächsten Vers wendet sich Allah gegen die Christen und Juden, weil sie Ihm nicht nur Jesus und Maria, sondern auch noch Mönche bzw. Rabbiner “zur Seite setzen“. Diese Rüge muß seinen Grund darin haben, daß die christlichen Gemeinschaften zur Zeit Mohammeds auch Heilige hoch verehrten, was offenbar den Eindruck erweckte, daß diese zu Göttern gemacht worden waren. Damit werden die Christen und Juden zu eigentlichen Polytheisten erklärt, was das Verwerflichste ist, zu dem sich Menschen hinreißen lassen können. Gleichzeitig versichert der Allmächtige, daß solcherlei unsinniges Tun Ihn nicht erreichen kann:
    Sure 9, Vers 31: Sie nehmen ihre Rabbiner und Mönche neben Allah und dem Messias, dem Sohn der Maria, zu Herren an, wo ihnen doch allein geboten ward, einem einzigen Gott zu dienen, außer dem es keinen Gott gibt. Preis Ihm, Er steht hoch über dem, was sie neben Ihn setzen.
    6. Jesus als Diener Allahs

    Daß im Koran die christliche Lehre der Trinität falsch verstanden wird belegt auch Vers 172 aus Sure 4:
    Sure 4, Vers 172: Nimmer ist der Messias zu stolz, ein Diener Allahs zu sein, und nicht auch die nahe stehenden Engel. Und wer zu stolz ist, Ihm zu dienen und voll Hoffart ist, versammeln wird Er sie zu sich insgesamt.
    Der Satz “Nimmer ist der Messias zu stolz, ein Diener Allahs zu sein” ist ein zusätzlicher Hinweis auf die von der koranischen Botschaft vertretene Meinung, daß Jesus durch das Konzept der Gottessohnschaft von den “Schriftbesitzern” zu einem eigenständigen Gott gemacht wird und damit zu Allah selbst in Konkurrenz tritt. Deshalb weist letzterer hier darauf hin, daß Jesus mitnichten zu stolz sei, ein Diener Gottes zu sein. Nirgends in den Evangelien wird das Gegenteil behauptet, vielmehr wird dort berichtet, daß Jesus in die Welt gekommen sei, um die Menschen zu Gott hinzuführen. Im folgenden Vers versichert Mohammed, daß die (vom Islam erfundene) Gottsetzung Jesu nichtig ist, denn sonst würde er diesem hypothetischen Gott dienen:

    Sure 43, Vers 81: Sprich: “Wenn der Erbarmer einen Sohn hätte, so wäre ich der erste, ihm zu dienen.“
    7. Textanalyse / Zusammenfassung

    Mohammed hat rund 300 Jahre nach der Inkraftsetzung des christlichen Dogmas der Trinität gewirkt. Es war in jener Zeit den großen christlichen Kirchen allgemein bekannt und verbindlich. Trotzdem wird es im Koran nicht sachgerecht reflektiert: 1. Christen werden als Tri- (oder sogar Polytheisten) angesehen. 2. Der „Heilige Geist“ wird zwar erwähnt, aber nicht als Teil der Trinität erkannt. Vielmehr wird entsprechend dem Vers: “Siehe, Allah ist ein dritter von drei.” an die dritte Stelle Maria gesetzt. 3. Die im Koran vorgenommene Gottsetzung Marias entspricht nicht der Stellung, welche ihr die Bibel als Mutter von Jesus zuweist. Ganz offensichtlich hatte Mohammed vom Bericht der Zeugung Jesu in der Bibel keine Kenntnis, sonst hätte Allah diesen Vorgang nicht in einer Offenbarung „richtigstellen“ müssen. Vielmehr glaubte Mohammed, entsprechend der hohen Verehrung und Gottsetzung Marias einzelner christlicher Sekten seines zeitgenössischen Umfeldes diese „Beigesellung“ durch Offenbarungen bekämpfen zu müssen. 4. Aus allen in diesem Kapitel erwähnten Versen wie auch aus der koranischen Botschaft per se geht indes klar hervor, daß jegliche “Beigesellung” – also nicht nur die Trias von Gott, Maria und Jesus – ablehnt wird.
    Sure 3, Vers 64: Sprich: „O Volk der Schrift, kommt herbei zu einem gleichen Wort zwischen uns, daß wir nämlich Allah allein dienen und nichts neben Ihn stellen und daß nicht die einen von uns die andern zu Herren annehmen neben Allah.“ …
    Sure 5, Vers 72: Wahrlich, ungläubig sind, welche sprechen: “Siehe, Allah, das ist der Messias, der Sohn der Maria.” Und es sprach doch der Messias: “O ihr Kinder Israel, dienet Allah meinem Herrn und eurem Herrn.” Siehe, wer Allah Götter an die Seite stellt, dem hat Allah das Paradies verwehrt, und seine Behausung ist das Feuer; und die Ungerechten finden keine Helfer.
    Sure 5, Vers 73: Wahrlich, ungläubig sind, die da sprechen: “Siehe, Allah ist ein dritter von drei.” Aber es gibt keinen Gott denn einen einigen Gott. Und so sie nicht ablassen von ihren Worten, wahrlich, so wird den Ungläubigen unter ihnen schmerzliche Strafe.
    Sure 5, Vers 74: Wollen sie denn nicht umkehren zu Allah und Ihn um Verzeihung bitten? Und Allah ist verzeihend und barmherzig.
    Sure 5, Vers 75: Nicht ist der Messias, der Sohn der Maria, etwas anderes als ein Gesandter; vorausgingen ihm Gesandte, und seine Mutter war aufrichtig. Beide aßen Speise. Schau, wie Wir ihnen die Zeichen deutlich erklären! Alsdann schau, wie sie sich abwenden.
    Sure 5, Vers 76: Sprich: “Wollt ihr anbeten neben Allah, was euch weder schaden noch nützen kann?” Und Allah, Er ist der Hörende, der Wissende.
    Sure 5, Vers 77: Sprich: “O Volk der Schrift, übertretet nicht in euerm Glauben die Wahrheit und folget nicht den Gelüsten von Leuten, die bereits zuvor abgeirrt sind und viele irregeführt haben und abirrten von dem ebenen Weg.”
    5. Muslime sollen sich von „Schriftbesitzern“ fernhalten, dies vor allem auch wegen ihrem mit dem Islam nicht kompatiblen Dogma der Trinität:

  2. #2

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    Denkst du wirklich, dass sich das jemand komplett durchliest?

  3. #3
    Avatar von piran

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    Die Trinität im Koran wird falsch dargestellt,.

    Verständnisfrage: Wie meinst du das genau? Werden Personen verwechselt oder wurde die Trinität falsch verstanden oder wie?
    Dort wird die Trinität folgendesrmaßen dargestellt:
    Gott, Jesus, Maria.
    Im Islam wird unter christlicher Trinität häufig verstanden, dass orthodoxe (und auch katholische) Christen den Schöpfer, Jesus und Maria anbeten. Grund dafür könnte die Bekanntschaft Mohammeds mit triadischen Vorstellungen östlicher Nachbarvölker gewesen sein. Wahrscheinlicher erscheint die Erklärung, dass das semitische Wort für „Geist“ feminin ist (hebräisch/aramäisch: רוח, ruach). Daraus könnte sich die falsche Vorstellung entwickelt haben, dass es sich um Gott Vater, Gott Mutter und Gott Sohn handelte. — Dem entgegnen christliche Theologen, dass diese „sehr körperliche“ Vorstellung der Trinität nicht der Trinität entspreche, wie sie das Christentum versteht, das die absolute Geistigkeit Gottes betont: Der Sohn wird vom Vater gezeugt nicht auf körperliche, sondern auf geistige Weise. Ebenso geht der Heilige Geist – nach westkirchlicher Ansicht aus der Liebe von Vater und Sohn, nach ostkirchlicher Ansicht aus dem Vater – auf geistige Weise hervor.

  4. #4

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    Zitat Zitat von AlbaMuslims Beitrag anzeigen
    Denkst du wirklich, dass das jemand komplett liest?
    Wäre schon toll, wenn du auch antwortest wenn der Spieß umgedreht wird!

  5. #5

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    Zitat Zitat von ChaosInvocation Beitrag anzeigen
    Wäre schon toll, wenn du auch antwortest wenn der Spieß umgedreht wird!
    Würde ich gerne machen, doch leider beschreibt der Qur'an die Trinität nicht und er geht auch nicht darauf ein. Der Qur'an spricht nur davon, dass die Christen Jesus als Sohn Gottes gemacht haben.

  6. #6

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    Abgesehen davon, dass du das alles kopiert hast und es deshalb eigentlich nicht lesenswert ist, stimmt was da steht so nicht. Es gibt im Christentum viele Zweige und das Christentum damals war auch anders als das heute. Damals wurden auch direkt die christlichen Menschen angesprochen und es gibt sehr wohl viele die Mariam zu Gott machen. Aber dazu musst du auch verstehen was das arabische Wort ilah bedeutet. Schau mal ob du die Antwort irgendwo findest, wo du das hier herkopiert hast

  7. #7
    Avatar von piran

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    Zitat Zitat von ChaosInvocation Beitrag anzeigen
    Wäre schon toll, wenn du auch antwortest wenn der Spieß umgedreht wird!
    das werden die Salafisten nicht machen weil sie selber keine Antwort haben

  8. #8

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    Zitat Zitat von piran Beitrag anzeigen
    das werden die Salafisten nicht machen weil sie selber keine Antwort haben
    ist Albamuslim ein salafist?

  9. #9

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    Zitat Zitat von AlbaMuslims Beitrag anzeigen
    Würde ich gerne machen, doch leider beschreibt der Qur'an die Trinität nicht und er geht auch nicht darauf ein. Der Qur'an spricht nur davon, dass die Christen Jesus als Sohn Gottes gemacht haben.

    Der Vorwurf lautet: Der Koran hat die Bibel nicht verstanden. Demnach kann der Koran auch nicht die Weiterentwicklung sein.

  10. #10
    Avatar von piran

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    Zitat Zitat von ChaosInvocation Beitrag anzeigen
    Der Vorwurf lautet: Der Koran hat die Bibel nicht verstanden. Demnach kann der Koran auch nicht die Weiterentwicklung sein.
    Für Mohamed spricht nur eins

    hat er auch nicht wen man sich einige Suren anschaut Viel spricht dafür,das dass die aus der Bibel verdreht wiedergegeben Geschichten aus Erinnerungen an Erzählungen von Juden und Christen stammen und er auch bewusste Änderungen daran vorge- nommen hat.

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