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Rumänische Klöster

Erstellt von PokerFace, 10.05.2007, 22:25 Uhr · 3 Antworten · 1.132 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von PokerFace

    Registriert seit
    29.08.2006
    Beiträge
    4.163

    Rumänische Klöster

    Moldoviţa




    Moldoviţa wurde 1532 von Petru Rares gebaut, 1537 gemalt und ist für jene Zeit sehr wichtig. Das Kloster ist ein echtes Monument der feudalen Kunst Rumäniens, eine echte Festung, die zur Natur harmonisch paßt. Seine Außenmalereien sind besonders beeindruckend, suggestiv und glücklicherweise befinden sie sich in guter Zustand. Die persische Eroberung Konstantinopels ist auf der südlichen Außenseite der Kirche "Buna Vestire" gemalt und ist eine Szene, die man in der mittelalterlichen moldauischen Ikonographie finden kann. Im Museum des Klosters gibt es gravierte und mit populären Kunstmotiven gezierte Möbelstücke aus dem 16. Jahrhundert. Der Herrscherstuhl von Petru Rares hat eine 2m hohe Rückenlehne und ist eine Synthese der ornamentalen Kunst der Moldau des 16.Jahrhunderts. Religiöse Möbelstücke vom 17.Jahrhundert, Heiligenbilder, wertvolle Bücher, Stickereien, Schnitzereien, schmückende Keramik und der Preis "Pomme d'Or", der von der Internationalen Journalisten Föderation in Tourismus für die internationale Anerkennung der Klöster in der Nordmoldau verliehen wurde, sind noch im Museum ausgestellt.

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    Suceviţa



    Dieses Kloster ist in einer herrlichen Landschaft gelegen. Die eigentliche Kirche wird durch hohe Mauern mit wuchtigen Türmen und Wehrgängen geschützt. Zahlreiche Legenden werden von den Einwohnern über den Bau des Objektes erzählt. Die Wände sind übersät mit Hunderten von Fresken. Wichtige Themen sind an der Nordfront die "Himmelsleiter" sowie an der Südseite der "Lebensbaum". Dort sind zahlreiche Persönlichkeiten der Antike abgebildet, so z.B. Plato, Pythagoras und Aristoteles. "Lobgesang" und "Schleierung" sind weitere Bildkompositionen von Suceviţa.
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    Voroneţ


    (bild anklicken)


    Voroneţ ist ein Kloster, dass sich im schönen Dorf mit demselben Namen befindet, eines der vielen Klöster in der Bukowina, die für ihre Fresken sehr berühmt sind. Voroneţ wurde 1488 vom größten Fürst, der jemals in der Moldau herrschte, Stephan der Große, in einer Rekordzeit von drei Monaten und drei Wochen gebaut. Während der Herrschaft des Fürstes Petru Rares, der Sohn von Stephan der Große, wurden die Außenmauern gemalt. Voroneţ stellt eine neue Seite der byzantinischen Kunst dar. Die Künstler in der Gegend haben sie aber zum moldauischen Stil angepaßt, indem sie die Sanftheit und Wärme übernommen haben und statt Starrheit haben sie den warmen Humanismus, die Anmut und den Humor, der repräsentativ für die Gegend ist, benutzt. Die Kirche wurde "Skt.Gheorghe" gewidmet und ist 29,50m hoch und 7,70m breit. Man hat zugegeben, daß die Fresken auf den Außenmauern das wundervollste Ensemble von mittelalterlichen Malereien sind. Sanfte und natürliche Farben wurden auf einem dunklen und einzigartigen blauen Hintergrund gemischt. Diese unvergleichbare Farbe in der ganzen Welt heißt "Voroneţ blau" und kann im internationalen Kunstlexikon, neben "Veronese grün" und "Titian rot" gefunden werden. Die wichtigste Freske ist "Das Jüngste Gericht" und wurde auf die ganze westliche Mauer gemalt; deswegen nannte man das Monument "Die Sixtinische Kapelle des Osten". Die Szene, die die einfachste und meist dramatische Komposition ist, wurde in einem persönlichen moldauischen Stil gemalt, die Seelen die in den Himmel müssen, sind in moldauischen Tücher eingewickelt, während diejenigen, die in die Hölle müssen, Turbane der Türken, die Feinde Moldaus tragen. In den Malereien kann man auch andere moldauische Elemente betrachten. Die dramatische Szene der "Auferstehung" hat als Inspirationspunkt den Klang vom "bucium", ein nationales Instrument. Unter den Tieren, die bei dem Gericht teilnehmen und die die Stücke aus den von ihnen ausgerissenen Körpern zurückgeben müssen, kommt auch das Reh vor, aber es hat nichts zurückzugeben, denn in der rumänischen Folklore steht es für Unschuld.

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    Humor




    Das Kloster Humor, das erste gemalte Kloster mit Außenfresken, wurde 1530 vom Kanzler Toader Bubuiog und seiner Frau Anastasia gebaut. Erst später, in 1641 baute man noch einen Glockenturm und zwischen 1960 und 1972 wurde es ganz hergestellt. Humor wurde Außen bis zum Untergrund bemalt, deswegen schaut es wie eine Seite eines mit Miniaturen bedeckten Manusckripten aus. Eigentlich gibt es in Humor eine Tradition der Miniaturenkunst. Im 15. Jahrhundert gab es Miniaturmaler und Schönschreiber, die im Kloster arbeiteten. Derer wichtigste Kreation ist ein berühmtes Miniaturbild von Stephan dem Großen, das in einer schönen Gospel gemalt wurde. Die wundervolle Innenmalerei beeindruckt durch die bemerkenswerte Herrstellung. Diese Tatsache veranlasste die Spezialisten im Ausland diese Malereien mit denjenigen auf der Decke des Baptisteriums in Ravenna zu vergleichen. Der berühmte Historiker Paul Henry behauptete, daß die italienische Kunst nichts schöneres als unsere hätte; der Künstler scheint die byzantinische Tradition im tiefsten Sinn der Architektur, des Baptisteriums in Ravenna charakterisiert, wiedergefunden zu haben. Man unterscheidet unter den Außenmalereien, große Teile die äußerst schöne Gesichter und biblische Szenen auch "Die Belagerung Konstantinopols"(1453) wiedergeben, die von den Künstlern in der Moldau in einer einzigartigen Weise gemalt wurden. Der Haß für die Feinde war so groß, daß die Maler aus einem hoffnungsvollen Gefühl die Niederlage der Türken statt eines sicheren Sieges gemalt haben. Über dieser Malerei steht ein Gedicht, das von dem Patriarch Serghie von Konstantinopel geschrieben wurde und das der Jungfrau Maria gewidmet ist, die im Jahre 626, als die Perser die Stadt überfielen, die Stadt gerettet hat. Eine andere sehr große Freske stellt das Leben von Skt.Nicolae in 15 klaren und lebhaft gefärbten Szenen dar. Einige Malereien stellen die Familien der Begründer dar: Petru Rares und des Ratgebers Bubuiog. Im Kloster ist eine besonders wertvolle Sammlung von Heiligenbilder aus dem 10.Jahrhundert ausgestellt.

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    Arbore




    Die Kirche Arbore wurde 1502 vom Adligen Luca Arbore gebaut, Ratgeber und sehr guter Freund von Stephan dem Großen. Die Kirche, die aus unbearbeiteten Steinen gebaut ist, ist charakteristisch für die geistliche Architektur Moldaus in der Zeit von Stephan dem Großen. Im Unterschied zu anderen Kirchen, hat diese keine Türme und zeigt daß die Arbore Kirche als eine kleine Dorfkirche gebaut wurde.

    An der Westfront ist auf acht Tafeln die Erschaffung der Welt zu sehen. Diese sehr realistisch wirkenden Bilder sind von außerordentlicher künstlerischer Perfektion. Das Kircheninnere birgt zwei große Steinplatten in sich, die ausgemeißelt wurden und zum Anrühren und Mischen der Farben für die Bemalung dienten.


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    Putna



    Im Inneren gibt es ein berühmtes Museum, eines der wertvollsten Museen der byzantinischen Kunst und Tradition in der Welt. Dort kann man Epitaphe, Stickereien, Manuskripte, die in Gold, Silber oder Leder bezogen sind und geschnitzte Gegenstände finden.

    Jedes Jahr, am 2. Juli, gehen Leute auf Pilgerfahrt zum Grab von Stephan dem Großen, der in Putna begraben ist. Er wurde 1992 von der Rumänischen Versammlung der Orthodoxen Kirche kanonisiert.

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    Agapia




    Es ist das größte Nonnenkloster Europas und das erste von Nicolae Grigorescu ausgemalte Kloster.

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    Neamţ



    Im Kloster Neamţ war früher eine Schule für Kalligrafie untergebracht

  2. #2
    cro_Kralj_Zvonimir
    Schöne Klöster aber so einen Baustyl habe ich noch nie gesehen wirklich schön das ist wohl typischer rumänischer Baustil oder?

  3. #3
    Avatar von PokerFace

    Registriert seit
    29.08.2006
    Beiträge
    4.163
    Wird wohl so sein. Da kenn ich mich nicht so gut aus. Später gibts noch einen Thread über die Holzkirchen in der Maramureş.

  4. #4
    Avatar von Südslawe

    Registriert seit
    19.02.2007
    Beiträge
    21.089
    Sehr schöne, alte Bauten.

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