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Es ist nicht rassistisch, auf den Zusammenhang von Islam und Islamismus hinzuweisen

Erstellt von John Wayne, 29.05.2010, 14:42 Uhr · 30 Antworten · 1.996 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    13.05.2007
    Beiträge
    18.328

    Es ist nicht rassistisch, auf den Zusammenhang von Islam und Islamismus hinzuweisen

    Rassismus und politischer Liberalismus schließen sich grundsätzlich aus. Schon der Titel von Carolin Emckes Text »Liberaler Rassismus« (ZEIT Nr. 09/10) ist daher widersinnig. Aber das Bestreben der Autorin ist offenkundig, sich der Angriffsfront gegen »die« Islamkritiker anzuschließen, die sich seit einigen Wochen in den Feuilletons formiert hat.

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    Emcke behauptet, »jeder einzelne Muslim« werde »verantwortlich gemacht für Suren, an die er nicht glaubt, für orthodoxe Dogmatiker, die er nicht kennt, für gewalttätige Terroristen, die er ablehnt, oder für brutale Regime in Ländern, aus denen er selbst geflohen ist. Muslime müssen sich distanzieren von Ahmadineschad in Iran, den Taliban in Afghanistan, von Selbstmordattentätern und Ehrenmördern, und diese Distanzierung glaubt ihnen doch keiner, weil alles gleichgesetzt wird: Islam und Islamismus, Glaube und Wahn, Religiosität und Intoleranz, Individuum und Kollektiv.«


    Ich kenne keinen liberalen Kritiker, der all das von jedem einzelnen Muslim verlangt. Gleichwohl ist es richtig, in der Auseinandersetzung mit extremistischen Varianten des Islams nach Suren zu fragen, auf die sich Islamisten und Dschihadisten beziehen. Es ist richtig, den Einfluss der Extremisten auf die muslimischen Gemeinschaften abzuschätzen. Es ist richtig, den eliminatorischen Antisemitismus des Holocaust-Leugners Ahmadineschad zu verurteilen. Und es wäre sehr hilfreich, wenn Muslime selbst diese Zusammenhänge kritisch diskutierten – was viele erfreulicherweise ja auch tun.



    Leider bleibt aber gerade der in Verbänden organisierte Islam, der »den« Islam in Deutschland zu repräsentieren in Anspruch nimmt, hier sehr blass. Das zeigt beispielsweise der Verlauf des »Gesprächskreises Sicherheit und Islamismus« der Deutschen Islamkonferenz. Nur weil ich hartnäckig gefordert habe, über den Begriff und das Phänomen »Islamismus« zu sprechen, stimmten die muslimischen Verbandsvertreter einer solchen Diskussion schließlich zu – bezeichnenderweise in der letzten Sitzung eines dreijährigen Diskussionsprozesses, dessen eigentliches Thema doch der Islamismus sein sollte. Und nicht zufällig wurde die geforderte Auseinandersetzung dann überwiegend von einer apologetischen Abwehr des Begriffes geprägt. Der Vertreter der Milli Görüş versuchte sogar, bereits die Verwendung des Begriffes als »islamophob« zu denunzieren.


    ....


    Nein, in der Bundesrepublik sind wir über alle parteipolitischen Lager hinweg in puncto Homosexualität und in der Frauenfrage um Lichtjahre weiter als jene muslimischen Verbände, die hierzulande den Ton angeben und die »Anerkennung« ihres konservativ-orthodoxen bis islamistisch orientierten Islams verlangen – von der islamisch geprägten Welt ganz zu schweigen.



    Es gibt, da hat Carolin Emcke durchaus recht, natürlich auch nicht muslimische »Formen des Patriarchats und des Machismo«. Der entscheidende Unterschied liegt aber darin, dass die muslimische Variante im Koran und der Tradition (hadithe) eine religiöse Legitimation erfährt. Die Belege dafür sind erdrückend. Doch damit beschäftigt sich die Autorin gar nicht. Sie will »die Muslime« vor ungerechtfertigten Angriffen in Schutz nehmen und bedient sich dabei der hinlänglich bekannten Technik der Relativierung nach dem Motto: In der Nacht sind alle Katzen grau. Will sagen: Im Hinblick auf menschenrechtliche Defizite sind alle Religionen gleich.
    Das aber ist schlicht falsch. Ich kenne zum Beispiel keine Gruppe »evangelikaler Abtreibungsgegner«, die uns mit globalem Terror überzieht. Weder rabiate Hindu-Fundamentalisten noch rechtsextreme jüdische Siedlergruppen verfolgen eine terroristische Agenda, die den islamistischen Dschihad-Strategien vergleichbar wäre. Solche Unterscheidungen aber sind im gegenwärtigen Geisteskampf nicht gefragt. Und wer den Zusammenhang von Islam und Islamismus deutlich anspricht, wird hierzulande inzwischen als »islamophob« oder gar als »anti-muslimischer Rassist« stigmatisiert.

    Islam-Debatte: Glaube und Wahn | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ ++++++++++

    sehr guter text indem die appeasement-politik hiesiger gutmenschen in stücke gerissen wird....

  2. #2
    Avatar von Styria

    Registriert seit
    26.06.2009
    Beiträge
    3.231
    Je mehr muslimische Verbände in der Öffentlichkeit mehr Akzeptanz für ihren orthodoxen Glauben fordern, desto mehr werden europäische Bürger sich mit dem Islam auseinander setzten.

    Vor 10 Jahren hätte ich auch noch geglaubt, Islam = Frieden.

    All die selbsternannten Gutmenschen in Deutschland, die jede Kritik am Islam zu
    unterbinden versuchen, erweisen sich als Steigbügelhalter einer
    gewaltverherrlichenden intoleranten Ideologie, die sich unter dem Deckmantel
    einer Religion immer mehr breitmacht in Europa. Dieser Irrsinn ist nur mit
    fundamentalem Unwissen über den Islam oder mit dem bekannten deutschen
    Schuldkomplex zu erklären.

    Es kann nicht sein, dass mit dem Alibi der Religionsfreiheit langsam aber sicher die
    Errungenschaften der christlich-jüdisch-abendländischen Zivilisation ausgehebelt
    werden.

  3. #3
    Avatar von Opoja_Pz

    Registriert seit
    22.01.2009
    Beiträge
    683
    Zitat Zitat von Dr.Mabuse Beitrag anzeigen
    Rassismus und politischer Liberalismus schließen sich grundsätzlich aus. Schon der Titel von Carolin Emckes Text »Liberaler Rassismus« (ZEIT Nr. 09/10) ist daher widersinnig. Aber das Bestreben der Autorin ist offenkundig, sich der Angriffsfront gegen »die« Islamkritiker anzuschließen, die sich seit einigen Wochen in den Feuilletons formiert hat.

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    Emcke behauptet, »jeder einzelne Muslim« werde »verantwortlich gemacht für Suren, an die er nicht glaubt, für orthodoxe Dogmatiker, die er nicht kennt, für gewalttätige Terroristen, die er ablehnt, oder für brutale Regime in Ländern, aus denen er selbst geflohen ist. Muslime müssen sich distanzieren von Ahmadineschad in Iran, den Taliban in Afghanistan, von Selbstmordattentätern und Ehrenmördern, und diese Distanzierung glaubt ihnen doch keiner, weil alles gleichgesetzt wird: Islam und Islamismus, Glaube und Wahn, Religiosität und Intoleranz, Individuum und Kollektiv.«


    Ich kenne keinen liberalen Kritiker, der all das von jedem einzelnen Muslim verlangt. Gleichwohl ist es richtig, in der Auseinandersetzung mit extremistischen Varianten des Islams nach Suren zu fragen, auf die sich Islamisten und Dschihadisten beziehen. Es ist richtig, den Einfluss der Extremisten auf die muslimischen Gemeinschaften abzuschätzen. Es ist richtig, den eliminatorischen Antisemitismus des Holocaust-Leugners Ahmadineschad zu verurteilen. Und es wäre sehr hilfreich, wenn Muslime selbst diese Zusammenhänge kritisch diskutierten – was viele erfreulicherweise ja auch tun.



    Leider bleibt aber gerade der in Verbänden organisierte Islam, der »den« Islam in Deutschland zu repräsentieren in Anspruch nimmt, hier sehr blass. Das zeigt beispielsweise der Verlauf des »Gesprächskreises Sicherheit und Islamismus« der Deutschen Islamkonferenz. Nur weil ich hartnäckig gefordert habe, über den Begriff und das Phänomen »Islamismus« zu sprechen, stimmten die muslimischen Verbandsvertreter einer solchen Diskussion schließlich zu – bezeichnenderweise in der letzten Sitzung eines dreijährigen Diskussionsprozesses, dessen eigentliches Thema doch der Islamismus sein sollte. Und nicht zufällig wurde die geforderte Auseinandersetzung dann überwiegend von einer apologetischen Abwehr des Begriffes geprägt. Der Vertreter der Milli Görüş versuchte sogar, bereits die Verwendung des Begriffes als »islamophob« zu denunzieren.


    ....


    Nein, in der Bundesrepublik sind wir über alle parteipolitischen Lager hinweg in puncto Homosexualität und in der Frauenfrage um Lichtjahre weiter als jene muslimischen Verbände, die hierzulande den Ton angeben und die »Anerkennung« ihres konservativ-orthodoxen bis islamistisch orientierten Islams verlangen – von der islamisch geprägten Welt ganz zu schweigen.



    Es gibt, da hat Carolin Emcke durchaus recht, natürlich auch nicht muslimische »Formen des Patriarchats und des Machismo«. Der entscheidende Unterschied liegt aber darin, dass die muslimische Variante im Koran und der Tradition (hadithe) eine religiöse Legitimation erfährt. Die Belege dafür sind erdrückend. Doch damit beschäftigt sich die Autorin gar nicht. Sie will »die Muslime« vor ungerechtfertigten Angriffen in Schutz nehmen und bedient sich dabei der hinlänglich bekannten Technik der Relativierung nach dem Motto: In der Nacht sind alle Katzen grau. Will sagen: Im Hinblick auf menschenrechtliche Defizite sind alle Religionen gleich.
    Das aber ist schlicht falsch. Ich kenne zum Beispiel keine Gruppe »evangelikaler Abtreibungsgegner«, die uns mit globalem Terror überzieht. Weder rabiate Hindu-Fundamentalisten noch rechtsextreme jüdische Siedlergruppen verfolgen eine terroristische Agenda, die den islamistischen Dschihad-Strategien vergleichbar wäre. Solche Unterscheidungen aber sind im gegenwärtigen Geisteskampf nicht gefragt. Und wer den Zusammenhang von Islam und Islamismus deutlich anspricht, wird hierzulande inzwischen als »islamophob« oder gar als »anti-muslimischer Rassist« stigmatisiert.

    Islam-Debatte: Glaube und Wahn | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

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    sehr guter text indem die appeasement-politik hiesiger gutmenschen in stücke gerissen wird....


    Zitat Zitat von Styria Beitrag anzeigen
    Je mehr muslimische Verbände in der Öffentlichkeit mehr Akzeptanz für ihren orthodoxen Glauben fordern, desto mehr werden europäische Bürger sich mit dem Islam auseinander setzten.

    Vor 10 Jahren hätte ich auch noch geglaubt, Islam = Frieden.

    All die selbsternannten Gutmenschen in Deutschland, die jede Kritik am Islam zu
    unterbinden versuchen, erweisen sich als Steigbügelhalter einer
    gewaltverherrlichenden intoleranten Ideologie, die sich unter dem Deckmantel
    einer Religion immer mehr breitmacht in Europa. Dieser Irrsinn ist nur mit
    fundamentalem Unwissen über den Islam oder mit dem bekannten deutschen
    Schuldkomplex zu erklären.

    Es kann nicht sein, dass mit dem Alibi der Religionsfreiheit langsam aber sicher die
    Errungenschaften der christlich-jüdisch-abendländischen Zivilisation ausgehebelt
    werden.


    mehr habe ich echt nicht zu sagen aber das war mir schon klar das sowas kommt bei dem Tread hersteller....

  4. #4
    benutzer1

  5. #5
    Baader
    Das lesen sowieso nur Styria-Gay und Sonny. Dazu kommen noch paar Cedos die voll "europäisch" sind und sich dann ohne den Text zu lesen gegen die Gewaltbereitschaft des Islams aussprechen... Serben... nebenbei bemerkt!

    Immer das gleiche...

  6. #6

    Registriert seit
    13.05.2007
    Beiträge
    18.328
    Zitat Zitat von Baader Beitrag anzeigen
    Das lesen sowieso nur Styria-Gay und Sonny. Dazu kommen noch paar Cedos die voll "europäisch" sind und sich dann ohne den Text zu lesen gegen die Gewaltbereitschaft des Islams aussprechen... Serben... nebenbei bemerkt!

    Immer das gleiche...
    ja wer denn sonst

    dzeko, capo und catty lernen ja nur koran-suren auswendig

  7. #7
    Kelebek
    Wo ist der alte John...änder dein Nick wieder um, mach wieder dein altes Ava und deine alte Sig...ich vermisse den alten wahren Sonny...du bist nicht mehr das, was du mal warst...

  8. #8

    Registriert seit
    30.12.2009
    Beiträge
    980
    Das is ein Hetz-Theread

  9. #9

    Registriert seit
    13.05.2007
    Beiträge
    18.328
    Zitat Zitat von Bosnian-Boy Beitrag anzeigen
    Das is ein Hetz-Theread
    und legastheniker

    autor dieses artikels ist übrigens leiter der friedrich-ebert-stiftung

  10. #10

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    Zitat Zitat von CAPO Beitrag anzeigen
    Wo ist der alte John...änder dein Nick wieder um, mach wieder dein altes Ava und deine alte Sig...ich vermisse den alten wahren Sonny...du bist nicht mehr das, was du mal warst...
    damit ich noch mehr verwarnungen kriege und sie mich sperren was... so blöd ist john wayne auch nicht

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