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Scharia oder Scharia light? Eine gefährliche Wahl!

Erstellt von Agnostiker, 02.11.2011, 22:49 Uhr · 19 Antworten · 1.777 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Гуштер

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    Interessantes Bild im Artikel, wo sind die Frauen ohne Kupftuch die es unter Gaddafi zuhauf gab?

    Bitte volle Scharia für "Libyen"!

  2. #12

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    Zitat Zitat von Гуштер Beitrag anzeigen
    Interessantes Bild im Artikel, wo sind die Frauen ohne Kupftuch die es unter Gaddafi zuhauf gab?
    die passen vielleicht nicht ins Bild des Artikels...

  3. #13

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    Zitat Zitat von Agnostiker Beitrag anzeigen
    Sie fand nicht wegen, sondern trotz des Islam statt. Vor und während des Aufstandes riefen religiöse Gelehrte in Ägypten, Bahrain, Libyen, Syrien und Marokko die eigene Bevölkerung auf, sich an den Demonstrationen nicht zu beteiligen, weil diese unislamisch seien und zu einer Spaltung des Landes führen könnten. Auch oppositionelle Islamisten wie die Muslimbrüder blieben zunächst auf Distanz – bis klar wurde, dass die Tage des Diktators gezählt waren.
    Diese Moslems sind ja raffinierte Kameraden.

  4. #14

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    Zitat Zitat von Agnostiker Beitrag anzeigen
    Scharia oder Scharia light? Eine gefährliche Wahl! Autor: Hamed Abdel-Samad|

    Eine Religion hat noch nie die Demokratie befördert. Deshalb ist es eine Chance für Liberale, wenn Islamisten nach den Wahlen Verantwortung übernehmen – und scheitern.
    Hat die Nato den Weg für die Scharia in Libyen frei gebombt? Hat der Gemüsehändler Bouazizi sich selbst verbrannt, damit die Islamisten in seinem Heimatland Tunesien die Macht ergreifen? Sind Millionen Ägypter auf die Straße gegangen, damit am Ende die Militärs und die Muslimbrüder die Macht teilen? Ist der arabische Traum von Freiheit und Demokratie nun ausgeträumt? Man könnte alle vier Fragen mit Ja beantworten. Doch die Lage ist vielschichtiger und viel komplizierter als das.
    Foto: picture alliance / abaca/AA Für Frauen könnte durch die Einführung der Scharia in Nordafrika eine Form der Unterdrückung gegen eine andere ausgetauscht werden
    Was wir in Nordafrika erleben, ist die natürliche Entwicklung in postrevolutionären Zeiten. Zunächst brechen die Krankheiten der Gesellschaft aus, die unter der Diktatur Jahrzehnte versteckt waren. Die einen sehnen sich nach den Zeiten der Despotie, wo alles angeblich berechenbarer war, die anderen klammern sich ungeduldig an die erste Alternative, die sich herauskristallisiert. Und da in den drei Ländern nicht viele Optionen zur Wahl stehen, schwanken die Menschen nun zwischen Scharia und Scharia light.
    Die einen wollen die islamische Gesetzgebung in die demokratischen Strukturen integrieren, die anderen wollen, dass die Scharia von Anfang an das Maß aller Dinge wird. In beiden Fällen ist die Scharia ein trojanisches Pferd, das den gesamten Erneuerungsprozess zum Erliegen bringen und diese Länder Jahrhunderte zurückwerfen könnte.

    Der Islam und die Demokratie

    Ist der Islam mit Demokratie überhaupt vereinbar? Ein klares Nein. Im Zuge der Euphorie über den Ausbruch der arabischen Revolution interpretierten viele die Befreiungsbewegung voreilig als ein Zeichen dafür, dass sich Islam und Demokratie nicht ausschließen. Doch diese Beobachter wissen scheinbar wenig über das Wesen des Islam und das Wesen dieser Revolution.
    Sie fand nicht wegen, sondern trotz des Islam statt. Vor und während des Aufstandes riefen religiöse Gelehrte in Ägypten, Bahrain, Libyen, Syrien und Marokko die eigene Bevölkerung auf, sich an den Demonstrationen nicht zu beteiligen, weil diese unislamisch seien und zu einer Spaltung des Landes führen könnten. Auch oppositionelle Islamisten wie die Muslimbrüder blieben zunächst auf Distanz – bis klar wurde, dass die Tage des Diktators gezählt waren.

    Foto: picture alliance / dpa/dpa-Zentralbild Hamed Abdel-Samad Erst dann zeigten sie sich und versuchten, die Bewegung für sich zu vereinnahmen. Um die Sympathie der jungen Menschen zu gewinnen, reden sie sogar neuerdings von Demokratie. Demokratie aber wurde nie aus dem Mutterleib einer Religion geboren, sondern musste sich fast immer auch gegen die religiösen Autoritäten durchsetzen. Der Vatikan hat sich nicht demokratisiert und hat die Demokratiebewegung nicht angeführt, sondern er wurde durch die Aufklärung entmachtet.
    In den meisten islamisch geprägten Gesellschaften gibt es diese Skepsis gegenüber der Religion noch nicht. Viele Araber sagen, die Religion sei ein Teil der Lösung in diesen Gesellschaften. Ich sage, die Religion ist ein Teil des Problems.
    Der Islam ist aus einem einfachen Grund nicht demokratiefähig, weil er davon ausgeht, dass Gott der Gesetzgeber ist und seine Gesetze nicht verhandelbar sind. Hier kommt es zu einer Gleichsetzung von Gesetz und Moral. Die Demokratie dagegen sieht den Menschen als Gesetzgeber und räumt ihm alle Freiheiten ein, solange andere davon keinen Schaden erleiden.

    Kein Konsens über die Gewährleistung individueller Freiheiten

    Der Islam muss aber auch nicht demokratiekompatibel gemacht werden, um eine Demokratie in einem islamischen Land möglich zu machen. Es reicht, wenn man den historischen Kontext des Korans versteht und die Texte dadurch relativiert. So weit sind viele in der arabischen Welt aber noch nicht. Und diejenigen, die zu dieser Erkenntnis gelangt sind, scheuen den Kampf.
    Die meisten wollen zwar Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und freie Wahlen. Doch über die Gewährleistung der individuellen Freiheit scheiden sich die Geister. Mit dem ägyptischen Präsidentschaftskandidaten und früheren Anführer der Muslimbruderschaft, Abd al-Munem Abu Futuh, sprach ich vor einigen Monaten in Kairo.
    Er lehnte die Idee eines Gottesstaats ab mit der Begründung, dass kein Mensch im Namen Gottes sprechen darf. Er will nicht das iranische, sondern das türkische Modell: eine Demokratie, die die islamische Tradition und die ägyptische Partikularität berücksichtige, wie er sagt. Deshalb würde er als Präsident keine „zügellose Freiheiten“ zulassen, die gegen den Islam verstoßen. Keine Demokratie sei überlebensfähig, wenn sie die kulturellen Besonderheiten des Landes außer Acht ließe, meint Abu Futuh.
    Ähnlich argumentiert der Chef der tunesischen Partei der islamischen Renaissance, Ennahda, Rachid al-Ghannouchi. Anders denken die streng religiösen Salafisten, die mit kräftigen Spenden aus Saudi-Arabien versuchen, die arabische Welt in Scharia-Staaten zu verwandeln.
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    Übergangsrat will Gesetze auf Basis der Scharia



    Auch der siegreiche Chef des Übergangsrats in Libyen, Mustafa Abd al-Dschalil, will nicht abwarten, bis ein gewähltes Parlament die Verfassung des Landes niederschreibt, und legt sich fest, dass der Koran künftig die Verfassung des Landes sein wird.

    Nur Scharia könne nun für Recht und Ordnung sorgen

    Libyen hat scheinbar keine andere Wahl, als sich auf die Scharia zu berufen, denn dort gab es bis zum Sturz Gaddafis weder eine Verfassung noch politische Institutionen, die die Konturen des neuen Staates bilden könnten. Und so bleibt es den neuen Machthabern nun, entweder die Verfassung eines europäischen Landes zu kopieren oder sich auf eine Gesetzgebung zu berufen, die bei der Mehrheit Akzeptanz findet. Die Scharia könne nun für Recht und Ordnung sorgen, glaubt Abd al-Dschalil.
    Er begreift nicht, dass er dadurch eine Form der Unterdrückung gegen eine andere austauscht. Ein Problem ist auch, dass in Libyen eine Generation ans Ruder kommt, die nichts als Kämpfen gelernt hat: junge Islamisten, die noch nie einen Job hatten, dafür ein Maschinengewehr. Menschen, die in ihrem Leben nichts anderes gelernt haben, als zu töten, können sehr schwer in einen politischen Prozess integriert werden. Sie üben nun Druck auf den Übergangsrat aus, scheinbar mit Erfolg.
    Und die Nato? Was kann die Nato überhaupt noch in Libyen anrichten? Man ließ sich auf eine Allianz mit dem Übergangsrat ein, ohne die Spielregeln für die Zeit nach Gaddafi mitzubestimmen. Libyen hat viel Erdöl und ist nicht auf Kooperation mit dem Westen angewiesen. Wenn die Europäer mürrisch werden, können die Libyer problemlos mit Chinesen und Russen ihre Geschäfte machen.
    Anders ist die Situation in Tunesien und Ägypten. Da beide Staaten auf Tourismus und ausländische Investition angewiesen sind, können sie sich keine Isolation leisten. Deshalb geben sich die Islamisten in Kairo und Tunis moderat und betonen, dass sie nicht die Einführung der Scharia-Gesetze, sondern nur der Scharia-Prinzipien anstreben, also: Gerechtigkeit, Solidarität und Bewahrung der Schöpfung.

    Demokratiespiel ist eine Falle für die Islamisten

    Dies tun sie aus purem Pragmatismus, denn sie wissen, dass die Erwartungen der jungen Tunesier und Ägypter enorm sind. Sie wollen Arbeitsplätze und Wohlstand und keine leeren Versprechen. Und so befinden sich die Islamisten in einem Dilemma: Lösen sie sich von ihren kämpferischen Parolen und stürzen sie sich in die Tagespolitik, so müssen sie Kompromisse schließen und werden bald für die Massen entmystifiziert.
    Beharren sie auf der islamischen Gesetzgebung, sprich Alkohol- und Zinsverbot, so werden sie die Touristen und Investoren verschrecken und Millionen von Arbeitsplätzen vernichten. Deshalb ist das Demokratiespiel eine Falle, in die die Islamisten tappen könnten.
    Aus diesem Grund finde ich es besser, wenn die Islamisten jetzt bei den Wahlen gewinnen und politische und wirtschaftliche Verantwortung übernehmen, damit die Massen endlich begreifen, dass Politik im Namen Gottes keine Flüsse von Milch und Honig hervorbringen kann. Viel schlimmer wäre, wenn die Liberalen gewinnen und an den großen Herausforderungen scheitern. Auf den Trümmern eines gescheiterten Experiments könnten die Islamisten ihre Projekte am besten aufbauen.







    Quelle:Nordafrika: Scharia oder Scharia light? Eine gefährliche Wahl! - Nachrichten Debatte - Kommentare - WELT ONLINE
    och ne nicht noch ein möchtegern jude ich frag mich mittlerweile was ihr im balkanforum zu suchen habt oder tut ihr nur so als seit ihr israelis?

  5. #15

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    13.681
    Zitat Zitat von Abdülhey Beitrag anzeigen
    och ne nicht noch ein möchtegern jude ich frag mich mittlerweile was ihr im balkanforum zu suchen habt oder tut ihr nur so als seit ihr israelis?
    Wenn der Ivo2 als Chef des Forums ihn hier lässt,dann hast du dein Maul zu halten,türke.
    Was hast du hier zu suchen?

  6. #16
    Avatar von GOJIM

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    5.604
    jede andere form von "demokratie" ist der westlichen vorzuziehen.

  7. #17
    Avatar von Kuq-e-zi

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    Zitat Zitat von Robert Beitrag anzeigen
    Wenn der Ivo2 als Chef des Forums ihn hier lässt,dann hast du dein Maul zu halten,türke.
    Was hast du hier zu suchen?
    Ich frage mich ehrlich gesagt auch eher woher die ganzen Türken im Forum kommen.

  8. #18

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    ob Türke oder Israelis wir sind doch alle Multi-Kulti und auch bei BF willkommen.... ich frage mich was dieser Nationalismus hier soll...?

    Zitat Zitat von Kuq-e-zi Beitrag anzeigen
    Ich frage mich ehrlich gesagt auch eher woher die ganzen Türken im Forum kommen.
    die Osmanen sind schon längst da gewesen....und auch hier bei BF, wer weißt vielleicht bist Du auch einer...

  9. #19
    Avatar von Agnostiker

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    Zitat Zitat von Abdülhey Beitrag anzeigen
    och ne nicht noch ein möchtegern jude ich frag mich mittlerweile was ihr im balkanforum zu suchen habt oder tut ihr nur so als seit ihr israelis?

    och ne nicht noch ein Antisemit,ich bin ein Mischling.

  10. #20
    Avatar von ProudEagle

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    Zitat Zitat von GOJIM Beitrag anzeigen
    jede andere form von "demokratie" ist der westlichen vorzuziehen.
    Es gibt keine einheitliche westliche demokratie.

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