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„Schwerster Angriff seit dem Holocaust“

Erstellt von AlbaJews, 12.07.2012, 20:55 Uhr · 102 Antworten · 5.782 Aufrufe

  1. #71

    Registriert seit
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    Beiträge
    4.579
    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Ich denke nicht, dass eine Beschneidung als Körperverletzung durchgehen kann, weil dadurch ja die "Funktionsfähigkeit" nicht eingeschränkt wird. Ein beschnittener Penis kann alles, was ein unbeschnittener auch kann, und angeblich ja manches sogar noch besser. Und es ist auch keine Körperverletzung im Sinne einer Ohrfeige, weil es ja nicht darum geht, dem Kind Schmerzen zuzufügen.
    Schade nur, dass die Funktionsfähigkeit keine Rolle spielt. Per Definition ist jede Veränderung des Normalzustandes des Körpers (um es mal nicht in Fachchinesisch auszudrücken) eine Körperverletzung. Auf Schmerzen kommt es ebenfalls nicht an.

  2. #72
    Avatar von BlackJack

    Registriert seit
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    Beiträge
    65.457
    Zitat Zitat von ChaosInvocation Beitrag anzeigen
    Schade nur, dass die Funktionsfähigkeit keine Rolle spielt. Per Definition ist jede Veränderung des Normalzustandes des Körpers (um es mal nicht in Fachchinesisch auszudrücken) eine Körperverletzung. Auf Schmerzen kommt es ebenfalls nicht an.
    Sind Schmisse auch, werden vermutlich trotzdem mit Stolz getragen ...





  3. #73
    Sonny
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Bei allem Verständnis für religiöse Bräuche, aber eine solche Entwertung des Begriffes Holocaust ist einfach nur daneben.
    Und dafür hast du 12 Danke gekriegt man

    Und ich kipp um, such n lustiges Bild und krieg höchstens 2-3

  4. #74
    Avatar von Allissa

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von -Troy- Beitrag anzeigen
    Bist du schwul geworden?
    Zitat Zitat von -Troy- Beitrag anzeigen
    Also ja...
    also nein.....das kann ich dir versichern

  5. #75
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    Du versuchst diese Beschneidungen irgendwie zu rechtfertigen, schon im letzten Thread....hat man so das Gefühl?
    Wenn das eigene Kind eine Ohrfeige kassiert, so ist das in D schon strafbar. Wieso sollte es anders sein wenn einen schwerwiegenderen Eingriff wie die Beschneidung vornehmen lässt?

    Und den Chirurgen möchte ich sehen der einem Kleinkind die Ohren anlegt!

    Das einzige was man sich fragen könnte, ist wieso das Gesetzt jetzt erst kommt und die Beschneidung nicht immer schon verboten gewesen ist....
    Es ist gang und gebe und die Quellen dazu habe ich geliefert. Google dich mal durch die entsprechenden Foren und die homepages der Kliniken- ab dem fünften Lebensjahr hat kein Mensch ein Problem mit.
    von der homepage einer Klinik:

    Durch eine Operation lässt sich der Ohrknorpel neu formen und das Ohr anlegen. Der Eingriff kann in jedem Alter vorgenommen werden. Die Ohrmuschel des Menschen hat bereits im Alter von sechs Jahren 70% ihrer endgültigen Größe erreicht. Bei Kindern kann daher, auch aus psychischen Gründen, der Eingriff vor Schuleintritt bzw. spätestens aber zum zehnten Lebensjahr erfolgen, ohne dass Wachstumsbeeinträchtigungen zu befürchten sind.
    In Variationen ist das die übliche Angabe.

    Auch zu den Risiken gibt es entsprechende Seiten, a la "Hilfe, meinem Kind fällt ein Ohr ab" u.ä., hatte aber keine Lust, das mit dem entsprechende Foto zu posten.

    Natürlich rechtfertige ich Beschneidungen- sie sind seit Jahrtausenden Kern religiöser kultur, und, wie gesagt, wenn eine Gesellschaft kein Problem mit ästhetischen Operationen an Kleinkindern hat, und körperliche Attraktivität einen wesentlich schwerwiegenderen Eingriff als das Wegschneiden eines Häutchens aus religiösen Gründen rechtfertigt, ja, dann sehe ich tatsächlich ein hohes Maß an Heuchelei.
    Denn in beiden Fällen entscheiden letztendlich die Eltern aus ihrer eigenen Erfahrung und Weltsicht, was sie für ihr Kind für wichtig halten, und was nicht.

  6. #76
    Ferdydurke
    Zur Ohrfeige. Ohrfeigen sind eine erniedrigende Strafe, die im Rahmen der Erziehung eingesetzt wird, um den Willen von Kindern zu brechen, deshalb sind sie verboten, und deshalb macht das Verbot Sinn. Die zugehörigkeit zu einer religiösen Gemeinschaft - auch wenn das viele hier nicht gerne so sehen - ist in erster Linie ein Vorteil für das Kind, mal abgesehen von abgeschotteten Sekten, weil es einerseits Sinngebung bedeutet und andererseits Stabilität und Kontinuität im Lebensverlauf. Nicht jeder mag das so sehen, besonders in unserer Gesellschaft, wo man das Gefühl hat, ganz gut ohne auszukommen. Biographiestudien zu religiös aufwachsenden Menschen in totalitären Diktaturen oder zur Resilienz zeigen jedoch die stärken religiös gefestigter Weltbilder auf. In dieser Diskussion geht es eigentlich darum, ob Eltern das Recht haben, Kinder religiös zu erziehen, und das ist ein absoluter Schwachsinn, denn alle Eltern geben ihre Weltanschauung an Kinder weiter, weil es einfach keine andere Möglichkeit gibt. Niemandem ist es möglich, sein Kind in einem Vakuum großzuziehen, aus dem heraus es sich mit 18 dann umschaut und das "Richtige" für sich selber wählt- und wenn Eltern dies täten, wäre es wahrscheinlich das schlimmere Verbrechen am Kind, weil es der Abschied von jeglicher familiärer Werteerziehung wäre und ein Schritt zur totalen Institutionalisierung von Werten.

  7. #77

    Registriert seit
    11.07.2011
    Beiträge
    1.340
    Zitat Zitat von Kiqa Beitrag anzeigen
    esehr interessant, es geht um beschneidung, und der Rabi trifft den nagel auf den Kopf..

    Ähm er triffts finde ich gar nicht... deutlich besser die Frau Hübsch.

    Sie erwähnt auch richtigerweise das sich die Ärzte und Forschung da bisher eben noch nicht einig sind ob es denn so große Nachteile gibt bzw. ob Vor- oder Nachteile überwiegen.

    Vielleicht hätte man hier dies besser klären sollen und die verschiedenen Untersuchungsergebnisse zusammen führen und dann mal beurteilen bevor man sowas beschließt.

  8. #78
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von meraklija Beitrag anzeigen
    Ähm er triffts finde ich gar nicht... deutlich besser die Frau Hübsch.

    Sie erwähnt auch richtigerweise das sich die Ärzte und Forschung da bisher eben noch nicht einig sind ob es denn so große Nachteile gibt bzw. ob Vor- oder Nachteile überwiegen.

    Vielleicht hätte man hier dies besser klären sollen und die verschiedenen Untersuchungsergebnisse zusammen führen und dann mal beurteilen bevor man sowas beschließt.
    Vielleicht hätte man auch mal mit den Urologen kommunizieren sollen, die solche OPs durchführen, und Rücksprache mit dem jüdischen und muslimischen Verbänden halten sollen...

    Ein Riesenprobem ist doch die Bevormundung, die hier stattfindet, und gleichzeitig hat das ganze so einen voyeuristischen Aspekt- plötzlich schauen 80.000.000 Deutsche auf jüdische und muslimische Penisse... Hier werden ja nicht nur religiöse gefühle verletzt, hier wird ja völlig übers ziel hinausgeschossen.

    Erinnert mich an ein Interview mit einer beschnittenen Frau, die sich gegen beschneidungen einsetzte, sie fühlte sich irgendwann von den Fragen der Interviewerin zu ihrer Vagina so bedrängt das sie die Diskussion abschnitt mit "Dramatisieren Sie nicht, ich lebe mein sexuelles Leben." Selbst bei dieser sehr viel eindeutigeren Situation ist es den europäischen Verbündeten Journalisten nicht gelungen, einer Frau gegenüber, die auf derselben Seite steht, die in einer derartig intimen Dikskussion notwendige Distanz und den Respekt aufrechtzuerhalten. Wenn es aber nicht um Respekt geht- worum dann?
    Es gehört doch einiges Feingefühl dazu, zu unterscheiden wann ein eurozentrierter Kampf um Emanzipation und Menschenrechte umschlägt in ein postkolonialistisches Bevormundungsgebaren. Eine körperliche Veränderung ist auch ein Zeichen für Identität, und die wird immer von den Eltern geprägt, in welcher Form auch immer. Jetzt entscheidet der deutsche Staat, dass dieser zentrale (!)Teil jüdischer und muslimischer Identität falsch ist und gegen Kinderrrechte verstößt - es gibt überhaupt keine Möglichkeit, dass Juden und Muslime beschämt den Kopf senken, sagen :" Ja ist schon so, ihr habt voll recht, danke das ihr uns die Augen geöffnet habt, voll scheiße, was wir da seit Jahrtausenden machen, wir lassen das jetzt einfach und alles ist gut, O.k.?" und mich wundert, dass soviele ernsthaft in Betrachtung zu ziehen, dass ein derartiger Verzicht auf identität einfach akzeptiert wird - oder die gesetzliche Forderung danach richtig oder realistisch ist.
    Ansonsten müßte man sich fragen, wo die denn sind, die schwertraumatisierten Beschnittenen...

  9. #79
    Avatar von BlackJack

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    65.457
    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Zur Ohrfeige. Ohrfeigen sind eine erniedrigende Strafe, die im Rahmen der Erziehung eingesetzt wird, um den Willen von Kindern zu brechen, deshalb sind sie verboten, und deshalb macht das Verbot Sinn. Die zugehörigkeit zu einer religiösen Gemeinschaft - auch wenn das viele hier nicht gerne so sehen - ist in erster Linie ein Vorteil für das Kind, mal abgesehen von abgeschotteten Sekten, weil es einerseits Sinngebung bedeutet und andererseits Stabilität und Kontinuität im Lebensverlauf. Nicht jeder mag das so sehen, besonders in unserer Gesellschaft, wo man das Gefühl hat, ganz gut ohne auszukommen. Biographiestudien zu religiös aufwachsenden Menschen in totalitären Diktaturen oder zur Resilienz zeigen jedoch die stärken religiös gefestigter Weltbilder auf.
    Das hatten wir schonmal, das stimmt so einfach nicht *grmbl* warum versuchst du den Schmarrn wieder unterzujubeln?

    In dieser Diskussion geht es eigentlich darum, ob Eltern das Recht haben, Kinder religiös zu erziehen, und das ist ein absoluter Schwachsinn, denn alle Eltern geben ihre Weltanschauung an Kinder weiter, weil es einfach keine andere Möglichkeit gibt. Niemandem ist es möglich, sein Kind in einem Vakuum großzuziehen, aus dem heraus es sich mit 18 dann umschaut und das "Richtige" für sich selber wählt- und wenn Eltern dies täten, wäre es wahrscheinlich das schlimmere Verbrechen am Kind, weil es der Abschied von jeglicher familiärer Werteerziehung wäre und ein Schritt zur totalen Institutionalisierung von Werten.
    du dramatisierst unnötig ... es entsteht kein Vakuum nur weil man ein Kind nicht mehr beschneiden würde

  10. #80
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Das hatten wir schonmal, das stimmt so einfach nicht *grmbl* warum versuchst du den Schmarrn wieder unterzujubeln?


    du dramatisierst unnötig ... es entsteht kein Vakuum nur weil man ein Kinde nicht mehr beschneiden würde
    Ja, das ist doch das ganze Problem, das die Beschneidung aus dem ganzen weltanschaulichen Rahmen herausgelöst wird- bei den Juden ist die Beschneidung Teil eines Komplexes von Namensgebung und Eintritt in den Bund mit Gott, und wenn man den Juden sagt- pfft- bindet den Babys halt Freundschaftsbänder um stattdessen, geht doch genausogut, dann heißt das tatsächlich das ein Ritual, das den Kern des Glaubens bildet, zur Körperverletzung umgedeutet wird, und die Folge wäre ein Vakuum. Zumindest aus spiritueller Sicht. Welche gesellschaftlichen Folgen das hat, ist sicherlich untersucht worden- schließlich gibt es ja genügend Systeme, die dieses Vakuum für sich zu nutzen wussten- den Stalinismus, der Faschismus, der Maosimus...

    Der Schmarrn ist durch Biografieforschung belegt. Natürlich auchgeben Atheistische Eltern ihren Kindern eine wichtige Orientierung im Leben, es gibt da keinen Unterschied in der Qualität der Erziehung. Es ist nur hochproblematisch, wenn man unterschiedliche Arten der Orientierung gegeneinander ausspielt, in dem Sinne- religiös-spirituell böser Hokuspokus, macht Kinder krank, aufgeklärt-materialistisch- gut, gesetzlich legitimiert. Das kann einfach nicht funktionieren, weil Eltern ja das weitergeben, weas sie für richtig halten, wenn man sie zwingt, etwas für ihr Leben Fundamentales aufzugeben, oder als falsch anzusehen- wie sollen sie dann erziehen? Das meine ich mit Vakuum. Es gibt wenige Ausnahmefälle, wo das tatsächlich legitimiert ist, aber dann muss man die Kinder eigentlich aus den Familien rausnehmen.

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