BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 27

Niederlande: Als Juden erkennbare Menschen werden schikaniert

Erstellt von Marcin, 20.03.2013, 06:42 Uhr · 26 Antworten · 1.754 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Marcin

    Registriert seit
    14.01.2012
    Beiträge
    2.372

    Niederlande: Als Juden erkennbare Menschen werden schikaniert

    Niederlande: Als Juden erkennbare Menschen werden schikaniert

    Dr. Manfred Gerstenfeld interviewt Netanel S.
    Meine Eltern zogen mich als Christen auf, doch bereits als Kind entwickelte ich ein Interesse am Judentum. Als ich mich später entschied zu konvertieren, offenbarte mir meine Mutter überraschend, dass ihre Mutter ihr sagte, sie sei jüdischer Herkunft. Es gab dafür allerdings keine Belege.
    Als ich 2005 Urlaub in Israel machte, wurde ich krank und wurde von einem Arzt in einer orthodoxen Schule behandelt – der Diaspora-Jeschiwa. Danach entschied ich mich, dort zu bleiben und ein wenig zu lernen, obwohl ich offiziell nicht als Jude anerkannt war.
    Netanel S. ist ein junger Mann, der in Arnhem in den Niederlanden geboren wurde. Er wuchs in einem Dorf in der Nähe auf. Heute ist er ein ultraorthodoxer Jude; er lebt seit 2009 in Israel.
    Als Oberstufenschüler in Arnhem begann ich eine Kippa zu tragen. Das sorgte sofort dafür, dass ich Probleme bekam. Wenn ich in die Klasse kam, fauchten einige der Schüler in Nachahmung des Gases der Nazi-Vernichtungslager. Sie nutzen auch oft in Diskussionen abwertend das Wort „Jude“. Der palästinensisch-israelische Konflikt wurde in Gespräche zu vielen Themen eingebracht. Es waren hauptsächlich marokkanische Schüler, die das machten, aber auch Türken und Iraker.
    Danach besuchte ich eine Handelsschule für Jura und Verwaltungswissenschaften in der nahe gelegenen Stadt Velp. Auch dort wurde ich belästigt, aber weniger als in der Oberstufe. Ich war dort der einzige jüdische Schüler. Wann immer Israel in den Nachrichten negativ erwähnt wurde, wurden mir Vorwürfe gemacht. Nichtwestliche jugendliche Migranten nannten mich „Krebsgeschwür-Jude“ und „Krebsgeschwür-Zionist“. Es gab keine physische Gewalt. Allerdings spuckte mir jemand am Bahnhof von Arnhem ins Gesicht, als niemand sonst da war.
    Als ich noch bei meinen Eltern wohnte, hatte ich es satt auf der Straße angestarrt und beschimpft zu werden. Ich entschloss mich mein Aussehen für ein paar Tage zu verändern. Ich trug einen kurzen Mantel, steckte die Fäden meines viereckigen Gewandes in die Hosentaschen, versteckte meine Schläfenlocken in meiner Kippa und trug eine Mütze. Ich konnte kaum glauben, wie normal es sich anfühlte die Straßen entlang zu gehen, als ich meine Identität versteckte. Niemand beschimpfte mich. Ein paar Tage später kehrte ich zu meiner normalen Kleidung zurück und die Beschimpfungen begannen wieder. Später arbeitete ich in einem Callcenter in Amersfoort. Die Angestellten waren fast alle einheimische Niederländer und ich begegnete keinen Problemen. Ich wurde vom Management sehr freundlich behandelt. Sie gaben mir an allen jüdischen Feiertagen frei. Auf der Straße wurde ich allerdings weiter belästigt.
    Im Dezember 2008 zog ich nach Rotterdam, wo ich arbeitslos war. Fast jedes Mal, wenn ich das Haus verließ, wurde ich beschimpft, manchmal sogar von älteren arabischen Paaren, die sehr nach Muslimen aussahen. An Samstagen ging ich mit Freunden in die Synagoge. Jede Woche wurden wir mindestens zweimal beschimpft und immer von nichtwestlichen Einwanderern. Man hörte alle erdenklichen Beleidigungen, die dem Wort „Jude“ angefügt waren und Sprüche über unsere Mütter. Wir hörten auch, dass einige Leute riefen, Hitler habe gute Arbeit geleistet.
    Anfang 2009 begann ich ein Tagebuch der Beleidigungen zu führen. Ich schrieb zum Beispiel: „Am ersten Tag das Passahfestes 2009 ging ich mit einem Freund an einem Park vorbei. Dutzende Marokkaner nannten uns ‚Juden‘, ‚Krebsgeschwür-Juden‘ und ‚Zionisten‘. Sie riefen auch ‚Befreit Palästina‘. Einige einheimische Niederländer sahen zu. Ich schickte das, was ich geschrieben hatte, an die niederländisch-jüdische Verteidigungsorganisation CIDI. Sie veröffentlichte Teile davon. Beim Lesen meines Tagebuchs sehe ich, dass die Schikane fast immer von Marokkanern betrieben wurde. Die zwei einzigen Bereiche in den Niederlanden, wo ein als Jude erkennbarer Mensch heutzutage frei umhergehen kann ohne beschimpft zu werden, sind das Viertel Buitenveldert in Amsterdam und der Vorort Amstelveen.
    2009 zog ich nach Antwerpen. Ich wurde dort nur einmal beschimpft Am Bahnhof rief mir eine Gruppe einheimischer Niederländer „Krebsgeschwür-Jude“ zu.
    Im Dezember 2009 zog ich nach Israel. Ende 2010 besuchte ich meine Eltern. Ich flog zuerst nach Belgien und nahm dann den Zug in die Niederlande. Am niederländischen Grenzbahnhof Roosendaal stieg ich um. Ich hatte kaum den Bahnsteig betreten, als ein einheimischer Niederländer im Alter von etwa 30 Jahren mir auf Englisch mit starkem niederländischen Akzent zurief: „Ihr habt Jesus getötet.“
    Das Haus meiner Eltern verließ ich nur selten. Bei meiner Abreise fuhren sie mich zum Bahnhof von Arnhem. Als wir aus dem Auto stiegen, riefen uns niederländische Marokkaner aus einem vorbeifahrenden Auto etwas Übles über Juden zu. Bis dahin dachte meine Mutter immer, wenn ich ihr von den Belästigungen erzählte: „Vielleich übertreibt er ja.“ Jetzt wurde sie selbst damit konfrontiert.
    Manchmal machen Niederländer mir gegenüber antisemitische Bemerkungen. Was mich daran am meisten verstört ist, dass viele Niederländer behaupten, sie seien nicht antisemitisch. Aber wenn es einen antisemitischen Vorfall gibt, dann sehen sie weg und sagen nichts. Heutzutage betrachten sie das schlicht als akzeptables Verhalten.


    Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats de Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war. Erstveröffentlicht bei unserem Partnerblog Hepöev

    http://haolam.de/artikel_12626.html

  2. #2

    Registriert seit
    14.12.2005
    Beiträge
    9.450
    Und?

  3. #3
    D.Hans
    Die Welt ist so ungerecht! Besonders zu "Ultras" jeder Art...

  4. #4
    Avatar von Krosovar

    Registriert seit
    20.09.2008
    Beiträge
    9.111

  5. #5

    Registriert seit
    22.11.2012
    Beiträge
    6.697
    Gebt dem Typen 'mal nen Sammelthread über Juden...

  6. #6
    Avatar von Jon Snow

    Registriert seit
    08.02.2013
    Beiträge
    1.128
    dass das von arabern, marokanern etc. kommt ist ja verständlich. Aber
    dass es so viele den denen in der niederlande gibt, dass der junge täglich beschimpft wurde hätt ich nicht gedacht.
    Ich hätt mich als jude gewehrt. diesen hurensöhner einfach mal die fresse poliert vorallem denen die gesagt hätten
    hitler hats gut gemacht etc. abschaum

  7. #7
    Avatar von DZEKO

    Registriert seit
    09.08.2009
    Beiträge
    55.034

    AW: Niederlande: Als Juden erkennbare Menschen werden schikaniert

    Ko ga jebe.

  8. #8
    Avatar von Marcin

    Registriert seit
    14.01.2012
    Beiträge
    2.372
    Niederländisch-türkische Jungs bewundern im Fernsehen Hitler und den Holocaust


    von Dr. Manfred Gerstenfeld

    Am 17. Februar strahlte der niederländische Fernsehsender Nederland 2 ein Interview des ehrenamtlichen Jugendarbeiters Mehmet Sahin mit niederländisch-türkischen Jugendlichen aus. Er versucht Jugendliche in Arnhem, einer großen Stadt im Osten der Niederlande, zu bilden. In der Sendung gaben die Jugendlichen ihrer Bewunderung für Hitler und seine Rolle bei der Ermordung der Juden im Holocaust Ausdruck.
    Mehr als eine Woche lang gab es in den niederländischen Medien kaum eine Reaktion.
    Neun Tage später veröffentlichte die Kolumnistin Elma Drayer einen Artikel in der Tageszeitung Trouw, in dem sie schrieb, wie skandalös dieses Schweigen sei. Sie merkte an, hätten niederländische Jugendliche im Fernsehen gesagt, es wäre gut gewesen, wenn alle Muslime abgeschlachtet würden, einschließlich der Babys, dann hätte es eine stürmische Debatte darüber gegeben, wie furchtbar diese Äußerungen seien. Niederländische pro-muslimische Organisationen hätten vermutlich eine Demonstration organisiert, auf der auch prominente Linke mitmarschiert wären. Drayer schloss, dass Judenhass in den Niederlanden eine Stufe erreicht hat, auf der er sich vor dem Holocaust befand.
    Das Center for Information and Documentation on Israel (CIDI), das auch antisemitische Vorfälle in den Niederlanden beobachtet, forderte die Bildungsministerin auf, die Initiative für eine landesweite Untersuchung zu antisemitischen Tendenzen bei Oberstufenschülern zu ergreifen. CIDI erwähnte auch, dass eine Studie in Amsterdamer Oberstufenschulen 2012 feststellte, dass solche Vorurteile großflächig vorhanden waren. Die meisten Schüler schienen die Verfolgung von Juden nicht zu befürworten. Sie glaubten allerdings, dass Juden „reich“ und „geizig“ seien. Aus dieser Wahrnehmung heraus erklärten oder verstanden sie die Gründe für die Verfolgung der Juden.
    CIDI erklärte auch, dass antisemitische Ansichten sowohl unter nicht westlichen wie auch niederländischen Jugendlichen weit stärker verbreitet waren, als in der Vergangenheit angenommen wurde. Das war eine Schlussfolgerung, die man viel früher hätte ziehen können. Zumindest, was die muslimischen Jugendlichen angeht, ist der weitgehende Antisemitismus unter ihnen bereits seit vielen Jahren bekannt.
    Es ist nicht klar, in welchem Ausmaß öffentliches Lob Hitlers und des Holocaust in den Niederlanden Straftaten sind. Derweil ermitteln Vertreter der Staatsanwaltschaft, ob die Jugendlichen strafrechtlich belangt werden sollen. CIDI hat sich entschieden keine Anzeige bei der Polizei zu stellen, um die Arbeit des Ehrenamtlers nicht zu behindern. Das scheint eine falsche Entscheidung zu sein. Die Fernsehsendung mit den türkischen Jugendlichen ist nur die Spitze des Eisbergs. Infolge der verfehlten Einwanderungspolitik der letzten Jahrzehnte – wie in vielen anderen europäischen Ländern auch – haben die Niederlande die Ankunft von einer Million muslimischer Einwanderer auf willkürliche Weise zugelassen. Sie kommen oft aus Ländern, in denen Antisemitismus grassiert und Hetze gegen Israel und Juden in vielen Teilen der Gesellschaft, einschließlich der Elite, weit verbreitet ist.
    Obwohl die niederländischen Behörden das nie untersucht haben, ist klar, dass es bezüglich des Antisemitismus unter Muslimen in den Niederlanden drei offensichtliche Schlussfolgerungen gibt. Die erste ist die, dass Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern und ihren Nachkommen viel weiter verbreitet ist als in der autochtonen niederländischen Bevölkerung. Die zweite besteht darin, dass von Muslimen begangene gewalttätige antisemitische Taten oft schwerwiegender sind als die von einheimischen Niederländern begangene. Drittens schweigen führende Muslime und Organisationen gewöhnlich zu solchen Vorfällen. Das vermittelt den Eindruck, dass „wer auch immer schweigt, zustimmt oder es ihm zumindest egal ist“. In der muslimischen Gemeinschaft gibt es Ausnahmen davon, doch diese sind rar gesät.
    Es gibt mehrere Erklärungen, warum die niederländischen Behörden nicht schon vor langer Zeit die Initiative ergriffen haben, um zu muslimischem Antisemitismus zu ermitteln. In einem Gespräch mit einem ehemaligen hochrangigen niederländischen Politiker und Ex-Minister sagte mir dieser vor Kurzem, dies geschehe aus Angst vor der muslimischen Bevölkerung und der möglichen Gewalt ihrerseits. Es gibt jedoch auch andere Gründe. Einige politische Parteien wie die Arbeitspartei erhalten viele muslimische Stimmen und wollen eine wichtige Wählerbasis nicht verärgern. Ein weiterer Grund ist der von den Niederlanden in ihren ehemaligen Kolonien damals praktizierte Rassismus. Viele Niederländer haben ein Schuldgefühl und behaupten unsinnigerweise, dass nur Weiße Rassisten sein können. Sie schauen daher bei Rassismus und Antisemitismus durch Minderheiten weg. In der Praxis bedeutet das, dass der bedeutende muslimische Antisemitismus so weit wie möglich ignoriert wird.
    Viele weitere Abwegigkeiten werden verbreitet. Eine betrifft die Tatsache, dass die in der Fernsehsendung interviewten türkischen Jugendlichen „Straßenkinder“ seien. Wenn sie denn über muslimischen Antisemitismus schreiben, dann versuchen die Medien den Eindruck zu schaffen, dass dies der einzige Teil der muslimischen Gemeinschaft ist, in der es Probleme mit Antisemitismus gibt. Das stimmt nicht. Holocaustleugnung und fanatischer Antisemitismus sind auch bei vielen weiteren niederländischen Muslimen zu finden, beispielsweise auch bei Studenten an Universitäten. Es gibt keinen Unterschied bei Jungen und Mädchen. Das Schweigen der niederländischen Medien in diesem groben Fall von extrem antisemitischen Äußerungen muslimischer Jugendlicher illustriert einmal mehr ein Verlangen Wissen zu diesem Thema vom Auge der Öffentlichkeit fernzuhalten. Derweil wurde das Video der Sendung mit englischen Untertiteln ins Internet gestellt.

    Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.. Erstveröffentlicht bei unserem Partnerblog Heplev

    http://haolam.de/artikel_12611.html

  9. #9
    Avatar von BlackJack

    Registriert seit
    11.10.2009
    Beiträge
    65.528
    Dumpfbacken, wischen sich die Nasen noch mit dem Ärmel ab aber schwadronieren über Hitler

  10. #10
    Avatar von Timur

    Registriert seit
    24.11.2011
    Beiträge
    2.294
    Beim Habernewsbot heulten sie alle rum, beim Judenbot schauen sie alle zu

Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 05.04.2012, 01:03
  2. Die Menschen werden Rache nehmen
    Von ***Style*** im Forum Arabische Revolution
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 31.10.2011, 15:33
  3. Antworten: 29
    Letzter Beitrag: 28.05.2010, 22:55
  4. sowas darf keinem menschen angetan werden!!!
    Von Gast829627 im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 15.07.2006, 13:27