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Pensionierter Kosovo-Bischof droht mit Kirchenspaltung

Erstellt von Emir, 15.11.2010, 22:54 Uhr · 31 Antworten · 1.710 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von skenderbegi

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    Kosovo: Bischof besetzt Kirche

    19. November 2010 | 12:30 | Belgrad | |

    Der zwangspensionierte und verbannte serbisch-orthodoxe Bischof Artemije hat im Kosovo ein Kloster besetzt und mit seinen Anhängern dort am Freitag einen Gottesdienst gefeiert. Damit steht diese Glaubensgemeinschaft unmittelbar vor der Spaltung, kommentierten Kirchenexperten diesen Schritt des 75-Jährigen.

    Bischof Artemije, Bild: SN/AP


    (SN, dpa).Dutzende Mönche begrüßten den dogmatischen Geistlichen, der im letzten Frühjahr von der Kirchenführung wegen finanzieller Machenschaften und seines luxuriösen Lebens abgesetzt worden war, am Freitagmorgen im Kloster der Gemeinde Zubin Potok im Norden Kosovos.
    Das in Belgrad tagende Kirchenparlament (Sabor), die höchste Instanz der serbisch-orthodoxen Religionsgemeinschaft, hatte Artemije ausdrücklich untersagt, dort mit seinen Getreuen eine Messe zu feiern. Das Kosovo-Bistum sprach von einer „Besetzung“ des Klosters durch den Bischof, der in ein Kloster vor den Toren Belgrads verbannt worden war. Am Vortag hatte der Sabor Bischof Teodosije (47) zum Nachfolger von Artemije gewählt. Artemije und seine Gefolgsleute erkennen diese Entscheidung nicht an.

    © SN/SW

  2. #22
    IbishKajtazi
    Jebi ga ...

  3. #23
    Avatar von skenderbegi

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    EXERZBISCHOF PROTESTIERT GEGEN ABSETZUNG
    Aufstand der Mönche in Serbien
    Aus Protest gegen seine Absetzung besetzt der Exerzbischof von Kosovo, Artemije, mit seinen Anhängern ein Kloster. Das könnte eine Spaltung der Kirche bedeuten. VON ANDREJ IVANJI
    Da war er noch in Amt und Würden: Der Exerzbischof von Kosovo, Artemije, in feinem Gewand. Foto: ap
    BELGRAD taz | Kommt es zur Spaltung der serbisch-orthodoxen Kirche? Werden Gläubige dem Aufruf des ehemaligen Erzbischofs von Kosovo, Artemije, 75, folgen, die Autorität der Heiligen Synode nicht länger anzuerkennen? Welche Folgen wird der Putschversuch abtrünniger Mönche für die instabile politische Lage in Serbien haben?
    Die Fragen überschlugen sich vergangene Woche, als im Kosovo etwas für gläubige Serben Unvorstellbares geschah: Der in den Ruhestand zwangsversetzte und zum einfachen Mönch degradierte Artemije besetzte mit seiner Gefolgschaft das Kloster "Duboki potok" (Der tiefe Fluss) im Norden des Kosovo.
    Das Gleiche taten - oder versuchten es zumindest - die Artemije-treuen Hajduken-Mönche, wie sie sich selbst nennen, in einigen anderen Klöstern. Sie warfen der Heiligen Synode und der Kirchenversammlung vor, das kanonische Recht verletzt zu haben, und stellten sich als wahre Deuter des Kanons dar.
    Im Klartext: Artemije weigerte sich beharrlich, sich der Entscheidung der Kirchenspitze zu beugen. Die hatte ihn zu Jahresbeginn nach 19 Jahren als Chef der Kosovo-Diözese abgelöst. Das würde, wie er sagte, den Untergang des heiligen serbisch-orthodoxen Erbes der ruhmreichen Vorfahren des Serbentums im Kosovo bedeuten. In der vergangenen Woche stimmte die Kirchenversammlung über die Degradierung Artemijes zum Mönch ab. 21 der hohen Diener Gottes waren für die Degradierung, 6 dagegen und 7 enthielten sich der Stimme.
    Der neue Chef der Kosovo-Diözese, Teodosije, bezeichnete das Vorgehen von Artemije als "Putschversuch". Patriarch Irinej handelte überraschend entschlossen und schnell. So peinlich das für die serbisch-orthodoxe Kirche, die das Kosovo als einen untrennbaren Teil Serbiens betrachtet, auch sein mochte: die Synode wandte sich an die EU-Mission Eulex mit der Bitte um Hilfe. Diese schaltete die Polizei des unabhängigen Kosovo ein.
    Das war ein Präzedenzfall. Da sich das Kloster "Duboki potok" im vorwiegend von Serben bewohnten Norden des Kosovo befindet, wurden serbische Beamte der Kosovo-Polizei eingesetzt. Die Klosterbrüder leisteten keinen Widerstand. Nur die Tür der Kammer, in der sich Artemije eingeschlossen hatte, musste mit Gewalt geöffnet werden. Das geschah mit dem Segen des legitimen Klosterchefs, der bis zum Eintreffen der Polizei gefangen genommen wurde.
    Die Kosovo-Polizei begleitete Artemije und seine Gefolgschaft bis zur Grenze mit Serbien, wo sie die serbische Polizei übernahm. Artemije befindet sich derzeit in seinem Haus in Belgrad und wird von der Polizei bewacht. 80 Artemije-treue Mönche ziehen durch Serbien und werben für ihren Mentor. Kenner der serbisch-orthodoxen Kirche meinen, dass das Kapitel Artemije noch nicht abgeschlossen ist, auch wenn die unmittelbare Gefahr eines Schismas abgewendet wurde.
    MEHR ZUM THEMA
    SERBIEN ZEHN JAHRE NACH MILOSEVIC
    Verlorene Illusionen
    Der eigensinnige, charismatische Artemije, den viele Gläubige verehren, und der auch schon die Regierung in Belgrad angesichts der Loslösung des Kosovo aufforderte, sich mit modernsten russischen Waffen aufzurüsten, wird sich kaum dem Willen der Kirchenspitze beugen. Das tat er schon seit Jahren nicht. Ihm droht nun eine Klage wegen Verletzung des Kirchenguts und die Exkommunikation. Einige seiner engsten Mitarbeiter wurden schon zuvor wegen Veruntreuung angeklagt.

  4. #24
    Mulinho
    Die Kosovo-Polizei begleitete Artemije und seine Gefolgschaft bis zur Grenze mit Serbien, wo sie die serbische Polizei übernahm. Artemije befindet sich derzeit in seinem Haus in Belgrad und wird von der Polizei bewacht.

  5. #25
    Avatar von DZEKO

    Registriert seit
    09.08.2009
    Beiträge
    55.034
    Zitat Zitat von Mulinho Beitrag anzeigen

  6. #26
    Mulinho
    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen

  7. #27
    Bushido
    Takozvani "Rijaset" cemo tako i tako da srusimo, da scheissen wir auf Tadic und Ciplic!

    Neznate ljudi sta se sprema sve u pozadini...

  8. #28

    Registriert seit
    13.02.2010
    Beiträge
    13.015
    Zitat Zitat von SehireMeister Beitrag anzeigen
    Würde der ein Fuß in meine Stadt setzen,würde er nicht mehr lebendig rauskommen
    warum?

  9. #29

    Registriert seit
    14.04.2010
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    826
    Ein Geldgeiler Oper, der nur irgendeinen Vorwand sucht. Der stirbt sowieso spätestens in 5 Jahren.

    edit: Opa

  10. #30
    Avatar von LuckyLuke

    Registriert seit
    22.01.2010
    Beiträge
    1.609
    Zitat Zitat von Emir Beitrag anzeigen
    Der zwangspensionierte Artemije will eine "neue, echte Heilige-Sava-Kirche" gründen, wenn ihm sein früheres Bistum nicht zurückgegeben wird. Er musste nach Finanzskandalen zurücktreten.

    Der serbisch-orthodoxen Kirche droht eine Spaltung. Mit der Gründung einer "neuen, echten Heiligen-Sava-Kirche" hat der zwangspensionierte Kosovo-Bischof Artemije (Radosavljevic) gedroht, sollte ihm sein früheres Bistum von Prizren und Raska nicht zurückgegeben werden. Vor der am Mittwoch beginnenden regelmäßigen Herbsttagung der Kirchenversammlung hat der Wladika die Kirchenführung darüber in einem Schreiben informiert, berichtete die Tageszeitung "Blic". Der Heilige Sava (Rastko Nemanjic, 1175-1236), Gründer der serbisch-orthodoxen Kirche, war ein bedeutender Aufklärer, orthodoxer Erzbischof und Verfasser des ersten serbischen Gesetzbuches.

    Der 75-jährige Artemije war im September mit einem vorläufigen Verbot seiner pastoralen Tätigkeiten belegt worden, nachdem er zuvor die Kirchenführung informiert hatte, dass er sich den Entscheidungen des Synods nicht mehr unterordnen würde. In einem neuen Schreiben hat der Wladika nun seine Entschlossenheit bekräftigt, sich dem "nicht-kanonischen Beschluss" des Synods nicht unterzuordnen.
    Der serbisch-orthodoxe Kirchensynod hatte im Februar Bischof Artemije die Verwaltungsgewalt über sein Bistum (Eparchie) entzogen. Den Anlass lieferten Finanzmachenschaften seiner engsten Mitarbeiter. Der Wladika war zuvor mit der Belgrader Kirchenführung auch wegen seiner Standpunkte wiederholt in Konflikt geraten. Nach der einseitigen Ausrufung der Unabhängigkeit des Kosovo im Februar 2008 hatte er den Priestern in seinem Bistum, dessen Territorium teils im Kosovo liegt, jeglichen Kontakt mit Funktionären der internationalen Staatengemeinschaft in Pristina (Prishtina) untersagt. Zuvor hatte er offen eine serbische Militärintervention in der früheren südserbischen Provinz befürwortet.
    Artemije wurde im Mai in den Ruhestand versetzt. Seinen neuen Wohnsitz hat er seit Sommer in dem Kloster Sisatovac in der nordserbischen Provinz Vojvodina. Mit Artemije haben auch rund 70 ihm treue Mönche sein früheres Bistum im Sommer verlassen. Eine neue Bleibe haben die Mönche inzwischen auf einem Privatgrundstück unweit der zentralserbischen Stadt Cacak gefunden.


    Pensionierter Kosovo-Bischof droht mit Kirchenspaltung « DiePresse.com

    Der kann machen was er will. Ich habe für mich entschieden sollte sich irgendwas unten wieder spalten, sollte sich die Vojvodina (die von 65% Serben bewohnt wird die sich als Vojodjani sehen LOL) von Serbien trennen werde ich KATHOLIK ! Am selben Tag oder am nächsten gehe ich in die Kirche. DIese Kleinstaaterei oder sonstige Trennungen gehen mir schon dermaßen auf die Eier.

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