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Auch Moscheen bleiben leer

Erstellt von piran, 19.06.2012, 15:31 Uhr · 9 Antworten · 1.151 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von piran

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    Auch Moscheen bleiben leer

    Nicht nur die beiden Landeskirchen Deutschland verzeichnen einen drastischen Rückgang der Gottesdienstbesucher. Ähnlich spielt die Moderne auch islamischen Gemeinschaften mit. Nur ein Bruchteil der Moslems besucht noch die Gebete.



    Manch einer würde wohl intuitiv annehmen, dass die leeren Kirchen ein spezifisch christliches Problem sind. Doch die Abwendung von der konkreten religiösen Praxis trifft auch die Moslems. Erstaunlich ist, dass sich der Anteil der regelmässig Praktizierenden in beiden Religionsgemeinschaften irgendwo bei zwölf Prozent einpendelt. Das lässt nur einen Schluss zu: Die modernen Lebensgewohnheiten machen auch nicht vor den Moslems halt. Dies wird auch von religionssoziologischer Seite bestätigt – der Rückzug von traditionellen Ordnungen und Lebensvorstellungen trifft praktisch jede Religion gleichermassen.

    News Immobilien, Politik und Wirtschaft: Moscheen sind Leer

  2. #2
    Kıvanç
    immobilien-eu.blogspot ??!?!?

  3. #3

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    7.427
    Lustig. Die Überschrift heisst 'Auch Moscheen sind leer', aber im Bild ist eine volle Moschee zu sehen.

    1. Der Titel zeigt eigentlich schon alles. Der Schreiber will damit hinweisen, dass nicht nur die Kirchen leer bleiben. Nun, ist das eine Rechtfertigung dafür, dass sich offensichtlich viele Deutsche und Schweizer sich von der Kirche abwenden?

    2. Der Vergleich ist völlig absurd.

    a. Es geht nicht darum, ob die Kirche am Sonntag leer ist, sondern deshalb, dass Deutsche aus der Kirche komplett austreten. Weil, wenn man sagen würde, dass die Kirche an jenem Sonntag leer war, dann muss das nicht zwingend bedeuten, dass die Kirchenmitglieder aus der Kirche ausgetreten sind. Es könnten auch andere Gründe sein (Zeit, Beschäftigung, etc.).

    b. In DE und CH ist es in den Moscheen speziell, denn es gibt Tage, an denen die Moscheen voll sind und es gibt Tage, an denen die Moscheen halbvoll sind. Wenn eine Moschee an einem Freitag halbvoll oder fast leer ist, dann bedeutet das nicht, dass alle aus der Moschee ausgetreten sind bzw. den Islam auch verlassen haben. Meistens sind es Gründe, dass viele arbeiten müssen und deshalb nicht in die Moschee gehen können. Doch gläubige Muslime verrichten das Gebet auch zu Hause.

    Auch in unserer Moschee gibt es Tage, an denen es viele Besucher gibt, weil viele frei haben und es gibt wiederrum Tage, an denen die Moschee fast leer ist.

    Fazit: unsachlicher Artikel und die Quelle ist unprofessionel. Ein eigener Blogspot mit einem eigenen Artikel ohne irgendwelche stichhaltige Quellen und Zahlen, die alles nachweisen lassen.

  4. #4
    Avatar von Ilan

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    Was für eine Quelle xD

  5. #5
    Leo
    Avatar von Leo

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    Zitat Zitat von piran Beitrag anzeigen
    Nicht nur die beiden Landeskirchen Deutschland verzeichnen einen drastischen Rückgang der Gottesdienstbesucher. Ähnlich spielt die Moderne auch islamischen Gemeinschaften mit. Nur ein Bruchteil der Moslems besucht noch die Gebete.


    Manch einer würde wohl intuitiv annehmen, dass die leeren Kirchen ein spezifisch christliches Problem sind. Doch die Abwendung von der konkreten religiösen Praxis trifft auch die Moslems. Erstaunlich ist, dass sich der Anteil der regelmässig Praktizierenden in beiden Religionsgemeinschaften irgendwo bei zwölf Prozent einpendelt. Das lässt nur einen Schluss zu: Die modernen Lebensgewohnheiten machen auch nicht vor den Moslems halt. Dies wird auch von religionssoziologischer Seite bestätigt – der Rückzug von traditionellen Ordnungen und Lebensvorstellungen trifft praktisch jede Religion gleichermassen.

    News Immobilien, Politik und Wirtschaft: Moscheen sind Leer
    Genau damit habe ich vor einziger Zeit angefangen

  6. #6
    Avatar von piran

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    414
    Zitat Zitat von AlbaMuslims Beitrag anzeigen
    Lustig. Die Überschrift heisst 'Auch Moscheen sind leer', aber im Bild ist eine volle Moschee zu sehen.

    1. Der Titel zeigt eigentlich schon alles. Der Schreiber will damit hinweisen, dass nicht nur die Kirchen leer bleiben. Nun, ist das eine Rechtfertigung dafür, dass sich offensichtlich viele Deutsche und Schweizer sich von der Kirche abwenden?

    2. Der Vergleich ist völlig absurd.

    a. Es geht nicht darum, ob die Kirche am Sonntag leer ist, sondern deshalb, dass Deutsche aus der Kirche komplett austreten. Weil, wenn man sagen würde, dass die Kirche an jenem Sonntag leer war, dann muss das nicht zwingend bedeuten, dass die Kirchenmitglieder aus der Kirche ausgetreten sind. Es könnten auch andere Gründe sein (Zeit, Beschäftigung, etc.).

    b. In DE und CH ist es in den Moscheen speziell, denn es gibt Tage, an denen die Moscheen voll sind und es gibt Tage, an denen die Moscheen halbvoll sind. Wenn eine Moschee an einem Freitag halbvoll oder fast leer ist, dann bedeutet das nicht, dass alle aus der Moschee ausgetreten sind bzw. den Islam auch verlassen haben. Meistens sind es Gründe, dass viele arbeiten müssen und deshalb nicht in die Moschee gehen können. Doch gläubige Muslime verrichten das Gebet auch zu Hause.

    Auch in unserer Moschee gibt es Tage, an denen es viele Besucher gibt, weil viele frei haben und es gibt wiederrum Tage, an denen die Moschee fast leer ist.

    Fazit: unsachlicher Artikel und die Quelle ist unprofessionel. Ein eigener Blogspot mit einem eigenen Artikel ohne irgendwelche stichhaltige Quellen und Zahlen, die alles nachweisen lassen.

    find ich auch lustig ,das auch


  7. #7

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    Zitat Zitat von piran Beitrag anzeigen
    find ich auch lustig ,das auch

    Achja. Komisch, dass in diesem Video am Anfang nur 12, dann 20 und jetzt 40 Menschen konvertieren. Und wieso sieht man im Video keine Leute, die konvertieren?

  8. #8
    Avatar von Cobra

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    64.187
    Zitat Zitat von AlbaMuslims Beitrag anzeigen
    Achja. Komisch, dass in diesem Video am Anfang nur 12, dann 20 und jetzt 40 Menschen konvertieren. Und wieso sieht man im Video keine Leute, die konvertieren?
    Komm Albamüsli, dann lass uns doch auch mal hören warum euer Schweizer Zeitung sowas verbreiten?



    Muslime konvertieren heimlich


    Wenn Christen zum Islam übertreten, so stehen sie meist offen zu ihrem neuen Glauben. Muslime aber, die Christen werden, verheimlichen ihren Übertritt - die Scharia sieht für Abtrünnige die Todesstrafe vor.


    Hassan Omar* hat sein altes Leben satt. Es gab Zeiten, da der heute 20-Jährige täglich Kokain, Heroin und bezahlten Sex konsumierte. Das Geld dafür stammte aus Raubüberfällen. «Im Zürcher Langstrassenquartier wartete ich mit meinen Kumpels jeweils vor einem Puff, bis ein Freier kam», erzählt Hassan. Dann wurde der Mann niedergeschlagen und ausgeraubt. Irgendwann kam die Polizei Hassan auf die Schliche.
    Heute verbüsst der Somalier, der seit seiner Kindheit in der Schweiz lebt, eine mehrjährige Haftstrafe, die er aufgrund seines jugendlichen Alters in einer Arbeitserziehungsanstalt im Kanton Zürich absitzt. «Damals habe ich mir keine Gedanken über die Opfer gemacht», fährt er fort. Es sei ihm alles egal gewesen, das Leben habe er als sinnlos empfunden. Mittlerweile hat sich dies geändert: Er hat zum Glauben gefunden. «Seit ich Jesus für mich entdeckt habe, bin ich ein anderer Mensch», sagt er mit leuchtenden Augen. Deshalb will er sich schnellstmöglich taufen lassen. Hassan Omar, gebürtiger Muslim, will noch diesen Sommer zum Christentum konvertieren.
    Während in Westeuropa jährlich Tausende vom Christentum zum Islam übertreten, gehen nur wenige den umgekehrten Weg. Für die Schweiz existieren keine Zahlen; in Deutschland, wo 2005 rund 1150 Menschen zum Islam konvertierten, schätzt man, dass ungefähr zwei Prozent der 3500 Erwachsenen, die sich pro Jahr taufen lassen, Muslime sind. Dieses Ungleichgewicht hat mitunter einen Grund: Der Übertritt eines Muslims zum Christentum ist gefährlich.
    Die Sünde der Apostaten

    Bereits Prophet Mohammed soll die Tötung von Abtrünnigen angeordnet haben. In einem Hadith, der schriftlichen Überlieferung seiner Worte, wird er mit dem Satz zitiert: «Wer seine Religion wechselt, den tötet.» Daher wird in der Scharia, der islamischen Rechtsordnung, der Tod für den Abfall vom Glauben - die Apostasie - gefordert. In Ländern wie Iran, Pakistan oder Saudiarabien besteht die Todesstrafe für Apostaten. Wie aus einem Bericht von Amnesty International hervorgeht, wurde im Jahr 2000 ein konvertierter Christ in Pakistan von einem Nachbarn wegen Blasphemie angezeigt. Er wurde verhaftet und zum Tod verurteilt. Da der Übertritt zu einem anderen Glauben von der Familie und dem gesellschaftlichen Umfeld als Schande aufgefasst wird, verlieren Konvertiten ihr Leben öfter durch privates Eingreifen als durch den Staat: Amnesty International erwähnt den Mord an einem 18-jährigen Mädchen aus der pakistanischen Provinz Punjab, das von seinem Bruder erschossen wurde, weil es sich zum Christentum bekannt hatte. In Europa, wo freie Religionswahl ein Menschenrecht ist, sind tätliche Angriffe selten. Muslime, die dem Islam den Rücken kehren, werden aber häufig von der eigenen Familie unter Druck gesetzt, bedroht und tyrannisiert.
    Aus diesem Grund hat Hassan Omar weder seiner Mutter, einer strenggläubigen Muslimin, noch seinen übrigen Verwandten von seinen christlichen Plänen erzählt. «Sie würden mich für verrückt halten», sagt er. Als Kind sei ihm eingetrichtert worden, dass das Christentum des Teufels sei. «Einen Übertritt in eine andere Religion ist für meine Verwandtschaft das Schlimmste.» Deshalb sei es besser, wenn niemand von der Taufe erfahre. «Keine Ahnung, wozu meine Verwandten fähig wären», meint er achselzuckend. Einigen Freunden hat er von dem Unterfangen erzählt. Einer habe danach gesagt, er wolle nichts mehr mit ihm zu tun haben. Dennoch bleibt Hassans Wille ungebrochen: «Seit Jesus in mein Leben getreten ist, weiss ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.»

    Ayse Akyün* will wie Hassan Omar unter allen Umständen anonym bleiben. Sie wisse zwar haargenau, dass das Christentum für sie das Beste sei und dies eigentlich die ganze Welt mitkriegen dürfe. Doch die gelernte Floristin mit türkischen Wurzeln hat Angst, wird in den Nächten von Albträumen heimgesucht. Weder ihre Eltern noch ihre Verwandten dürfen von ihrer Konversion erfahren: Diesen Frühling will sich die 21-jährige Luzernerin taufen lassen. «Mein Vater ist zwar kein streng praktizierender Muslim», erzählt Ayse. «Doch er hat ein ausgeprägtes Ehrverständnis.» Für ihn wäre es eine Schande, wenn er erführe, dass seine Tochter sich taufen lässt. Ayse schliesst nicht einmal aus, dass er davor zurückschrecken würde, sie zu töten. «Ist das nicht schlimm?», fragt sie. «Ich lebe in einem Land, wo ich eigentlich glauben darf, was ich möchte. Und trotzdem muss ich meine wahren Gefühle verstecken.» Dass sie vor ihrer Familie nicht offen zu ihrer Religion stehen kann, bedrückt sie. Doch gebe ihr der Glaube Kraft, das Doppelleben durchzustehen.

    Umgekehrt ist es anders. Während Muslime, die zu Christen wurden, ihre Religion meist nur heimlich praktizieren, sprechen konvertierte Muslime offen über ihre «Erleuchtung», wie es der 22-jährige Nicolas Blancho nennt, der kürzlich die Demonstration gegen die Mohammed-Karikaturen auf dem Berner Bundesplatz organisiert hat. Auch sieht man ihm seine Religionsangehörigkeit auf den ersten Blick an: Nicolas Blancho trägt Bart, einen weissen Kamis - eine lange Baumwolltunika - und eine traditionelle Kopfbedeckung. Sein Übertritt zum Islam erfolgte vor sechs Jahren. «Nur der Islam sagt die Wahrheit», glaubt der Bieler, der eine äusserst fundamentalistische Auslegung des Korans vertritt. Deshalb sei die islamische Religion das Beste für alle. Dass sich Muslime vom Islam ab- und zum Christentum hinwenden, findet Blancho zwar «übel» und «problematisch». Aber fürchten müssten sie sich in der Schweiz nicht: «Hier gelten ja demokratische Gesetze.»
    Saïda Keller-Messahli, Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, weist darauf hin, dass für Extremisten demokratische Gesetze wenig zählen: «Im Islam ist die Apostasie strikt verboten; sie ist grösste Blasphemie», sagt die liberal denkende Muslimin. Deshalb seien Konversionen selten. Für die Mehrheit der Muslime sei es unvorstellbar, sich vom Islam abzuwenden. Wer es trotzdem wage, der müsse sich auch in Europa vor Übergriffen in Acht nehmen. Eine ähnliche Auffassung vertritt der Lausanner Weihbischof Pierre Bürcher, Präsident des Arbeitskreises Islam der Schweizer Bischofskonferenz: «Wenn in der Schweiz ein Muslim Christ werden möchte, weisen wir ihn ausdrücklich auf die negativen Konsequenzen hin, die ein Übertritt haben kann. Er könnte Gefahr laufen, von der muslimischen Gemeinde oder der eigenen Familie bedroht zu werden.» Bürcher hält auch fest, dass die katholische Kirche dem Islam grossen Respekt zolle und keine aktive Missionierung betreibe.
    Kein Weg zurück

    Auch Parvaneh Nafisi*, gebürtige Iranerin, ist zum Christentum konvertiert. Vor zwei Jahren hat sich die 28-jährige Studentin in einer reformierten Kirchgemeinde im Kanton Bern taufen lassen. «Die Kirche ist der einzige Ort, wo ich zur Ruhe komme», sagt sie. Noch heute weiss keiner ihrer Verwandten davon. «Die würden denken, ich sei übergeschnappt.» Sie verheimlicht den Übertritt aus einem weiteren Grund: Sie möchte zurück nach Iran reisen, um ihre Mutter zu besuchen. Bekäme die iranische Regierung Wind von der Konversion, müsste sie um Leib und Leben fürchten.
    Das bestätigt Brigitte Hauser-Süess, Informationschefin des Bundesamts für Migration. «Vor allem Flüchtlinge aus Iran und Pakistan sind in Gefahr, wenn sie eine andere Religion annehmen», sagt sie. Werde die Apostasie bekannt, könnten diese Menschen nicht mehr in ihr Herkunftsland zurückgeschickt werden. «Deshalb kommt es auch vor, dass sich Flüchtlinge in der Schweiz nicht nur aus Überzeugung, sondern auch aus politischen Gründen taufen lassen.» Für Omar ist die Taufe keine Formsache, sondern ein Akt der «inneren Überzeugung». Hassan bereut seine kriminelle Vergangenheit und will «mit Hilfe Jesus'» ein neues Leben anfangen. «Jesus wird dafür sorgen, dass ich nicht mein ganzes Leben im Knast verbringen werde», glaubt er.


  9. #9

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    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
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    Muslime konvertieren heimlich


    Wenn Christen zum Islam übertreten, so stehen sie meist offen zu ihrem neuen Glauben. Muslime aber, die Christen werden, verheimlichen ihren Übertritt - die Scharia sieht für Abtrünnige die Todesstrafe vor.

    Hassan Omar* hat sein altes Leben satt. Es gab Zeiten, da der heute 20-Jährige täglich Kokain, Heroin und bezahlten Sex konsumierte. Das Geld dafür stammte aus Raubüberfällen. «Im Zürcher Langstrassenquartier wartete ich mit meinen Kumpels jeweils vor einem Puff, bis ein Freier kam», erzählt Hassan. Dann wurde der Mann niedergeschlagen und ausgeraubt. Irgendwann kam die Polizei Hassan auf die Schliche.
    Heute verbüsst der Somalier, der seit seiner Kindheit in der Schweiz lebt, eine mehrjährige Haftstrafe, die er aufgrund seines jugendlichen Alters in einer Arbeitserziehungsanstalt im Kanton Zürich absitzt. «Damals habe ich mir keine Gedanken über die Opfer gemacht», fährt er fort. Es sei ihm alles egal gewesen, das Leben habe er als sinnlos empfunden. Mittlerweile hat sich dies geändert: Er hat zum Glauben gefunden. «Seit ich Jesus für mich entdeckt habe, bin ich ein anderer Mensch», sagt er mit leuchtenden Augen. Deshalb will er sich schnellstmöglich taufen lassen. Hassan Omar, gebürtiger Muslim, will noch diesen Sommer zum Christentum konvertieren.
    Während in Westeuropa jährlich Tausende vom Christentum zum Islam übertreten, gehen nur wenige den umgekehrten Weg. Für die Schweiz existieren keine Zahlen; in Deutschland, wo 2005 rund 1150 Menschen zum Islam konvertierten, schätzt man, dass ungefähr zwei Prozent der 3500 Erwachsenen, die sich pro Jahr taufen lassen, Muslime sind. Dieses Ungleichgewicht hat mitunter einen Grund: Der Übertritt eines Muslims zum Christentum ist gefährlich.
    Die Sünde der Apostaten

    Bereits Prophet Mohammed soll die Tötung von Abtrünnigen angeordnet haben. In einem Hadith, der schriftlichen Überlieferung seiner Worte, wird er mit dem Satz zitiert: «Wer seine Religion wechselt, den tötet.» Daher wird in der Scharia, der islamischen Rechtsordnung, der Tod für den Abfall vom Glauben - die Apostasie - gefordert. In Ländern wie Iran, Pakistan oder Saudiarabien besteht die Todesstrafe für Apostaten. Wie aus einem Bericht von Amnesty International hervorgeht, wurde im Jahr 2000 ein konvertierter Christ in Pakistan von einem Nachbarn wegen Blasphemie angezeigt. Er wurde verhaftet und zum Tod verurteilt. Da der Übertritt zu einem anderen Glauben von der Familie und dem gesellschaftlichen Umfeld als Schande aufgefasst wird, verlieren Konvertiten ihr Leben öfter durch privates Eingreifen als durch den Staat: Amnesty International erwähnt den Mord an einem 18-jährigen Mädchen aus der pakistanischen Provinz Punjab, das von seinem Bruder erschossen wurde, weil es sich zum Christentum bekannt hatte. In Europa, wo freie Religionswahl ein Menschenrecht ist, sind tätliche Angriffe selten. Muslime, die dem Islam den Rücken kehren, werden aber häufig von der eigenen Familie unter Druck gesetzt, bedroht und tyrannisiert.
    Aus diesem Grund hat Hassan Omar weder seiner Mutter, einer strenggläubigen Muslimin, noch seinen übrigen Verwandten von seinen christlichen Plänen erzählt. «Sie würden mich für verrückt halten», sagt er. Als Kind sei ihm eingetrichtert worden, dass das Christentum des Teufels sei. «Einen Übertritt in eine andere Religion ist für meine Verwandtschaft das Schlimmste.» Deshalb sei es besser, wenn niemand von der Taufe erfahre. «Keine Ahnung, wozu meine Verwandten fähig wären», meint er achselzuckend. Einigen Freunden hat er von dem Unterfangen erzählt. Einer habe danach gesagt, er wolle nichts mehr mit ihm zu tun haben. Dennoch bleibt Hassans Wille ungebrochen: «Seit Jesus in mein Leben getreten ist, weiss ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.»

    Ayse Akyün* will wie Hassan Omar unter allen Umständen anonym bleiben. Sie wisse zwar haargenau, dass das Christentum für sie das Beste sei und dies eigentlich die ganze Welt mitkriegen dürfe. Doch die gelernte Floristin mit türkischen Wurzeln hat Angst, wird in den Nächten von Albträumen heimgesucht. Weder ihre Eltern noch ihre Verwandten dürfen von ihrer Konversion erfahren: Diesen Frühling will sich die 21-jährige Luzernerin taufen lassen. «Mein Vater ist zwar kein streng praktizierender Muslim», erzählt Ayse. «Doch er hat ein ausgeprägtes Ehrverständnis.» Für ihn wäre es eine Schande, wenn er erführe, dass seine Tochter sich taufen lässt. Ayse schliesst nicht einmal aus, dass er davor zurückschrecken würde, sie zu töten. «Ist das nicht schlimm?», fragt sie. «Ich lebe in einem Land, wo ich eigentlich glauben darf, was ich möchte. Und trotzdem muss ich meine wahren Gefühle verstecken.» Dass sie vor ihrer Familie nicht offen zu ihrer Religion stehen kann, bedrückt sie. Doch gebe ihr der Glaube Kraft, das Doppelleben durchzustehen.

    Umgekehrt ist es anders. Während Muslime, die zu Christen wurden, ihre Religion meist nur heimlich praktizieren, sprechen konvertierte Muslime offen über ihre «Erleuchtung», wie es der 22-jährige Nicolas Blancho nennt, der kürzlich die Demonstration gegen die Mohammed-Karikaturen auf dem Berner Bundesplatz organisiert hat. Auch sieht man ihm seine Religionsangehörigkeit auf den ersten Blick an: Nicolas Blancho trägt Bart, einen weissen Kamis - eine lange Baumwolltunika - und eine traditionelle Kopfbedeckung. Sein Übertritt zum Islam erfolgte vor sechs Jahren. «Nur der Islam sagt die Wahrheit», glaubt der Bieler, der eine äusserst fundamentalistische Auslegung des Korans vertritt. Deshalb sei die islamische Religion das Beste für alle. Dass sich Muslime vom Islam ab- und zum Christentum hinwenden, findet Blancho zwar «übel» und «problematisch». Aber fürchten müssten sie sich in der Schweiz nicht: «Hier gelten ja demokratische Gesetze.»
    Saïda Keller-Messahli, Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, weist darauf hin, dass für Extremisten demokratische Gesetze wenig zählen: «Im Islam ist die Apostasie strikt verboten; sie ist grösste Blasphemie», sagt die liberal denkende Muslimin. Deshalb seien Konversionen selten. Für die Mehrheit der Muslime sei es unvorstellbar, sich vom Islam abzuwenden. Wer es trotzdem wage, der müsse sich auch in Europa vor Übergriffen in Acht nehmen. Eine ähnliche Auffassung vertritt der Lausanner Weihbischof Pierre Bürcher, Präsident des Arbeitskreises Islam der Schweizer Bischofskonferenz: «Wenn in der Schweiz ein Muslim Christ werden möchte, weisen wir ihn ausdrücklich auf die negativen Konsequenzen hin, die ein Übertritt haben kann. Er könnte Gefahr laufen, von der muslimischen Gemeinde oder der eigenen Familie bedroht zu werden.» Bürcher hält auch fest, dass die katholische Kirche dem Islam grossen Respekt zolle und keine aktive Missionierung betreibe.
    Kein Weg zurück

    Auch Parvaneh Nafisi*, gebürtige Iranerin, ist zum Christentum konvertiert. Vor zwei Jahren hat sich die 28-jährige Studentin in einer reformierten Kirchgemeinde im Kanton Bern taufen lassen. «Die Kirche ist der einzige Ort, wo ich zur Ruhe komme», sagt sie. Noch heute weiss keiner ihrer Verwandten davon. «Die würden denken, ich sei übergeschnappt.» Sie verheimlicht den Übertritt aus einem weiteren Grund: Sie möchte zurück nach Iran reisen, um ihre Mutter zu besuchen. Bekäme die iranische Regierung Wind von der Konversion, müsste sie um Leib und Leben fürchten.
    Das bestätigt Brigitte Hauser-Süess, Informationschefin des Bundesamts für Migration. «Vor allem Flüchtlinge aus Iran und Pakistan sind in Gefahr, wenn sie eine andere Religion annehmen», sagt sie. Werde die Apostasie bekannt, könnten diese Menschen nicht mehr in ihr Herkunftsland zurückgeschickt werden. «Deshalb kommt es auch vor, dass sich Flüchtlinge in der Schweiz nicht nur aus Überzeugung, sondern auch aus politischen Gründen taufen lassen.» Für Omar ist die Taufe keine Formsache, sondern ein Akt der «inneren Überzeugung». Hassan bereut seine kriminelle Vergangenheit und will «mit Hilfe Jesus'» ein neues Leben anfangen. «Jesus wird dafür sorgen, dass ich nicht mein ganzes Leben im Knast verbringen werde», glaubt er.

    Und wer hat gesagt, dass keine 'Muslime' zum Christentum konvertieren?

    Und:


    Wenn Christen zum Islam übertreten, so stehen sie meist offen zu ihrem neuen Glauben. Muslime aber, die Christen werden, verheimlichen ihren Übertritt - die Scharia sieht für Abtrünnige die Todesstrafe vor.
    Ein Widerspruch in sich.

    1. wenn Muslime, die zum Christentum übertreten, nicht offen zu ihrem Glauben stehen, woher kennt man dann diese Konvertiten, die im Artikel erwähnt werden?

    2. leider herrscht die Shar'ia in der Schweiz nicht - also, wovor haben sie angst? Die Todesstrafe wird nur dort vollzogen, wo die Shar'ia herrscht und diese Strafe darf nur vom Staat vollzogen werden. Das ist einfach pures Schöngerede und Propaganda.

  10. #10
    Avatar von Ts61

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    Moscheen sollen leer stehen? Nun Freitags sind die Moscheen immer voll! Was sagt das uns? Nicht viel,denn einige besuchen die Moscheen nur aus Tradition und tun kaum etwas für den Islam geschweige denn sie praktizieren!

    Irgendwo ist es also nicht falsch.Die Moscheen sind zwar rappelvoll aber die Qualität sprich das Praktizieren der Religion wird immer seltener.Auch unsere Jugend ist dem Weltlichen und dem Konsum,Partys,Kriminalität usw verfallen.Schade und deswegen müssen wir Muslime diese Jugendlichen wieder zurückgewinnen.

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