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NATIONALSTOLZ

Erstellt von nex, 02.06.2009, 21:31 Uhr · 114 Antworten · 6.019 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von Furyc

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Samo Naprijed Beitrag anzeigen
    so und nun geh zu deiner mama hin uns sage ihr das du nicht stolz auf sie seihst da du nichts für ihre Herkunft kannst.
    Sie war halt da.
    Und dann fang an zu heulen und sag ICH KANN EINFACH NICHT STOLZ AUF DICH SEIN, laut definiton VERZEIH MIR BITTEEEE
    Das witzige ist ja, dass ich das tatsächlich getan habe, und darin auch nicht das geringste Problem sehe. Was genau ist denn daran so toll, dass meine Großmutter mütterlicherseits ihre Presswehen damals bei der Geburt meiner Mutter just in Zentralserbien bekam?? Sie hätte besagte Wehen ebensogut auf jedem anderen Erdfleck dieses Planeten bekommen können. Ebenso meine Mutter mit mir. Welches Privileg sollte ich mir aus dieser (in meinen Augen völlig überbewerteten) Herkunft denn ziehen?

    Ich bin nicht stolz darauf halb Serbin, halb Mazedonierin zu sein. Ich bin aber stolz auf mich, auf meine Kinder, auf kleine und große Gegebenheiten, die ich in meinem Leben bisher erreicht bzw. erarbeitet habe.

    Das wirklich traurige ist ja: wenn man einen Nationalisten (damit meine ich jemanden, der explizit erklärt, er sei stolz auf seine HErkunft, verbunden mit allen Komplexen die eine solche Einstellung mit sich bringt) fragt, WARUM er denn auf seine Herkunft so stolz ist, kommt da nix gescheites bei rum.

  2. #92

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    1.001
    Zitat Zitat von NaleP Beitrag anzeigen
    Das witzige ist ja, dass ich das tatsächlich getan habe, und darin auch nicht das geringste Problem sehe. Was genau ist denn daran so toll, dass meine Großmutter mütterlicherseits ihre Presswehen damals bei der Geburt meiner Mutter just in Zentralserbien bekam?? Sie hätte besagte Wehen ebensogut auf jedem anderen Erdfleck dieses Planeten bekommen können. Ebenso meine Mutter mit mir. Welches Privileg sollte ich mir aus dieser (in meinen Augen völlig überbewerteten) Herkunft denn ziehen?

    Ich bin nicht stolz darauf halb Serbin, halb Mazedonierin zu sein. Ich bin aber stolz auf mich, auf meine Kinder, auf kleine und große Gegebenheiten, die ich in meinem Leben bisher erreicht bzw. erarbeitet habe.

    Das wirklich traurige ist ja: wenn man einen Nationalisten (damit meine ich jemanden, der explizit erklärt, er sei stolz auf seine HErkunft, verbunden mit allen Komplexen die eine solche Einstellung mit sich bringt) fragt, WARUM er denn auf seine Herkunft so stolz ist, kommt da nix gescheites bei rum.
    Deine Mutter ist keine Herkunft

    aber wenn du sie als einen Gegenstand betrachtest ist deine Sache

  3. #93
    Avatar von Furyc

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Samo Naprijed Beitrag anzeigen
    Deine Mutter ist keine Herkunft
    Das hast du schön erkannt. Ich bin fast ein wenig stolz auf dich.

  4. #94

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    2.299
    Zitat Zitat von NaleP Beitrag anzeigen
    Du redest von einer Gruppendynamik, die -in dem Fall auf die Herkunft/Nationalität bezogen- in einem kollektiven Nationalstolz mündet.

    De Fakto ist dieser Nationalstolz kein Stolz im Sinne seiner Definition, denn -wie bereits erwähnt- Stolz ist eine Emotion gebunden an eigene Errungenschaften und gekoppelt an eben jenes AKTIVE Mitwirken. So kann ich z.Bsp. sehr wohl stolz auf eine politische Position innerhalb einer Nation sein, die ich bekleide, nicht jedoch auf meine direkte HERKUNFT, da ich darauf niemals Einfluss nehmen konnte.

    Ich hoffe, ich konnte meinen Standpunkt einigermaßen darlegen.

    Ok ich verstehe deinen Standpunkt.

    Aber sieh es mal so: Jeder kann stolz auf seine Herkunft sein.
    Egal als ob Türke,Deutscher oder Engländer.
    Du kannst zwar nichts für deine Herkunft aber dennoch hast du die Wahl stolz auf die jetzige zu sein.Nationalstolz muss nicht mit Herabsetzung an anderen Rassen verbunden sein.
    Man kann zb. auch stolz auf sein Herkunftsland haben.
    Ich zeig dir das mal anhand des Beispiels Türkei:

    Nach der Zersetzung des Osmanischen Reiches und der Niederlage nach dem 1.Weltkrieg wurde das Reich aufgeteilt.Hauptsächlich in amerikanische,französische,englische und russische Gebiete.
    Nur noch ein Teil das gerade mal größer als die Provinz Ankara ist wurde den Türken gegeben.
    Die anderen Völker dagegen,gemeint sind Armenier,Zaza und die Kurden sollten Gebiete innerhalb der jetzigen Türkei bekommen.
    Aber da erschien Mustafa Kemal Atatürk, der sich schon als Heerführer bei der Schlacht um die Halbinsel Gallipoli bewiesen hatte indem er mit nur 1500 türkischen Soldaten 20.000 Engländer besiegt hatte, und vertrieb die Besatzungsmächte aus der Türkei.Er gründete die Republik Türkei und erklärte seine vollkommene Unabhängigkeit.
    Dabei setzten nahmen wir sogar andere Völker bei uns auf und gaben ihnen eine Heimat.
    Trotz unseres Nationalstolzes ! (letztendlich ging es trotzdem nach hinten los) .

    Das war aber nur ein Beispiel.Jedes Volk hat was getan worauf es stolz ist.
    Und ich möchte damit auch zeigen das Nationalstolz kein Rassismus ist.

    PS: Interessante Diskussion .

  5. #95

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    6.967
    Ein Schuss positiven Nationalismus hat noch niemandem geschadet..aber leider haben die meisten heutzutage einen Negativen Nationalismus..wie man so schön an die ganzen Albanischen faschisten die sich hier fast täglich anmelden und alle ausrotten wollen etc.etc. sehr gut erkennen kann...wobei man nicht sagen kann das sie die einzigen sind aber dennoch fällt ihr hohe Zahl an Faschisten auf.

  6. #96
    Avatar von Furyc

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von cCcAbysscCc Beitrag anzeigen
    Ok ich verstehe deinen Standpunkt.

    Aber sieh es mal so: Jeder kann stolz auf seine Herkunft sein.
    Egal als ob Türke,Deutscher oder Engländer.
    Du kannst zwar nichts für deine Herkunft aber dennoch hast du die Wahl stolz auf die jetzige zu sein.Nationalstolz muss nicht mit Herabsetzung an anderen Rassen verbunden sein.
    Man kann zb. auch stolz auf sein Herkunftsland haben.
    Ich zeig dir das mal anhand des Beispiels Türkei:

    Nach der Zersetzung des Osmanischen Reiches und der Niederlage nach dem 1.Weltkrieg wurde das Reich aufgeteilt.Hauptsächlich in amerikanische,französische,englische und russische Gebiete.
    Nur noch ein Teil das gerade mal größer als die Provinz Ankara ist wurde den Türken gegeben.
    Die anderen Völker dagegen,gemeint sind Armenier,Zaza und die Kurden sollten Gebiete innerhalb der jetzigen Türkei bekommen.
    Aber da erschien Mustafa Kemal Atatürk, der sich schon als Heerführer bei der Schlacht um die Halbinsel Gallipoli bewiesen hatte indem er mit nur 1500 türkischen Soldaten 20.000 Engländer besiegt hatte, und vertrieb die Besatzungsmächte aus der Türkei.Er gründete die Republik Türkei und erklärte seine vollkommene Unabhängigkeit.
    Dabei setzten nahmen wir sogar andere Völker bei uns auf und gaben ihnen eine Heimat.
    Trotz unseres Nationalstolzes ! (letztendlich ging es trotzdem nach hinten los) .

    Das war aber nur ein Beispiel.Jedes Volk hat was getan worauf es stolz ist.
    Und ich möchte damit auch zeigen das Nationalstolz kein Rassismus ist.

    PS: Interessante Diskussion .
    Wie bereits angeführt beschreibst du eine Art Kollektivstolz, hervorgebracht durch das gemeinschaftliche Gefühl einer gemeinsamen Herkunft. Was dich in der von dir geschilderten Geschichte über Atatürk und seine Taten emotional bewegt ist nicht Stolz im Sinne seiner Definition (siehe oben), sondern vielmehr ein Gefühl von Zugehörigkeit, welches du mit deinem Volk verbindest und mit der demnach gemeinsamen Geschichte, die du mit deinen Landsleuten teilst.

    Eben jene Dynamik, die ich bereits in einem früheren Beitrag beschrieben habe, definierst du als Nationalstolz, ich eben nicht. In meinen Augen gilt es eine klare Grenze zu ziehen zwischen diesem nationalen Zusammenhaltsgefühl (welches -in Maßen- absolut zu begrüßen ist) und einer wirren Definition von Stolz, bei der sich fehlgeleitete Menschen die Errungenschaften historischer Landsleute aneignen und sich damit indirekt brüsten.

    Ergo: Stolz kann man empfinden auf subjektive und persönliche Errungenschaften, Erkenntnisse, Taten, Erfolge, etc., bei der ein aktives Mitwirken der eigenen Person im Vordergrund steht.

    Ein nationales Gemeinschaftsgefühl hingegen ist etwas anderes

  7. #97
    Avatar von Babo.Hadžiya

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    verwechselt die 3 begriffe nicht:

    Patriotismus - Nationalismus - Chauvinismus..

  8. #98
    Avatar von Lido

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    Nationalstolz ist für mich die Tatsache des aktiven Eintretens für die Nation im Frühnationalismus! Bestes Beispiel die Französische Revolution! Mit dem Begriff der Nation verband man was emanzipatorisches und revolutionäres! Es diente noch dem Wunsch nach Demokratie, Gewaltenteilung, etc.! Die Leute traten politisch aktiv für diese Ideale ein, d.h. man bildete eine Nationalversammlung etc. um etwas vorher nie dagewesenes zu schaffen! Allein diese Leute können sich mit Nationalstolz rühmen!

    Heute ist dieser Begriff soweit pervertiert dass er von Idioten insofern missbraucht wird, dass man stolz auf seine Herkunft ist! Herkunft dient als Synonym für Nation! Es gibt in diesem Sinne keinen gerechtfertigten Nationalstolz mehr! Alle die diesen ausleben sind nationalistisch und dazu (meiner Meinung nach) arm im Leben! Sitzen wahrscheinlich vor ihrem Rechner und posten in diversen Foren Flaggen und nationale Symbole um sich an dieser konstruktivistischen Idee einer Gemeinschaft zu ergötzen! Der positive Nationalismus ist Vergangenheit!

  9. #99
    Avatar von Furyc

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    Zitat Zitat von Babo.Hadziya Beitrag anzeigen
    verwechselt die 3 begriffe nicht:

    Patriotismus - Nationalismus - Chauvinismus..
    Kann man doch prima trennen:

    Patriotismus = Liebe zum Heimatland
    Nationalismus = Liebe zum Heimatvolk
    Chauvinismus = Liebe zu sich selbst

  10. #100
    Avatar von Furyc

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    Zitat Zitat von Nihilist Beitrag anzeigen
    Nationalstolz ist für mich die Tatsache des aktiven Eintretens für die Nation im Frühnationalismus! Bestes Beispiel die Französische Revolution! Mit dem Begriff der Nation verband man was emanzipatorisches und revolutionäres! Es diente noch dem Wunsch nach Demokratie, Gewaltenteilung, etc.! Die Leute traten politisch aktiv für diese Ideale ein, d.h. man bildete eine Nationalversammlung etc. um etwas vorher nie dagewesenes zu schaffen! Allein diese Leute können sich mit Nationalstolz rühmen!

    Heute ist dieser Begriff soweit pervertiert dass er von Idioten insofern missbraucht wird, dass man stolz auf seine Herkunft ist! Herkunft dient als Synonym für Nation! Es gibt in diesem Sinne keinen gerechtfertigten Nationalstolz mehr! Alle die diesen ausleben sind nationalistisch und dazu (meiner Meinung nach) arm im Leben! Sitzen wahrscheinlich vor ihrem Rechner und posten in diversen Foren Flaggen und nationale Symbole um sich an dieser konstruktivistischen Idee einer Gemeinschaft zu ergötzen! Der positive Nationalismus ist Vergangenheit!
    Zum Fettgedruckten:

    So in etwa meine Rede: jemand, der sich politisch für sein Land einsetzt, ergo AKTIV beteiligt ist am Geschehen, kann durchaus Stolz auf seine Taten empfinden.

    Zu deinem restlichen Beitrag:

    es ist eine traurige Tatsache, dass die Art von Nationalstolz mittlerweile fast immer einen üblen Nachgeschmack hinterlässt. Meist eben deshalb, weil Erziehung und soziales Umfeld ihr Übriges dazutun aus jungen Menschen Parolen nachschreiende Vollidioten zu machen.

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