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Die Orthodoxe Kirche

Erstellt von Coca_Cola, 21.09.2006, 21:28 Uhr · 58 Antworten · 8.176 Aufrufe

  1. #11

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von LaLa
    Zitat Zitat von nedd
    Zitat Zitat von Revolut
    Naechter Ziel Serbiens:


    Rueckerroberung iostambuls
    serbien?

    eher griechenland bzw orthodox union.
    was du meinst wäre eine pasorthodoxe union

    diese "Union" besteht schon.... seiot langerem......


    Ps. Nene, Serbien, Griecheland darf ja nicht ma furzen.....

  2. #12
    Avatar von hippokrates

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    Zitat Zitat von Revolut
    Ps. Nene, Serbien, Griecheland darf ja nicht ma furzen.....
    Das Furzen überlassen wir lieber euch...



    Hippokrates

  3. #13
    Avatar von Coca_Cola

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    Teil 4

    Russisch-orthodoxe Kirche

    Wladimir I,Begründer der russisch-orthodoxen Kirche



    Als Russisch-Orthodoxe Kirche (oder Russische Orthodoxe Kirche) werden zumeist die autokephale orthodoxe Kirche von Moskau und ganz Russland (Patriarchat von Moskau und ganz Russland) und die ihr nachgeordneten Kirchen bezeichnet. Sie bilden gemäß dem allen orthodoxen Kirchen gemeinsamen Glaubensbekenntnis zusammen mit den anderen orthodoxen Kirchen die Eine, Heilige, Katholische und Apostolische Kirche. Vor allem durch ihre lange eigenständige Tradition entwickelten sie einen eigenen Charakter. Der Patriarch als Oberhaupt hat seinen Sitz im Danilow-Kloster in Moskau, größter russisch-orthodoxer Kirchenbau ist die Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale.


    Entstehung

    Russisch-orthodoxes Kreuz. Der untere, schräge Querbalken symbolisiert eine Fußstütze.Entstanden ist die Russisch-Orthodoxe Kirche, als Großfürst Wladimir I., Herrscher der Kiewer Rus, 988 die Taufe empfing und seine Untertanen taufen ließ.

    Die ersten Metropoliten kamen aus Griechenland und Bulgarien. Metropolitensitz war zuerst Kiew, ab 1326 auf Wunsch des Metropoliten Peter Moskau. Der letzte griechische Metropolit war Isidor von Kiew, der 1441 wegen seiner Zustimmung zur Kirchenunion vom Moskauer Großfürsten Wassili II. abgesetzt wurde. Am 15. Dezember 1448, fünf Jahre vor dem Fall des bereits zunehmend handlungsunfähigen Konstantinopel, wählte die Synode der russischen Bischöfe ohne voriges Einverständnis des Patriarchen von Konstantinopel Bischof Iona von Rjazan zum "Metropoliten von Kiew und ganz Russland", was eine faktische Trennung von der byzantinischen Mutterkirche bedeutete. Im Januar 1589 schlug eine Moskauer Kirchensynode dem Zaren Fjodor I. drei Kandidaten für die Besetzung des neuerrichteten Patriarchats in Moskau vor. Der Zar wählte den bisherigen Moskauer Metropoliten Iov. Eine ökumenische Synode in Konstantinopel unter Beteiligung aller Patriarchen der Ostkirche bestätigte 1590 die Errichtung des neuen Patriarchats in Moskau und wies ihm - nach Jerusalem - den 5. Rang zu.


    Spaltung

    1654 spalteten sich die Altgläubigen (Raskolniki) ab, nachdem der russische Ritus stärker an den griechischen angeglichen worden war und sie dies ablehnten.


    Abschaffung des Patriarchats

    Bereits 1721, nur 132 Jahre nach Gründung des Patriarchats, wurde der Patriarch unter dem westlich denkenden Zaren Peter dem Großen nach deutsch-lutherischem Vorbild durch einen Heiligen Synod ersetzt, der weltlicher Kontrolle unterstand. Die Folge war eine immer stärkere Verweltlichung der Kirche und ihre Verquickung mit dem russischen Establishment; als Sprecherin der Armen und Unterdrückten fiel sie damit weitgehend aus.


    Wiedereinführung des Patriarchats

    Nach der ersten russischen Revolution 1905 entstanden in der Kirche allmählich weitreichende Reformbestrebungen. Daraufhin wurde 1917 das Patriarchat wieder eingeführt und mit dem zuvor lange in den USA lebenden Erzbischof Tichon besetzt, der als modern und tatkräftig galt; 1918 wurde die Trennung von Kirche und Staat in Russland vollzogen. Die meisten weiteren geplanten Reformen fanden wegen der einsetzenden Verfolgung nicht mehr statt, die damaligen Pläne werden aber teilweise seit dem Ende der Sowjetunion vorsichtig wieder aufgegriffen.


    Sowjetzeit

    In der Sowjetunion war das Verhältnis von Kirche und Staat meist sehr gespannt, besonders in den frühen Jahren gab es massive Christenverfolgungen, unter Lenin und Stalin Massenhinrichtungen und Deportationen in die Konzentrationslager des Gulag. 1936 gab es weniger als ein Dutzend Kirchen, in denen noch regelmäßig die Liturgie gefeiert wurde ("arbeitende Kirchen"). Erst seit dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche wieder eingeschränkt geduldet, hatte aber stets mit Unterdrückungsmaßnahmen zu rechnen. Eine Reihe von Exilgemeinden betrachteten die russische Kirche als hoffnungslos von Kommunisten durchsetzt und spalteten sich daher als Russisch-Orthodoxe Auslandskirche ab; diese Spaltung besteht trotz Versöhnungsversuchen bis heute fort.


    Gegenwart

    Seit dem Niedergang der Sowjetunion erlebt die Russisch-Orthodoxe Kirche eine Renaissance. Heute hat die Russisch-Orthodoxe Kirche wieder etwa 100 Millionen Mitglieder und hat mit dem Wiederaufbau und Neubau mehrerer großer Kathedralen begonnen. Hierzu gehört beispielsweise die Kaliningrader Christ-Erlöser-Kathedrale. Zu der rusisch-orthodoxen Kirche gehören als Untergruppen auch die Weißrussisch-Orthodoxe Kirche, Moldawisch-Orthodoxe Kirche, die autonome Ukrainisch-Orthodoxe Kirche und die ebenfalls autonome Orthodoxe Kirche in Japan. Die Orthodoxe Kirche in Amerika wurde 1970 in die volle Unabhängigkeit entlassen. Auch innerkirchlich stark umstritten war die Heiligsprechung des letzten Zaren und seiner Familie, die unter Lenin getötet worden waren. Als Kompromiss wurden sie zwar heilig gesprochen, aber nicht offiziell als Märtyrer benannt.

    Viele der 100 Millionen Mitglieder haben niemals einen Religionsunterricht genossen, sodass sich bis heute teilweise recht absonderliche Ansichten im Volk halten können. Auch sind nur etwa 5-10% der Mitglieder heute regelmäßige Kirchenbesucher. Wladimir Putin gibt sich heute betont gläubig; viele Beobachter halten seinen Glauben für echt.

    Eines der bekanntesten russisch-orthodoxen Klöster ist das seit 1993 unter Weltkulturerbe stehende Dreifaltigkeitskloster von Sergijew Possad.


    Auslandskirche

    Das kulturelle Leben Wiens war einst auch von russischen Einflüssen geprägt: Es befindet sich hier die größte russisch-orthodoxe Kirche Mitteleuropas [1], gegründet 1702 vom ersten russischen Botschafter Fürst Gallitzin in Wien.

    Die Orthodoxe Nikolauskirche in HausenDie deutsche Eparchie der Kirche befindet sich heute in Berlin, in dessen Umgebung auch die meisten Gläubigen zu finden sind. Der Eparchie (Berliner Diözese) steht Erzbischof Feofan (Galinski) vor. Die Berliner Diözese wurde 1992 aus den vormals drei in Deutschland bestehenden Diözesen gegründet. Die Russisch-Orthodoxe Kirche ist in Deutschland als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. In Österreich ist sie eine "staatlich anerkannte Religionsgemeinschaft.


    Eparchien der Russisch-Orthodoxen Kirche

    Die Russisch-Orthodoxe Kirche umfasst folgende Eparchien in Russland und im Ausland:

    Russland: Moskau, Sankt Petersburg, Murmansk, Archangelsk, Petrosawodsk, Wologda, Syktywkar, Kostroma, Iwanowo, Wjatka, Joschkar-Ola, Perm, Ishewsk, Nishnij Nowgorod, Kasan, Tscheboksary, Samara, Uljanowsk, Saransk, Pensa, Wladimir, Twer, Jaroslawl, Nowgorod, Pskow, Ljudinowo, Smolensk-Kaliningrad, Rjasan, Krutizi, Kaluga, Brjansk, Tula, Orel, Kursk, Belgorod, Tambow, Woronesh, Saratow, Wolgograd, Astrachan, Rostow, Elista, Krasnodar, Maikop, Stawropol, Orenburg, Ufa, Jekaterinburg, Tobolsk, Kurgan, Tschaljabinsk, Omsk, Tomsk, Nowosibirsk, Kemerowo, Barnaul, Krasnojarsk, Abakan, Irkutsk, Tschita, Jakutsk, Blagoweschtschensk, Chabarowsk, Wladiwostok, Jushno-Sachalinsk, Magadan, Anadyr, Petropawlowsk-Kamtschatka

    Ausland: Astana, Almaty, Uralsk und Tschimkent (Kasachstan), Taschkent (Usbekistan), Baku (Aserbaidshan), Berlin (Deutschland), Wien (Österreich), Zürich (Schweiz), Den Haag (Niederlande), Paris (Frankreich), London und Oxford (Großbritannien), New York (USA), Buenos Aires (Argentinien), Damaskus (Syrien)

    Außderdem existieren noch folgende Eparchien als Titularbistümer:

    Balachna, Sadonsk, Bronnizy, Dmitrow, Istra, Kaschira, Klin, Krasnogorsk, Moshajsk, Odinzowo, Orechowo-Sujewo, Podolsk, Ramenskoje, Sergiew, Serpuchow, Solnetschnogorsk, Werija, Widnoje, Wolokolamsk, Sarajsk, Swenigorod, Tichwin, Kertsch (Krim), Korsum (Krim), Surosh (Krim)

  4. #14
    pqrs
    Zitat Zitat von Revolut
    Zitat Zitat von LaLa
    Zitat Zitat von nedd
    Zitat Zitat von Revolut
    Naechter Ziel Serbiens:


    Rueckerroberung iostambuls
    serbien?

    eher griechenland bzw orthodox union.
    was du meinst wäre eine pasorthodoxe union

    diese "Union" besteht schon.... seiot langerem......


    Ps. Nene, Serbien, Griecheland darf ja nicht ma furzen.....
    Nein, siehe Mazedonien Streit, man sieht wie sehr die Orthodoxen zusammenhalten.

  5. #15
    Avatar von Djuka

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    Zitat Zitat von riza
    Zitat Zitat von Revolut
    Zitat Zitat von LaLa
    Zitat Zitat von nedd
    Zitat Zitat von Revolut
    Naechter Ziel Serbiens:


    Rueckerroberung iostambuls
    serbien?

    eher griechenland bzw orthodox union.
    was du meinst wäre eine pasorthodoxe union

    diese "Union" besteht schon.... seiot langerem......


    Ps. Nene, Serbien, Griecheland darf ja nicht ma furzen.....
    Nein, siehe Mazedonien Streit, man sieht wie sehr die Orthodoxen zusammenhalten.
    die wenigatens orthodoxen halten zusammen, bei den Serben ist das glaube ich sogar am schlimmsten.

  6. #16
    Avatar von Coca_Cola

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    Teil 5

    Bulgarisch-orthodoxe Kirche

    Die Bulgarische orthodoxe Kirche (Българска православна църква) ist eine autokephale Kirche der christlichen Orthodoxie. Im Jahre 927 wurde die Unabhängigkeit der Bulgarischen Orthodoxen Kirche als älteste Orthodoxe Ortskirche auf dem europäischen Festland durch das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel anerkannt.

    Sie umfasste im Jahr 2006 ca. 85% der knapp 8 Millionen Bewohner Bulgariens, sowie etwa 1,5 - 2 Millionen über die Balkan-Halbinsel, Europa und den Rest der Welt verteilte Mitglieder. Die Kirche wird von der Heiligen Synode geleitet, an deren Spitze der Patriarch von Sofia steht. Seit 1971 hat Patriarch Maxim dieses Amt inne.

    Sie ist in 13 Eparchien (Bistümer) innerhalb Bulgariens sowie zwei Auslandsdiözesen gegliedert:

    Widin (bulg.: Видинска епархия)
    Wraza (bulg.: Врачанска епархия)
    Lowetsch (bulg.: Ловчанска епархия)
    Weliko Tarnowo (bulg.: Търновска епархия)
    Dorostol and Tscherwen (bulg.: Доростоло-червенска епархия) (Sitz in Russe)
    Warna and Preslaw (bulg.: Варненско-преславска епархия) (Sitz in Warna);
    Sliwen (bulg.: Сливенска епархия);
    Stara Sagora (bulg.: Старозагорска епархия);
    Plowdiw (bulg.: Пловдивска епархия);
    Sofia (bulg.: Софийска епархия);
    Newrokop (bulg.: Неврокопска епархия);
    Plewen (bulg.: Плевенска епархия);
    Russe (bulg.: Русенска епархия);

    Mittel- und Westeuropa (Sitz in Berlin)[1];
    US-Amerika, Kanada and Australien (Sitz in New York);


    Geschichte

    Die Bulgarische Orthodoxe Kirche führt den Beginn ihres Entstehens auf die Missionsreisen des Apostels Paulus in die römischen Provinzen Thrakien und Mösien um 50 n. Chr. zurück. Seit dieser Zeit begann die Christianisierung besonders in den Städten des Landes, die durch das byzantinischen Staatskirchentum besonders gefördert wurde. Nach dem Eindringen der turkstämmigen Bulgaren im 7. Jahrhundert erlangte Bulgarien die Unabhängigkeit und es dauerte rund 200 Jahre bis das Christentum die bulgarische Oberschicht durchdrungen hatte. Unter Zar oder Khan Boris I. wurde das Christentum wieder Staatsreligion. Boris verstand es geschickt, die Differenzen zwischen Rom und Byzanz zu nutzen und erreichte einen unabhängigen Status für seine am orthodoxen Ritus ausgerichtete Kirche. Schüler der Slawenapostel Kyrill und Methodius, nämlich Naum und Kliment, führten in Bulgarien die slawische Liturgie ein. 893 wird in einem Konzil der Bulgarischen Kirche altbulgarisch als Liturgiesprache eingeführt. In den folgenden Jahrhunderten kommt es immer wieder zu Differenzen mit Byzanz. Nach dem Niedergang im 11. und 12. Jahrhundert wird 1235 das Bulgarische Patriarchat von Byzanz wieder anerkannt. Nach der Niederlage (1393 fällt die Hauptstadt Weliko Tarnowo) gegen die Türken muss sich die Bulgarische Kirche wieder Byzanz unterstellen. Erst 1870 erlangt die Bulgarische Kirche mit der Genehmigung durch den Sultan in Konstantinopel für ein sogenanntes "Bulgarisches Exarchat", ihre Unabhängigkeit zurück. Im Jahr 1953 wird das selbstständige Bulgarische Patriarchat offiziell wiederhergestellt.

    siehe auch: Liste der Patriarchen von Bulgarien

  7. #17
    Avatar von Coca_Cola

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    Teil 6

    Ukrainisch-orthodoxe Kirche

    Die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche ist in der Ukraine die historisch bedeutsamste östlich-orthodoxe Kirche. Um den Anspruch diesen Namen zu tragen streiten gegenwärtig drei Kirchen. Als kanonisch gilt in den Augen der anderen orthodoxen Kirchen zur Zeit nur die dem Patriarchat von Moskau unterstehende Ukrainisch-Orthodoxe Kirche Moskauer Patriarchats.

    Spätestens seit der Befreiung beziehungsweise Eroberung der Ukraine durch das russische Zarenreich gehörten die orthodoxen Gläubigen in der Ukraine der Russisch-Orthodoxen Kirche an. Vorher hatten die ukrainischen Bistümer mal dem Patriarchat von Konstantinopel mal dem von Moskau unterstanden. Autonomiebestrebungen führten in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zur Abspaltung der bis heute bestehenden Ukrainischen Autokephalen Orthodoxen Kirche.

    Nach der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 spaltete sich ein Teil des ukrainischen Klerus von der Moskauer Führung ab und verlegte sein Zentrum nach Kiew. Seitdem besteht die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche des Kiewer Patriarchats unter Führung des Metropoliten bzw. Patriarchen Filaret. Die Autonomisten, die vor allem als Exilkirche in den USA überlebt hatten, gingen eine zeitweilige Verbindung mit dem Kiewer Patriarchat ein, spalteten sich später wieder ab. Beim Moskauer Patriarchen verblieb die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche Moskauer Patriarchats unter dem Metropoliten Wolodymyr, der der Moskauer Patriarch die Autonomie gewährte.

    Faktisch bestehen heute in der Ukraine drei größere orthodoxe Kirchen (Moskauer Patriarchat, Kiewer Patriarchat, Autokephale), die um den Status der Nationalkirche konkurrieren. Hinzu kommt die sehr starken Zulauf habende unierte Ukrainisch-Katholische Kirche, eine katholische Ostkirche, die dem Papst in Rom untersteht; im Westen des Landes gibt es außerdem auch noch eine römisch-katholische Kirche des westlichen (lateinischen) Ritus, die stark polnisch beeinflusst ist. Seit Jahren besteht zwischen diesen fünf Kirchen ein heftiger, emotional geprägter Streit um Legitimation und Immobilien.

  8. #18
    pqrs
    Zitat Zitat von Djuka
    die wenigatens orthodoxen halten zusammen, bei den Serben ist das glaube ich sogar am schlimmsten.
    Die einzigen Orthodoxen die zusammenhalten, sind die Armenier und Aramäer.

  9. #19
    Avatar von Coca_Cola

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    Teil 7

    Rumänisch-Orthodoxe Kirche

    Die Rumänisch-Orthodoxe Kirche ist mit ungefähr 20 Millionen Mitgliedern nach der Russischen Orthodoxen Kirche / Patriarchat Moskau die zahlenmäßig zweitgrößte orthodoxe autokephale Kirche in der Welt. Ihr gehören etwa 87 Prozent der rumänischen Bevölkerung an. Die heilige Synode umfasst 42 Bischöfe. Seit der Revolution 1989 und dem Sturz von Nicolae Ceauşescu erlebt die Kirche wieder einen Aufschwung. Mittlerweile gibt es 15 theologische Fakultäten und über 500 Klöster mit mehr als 8000 Mönchen und Nonnen.

    Seit 1949 werden die 300.000 im europäischen Ausland lebenden Rumänen durch einen Metropoliten in Paris vertreten. Inzwischen gibt es mehrere Auslandsbistümer, so eine Metropolie für Frankreich und den Mittelmeerraum und seit 1993 auch eine Rumänische Orthodoxe Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa. Der Sitz der rumänisch-orthodoxen Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa - mit dem Metropoliten Dr. Serafim Joanta - befindet sich seit 2001 in Nürnberg. Der ihn unterstützende Weihbischof Sofian von Kronstadt (Braşov) hat seinen Sitz in München.


    Die ersten so genannten Metropolien in Rumänien wurden Anfang des 15. Jahrhunderts gebildet:

    Ungarowalachei (Argeş 1359)
    Moldau (Suceava 1401)
    Siebenbürgen (im 14.-15. Jahrhundert Balgrad, später Alba Iulia genannt, Erzdiözese Vad, Feleacu, Geoagiu und Hunedoara)
    Die Rumänisch-Orthodoxe Kirche wurde gemeinsam mit der Griechisch-Orientalischen Kirche im Jahr 1781 durch das Toleranzedikt von Kaiser Joseph II. anerkannt. Sie erlangte ihre Selbstständigkeit – die Autokephalie - im Jahre 1885 und wurde 1925 zum Patriarchat erklärt. Sie untersteht S.S. Teoctist I. in Bukarest, der seit 1986 der fünfte Patriarch im Amt ist.

    Seit 1961 ist die Rumänisch-Orthodoxe Kirche Mitglied des Weltkirchenrates.

    Für Aufsehen sorgte der Tod der Nonne Maricica Irina Cornici bei einem exorzistischen Ritual im Kloster Tanacu im Juni 2005. Der Fall wird derzeit von der rumänisch-orthodoxen Kirche untersucht.


    Patriarchen

    Miron Cristea (1925-1939)
    Nicodim Munteanu (1939-1948)
    Justinian Marina (1948-1977)
    Justin Moisescu (1977-1986)
    Teoctist Arăpaşu (seit 1986)
    Siehe auch Liste der Metropoliten der Ungarisch-Walachei und Patriarchen von Rumänien

    Kathedrale von Timişoara
    Eparchien der Rumänisch-Orthodoxen Kirche [Bearbeiten]
    Die Rumänisch-Orthodoxe Kirche umfasst folgende Eparchien in Rumänien und im Ausland:

    Rumänien: Bucureşti (Bukarest), Suceava, Maramureş, Cluj-Napoca, Iaşi, Roman, Huşi, Harghita, Oradea, Alba Iulia, Arad, Timişoara, Caranasebeş, Sibiu, Constanţa, Râmnicu-Valcea, Curtea de Argeş, Targovişte, Galaţi, Buzau, Slobozia, Slatina, Craiova, Alexandria, Giurgiu

    Ausland: Chişinau (Moldawien), Gyula (Ungarn), Vršac (Serbien), Pančevo (Serbien), Paris (Frankreich), Nürnberg (Deutschland), Detroit (USA)

  10. #20
    Avatar von Coca_Cola

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    Teil 8

    Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche

    Die Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche (in Ge'ez: የኢትዮጵያ ኦርቶዶክስ ተዋሕዶ ቤተክርስትያን, translit. Yäityop'ya ortodoks täwahedo bétäkrestyan) ist eine christliche (Alt)orientalische Kirche in Äthiopien, die offiziell lange ein Teil der (kleineren) Koptischen Kirche Ägyptens war, bis sie 1950 durch den koptischen Papst Yusab II. von Alexandria in die Autokephalie entlassen wurde. Nach der Unabhängigkeit Eritreas wurde auch die Eritreisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche autokephal. „Tewahedo“ bedeutet „Einheit“ und bezieht sich auf den „monophysitischen“ Glauben der Kirche, nach dem Jesus Christus eine einzige, gottmenschliche Natur hatte. Die Kirche lehnt die Bezeichnung „Monophysiten“ für sich selbst aber ab.


    Äthiopische Ikone

    Die Kirche Igzi’itne Maryam S’iyon Yeityop'iya Ortodoks Baytekristiyan beherbergt nach Überzeugung der Tewahedo-Kirche die BundesladeÜber den Ursprung der äthiopischen Kirche berichtet der griechische Geschichtsschreiber Rufinus von Aquileia von zwei Brüdern, Frumentius und Aidesios, welche auf ihrer Heimreise nach Tyrus an der Küste des Roten Meeres überfallen und an den Hof des Königs von Aksum verkauft worden seien. Dank ihrer griechischen Bildung seien sie zu Erziehern der Prinzen aufgestiegen und hätten der Königsfamilie ihren christlichen Glauben vermittelt. Frumentios sei später zum Patriarchen vom Alexandria, Athanasius, gereist und sei von ihm zum Bischof von Aksum geweiht worden. Der Übertritt des Königs Ezana zum Christentum ist durch Münzfunde archäologisch belegt. Bereits im 3. Jahrhundert, ca. 100 Jahre bevor im alten Rom das Christentum zur offiziellen Staatsreligion erklärt wurde, war diese Kirche schon die offizielle Staatskirche des alten Äthiopien.

    Als einzige bis heute bestehende vorkoloniale christliche Kirche Schwarzafrikas hat sie auch für viele andere christliche Schwarzafrikaner und deren Nachfahren in aller Welt eine besondere symbolische Bedeutung. So schloss sich beispielsweise ein bedeutender Teil der Anhänger der jamaikanischen Rastafari-Religion inzwischen der äthiopischen Kirche an. Im heutigen Äthiopien gehören etwas weniger als die Hälfte der Einwohner dieser Kirche an, der Großteil der restlichen Bewohner sind Muslime.

    Die Liturgiesprache der Kirche ist die Sakralsprache Ge'ez, geschrieben mit der Ge'ez-Schrift. Das Ritual dieser Kirche orientiert sich noch deutlich stärker am antiken Judentum als in den meisten anderen christlichen Kirchen. Die Bibel dieser Kirche ist unter allen traditionellen Kirchen die längste, da sie mehr biblische Bücher anerkennt als andere Kirchen; siehe Liste biblischer Bücher.


    Patriarchen seit 1959

    siehe auch: Liste der Patriarchen von Äthiopien

    Abune Baslioas, 1959–1971
    Abune Tewophilos, 1971–1977
    Abune Tekle Haimanot, 1977–1988
    Abune Merkorios, 1988–1991
    Abune Paulos, seit 1991
    Abune Tewophilos wurde von der Militärjunta inhaftiert und hingerichtet. Seine beiden Nachfolger wurden unter Aufsicht der Militärjunta eingesetzt und von der Koptischen Kirche nicht anerkannt. Der 1991 zur Abdankung gezwungene und geflohene Abune Merkorios wird von einer kleinen Minderheit der Gemeinden außerhalb Äthiopiens noch als Patriarch angesehen.

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