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"Muslim-Sightseeing" im 15. Bezirk

Erstellt von -Mačak-, 30.09.2011, 05:23 Uhr · 12 Antworten · 1.740 Aufrufe

  1. #1
    -Mačak-

    "Muslim-Sightseeing" im 15. Bezirk

    Am Islamischen Gymnasium in Wien haben weder Lehrer noch Schüler Verständnis für Vorurteile

    Ich würde dir ja die Kamera abknöpfen, aber die Journalistin ist da", sagt einer der Burschen auf dem Schulhof des Islamischen Realgymnasiums Wien (IRGW), einer Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht im 15. Wiener Gemeindebezirk, zum Fotografen. Die Kinder kennen das: Reporter, Kameraleute, Politiker - sie alle kommen, um sich ein Bild zu machen von der "türkischen Schule", sogar aus dem Ausland waren sie schon da.

    "Muslim-Sightseeing" nennt Schuldirektor Ludwig Sommer das Phänomen. Auf dem Pausenhof drängen sich die Kinder, vielen geht die Aufmerksamkeit auf die Nerven. "Sollen wir sprechen gut Deutsch?", fragt ein anderer Bub mit bayrischem Akzent. Er kokettiert mit dem Migranten-Image der Medien und Parteiprogramme und wird wohl, wie die meisten der 270 Schüler, hier seine Matura ablegen. Zehn Nationen sind in dem unscheinbaren Gebäude untergebracht, über 60 Prozent kommen aus der Türkei. Sie alle sind Muslime. Nur vier der 34 Lehrer teilen ihren Glauben.
    120 Euro Schulgeld zahlen die Eltern dafür, dass ihre Kinder unter ihresgleichen sind. Nicht wenig, wenn man sich die Liste der Berufe ansieht: Taxifahrer, Bauarbeiter, Kebap-Verkäufer - Akademiker sind die Ausnahme.
    1999 startete das Schulprojekt, initiiert durch Kenan Ergün, einen der Religionslehrer. Jedes Jahr kamen die Behörden und überprüften die Abläufe, jedes Jahr erhielt das IRGW das Öffentlichkeitsrecht (siehe Wissen). Nun hat es den Status permanent.
    Der Unterricht findet auf Deutsch statt, Arabisch und Türkisch wird als Freifach am Nachmittag angeboten - nicht aber in dem Ausmaß angenommen, wie es die Eltern gerne hätten.

    Kampf um Anerkennung
    Auch viele Integrationsexperten propagieren die Förderung der Muttersprache, damit eine Zweitsprache wirklich erlernt werden kann. Es ist auch die Argumentation von Verbänden, die die Errichtung von türkischen Schulen wollen. "Türkischunterricht sollte für türkische Kinder verpflichtend sein", findet Ercan Karaduman, Sprecher der Union of European Turkish Democrats Austria (UETD). In englischen oder französischen Schulen, wie etwa dem Lycée, sei die Fremdsprache auch Unterrichtssprache. "Wieso also nicht für Türken?"
    Für Karaduman steht die Frage im Zentrum, warum die Forderung nach eigenen Schulen überhaupt besteht: "Diskriminierung von Migranten ist an öffentlichen Schulen keine Seltenheit." An einer türkischen Schule müssten die Kinder nicht ständig um Geltung und Anerkennung kämpfen, sondern könnten sich mehr auf den Unterricht konzentrieren. Das käme auch Österreich zugute, ist der in Wiener Neustadt geborene Türke überzeugt.
    Direktor Sommer teilt die Forderung nach einer explizit türkischen Schule nicht. Türkisch könnte man grundsätzlich an jeder Schule anbieten. Die Schwierigkeit sei, die Schüler mit anderen Jugendlichen zusammenzubringen. Deswegen gibt es ein interkonfessionelles Fußballturnier, organisiert von Stefan Vukovits. Der Lehrer war zuvor am jüdischen Gymnasium tätig, seit sechs Jahren unterrichtet er Deutsch und Sport am IRGW.
    Die Gefahr von Parallelgesellschaften sieht Sommer allenfalls als gegeben. Deswegen versuche er, die Kinder zu mehr Kontakten mit Nichtmuslimen anzuregen. Etwa, indem er Schularbeiten zu der Frage "Wie sind meine Nachbarn" aufgibt. Den Rückzug in Religiosität erklärt er sich mit einer ideellen oder gefühlsmäßigen Leere, die viele gläubige Muslime vorzufinden glauben. Die Diskussion um das Kopftuch sei eine emanzipatorische, viele würden das mit Glaubenskonfrontation verwechseln. Ausreden wie "Mein Kind hat schlechte Noten bekommen, weil es Kopftuch trägt", lässt er bei einem geplanten Schulübertritt nicht gelten. "Wir vermeiden eine Inselflucht von Muslimen." Gute Noten zählen ebenso wie an jeder anderen Schule.

    Quelle: derstandard.at

    Wäre interessant zu wissen, ob 120 Euro pro Monat oder pro Jahr. Zweiteres ist sicher leistbar würde ich mal sagen.

  2. #2
    Kingovic
    Mann sollte erst einmal die Sprache von dem Land lernen in dem man lebt, dann die Sprache der Eltern! Hast du die Sprache nicht drauf, dann bist du verloren und das nicht nur in Dojcland ^^

    Francuski müssen die lernen, weil Frankreich die gejebad hat und net die Türken.

  3. #3
    Avatar von Allissa

    Registriert seit
    07.08.2009
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    44.232
    Zitat Zitat von -Mačak- Beitrag anzeigen
    1999 startete das Schulprojekt, initiiert durch Kenan Ergün, einen der Religionslehrer.
    wie könnte es anders sein.....reine religionsbezogene schulen sind völlig überflüssig und sollten verboten werden

  4. #4
    Kingovic
    Zitat Zitat von Allissa Beitrag anzeigen
    wie könnte es anders sein.....reine religionsbezogene schulen sind völlig überflüssig und sollten verboten werden
    Eigentlich hast du recht und ich würd dir zustimmen aber die haben auch nicht unrecht .. wie die schon in den Medien hetzten ...

    PI News wird sogar oft zitiert

  5. #5
    Avatar von Allissa

    Registriert seit
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    44.232
    Zitat Zitat von Kingovic Beitrag anzeigen
    .. wie die schon in den Medien hetzten ...
    ja, aber was soll ein von einem religionslehrer gegründetes islamisches gymnasium daran nun ändern ? ich sehe da überhaupt keinen zusammenhang...... habe auch nie verstanden warum der gesetzgeber sowas wie z.b. "katholische schule" zulässt, wo von vornherein eine ausgrenzung stattfindet und den schülern eine art "elite" oder besonderheit vorgegaukelt wird

  6. #6

    Registriert seit
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    1.770
    Zitat Zitat von Kingovic Beitrag anzeigen
    Eigentlich hast du recht und ich würd dir zustimmen aber die haben auch nicht unrecht .. wie die schon in den Medien hetzten ...

    PI News wird sogar oft zitiert
    Ja was den jetzt?

    Oh ja die Pösen Pösen Medien, bloss alles im Dunkeln halten

  7. #7
    Kingovic
    Zitat Zitat von Dirigent Beitrag anzeigen
    Ja was den jetzt?

    Oh ja die Pösen Pösen Medien, bloss alles im Dunkeln halten
    Ich labber doch nur

  8. #8
    Avatar von ProudEagle

    Registriert seit
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    4.442
    Zitat Zitat von Allissa Beitrag anzeigen
    ja, aber was soll ein von einem religionslehrer gegründetes islamisches gymnasium daran nun ändern ? ich sehe da überhaupt keinen zusammenhang...... habe auch nie verstanden warum der gesetzgeber sowas wie z.b. "katholische schule" zulässt, wo von vornherein eine ausgrenzung stattfindet und den schülern eine art "elite" oder besonderheit vorgegaukelt wird
    Öhm auch muslime können auf eine katholische Schule. Wieso ausgrenzung?

    @Text:

    Der Titel ist etwas verwirrend: Nur 2 od. 3 lehrer dort haben Migrationshintergrund, unterrichtssprache ist Deutsch & Religionsunterricht gibts 2 stunden / Woche.

    Also voll normal.

    Kosten tuts übrigens 120€/Monat.

  9. #9

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    3.114
    Zitat Zitat von Allissa Beitrag anzeigen
    wie könnte es anders sein.....reine religionsbezogene schulen sind völlig überflüssig und sollten verboten werden

    Das ist deine Meinung - völlig wertlos für jemanden der eine andere Meinung vertritt.
    Ich hätte so viel gegeben wenn ich so eine Schule besuchen hätte können.

  10. #10
    Avatar von liberitas

    Registriert seit
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    11.790
    Zitat Zitat von Allissa Beitrag anzeigen
    ja, aber was soll ein von einem religionslehrer gegründetes islamisches gymnasium daran nun ändern ? ich sehe da überhaupt keinen zusammenhang...... habe auch nie verstanden warum der gesetzgeber sowas wie z.b. "katholische schule" zulässt, wo von vornherein eine ausgrenzung stattfindet und den schülern eine art "elite" oder besonderheit vorgegaukelt wird
    Meine Kinder gehen auch auf eine katholische Privatschule, wo ist das Problem? Die Schule hat Öffentlichkeitsrecht und der Lehrkörper ist weltlich. Kein Kind wird gezwungen am Religionsunterricht teilzunehmen.
    Von Ausgrenzung kann keine Rede sein, es sind etliche Hautfarben und Religionen vertreten.

    Folgende Religionen werden unterrichtet:
    Röm. Kath.
    Orthodox
    Islam
    Buddhistisch
    Die Kids können in jede Religion hineinschnüffeln, wenn sie wollen.

    Auch wenn mein Mann und ich Atheisten sind, geben wir unseren Kindern die Möglichkeit selbst zu entscheiden ob sie einer Religion angehören wollen oder nicht.

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