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Religion tut nichts schlechtes!!!

Erstellt von DZEKO, 06.01.2010, 23:29 Uhr · 16 Antworten · 1.430 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DZEKO

    Registriert seit
    09.08.2009
    Beiträge
    55.010

    Religion tut nichts schlechtes!!!

    Religion tut nichts Schlechtes"

    Es ist der 17. Tag im Fastenmonat Ramadan - der 10. Oktober 2006, kurz vor 19 Uhr. Im Gebetsraum der Erfurter Moschee stellt das Team von LexiTV dem Erfurter Imam Abdullah Dündar seine Fragen.

    Lexi-Online: In Deutschland gibt es ungefähr drei Millionen Muslime. Nur viertausend davon leben in Thüringen. Das ist wenig. Woran liegt das? Ist dieses Bundesland so unattraktiv?

    Abdullah Dündar: Natürlich hat das wirtschaftliche Gründe: Wenn junge Einwanderer keine Arbeit finden, dann bleiben sie nicht lange hier. Sie gehen dorthin, wo ihre Bewerbungen um Arbeit erfolgreich sind.


    Die Menschen in Ihrer Gemeinde stammen aus ganz unterschiedlichen Kulturen. Wie kommt das zusammen?

    Ja, wir sind wirklich ein internationales muslimisches Zentrum. Unser Vorstand besteht aus zwölf Leuten, die zehn verschiedene Länder vertreten. Zu unseren Freitagsgebeten kommen Betende aus vielen Ländern. Unsere Sprache in Predigt und Unterricht ist Deutsch.



    Der Erfurter Imam Abdullah Dündar

    Ich stelle mir vor, dass junge Einwanderer von Ihnen auch Unterstützung erwarten. Welche Unterstützung können Sie geben?

    Wir reden mit ihnen: über Integration, über soziales Zusammenleben. Sie kennen hier niemanden - und kommen zu uns. Die erste Frage eines völlig Fremden ist: Wo liegt die Moschee? Dann sind sie hier. Egal, aus welchem Land. Auch wenn sie kein Wort Deutsch sprechen. Wir stellen dann Verbindungen her, zum Beispiel zu Leuten, die schon länger hier sind. Unterstützung in materieller Hinsicht, so weit sind wir noch nicht, nicht wie die (christliche) Kirche, oder der Staat.


    Ich denke, es ist viel, wenn man eine Gemeinschaft bieten kann. Hier hört man mitunter die Vermutung, dass sich vor allem jüngere Muslime als Migranten stärker der Religion zuwenden als sie es ursprünglich in der Heimat getan haben. Können Sie diese Vermutung bestätigen?

    Die Leute sind ja auch hierher gekommen wegen fehlender Arbeit, ... wegen der Sorgen zuhause. Dort haben sie oft kaum Zeit, ihre Religion richtig zu praktizieren. Es gibt dort meist keinerlei staatliche Unterstützung.



    Was hat das mit dem Glauben zu tun?

    Wenn man ein bisschen Zeit hat, ist manches einfacher. Es gibt gute Gläubige, es gibt schwache Gläubige. Und schwache Gläubige, die beten nicht, zum Beispiel, die fasten nicht, die können bestimmte Verpflichtungen eben nicht erfüllen. Sie sind zu beschäftigt, für Geld, für die Familie, die Kinder, Tag und Nacht. Hier ist es anders. Geld, für einen wissenden Gläubigen spielt es keine Rolle, ob er wenig oder viel hat. Dieser Mensch befasst sich auf jeden Fall mit seinem Glauben.


    Da kommt also jemand, der wenig über Religion weiß, nach Deutschland. Hier sind seine Grundbedürfnisse gedeckt, es gibt Sozialleistungen, und nun entdeckt er den Glauben?

    Hier in Erfurt leben rund tausend Muslime. Wo sind die? Zum Freitagsgebet kommen vielleicht hundertfünfzig Leute. Wo sind die anderen? Vielleicht knapp fünfzig Prozent arbeiten. Aber die meisten, sie haben ja keine Arbeit. Wo sind die? Es gibt viele Menschen, die haben keine Ahnung von der Religion. Egal, ob in Deutschland oder in der Heimat. Das hat mit Glauben zu tun, mit dem Wissen, nicht mit dem Ort. Wenn jemand hingegen ein wenig Wissen hat über Religion, aber in der Heimat keine Zeit, sich damit zu befassen, und wenn er hierher kommt, dann kann er mehr lesen, die Moschee besuchen, mehr am Unterricht teilnehmen - dann wird er versuchen, seinen Glauben zu praktizieren.



    Während Ihres Vortrags zum Tag der offenen Moschee (am 3. Oktober 2006, d. Red.) ist mir aufgefallen, dass Sie ziemlich viel gegen einige Medien hier einzuwenden haben. Stimmt das?

    Nun, es gibt Medien, die machen ihre Berichte neutral. Und solche, die bloß das Negative an uns sehen wollen.



    Islam-Infostand auf interkulturellen Tagen in Leipzig

    Sind nur die Medien schuld? Auch als Laien, die wir sind, befassen wir uns ja mit dem Islam. Als ich das getan habe, sind mir zwei Wörter besonders aufgefallen: das sind die Begriffe dar al islam und dar al harb (D. lacht). Mich interessiert, wie man diese Begriffe heute interpretiert, und welche Bedeutung Sie diesen Begriffen geben.

    Dar al islam heißt: Ort, wo Muslime leben und wo sie regieren. Das ist der Ort des Islam: politische Autonomie - und auch, wo Muslime das Sozialleben bestimmen. Dort ist dar al islam. Dar al harb ist, wo Menschen Feinde der Muslime sind, sie bekämpfen, das ist dar al harb. Das ist einfach: Wo gibt es Krieg zwischen Muslimen und Nichtmuslimen?


    Und wo befinden wir uns?

    Wir genießen hier Unterstützung. Die Leute hier schützen uns, dieses Land hat uns Möglichkeiten gegeben, dass wir hier leben können.



    Ich kenne ein drittes Wort: Dar al 'ahd ("Land des Vertrages", d. Red.).

    Das könnte stimmen. Wir haben einen Vertrag, wir haben es abgemacht mit diesem Land, dass wir hier leben dürfen. Wir können unsere Religion hier praktizieren. Es gibt keine Schwierigkeit vom Staat, es gibt keine... ja, ok, Kleinigkeiten lassen wir mal beiseite. Dar al 'ahd bedeutet also, miteinander einen Vertrag abzuschließen.


    Vertritt der Islam, als Religion, einen missionarischen Anspruch?

    Im Koran existiert ein Vers: "Es gibt keinen Zwang in der Religion." Als gläubige Muslime dürfen wir demnach die Nichtgläubigen nicht zwingen. Natürlich, jede Religion, jeder Christ, jeder Jude, versucht, seine Religion den Leuten beizubringen.



    Ich erinnere mich da an eine andere Sure: "Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind Freunde gegeneinander." (Sure 5, 51, d. Red.)

    Nein, das Wort ist nicht "Freund". Ich habe auch viele Freunde hier. Das Wort ist eher "Beschützer", "religiöser Beschützer". Auch der Prophet hat in seiner Zeit mit Juden und Christen zusammengelebt. Seine Nachbarn waren Juden, und sie haben immer guten Kontakt gehabt. Denn Muslimen konnte man immer vertrauen. Der Prophet war eine Vertrauensperson. Er tat nichts Schlechtes. Er hat seine Religion verkündet, mancher hat sich hinter ihn gestellt, mancher nicht. Selbst die aber haben mit ihm Handel getrieben.




    http://www.google.de/url?sa=t&source...E3aR_1SVRmJ2tA

  2. #2
    Absent
    Tako je .

  3. #3
    Lance Uppercut
    Ohne mir die Mühe zu machen den Text zu lesen kann ich sagen:
    Doch tut sie! Jede Religion

  4. #4
    Avatar von Allissa

    Registriert seit
    07.08.2009
    Beiträge
    44.232
    Wenn die Menschen sich an ihren Glauben halten würden, hätte es nie Kriege gegeben. Leider wurde und wird die Religion ausgenutzt für vieles schlechte...deswegen glaube ich an KEINE Religion...ich glaube an Gott !!

  5. #5

    Registriert seit
    07.12.2007
    Beiträge
    13.527
    so ein scheiß text deshalb gibs ja auch leute die sich in die luftsprengen und hundert unschuldige menschen auf der straße mit in den tod ziehen oder???!!

    deshalb gabs kreuzritter usw.

  6. #6
    Avatar von DZEKO

    Registriert seit
    09.08.2009
    Beiträge
    55.010
    ...

  7. #7
    Apache
    Zitat Zitat von Allissa Beitrag anzeigen
    Wenn die Menschen sich an ihren Glauben halten würden, hätte es nie Kriege gegeben. Leider wurde und wird die Religion ausgenutzt für vieles schlechte...deswegen glaube ich an KEINE Religion...ich glaube an Gott !!
    ausgenutzt oder benutzt, aber von wenigen menschen und niemals von der allgemeinheit.
    sowohl im koran stehen verse und briefe, von liebe, güte freundschaften.

    es gibt verse und briefe, die eine allgemein gültigkeit haben.
    und dann gibt es verse und briefe, die in einer bestimmten, und für diese zeit bestimmend, geschrieben wurden.

    oder verse und briefe, die für eine bestimmte situation geschrieben wurden.
    und wenn dann, bestimmte situation eintrifft, dann haben sie eine gültigkeit, ansonsten nicht.

    und das drehen und wenden menschen, wie sie es gerade brauchen.
    wenn menschen hungrig sind, werden sie böse und wenn sie satt sind, sind sie glücklich und zufrieden

    RELIGIONEN SIND NICHT BÖSARTIG, ES SIND DIE MENSCHEN, DIE BÖSARTIG WERDEN KÖNNEN

  8. #8
    All Eyez on Me
    Zitat Zitat von Allissa Beitrag anzeigen
    Wenn die Menschen sich an ihren Glauben halten würden, hätte es nie Kriege gegeben. Leider wurde und wird die Religion ausgenutzt für vieles schlechte...deswegen glaube ich an KEINE Religion...ich glaube an Gott !!

    Es wurden genug Kriege der Religionnen wegen geführt...

  9. #9
    Grasdackel
    Islam ist Frieden.

  10. #10
    Avatar von Furyc

    Registriert seit
    12.03.2008
    Beiträge
    18.580
    Wir könnten es auf einen simplen Zweizeiler herunterbrechen:

    Glaube = Friede
    Religion = Instrumentalisierung des Glaubens um ALLES zu rechtfertigen

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