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Papst Franziskus bestätigt Bau von syrischer Kirche in Istanbul

Erstellt von Ricky, 17.11.2017, 10:52 Uhr · 12 Antworten · 520 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Ricky

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    Papst Franziskus bestätigt Bau von syrischer Kirche in Istanbul

    Papst Franziskus habe den Bau einer syrischen Kirche an Stelle des ehemaligen „katholischen Friedhofs" in Istanbul bestätigt, erklärte der Botschafter des Vatikan, Paul Russell, bei seinem Besuch in der Millionenmetropole.

    Laut einem Bericht der türkischen Tageszeitung „Hürriyet" legt die Bestätigung des Papstes einen langjährigen Streit zwischen den syrischen Christen und katholischen Priestern bei. Diese waren im Zwist über die Nutzung des Friedhofs als Grundstück für die neue Kirche.

    Das Projekt, das seit 2013 im Gange ist, war von einem türkischen Gericht gestoppt worden, nachdem der katholische Priester Pawel Symalaza eine Klage gegen den Bau aufgrund von Eigentumsrechten eingereicht hatte.

    Der Botschafter erklärte, dass die katholischen Priester sich nicht gegen den Bau der syrischen Kirche ausgesprochen hätten, sondern sich um das Grundstück sorgten, das zuvor als katholischer Friedhof diente bzw. zur lateinisch-katholischen Kirche gehörte.

    Die „Syrische Kirche der Jungfrau Maria", dessen Bau rund 1,5 Millionen US-Dollar beträgt, wird im Stadtteil Yeşilköy gebaut. Die syrische Gemeinde in der südöstlichen Provinz Mardin spendete Berichten zufolge um die 200.000 Euro für den Bau der Kirche.

    Nach Fertigstellung wird sie seit Republikgründung die erste, komplett neu gebaute, christliche Kirche sein.

    Die türkische Regierung hat den Bau der Kirsche 2015 genehmigt. Damals sind der ehemalige Ministerpräsidenten Ahmet Davutoğlu und verschiedene Vertreter von mehreren Minderheitsgruppen zusammengekommen, um die Pläne zu besprechen.

    Momentan leben 25.000 syrische Christen in der Türkei - 18.000 davon in Istanbul.

    https://www.dailysabah.com/deutsch/t...he-in-istanbul

  2. #2
    Avatar von Dadi

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    Mann als Christ wollt ich echt nicht in den Muselländern leben, hätte das Gefühl dass über mir ein Damoklesschwert schwebt.

  3. #3
    Avatar von Zeus

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    Zitat Zitat von Dadi Beitrag anzeigen
    Mann als Christ wollt ich echt nicht in den Muselländern leben, hätte das Gefühl dass über mir ein Damoklesschwert schwebt.
    Ich werde mich dann mal den Mitteln der Türken bedienen: Die Türkei ist laizistisch!

    (Wenn es mir eher passt, dann werde ich natürlich betonen, dass die Türkei ein islamisches Land ist.)

  4. #4
    Avatar von DZEKO

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    Geldverschwendung.

  5. #5

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    Wann ist eine Kirche syrisch

  6. #6
    Avatar von Zeus

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    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    Geldverschwendung.
    Statt dass hier Saudi-Arabien zahlt, unterstützt hier nun einmal eine syrische Gemeinde den Bau.

  7. #7
    Nik
    Avatar von Nik

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    Toll. Das christliche Seelenheil-Märchen wird also in Istanbul weitergehen.

  8. #8

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    Zitat Zitat von Commodus Beitrag anzeigen
    Wann ist eine Kirche syrisch
    Ich vermute, das heißt dass sie dem Patriarchat von Antiochien untersteht.

  9. #9

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    papst franziskus,will das gebet -vater unser- in dieser jetzigen form verbieten,wegen gotteslästerung.gruss oliver

  10. #10
    Avatar von Rafi

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    Ob dieser Bau stattfindet sei mal dahingestellt. Beziehungsweise würde ich mich in Grund und Boden schämen einen Friedhof als Bauplatz "zur Verfügung" zu stellen. Ein Armutszeugnis.

    Hier ein Artikel von 2015
    Istanbul: Kirchen-Neubau erweist sich als Mogelpackung - religion.ORF.at
    Istanbul: Kirchen-Neubau erweist sich als Mogelpackung

    Als Freudenbotschaft verkündete es die türkische Presse am vergangenen Wochenende. Bei genauerer Betrachtung zeigt der Fall aber die anhaltende Misere des türkischen Umgangs mit christlichen Minderheiten.
    In der Türkei werde erstmals seit Gründung der Republik eine neue Kirche gebaut, mit dem Segen der türkischen Regierung und auf städtischem Boden - das habe Ministerpräsident Ahmet Davutoglu bei seinem Treffen mit den Religionsführern der nicht-muslimischen Minderheiten angekündigt.
    Genehmigung nicht neu und Einsprüche der Behörden

    So dargestellt, hört es sich tatsächlich nach einer guten Nachricht an - und es dürfte kein Zufall sein, dass sie in den ersten Tagen dieses Jahres verbreitet wurde, in dem die Welt der Massaker an den anatolischen Christen im Jahr 1915 gedenken wird.
    Noch das geringste Problem an dieser Nachricht ist es, dass sie nicht neu ist. Der von der syrisch-orthodoxen Gemeinde geplante Neubau einer Kirche im Istanbuler Stadtteil Yesilköy war bereits vor drei Jahren genehmigt worden; auch das Grundstück hatte die Stadt schon damals zugewiesen. Nur konnte bis heute nicht einmal der Grundstein gelegt werden, weil die türkischen Behörden reihenweise Einsprüche erhoben - zuletzt die Naturschutzbehörde, weil dabei Bäume gefällt würden.
    Nicht städtischer Boden sondern Friedhof als Grundstück

    Der zeitgleich mit der Kirche genehmigte Bau einer riesigen Moschee auf dem höchsten Hügel von Istanbul ist inzwischen fast abgeschlossen, wie die Zeitung „Taraf“ anmerkt, während das christliche Gotteshaus nicht über das Planungsstadium hinauskommt. Zuletzt verlangten die Behörden, dass sie von den geplanten 900 Quadratmetern auf die Hälfte verkleinert werden solle. Die neue Moschee ist rund 30.000 Quadratmeter groß.
    Weit schwerer wiegt, dass es sich bei dem von der Stadt zur Verfügung gestellten Grundstück für den Kirchenbau keineswegs um städtischen Boden handelt, sondern um einen römisch-katholischen Friedhof. Das Grundstück, das der Kirche im Jahr 1868 von einem Gemeindemitglied vermacht worden war, wurde 1950 vom Staat eingezogen und in städtischen Besitz überführt; der Friedhof blieb seither geschlossen.
    Friedhof zuletzt syrisch-orthodoxe Gemeinde angeboten

    Im Zuge der türkischen Reformen nach der Jahrtausendwende hatte die katholische Kirche gehofft, den Friedhof zurückzubekommen. Stattdessen wurde er 2012 der syrisch-orthodoxen Gemeinde für ihre Kirche angeboten. Die katholische Gemeinde legte über ihre Anwälte Protest ein, doch der verhallte ebenso ungehört wie eine Protesterklärung syrisch-orthodoxer Intellektueller.
    Staatliche Enteignungen sind für die christlichen Minderheiten in der Republik Türkei ein Leitmotiv: von einer vernichtenden Sondersteuer der 40er Jahre über die Enteignungen von Kirchenbesitz nach 1936 und dem Einzug des Eigentums vertriebener Griechen in den 50er und 60er Jahren bis hin zur Verstaatlichung von Ländereien des syrisch-orthodoxen Klosters Mor Gabriel und anderer Aramäer in der Südosttürkei seit den 90er Jahren.
    Vertreibungen aus der Südosttürkei

    Dass die syrisch-orthodoxen Christen - auch Aramäer oder Assyrer genannt - überhaupt eine neue Kirche in Istanbul brauchen, liegt daran, dass sie in den letzten Jahrzehnten aus ihrer angestammten Heimat in der Südosttürkei vertrieben wurden. Vom türkischen Staat nicht als eigene Minorität anerkannt, genießen sie nicht einmal die begrenzten Minderheitenrechte, die Armeniern, Griechen und Juden zugestanden werden.
    Heute leben nur noch 2.000 bis 3.000 Aramäer in Südostanatolien, aber 200.000 bis 300.000 in Westeuropa und rund 20.000 in Istanbul, wo sie nur eine einzige Kirche mit 300 Plätzen besitzen. Ihre Gottesdienste feiern sie als Gäste der katholischen Kirchen, wo die Messen im Schichtbetrieb abwechselnd zelebriert werden.
    Ob sich daran bald etwas ändern wird, bleibt auch nach den Jubelmeldungen vom Wochenende skeptisch abzuwarten. Ein konkretes Versprechen für den Kirchenbau gab Ministerpräsident Davutoglu jedenfalls auch jetzt nicht ab, wie die Zeitung „Taraf“ unter Berufung auf Teilnehmer des nicht-öffentlichen Treffens mit den Religionsführern meldete. Der Ministerpräsident habe lediglich zugesagt, sich „darum zu kümmern“.
    Über die angebliche Zusage 2017 von Papst Franziskus kann man übrigens nur in den üblichen Propagandaorganen lesen. Sämtlich alle ohne Quelle.

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