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Religion genutzt, um Zwietracht zu säen

Erstellt von Mudi, 26.11.2011, 09:39 Uhr · 47 Antworten · 1.931 Aufrufe

  1. #1
    Mudi

    Religion genutzt, um Zwietracht zu säen

    Gäbe es keine politischen Scharfmacher auf dem Balkan, dann lebten die Gläubigen der verschiedenen Religionen problemlos miteinander.

    "Religionen auf dem Balkan. Motor für ein friedliches Miteinander?" Unter dem Thema stand der dritte Balkansalon des Donaubüros. Zu der Veranstaltung hatten das Donaubüro selbst, die Landeszentrale für politische Bildung und das Zawiw eingeladen. Acht Referenten, Vertreter aus den Bereichen Kirchen/Religionen, Universitäten und Medien berichteten.

    Ihren Fokus hatten sie auf die Entwicklungen im ehemaligen Jugoslawien gerichtet. Während der sozialistischen Phase spielten die Religionen wie auch die Volkszugehörigkeiten im ehemaligen Vielvölkerstaat eine untergeordnete Rolle. Erst mit seinem Auseinanderbrechen zu Beginn der 1990er Jahre gewannen diese Eigenschaften wieder an Bedeutung. Plötzlich standen sich katholische Kroaten, serbische Orthodoxe sowie bosniakische oder kosovo-albanische Muslime unversöhnlich und gegenseitig bekämpfend gegenüber.

    Welche Rolle spielten dabei die Glaubensinhalte? Unbestritten schickten arabische Staaten, als sie ihre Glaubensbrüder in Bosnien und auf dem Kosovo militärisch und materiell unterstützten, auch Missionare. "Ausländische Sendlinge", wie die Einheimischen sie nannten, deren Ziel es war, die durchweg liberalen Muslime im ehemaligen Jugoslawien auf einen radikalen Kurs zu verpflichten.

    Doch der Erfolg dieser Missionare blieb bescheiden. Lediglich einige tausend bis maximal fünf Prozent der Muslime, so hieß es während der Veranstaltung, begaben sich auf ihren Kurs. Die gleichen Scharfmacher fanden sich freilich auch in der orthodoxen wie der katholischen Kirche.

    Aber die Religionen sind doch nicht das Problem, hielt Mustafa Jusufpahic fest. In Belgrad, der Hauptstadt Serbiens, stünden auf 300 Meter Entfernung Moscheen und Kirchen verschiedener christlicher Kirchen beisammen, ohne dass es zu Feindseligkeiten komme, berichtete der Imam.

    Nicht die Religionen selbst führten zu den Konflikten auf dem Balkan. Sondern politische Interessen, die den jeweiligen Gemeinden eingeimpft werden, um die Menschen auseinander zu dividieren. Religionen würden missbraucht, um Zwietracht zu säen. Es sei Zeit, Ängste und Vorurteile, die sich so über viele Jahre entwickelt haben, wieder abzubauen.

    Religion genutzt, um Zwietracht zu säen Dritter Balkansalon des Donaubüros | Südwest Presse Online

    So ist es.

  2. #2

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    Zitat Zitat von Azzlack Beitrag anzeigen
    Nicht die Religionen selbst führten zu den Konflikten auf dem Balkan. Sondern politische Interessen, die den jeweiligen Gemeinden eingeimpft werden, um die Menschen auseinander zu dividieren. Religionen würden missbraucht, um Zwietracht zu säen.
    So ist es.
    (Sure 3:7)

    nicht nur auf dem Balkan, das war schon immer und überall so...= Politik+Religion=Ideologie. (um nächsten zu erobern, statt zu lieben, Frieden Ordnung&Vernunft zu gebieten...)

    Frieden

  3. #3

    Registriert seit
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    2.572
    Nicht die Religionen selbst führten zu den Konflikten auf dem Balkan. Sondern politische Interessen, die den jeweiligen Gemeinden eingeimpft werden, um die Menschen auseinander zu dividieren. Religionen würden missbraucht, um Zwietracht zu säen. Es sei Zeit, Ängste und Vorurteile, die sich so über viele Jahre entwickelt haben, wieder abzubauen.
    Ich stimme dem nicht zu.

    Menschliche Güte hängt nicht von der Religion ab. Dementsprechen kann eine Religion nicht missbracht werden.
    Die Religion hat keinen Einflus auf die Persönlichkeit des Individuums.
    Entweder man ist ein guter oder ein schlechter Mensch. Das hat nichts mit Glaube oder Unglaube zu tun.

    Der Verfasser macht es sich zu einfach, indem er in Gläubige und Ungläubige teilt.
    Die Ungläubigen, als die, die politische Interessen verfolgen und die Gläubigen auseinander dividieren.

  4. #4

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    Zitat Zitat von Unabhängiges System Beitrag anzeigen
    Ich stimme dem nicht zu.
    Islam Problematik im Westen ist dir nicht als Beleg genug um ihm zu verstehen?

    Menschliche Güte hängt nicht von der Religion ab.
    ist was wahres dran...

    Dementsprechen kann eine Religion nicht missbracht werden.
    da bin ich andere Meinung weil ich mich unter solche befinde.. die ich nicht anders bewerten kann, als Menschen die Religion für eigene Ziele missbrauchen, um Volksspaltung zu stiften... diese Taktik ist selbst in der Religion (zb. im Islam Sure 3:7) bekannt... aus eine (Abrahamische)-Religion wurde Judentum, Christentum, Islam... (Islam vereint uns alle mit "ein Gott glaube..." 3:84)

    Foren&Blogs wie zb. islam-deutschland.info benutzen islam als Werkzeug für eigene Ziele... um bestimmte Menschen mit "Islam&Muslim" zu gruppieren...wohin so was führen kann, das kann dir die Vergangenheit bestens erzählen...

    Die Religion hat keinen Einflus auf die Persönlichkeit des Individuums.
    Entweder man ist ein guter oder ein schlechter Mensch.
    Du meinst: auf das wahre "ich" ? dann hast Du meine volle Zustimmung... nicht der Mensch ist = Religion. er besitzt gute und schlechte Eigenschaften. An etwas zu glauben, den Weg voller Hoffnung zu folgen, mit einem Ziel...ist Privat und eine Sache zw. Gott und der betroffene Seele.

    siehe auch Mu`tazila :

    Eine weitere wichtige These war die Ableitung aus dem Koran, dass der Koran selbst ebenfalls geschaffen (machluq) sei. Dies erlaubte, ihn kritisch zu betrachten, gar zu kritisieren. Nur Gott selbst darf als Schöpfer (al-Chāliq, arabisch ‏الخالق‎) bezeichnet werden.
    Ibn Hudhayl vertrat wie viele seiner nachfolgenden Schüler die Auffassung, dass Gott nur Gutes wolle und tue. Das Böse sei nur ein Zwischenstadium zwischen Glaube und Unglaube wie ein sündiger Muslim selbst. Diese Zwischenstufe entspreche dem aristotelischen Suchen nach der Mitte ebenso wie die muʿtazilistische Sicht auf den Islam schlechthin als Weg zwischen Versprechen (auf die sieben Himmel) und Drohung (mit Hölle, Fegefeuer und Verdammnis). Der richtige Weg zwischen diesen beiden Extremen jedoch beruht auf aktivem Handeln für das Gute und gegen das Böse – ähnlich den aristotelischen Tugenden.
    Der Koran ist nach Auffassung dieser rationalistischen Theologen nicht ewig, sondern zeitlich, also von Gott für Menschen einer bestimmten Zeit unter bestimmten Umständen erschaffen. Vor allem diese These reizte orthodoxe Sunniten wie Ibn Hanbal.


    Hauptargument für die Entscheidungsfindung und Interpretation islamischer Prinzipien sollte die Vernunft sein – als Maßstab an Überlieferung und Offenbarung sowie ihre Anwendung auf veränderte politische und soziale Verhältnisse. Die Anhänger dieser Glaubensrichtung distanzierten sich (iʿtazala – daher die Bezeichnung Muʿtazila als Part. Aktiv im Arabischen) von den sunnitischen Doktrinen in der Sündenlehre und stellten die These auf, dass ein Sünder weder gläubig noch ungläubig sei. Im strengen Monotheismus verwurzelt – in al-Ma'muns Dekret ist von der Lehre vom Tauhid („Monotheismus“) die Rede – sind Fragen nach dem göttlichen Wesen, der Prophetie und vor allen Dingen nach der Erschaffenheit des Korans und der Freiheit des Menschen in seinem Handeln von zentraler Bedeutung gewesen.


    ...
    ...
    ...

    Ahmad Amin beurteilt die langfristige geschichtliche Entwicklung wie folgt: "Die Zurückweisung der Muʿtazila war das größte Unglück, das die Muslime traf. Sie haben damit ein Verbrechen gegen sich selbst verübt"
    Das hat nichts mit Glaube oder Unglaube zu tun.
    richtig...(das zählt vor Gott alleine und ist Privat)

    Der Verfasser macht es sich zu einfach, indem er in Gläubige und Ungläubige teilt.
    habe ich nirgends so verstanden... nur jetzt von dir?

    Die Ungläubigen, als die, die politische Interessen verfolgen und die Gläubigen auseinander dividieren.
    nein...

    der sagt nur das was seit Ewigkeit bekannt ist und als "Religionskriege" verbreitet wird... Nächten-(wie Bruder und Schwester)-lieben, Frieden wünschen, den Armen spenden...kann auch keine Kriege stiften...man muss auch nicht wie Pierre Vogel vor menge laut rufen um so religiöse pflichte zu erfüllen... die das tun folgen Politische Interesse um erst an die Mehrheit zu kommen und als wählbare Partei so zu werden...Religion=NULL

    die nicht religiöse klammern sich auch nur an das religiöse...Religion=NULL

    wir kleinen sind nur dazwischen und haben keine andere Wahl als das zu nehmen was uns aufgezwungen/gegeben wird...(Unabhängig von Glaube/Unglabe...)

    Frieden

  5. #5

    Registriert seit
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    2.572
    Zitat Zitat von Frieden Beitrag anzeigen
    Foren&Blogs wie zb. islam-deutschland.info benutzen islam als Werkzeug für eigene Ziele... um bestimmte Menschen mit "Islam&Muslim" zu gruppieren...wohin so was führen kann, das kann dir die Vergangenheit bestens erzählen...
    Ich habe nicht viel Lust auf deinen Beitrag einzugehen, ich hoffe um Nachsicht. Heute ist Samstag, für große Diskussionen fehlt mir die Motivation.

    Aber um die Sache mit dem Missbrauch aufzugreifen.

    Eine Sache zu missbrauchen bedeutet, es für einen anderen Zweck zu gebrauchen, als es eigentlich gedacht ist.

    Das geht bei Religionen nicht, da der Zweck einer Religionen nicht einheitlich definiert ist.
    Um jetzt den Koran als Beispiel zu nehmen: Jeder Mensch kann den Koran auf seine Weise auslegen. Das hat mit der unendlichen Komplexität des Lebens zu tun. Kein Buch kann alle Fälle des Lebens abdecken, ab irgendeinen Punkt entscheidet das Individuum selber was Richtig ist.

    Beispielsweise ist im Koran der Kampf im Falle eines Angriffes erlaubt. Was aber Angriff bedeutet wird nicht erläutert. Dementsprechend kann man alles Mögliche als einen Angriff interpretieren und sich das Recht zum Kampf nehmen. Wann ein Mensch sich angegriffen fühlt, hängt vom Menschen selber ab. Es gibt Menschen, die fühlen sich ständig bedroht und einem Angriff ausgesetzt.

    Deswegen kann man eine Religion nicht missbrauchen. Man kann eine Religion nur anderst handhaben als andere.

  6. #6

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    Zitat Zitat von Unabhängiges System Beitrag anzeigen
    Um jetzt den Koran als Beispiel zu nehmen: Jeder Mensch kann den Koran auf seine Weise auslegen. Das hat mit der unendlichen Komplexität des Lebens zu tun. Kein Buch kann alle Fälle des Lebens abdecken, ab irgendeinen Punkt entscheidet das Individuum selber was Richtig ist.
    ich stimme dir zu, nur etwas anders. Du hast Koran als gutes Beispiel gewählt:

    Sure 3:7
    "Er ist es, Der dir das Buch herabgesandt hat. Darin sind eindeutig klare Verse - sie sind die Grundlage des Buches - und andere, die verschieden zu deuten sind. Doch diejenigen, in deren Herzen (Neigung zur) Abkehr ist, folgen dem, was darin verschieden zu deuten ist, um Zwietracht herbeizuführen und Deutelei zu suchen, (indem sie) nach ihrer abwegigen Deutung trachten. Aber niemand kennt ihre Deutung außer Allah. Diejenigen aber, die ein tiefbegründetes Wissen haben, sagen: ""Wir glauben wahrlich daran. Alles ist von unserem Herrn."" Doch niemand bedenkt dies außer den Einsichtigen."
    Was aber Angriff bedeutet wird nicht erläutert.
    Angriff= zb. wegen der Glaube an einen Gott, aus Häuser vertreiben...(60:8,9...)

    Frieden

  7. #7
    Avatar von BlackJack

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    Menschen sind nunmal wie sie sind, mit all ihren "negativen" Eigenschaften, und auch wenn sie religiös sind und es nicht wahr haben wollen: die Religion ändert sie nicht wirklich oder macht sie gar zu "guten" Menschen. Religion wird also überbewertet, ist nutzlos und von daher ersatzlos zu streichen und als erfolgsloses Experiment zu verbuchen.

    :

  8. #8

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Menschen sind nunmal wie sie sind, mit all ihren "negativen" Eigenschaften, und auch wenn sie religiös sind und es nicht wahr haben wollen: die Religion ändert sie nicht wirklich oder macht sie gar zu "guten" Menschen. Religion wird also überbewertet, ist nutzlos und von daher ersatzlos zu streichen und als erfolgsloses Experiment zu verbuchen.
    :
    Verallgemeinerung im Namen des Netten Atheisten.... :

    meine Glaube an Gott und das Gefühl ständig beobachtet zu werden, so auch das meine Gerechte und Ungerechte taten gezählt werden, das hat mir immer bei Entscheidung was gutes gebracht und mich (zb.) nicht ins Gefängnis geleitet...

    Frieden

  9. #9
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Frieden Beitrag anzeigen




    Verallgemeinerung im Namen des Netten Atheisten.... :

    meine Glaube an Gott und das Gefühl ständig beobachtet zu werden, so auch das meine Gerechte und Ungerechte taten gezählt werden, das hat mir immer bei Entscheidung was gutes gebracht und mich (zb.) nicht ins Gefängnis geleitet...
    uff was für ein grauenvoller Gedanke, ständig das Gefühl zu haben beobachtet und bewertet zu werden, du bist offenbar bereits im (geistigen) Gefängniss ... aber es ist ganz leicht, befreie dich von diesem selbst auferlegten Joch, niemand braucht das. Ich habe es auch nicht und bin trotzdem nicht im Gefängnis, habe zwar meine Fehler aber die haben Gläubige auch, so what.

  10. #10
    Avatar von Vukovarac

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    uff was für ein grauenvoller Gedanke, ständig das Gefühl zu haben beobachtet und bewertet zu werden, du bist offenbar bereits im (geistigen) Gefängniss ... aber es ist ganz leicht, befreie dich von diesem selbst auferlegten Joch, niemand braucht das. Ich habe es auch nicht und bin trotzdem nicht im Gefängnis, habe zwar meine Fehler aber die haben Gläubige auch, so what.

    ....lass doch mal die gläubigen in ruh alter mann ........knöpf dir nur die vor die dich bekehren wollen....denen kannst du ruhig saures geben auch in meinem namen.......aber friede dem der friedliches tut........

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