BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 1 von 70 123451151 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 691

Sammelthread Homosexualität auf dem Balkan

Erstellt von Krajisnik, 07.04.2005, 15:28 Uhr · 690 Antworten · 20.565 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Krajisnik

    Registriert seit
    26.01.2005
    Beiträge
    1.446

    Sammelthread Homosexualität auf dem Balkan

    Ihre einzige Disco muss von der Polizei beschützt werden: Von westeuropäischen Verhältnissen können Schwule und Lesben in Belgrad nur träumen.
    An der ersten Belgrader Gay Pride im Juni 2001 nahmen nur einige Dutzend Personen Teil. Noch bevor der Umzug richtig starten konnte, wurde er von einer Horde organisierter Hooligans angegriffen. Chaos brach aus, es gab Verletzte. Ein Aufschrei ging damals durch die internationale schwul-lesbische Gemeinde. Wie steht es heute, dreieinhalb Jahre später, um die Situation von Schwulen und Lesben in Serbien?

    Nicht viel besser als damals - dies ist jedenfalls die Meinung von Boris Milicevic. Der Dreissigjährige muss es wissen, er ist einer der wenigen serbischen Aktivisten der Szene. Milicevic bedauert, dass nicht gleich 2002 eine zweite Pride durchgeführt worden sei. Damals war Zoran Djindjic noch Premierminister. Milicevic erklärt, dass Djindjic von der «moderat nationalistischen» Demokratischen Partei die Einsicht gehabt hätte, dass ein Anlass wie die Pride nicht zuletzt für die internationale Reputation Serbiens von Nutzen gewesen wäre. Djindjic wurde im März 2003 aus dem Hinterhalt erschossen. Seine Regierung war gegenüber den Anliegen der schwul-lesbischen Gemeinschaft offener gewesen als die nachfolgende Regierung von Boris Tadic. 2004 nun war wieder eine Pride geplant. Die Polizei hätte zum Schutz vor Angreifern aufgeboten werden können, aber die Angst, dass sie sich - wie schon früher - bei einem Angriff passiv verhalten würde, war zu gross, und das Vorhaben wurde schliesslich fallen gelassen.

    Doppelleben ist die Regel

    Milos ist zusammen mit seiner Schwester und den Eltern auf dem Hof der Grosseltern in einer Kleinstadt nördlich der Hauptstadt Belgrad aufgewachsen. Der 28-Jährige ist schwul, er hat ausschliesslich sexuelle Kontakte mit Männern. Trotzdem weiss niemand aus seiner Umgebung, dass er Männer Frauen vorzieht, weder die Eltern noch der Onkel, bei dem er in Belgrad lebt, noch seine Kommilitonen an der Universität. Milos hat keine feste Beziehung. Seine Liebhaber findet er in der Regel im Chat einer serbischen schwul-lesbischen Webseite. Die Hälfte der Männer, die er zu einem Abenteuer trifft, sei verheiratet oder mit einer Freundin liiert, sagt er, und sie hätten in aller Regel auch kein Problem mit ihrem Doppelleben. Dieses Leben, das Milos und seine Partner führen, ist die Regel und nicht die Ausnahme, sogar in Belgrad, der pulsierenden Metropole mit offiziell 1,6 Millionen EinwohnerInnen. Diese versteckt gelebte Homosexualität erinnert vage an Zustände, wie sie westlich des Eisernen Vorhangs vor der sexuellen Revolution der Norm entsprachen. Eine Revolution, die auch das Selbstverständnis von Schwulen und Lesben stärkte. Auf der anderen Seite des Vorhangs hingegen herrschten andere Vorzeichen.

    Schwule und Lesben sehen sich ganz allgemein in Ost- und Südosteuropa einer ausserordentlich stark patriarchal geprägten Gesellschaft gegenüber, in der die konservative, meist traditionell orthodoxe Kirche eine zentrale Rolle spielt. Homosexualität wird in einem solchen Umfeld tabuisiert. In Serbien ist die Situation noch um einiges komplexer. Während in andern Staaten Ost- und Südosteuropas die politischen, ökonomischen und sozialen Veränderungen die Gesellschaft schon Anfang der neunziger Jahre umkrempelten, verlor Serbien in seiner Entwicklung wichtige Zeit an einen blutigen Bürgerkrieg.

    Milos hat weder in den verschiedenen Kriegen Angehörige verloren, noch war er selber zum Militärdienst eingezogen worden. Trotzdem spricht er von einem Gefühl der Lähmung und Depression, das das Land während der neunziger Jahre fest im Griff hatte. Damals sei es darum gegangen, wie die Familie überlebe, darum, dass etwas auf den Tisch komme - und nicht um sexuelle Orientierung. Vor diesem Hintergrund sei verständlich, dass die Emanzipation der Schwulen und Lesben in Serbien um Jahre zurückgeworfen wurde.

    Junger Gay-Aktivismus

    Die erste serbische Gay-Organisation, Arkadija, wurde 1990 gegründet. Erst als 1994 der Artikel 110 im Strafgesetzbuch, der homosexuelle Kontakte zwischen männlichen Partnern auch bei gegenseitigem Einverständnis verboten hatte, gestrichen wurde, konnte Arkadija legal agieren. In den späten neunziger Jahren lancierten Gay-AktivistInnen eine Kampagne gegen Homophobie. Ein weiterer Meilenstein der schwul-lesbischen Emanzipation war ein Kulturfestival, das im Jahr 2000 durchgeführt wurde. Es war das erste Mal, dass sich eine grössere Anzahl schwuler oder lesbischer Menschen an einem öffentlichen Ort zusammenfanden und so eine sichtbare Gruppe bildeten. Heute agieren in Serbien drei Organisationen, die über eine Infrastruktur verfügen, die von ausländischen Gruppen mitfinanziert wird. Das sind Gayten (Novi Sad), Labris (Organisation von Frauen) und New Age Rainbow.

    Der Aufmarsch der Hooligans an der Pride 2001, denen notabene ein Geistlicher vorangeschritten war, ist nur einer von zahlreichen Übergriffen auf Schwule und Lesben. Der Aktivist Boris Milicevic ist auch Veranstalter von Gay-Partys, die alle zwei Wochen im Can-Can-Klub stattfinden. Der grosse Klub ist dann jeweils voll mit meist jungen Schwulen und Lesben, die ausgelassen tanzen, lachen, trinken - ein Klub wie jeder andere, wie es scheint. Erst auf den zweiten Blick sieht man die Gruppe von Polizisten, die diskret im Eingangsbereich stehen. Der Veranstalter hat sie aufgeboten. Diese Vorsichtsmassnahme sei sinnvoll, bekräftigt Milicevic, denn die Homophobie in Serbien sei gross und tätliche Angriffe auf Schwule und Lesben häufig. Es gebe eine hohe Dunkelziffer von Opfern, die aus Angst vor den Tätern von einer Anzeige absehen. In Serbien existiert zwar ein Informationsgesetz, das unter anderem Schwule und Lesben ausdrücklich vor Diskriminierung schützen soll und Hassreden verbietet, trotzdem hat die Homophobie in den letzten Jahren eher zu- als abgenommen.

    Die Provinz erreichen

    Im Moment wird in Serbien an einer neuen Verfassung gearbeitet. Wer genau daran schreibt und wie weit der Entwurf gediehen ist - und vor allem die Frage nach einem Diskriminierungsartikel -, vermag niemand konkret zu beantworten. Denn es gibt nur etwa dreissig schwule oder lesbische AktivistInnen in Serbien. Vielen von ihnen fehlt es an politischer Erfahrung. Hier könnten ausländische Gruppen einspringen, indem sie etwa Seminare zu Lobbying, Communitybuilding oder Fundraising anböten. Vor allem die Schaffung einer sichtbaren Community scheint ein zentrales Anliegen zu sein. Die serbischen AktivistInnen wünschen sich kulturelle Events wie Ausstellungen, Lesungen, Theater- und Filmfestivals oder auch Podiumsdiskussionen. Ausländische Hilfe, in welcher Form auch immer, darf aber nicht, wie so oft, an den Bedürfnissen der Betroffenen vorbeiorganisiert werden. Die Frage muss beispielsweise gelöst werden, wie Schwule und Lesben in der Provinz erreicht werden können. Denn noch heute kommt es vor, dass sich ein Dreissigjähriger bei einer Gay-Organisation meldet, der noch nie einen anderen Schwulen getroffen hat.

    www.gay-serbia.com ist eine Webseite, die über das schwul-lesbische Leben in Serbien informiert. Hier finden Interessierte Hinweise zu Organisationen, aber auch die Adresse des einzigen Gay-Klubs im Zentrum von Belgrad.

    Die Seite bietet ausserdem Links zu andern Organisationen aus Ländern Ost- und Südosteuropas.



    http://www.woz.ch/artikel/2005/nr14/leben/11644.html

    Also ich mag keine Schwulen und Lesben.

  2. #2

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    965
    Bin genau der selben Meinung. Dieser Junge braucht ein Jahr Militärdienst wo ihm seine schwulheit ausgeprü.. em ich meine ausgetrieben wird

  3. #3
    diese schwuchteln braucht doch keiner

    jo die sollten in den bund da würde ihm das vergehn.

  4. #4

    Registriert seit
    18.07.2004
    Beiträge
    9.182
    Das ist nix neues. In anderen Ländern auch nicht anders. Schwuchteln und Lesben sind nun mal Randgruppen.

  5. #5
    Vuk

    Registriert seit
    26.03.2005
    Beiträge
    1.007
    Homosexualität ist eine abartige peversion. Dem darf man nicht Tür und Tor öffnen, sonst werden sie immer mehr und nehmen immer mehr raum im öffentlichen leben in anspruch. In Köln und Berlin hat der CSD (= Internationale Parade von Schwulen,Lesben,Bisexuellen und Trasnnsexuellen) seine spuren hinterlassen, Berlin ist ein schwullesbisches Mekka und Köln ist zu einem Homosexuellen Ghetto verkommen. Homosexualität ist nicht akzeptierbar, genausowenig wie sex mit tieren, inzest, pädophilie usw.!

  6. #6
    gut, dass wir derselben meinung sind

    tod den schwuchteln

  7. #7

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    9.454
    [web:15e311cfec]http://www.gay-serbia.com/press/2005/05-04-09-puzeci-i-otvoreni-antisenitizam-u-srbiji/index.jsp?aid=1793[/web:15e311cfec]




    Serbien braucht mehr Schwule...dann wird dieses Volk auch friedlicher

  8. #8
    Avatar von yellena

    Registriert seit
    02.03.2005
    Beiträge
    942
    Zitat Zitat von Vuk
    Homosexualität ist eine abartige peversion. Dem darf man nicht Tür und Tor öffnen, sonst werden sie immer mehr und nehmen immer mehr raum im öffentlichen leben in anspruch. In Köln und Berlin hat der CSD (= Internationale Parade von Schwulen,Lesben,Bisexuellen und Trasnnsexuellen) seine spuren hinterlassen, Berlin ist ein schwullesbisches Mekka und Köln ist zu einem Homosexuellen Ghetto verkommen. Homosexualität ist nicht akzeptierbar, genausowenig wie sex mit tieren, inzest, pädophilie usw.!
    Homosexualität mit Pädophilie gleichzusetzen ist schon extrem finde ich. Du kannst das doch gar nicht miteinander vergleichen, bei homosexuelen Beziehungen treffen zwei "gleichwertige" Partner aufeinander, die den selben Wunsch der sexuellen Befriedigung haben. Ich kann mir zwar nicht vorstellen was sie daran so toll finden, aber trotzdem ist es mir egal was sie treiben. Mich belästigen sie damit nicht. Warum sollen sie nicht das Recht haben ihre Sexualität so auszuleben, wie sie es sich wünschen?

    Ich sehe auch diese Gay-Paraden nicht als "Zur Schaustellung" ihrer Vorlieben, es steckt doch was ganz anderes dahinter. Diese Menschen wollen Akzeptanz seitens der Gesellschaft! Und in Serbien ist das auch noch viel schwieriger, was auch der Artikel deutlich aufzeigt.

    Ich habe eine Freundin die lesbisch ist. Ich kenne das Mädchen schon seit dem Kindergartenalter, und schon damals hat sie sich wie ein Junge verhalten, heute sieht sie auch noch dementsprechend aus. Aber sie als "krank" zu bezeichnen würde mir im Traume nicht einfallen, wie sie lebt ist einzig und allein ihre Entscheidung. Wenn ich sowas toleriere heißt das noch lange nicht dass ich es gut heiße.

  9. #9
    Avatar von BalkanSurfer

    Registriert seit
    04.09.2004
    Beiträge
    3.018
    was einige nicht schnallen: je weniger man sie akzeptiert, desto mehr fördert man diese angebliche zur schau stellung, weil sie mehr um ihre anerkennung kämpfen.

  10. #10
    klar ich kenne auch nen pedarko

    nur solange er mich in ruhe lässt akzeptier ich das auch

    aber bitteschön nicht halbnackt und "serbische gaynozid" auf plakaten durch beograd laufen. das muss nich sein :P

Seite 1 von 70 123451151 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Balkan Gay Pride Sammelthread
    Von mustache im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 95
    Letzter Beitrag: 08.06.2012, 22:32
  2. Sammelthread - Kirchen am Balkan
    Von mk1krv1 im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 28.04.2012, 21:56
  3. Balkan E-Books Sammelthread
    Von PokerFace im Forum Geschichte und Kultur
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 26.09.2010, 17:13
  4. [Sammelthread] Balkan-Ligen 09/10
    Von Subasic im Forum Sport
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 07.07.2009, 14:47