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Srpsko-albansko prijateljstvo

Erstellt von Laleh, 02.04.2009, 23:20 Uhr · 134 Antworten · 9.653 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von Aviator

    Registriert seit
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    5.950
    Ich war 6 Monate auf Montage in Linz in einem Textilkonzern und da arbeiten viele Kosovoalbaner.

    Obwohl Sie sofort wussten woher ich komme (naja nad schwierig bei meinem Namen)waren Sie alle sehr freundlich und hilfsbereit.

    Da ich in der Zeit unter der Woche im Arbeiterhotel schlief wo auch viele Kosovoalbaner waren, luden Sie mich oft zu Ihnen ein.

    Folgendes hab ich bemerkt. Hatt der Albaner nur noch eine Tasse Kaffee zu Hause bietet er diese dir an auch wenn er Wasser trinken muss.

    Auch haben Sie alle versucht serbisch zu reden wenn auch etwas bruchhaft.

    Der eine war sogar gelernter Frisör und hat mir die Haare geschnitten .

    Als ich im Geld dafür geben wollte, war er sofort beleidigt.

    Auch legen Sie grossen Wert auf Ihr Äusseres. Der eine junge Typ war in der Fabrik immer mit zerfetzten Hosen unterwegs, aber wenn er sich zum Weggehen vorbereitet war er wie aus dem Ei gepellt. Nur Markensachen an ihm

    Also ich war einer unter mindestens 15 in dieser Unterbringung (Familienangehörige nicht mitgerechnet) und hab mich echt pudelwohl gefühlt.

    Also ist somit Freundschaft sehr wohl möglich mann muss halt nur wollen. Gilt für beide Seiten

  2. #72

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    17.122
    Letztens war ich mit ein paar Kosovo-Albanern, Kroaten und Afrikanern (zusammengefasst) draußen, rumhängen und kicken... wir wollten uns danach nen Döner holen, aber da bemerkte ich, dass ich meinen Geldbeutel vergessen hatte... als ich das meldete, fragten die Albaner sofort ob ich was haben will... die haben sich praktisch drum gerissen mir was zu leihen... ich hab denen dann gesagt, dass ich es ihnen nachher zu Hause zurückgebe, aber da haben sie gelacht und gesagt: Behalt's mein Freund, wir sind spendabel...
    Also ich muss echt sagen, hilfsbereit und freundlich, wirklich klasse. Privat gefallen mir die Albaner echt sehr gut, solange das Politische außen vor bleibt.

  3. #73
    Oro
    Avatar von Oro

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    1.969
    Zitat Zitat von Opoja_Pz Beitrag anzeigen
    Meinst du mit Metochien vielleicht die republik Kosovo und genauer in der Region Rrafshi Dukagjinit ???
    Nein Südserbien.

  4. #74
    Avatar von Gugi

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    9.254
    Zitat Zitat von Jasenko Beitrag anzeigen
    Außerdem wurde der Begriff "Barbaren" von der bayrischstämmigen Bevölkerung geprägt.

    Bayern-Barbaria-Barbaren

    Ich weiß zwar nicht von wem du das hast, aber das stimmt nicht :wink:

    Der Begriff "Barbare/Barbaren/Barbar" wurde von den antiken Griechen und Indern geprägt :wink:

    Bei den Griechen waren "Barbaren" alle diejenigen, die kein oder schlecht Griechisch sprechen können (übersetzung wäre in etwa "Stammler / Stotterer" ) :wink:

    Ums etwas einfacher für dich zu machen hier der Wiki link :wink:

    Barbar ? Wikipedia


    NIX IS MIT BAYERN :wink:

  5. #75

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    Beiträge
    8.629
    ich muss sagen diesen text zu übersetzen ist etwas schwieriger als ich dachte

    aber ich werde wort halten, übersetzung folgt!!

  6. #76

    Registriert seit
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    Beiträge
    8.629
    es hat etwas gedauert, dafür möchte ich mich auch entschuldigen, aber nun habe ich die übersetzung des textes:


    Die serbisch-albanische Beziehung ist eine freundschaftliche Verbindung zwischen zwei benachbarten balkanischen Völkern, welche sich durch die Geschichte in höherem oder niedrigerem Maße präsentiert hat. Am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat sich diese Beziehung in vielerlei Hinsicht durch den serbisch-albanischen Konflikt um Kosovo und Metochien verschlechtert.

    Gemeinsame Nationalhelden und Vorfahren


    Skanderbeg

    Es gibt sowohl bei den Serben als auch bei den Albanern Volkssagen über eine gemeinsame Herkunft oder zumindest über gemeinsame Vorfahren. Bekannt sind Sagen über einige montenegrinische und arbanasische[1] Stämme, die gewissermaßen demselben Geschlecht entsprießen, oder vielmehr direkte Nachfahren von Geschwistern sind. So sind etwa die albanischen Krasnic' (Krasniqi) und die montenegrinischen Vasojevic' der Sage nach zwei Stämme, deren Ahnen blutsverwandt, genauer Brüder waren.
    Einer von den gemeinsamen Volkshelden, die sowohl in den serbischen als auch in den albanischen epischen Dichtungen besungen werden, ist Georg Kastriota, genannt Skanderbeg, ein gefeierter Krieger aus dem 15. Jahrhundert, der gegen die osmanischen Eroberer kämpfte.


    Die montenegrinisch-albanische Beziehung


    Marko Miljanov


    Marko Miljanov (1833-1901), nationaler Schriftsteller, Feldherr und Herzog aus dem Stamm der Kuci, schilderte in seinen Stücken die Sitten und Bräuche der Montenegriner und Arbanasen, ihr Zusammenleben und ihre Freundschaft zueinander. Im Buch „Das Leben und die Bräuche der Arbanasen“ schrieb Miljanov über zwei serbische Nationalhelden, Rako Djuric und Ilija Turov, oder auch Ili-Kuc, wie jener in den arbanischen Volksliedern genannt wurde. Sein Gesamtwerk ist dem Wunsch gewidmet, das Verständnis zwischen den beiden benachbarten Völkern zu verbessern. Über die Arbanasen hat Marko Miljanov nur das Beste zu erzählen gehabt, indem er sagte:
    „Niemand ist über die Arbanasen mehr zufrieden, niemand weniger verbittert!“


    Der erste Weltkrieg



    Rückzug der serbischen Armee im Oktober 1915

    Den Rückzug der dezimierten serbischen Armee durch Albanien während des ersten Weltkriegs –
    welcher in die Geschichte als das albanische Golgatha eingegangen ist – ermöglichte der treue serbische Verbündete Essad Pascha Toptani, der meinte, niemand dürfe das serbische Heer angreifen, und wer es doch tue, würde eine Sünde begehen. Essad Pascha wurde später auf einem Heeresfriedhof in Paris begraben, Seite an Seite mit serbischen Soldaten, und noch heute kann man inmitten von tausenden Kreuzen diesen einen Halbmond finden.


    Der zweite Weltkrieg

    Boro und Ramiz



    Boro Vukmirovic und Ramiz Sadiku, zwei nationale Helden des ehemaligen Jugoslawien
    Während der Kämpfe um die Befreiung des jugoslawischen Volkes im zweiten Weltkrieg (von 1941 bis 1945) gab es zahlreiche Belege für die gemeinsame, serbisch-albanische Abwehr gegen die faschistischen Besatzer. Ein legendäres Beispiel dieses Kampfes stellen die beiden Volkshelden Boro Vukmirovic und Ramiz Sadiku dar, die im April 1943 auf dem Weg von Djakovica nach Prizren gefangen genommen, von den Faschisten gefoltert und anschließend hingerichtet wurden, hingerichtet in gemeinsamer Umarmung, da sie sich nicht von einander trennen wollten. Boro und Ramiz symbolisieren die Brüderlichkeit der Serben und Albaner im Kosovo. Nach dem Krieg wurde ihnen posthum ein Abzeichen verliehen, in Prishtina ist eine große Sporthalle nach den beiden Volkshelden benannt, außerdem wurden sie in vielen Gedichten geehrt.

    Wir entstammen demselben Himmel
    Sind zwei Blätter vom selben Ast
    Zwei Steine aus dem gleichen Fluss
    Der reinen Bistrica[2]
    Zwei Körper des gleichen Blutes
    Das reine Blut der Dukadjin[3]
    Wir sind Finger derselben Hand
    Eine Schwalbe sind wir
    Ich bin ihr rechter Flügel
    Und du der Linke
    Meine Augen, deine Wimpern
    Deine Falte, meine Stirn
    Sie reden von den Wegen in die Zukunft
    Sie reden von den Wegen in die Freiheit
    Man erschoss uns
    Wir fielen von derselben Kugel
    Denn was bin ich ohne dich
    Was der eine Flügel
    Ohne den Anderen.
    (Adem Gajtani (Autor),„Boro und Ramiz“)

    Enver Hodza (1908 – 1985) hat im Jahr 1941 durch Mithilfe von jugoslawischen Kommunisten die Kommunistische Partei Albaniens (später umbenannt in: Albanische Arbeiterpartei) gegründet und wurde ihr Anführer. Während des zweiten Weltkriegs führte er außerdem den Befreiungskampf in Albanien an. Seine Volksbefreiungsarmee übernahm 1944 die Macht im Land. Nach der Resolution des Informbüro[4] im Jahr 1948 kam es zur Trennung der albanischen von den jugoslawischen Kommunisten, denn Enver Hodza blieb Stalin treu.


    SFRJ (Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien)

    Die offizielle Politik der SFRJ propagierte die Brüderlichkeit, Einigkeit und Ebenbürtigkeit aller Menschen und Völker. Indessen kam es im Kosovo in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer Serie von Protesten und ethnischen Konflikten. Dennoch gab es zu dieser Zeit aufrichtige Freundschaften zwischen Serben und Albanern. Werke albanischer Dichter wurden ins Serbokroatische übersetzt, und genauso gab es eine Vielzahl an Bands, in denen albanische und serbische Musiker Seite an Seite miteinander spielten.


    Die Gegenwart



    „Es lebe die serbisch-albanische Freundschaft“, Graffiti in Pancevo

    In der heutigen Zeit häufen sich eher die Konflikte und Feindschaften, denn die Freundschaften zwischen Serben und Albanern. Trotzdem gibt es weiterhin Menschen und Organisationen, die das Ziel verfolgen, vergangene, freundschaftliche Verhältnisse wieder zu beleben und zu erhalten.
    Zwischen 1994 und 2000 hat Omer Karabeg in der Sendung „Most“[5] des Radios „Freies Europa“ eine fortlaufende Sendereihe zum serbisch-albanischen Dialog geführt.
    Nach den gewalttätigen Unruhen in Kosovo und Metochien am 17. März 2004, wurden von Nenad Zivkovic[6] an dem Gebäude des Gemeinderats in Pancevo in den Morgenstunden des 18. die Graffitis: „Es lebe die serbisch-albanische Freundschaft“ und „Wir geben unsere Albaner nicht auf, Vojvodjani[7]“ angebracht, welche einen Sturm an Reaktionen nach sich zogen.
    In diesen Tagen der Gewalttaten und Herrschaftslosigkeit im Kosovo, war die Internet-Seite des TV- und Radiosenders B92 einer der raren Plätze des serbisch-albanischen Dialogs.


    [1] Arbanasen: Albanische Ahnen
    [2] Fluss in Südalbanien
    [3] Name eines Geschlechts von albanischen Landesfürsten
    [4] Wegen der Abweichung vom Kommunismus Russlands, wurde Jugoslawien im Juni 1948 aus dem Informbüro ausgeschlossen.
    [5] Zu Deutsch: Brücke
    [6] Chefredakteur einer Wochenzeitung in Pancevo
    [7] Menschen aus der Region Vojvodina (Das gerade die Vojvodiner angesprochen wurden, hat mit politischen Hintergründen aus Tito-Zeiten zu tun)

  7. #77
    pejoni_ch
    Zitat Zitat von puella Beitrag anzeigen
    es hat etwas gedauert, dafür möchte ich mich auch entschuldigen, aber nun habe ich die übersetzung des textes:


    Die serbisch-albanische Beziehung ist eine freundschaftliche Verbindung zwischen zwei benachbarten balkanischen Völkern, welche sich durch die Geschichte in höherem oder niedrigerem Maße präsentiert hat. Am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat sich diese Beziehung in vielerlei Hinsicht durch den serbisch-albanischen Konflikt um Kosovo und Metochien verschlechtert.

    Gemeinsame Nationalhelden und Vorfahren


    Skanderbeg

    Es gibt sowohl bei den Serben als auch bei den Albanern Volkssagen über eine gemeinsame Herkunft oder zumindest über gemeinsame Vorfahren. Bekannt sind Sagen über einige montenegrinische und arbanasische[1] Stämme, die gewissermaßen demselben Geschlecht entsprießen, oder vielmehr direkte Nachfahren von Geschwistern sind. So sind etwa die albanischen Krasnic' (Krasniqi) und die montenegrinischen Vasojevic' der Sage nach zwei Stämme, deren Ahnen blutsverwandt, genauer Brüder waren.
    Einer von den gemeinsamen Volkshelden, die sowohl in den serbischen als auch in den albanischen epischen Dichtungen besungen werden, ist Georg Kastriota, genannt Skanderbeg, ein gefeierter Krieger aus dem 15. Jahrhundert, der gegen die osmanischen Eroberer kämpfte.


    Die montenegrinisch-albanische Beziehung


    Marko Miljanov


    Marko Miljanov (1833-1901), nationaler Schriftsteller, Feldherr und Herzog aus dem Stamm der Kuci, schilderte in seinen Stücken die Sitten und Bräuche der Montenegriner und Arbanasen, ihr Zusammenleben und ihre Freundschaft zueinander. Im Buch „Das Leben und die Bräuche der Arbanasen“ schrieb Miljanov über zwei serbische Nationalhelden, Rako Djuric und Ilija Turov, oder auch Ili-Kuc, wie jener in den arbanischen Volksliedern genannt wurde. Sein Gesamtwerk ist dem Wunsch gewidmet, das Verständnis zwischen den beiden benachbarten Völkern zu verbessern. Über die Arbanasen hat Marko Miljanov nur das Beste zu erzählen gehabt, indem er sagte:
    „Niemand ist über die Arbanasen mehr zufrieden, niemand weniger verbittert!“


    Der erste Weltkrieg



    Rückzug der serbischen Armee im Oktober 1915

    Den Rückzug der dezimierten serbischen Armee durch Albanien während des ersten Weltkriegs –
    welcher in die Geschichte als das albanische Golgatha eingegangen ist – ermöglichte der treue serbische Verbündete Essad Pascha Toptani, der meinte, niemand dürfe das serbische Heer angreifen, und wer es doch tue, würde eine Sünde begehen. Essad Pascha wurde später auf einem Heeresfriedhof in Paris begraben, Seite an Seite mit serbischen Soldaten, und noch heute kann man inmitten von tausenden Kreuzen diesen einen Halbmond finden.


    Der zweite Weltkrieg

    Boro und Ramiz



    Boro Vukmirovic und Ramiz Sadiku, zwei nationale Helden des ehemaligen Jugoslawien
    Während der Kämpfe um die Befreiung des jugoslawischen Volkes im zweiten Weltkrieg (von 1941 bis 1945) gab es zahlreiche Belege für die gemeinsame, serbisch-albanische Abwehr gegen die faschistischen Besatzer. Ein legendäres Beispiel dieses Kampfes stellen die beiden Volkshelden Boro Vukmirovic und Ramiz Sadiku dar, die im April 1943 auf dem Weg von Djakovica nach Prizren gefangen genommen, von den Faschisten gefoltert und anschließend hingerichtet wurden, hingerichtet in gemeinsamer Umarmung, da sie sich nicht von einander trennen wollten. Boro und Ramiz symbolisieren die Brüderlichkeit der Serben und Albaner im Kosovo. Nach dem Krieg wurde ihnen posthum ein Abzeichen verliehen, in Prishtina ist eine große Sporthalle nach den beiden Volkshelden benannt, außerdem wurden sie in vielen Gedichten geehrt.

    Wir entstammen demselben Himmel
    Sind zwei Blätter vom selben Ast
    Zwei Steine aus dem gleichen Fluss
    Der reinen Bistrica[2]
    Zwei Körper des gleichen Blutes
    Das reine Blut der Dukadjin[3]
    Wir sind Finger derselben Hand
    Eine Schwalbe sind wir
    Ich bin ihr rechter Flügel
    Und du der Linke
    Meine Augen, deine Wimpern
    Deine Falte, meine Stirn
    Sie reden von den Wegen in die Zukunft
    Sie reden von den Wegen in die Freiheit
    Man erschoss uns
    Wir fielen von derselben Kugel
    Denn was bin ich ohne dich
    Was der eine Flügel
    Ohne den Anderen.
    (Adem Gajtani (Autor),„Boro und Ramiz“)

    Enver Hodza (1908 – 1985) hat im Jahr 1941 durch Mithilfe von jugoslawischen Kommunisten die Kommunistische Partei Albaniens (später umbenannt in: Albanische Arbeiterpartei) gegründet und wurde ihr Anführer. Während des zweiten Weltkriegs führte er außerdem den Befreiungskampf in Albanien an. Seine Volksbefreiungsarmee übernahm 1944 die Macht im Land. Nach der Resolution des Informbüro[4] im Jahr 1948 kam es zur Trennung der albanischen von den jugoslawischen Kommunisten, denn Enver Hodza blieb Stalin treu.


    SFRJ (Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien)

    Die offizielle Politik der SFRJ propagierte die Brüderlichkeit, Einigkeit und Ebenbürtigkeit aller Menschen und Völker. Indessen kam es im Kosovo in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer Serie von Protesten und ethnischen Konflikten. Dennoch gab es zu dieser Zeit aufrichtige Freundschaften zwischen Serben und Albanern. Werke albanischer Dichter wurden ins Serbokroatische übersetzt, und genauso gab es eine Vielzahl an Bands, in denen albanische und serbische Musiker Seite an Seite miteinander spielten.


    Die Gegenwart



    „Es lebe die serbisch-albanische Freundschaft“, Graffiti in Pancevo

    In der heutigen Zeit häufen sich eher die Konflikte und Feindschaften, denn die Freundschaften zwischen Serben und Albanern. Trotzdem gibt es weiterhin Menschen und Organisationen, die das Ziel verfolgen, vergangene, freundschaftliche Verhältnisse wieder zu beleben und zu erhalten.
    Zwischen 1994 und 2000 hat Omer Karabeg in der Sendung „Most“[5] des Radios „Freies Europa“ eine fortlaufende Sendereihe zum serbisch-albanischen Dialog geführt.
    Nach den gewalttätigen Unruhen in Kosovo und Metochien am 17. März 2004, wurden von Nenad Zivkovic[6] an dem Gebäude des Gemeinderats in Pancevo in den Morgenstunden des 18. die Graffitis: „Es lebe die serbisch-albanische Freundschaft“ und „Wir geben unsere Albaner nicht auf, Vojvodjani[7]“ angebracht, welche einen Sturm an Reaktionen nach sich zogen.
    In diesen Tagen der Gewalttaten und Herrschaftslosigkeit im Kosovo, war die Internet-Seite des TV- und Radiosenders B92 einer der raren Plätze des serbisch-albanischen Dialogs.


    [1] Arbanasen: Albanische Ahnen
    [2] Fluss in Südalbanien
    [3] Name eines Geschlechts von albanischen Landesfürsten
    [4] Wegen der Abweichung vom Kommunismus Russlands, wurde Jugoslawien im Juni 1948 aus dem Informbüro ausgeschlossen.
    [5] Zu Deutsch: Brücke
    [6] Chefredakteur einer Wochenzeitung in Pancevo
    [7] Menschen aus der Region Vojvodina (Das gerade die Vojvodiner angesprochen wurden, hat mit politischen Hintergründen aus Tito-Zeiten zu tun)
    Höhöö ich gehöre zum Stamm Krasniqi

  8. #78

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    Zitat Zitat von puella Beitrag anzeigen
    es hat etwas gedauert, dafür möchte ich mich auch entschuldigen, aber nun habe ich die übersetzung des textes:


    Die serbisch-albanische Beziehung ist eine freundschaftliche Verbindung zwischen zwei benachbarten balkanischen Völkern, welche sich durch die Geschichte in höherem oder niedrigerem Maße präsentiert hat. Am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat sich diese Beziehung in vielerlei Hinsicht durch den serbisch-albanischen Konflikt um Kosovo und Metochien verschlechtert.

    Gemeinsame Nationalhelden und Vorfahren


    Skanderbeg

    Es gibt sowohl bei den Serben als auch bei den Albanern Volkssagen über eine gemeinsame Herkunft oder zumindest über gemeinsame Vorfahren. Bekannt sind Sagen über einige montenegrinische und arbanasische[1] Stämme, die gewissermaßen demselben Geschlecht entsprießen, oder vielmehr direkte Nachfahren von Geschwistern sind. So sind etwa die albanischen Krasnic' (Krasniqi) und die montenegrinischen Vasojevic' der Sage nach zwei Stämme, deren Ahnen blutsverwandt, genauer Brüder waren.
    Einer von den gemeinsamen Volkshelden, die sowohl in den serbischen als auch in den albanischen epischen Dichtungen besungen werden, ist Georg Kastriota, genannt Skanderbeg, ein gefeierter Krieger aus dem 15. Jahrhundert, der gegen die osmanischen Eroberer kämpfte.


    Die montenegrinisch-albanische Beziehung


    Marko Miljanov


    Marko Miljanov (1833-1901), nationaler Schriftsteller, Feldherr und Herzog aus dem Stamm der Kuci, schilderte in seinen Stücken die Sitten und Bräuche der Montenegriner und Arbanasen, ihr Zusammenleben und ihre Freundschaft zueinander. Im Buch „Das Leben und die Bräuche der Arbanasen“ schrieb Miljanov über zwei serbische Nationalhelden, Rako Djuric und Ilija Turov, oder auch Ili-Kuc, wie jener in den arbanischen Volksliedern genannt wurde. Sein Gesamtwerk ist dem Wunsch gewidmet, das Verständnis zwischen den beiden benachbarten Völkern zu verbessern. Über die Arbanasen hat Marko Miljanov nur das Beste zu erzählen gehabt, indem er sagte:
    „Niemand ist über die Arbanasen mehr zufrieden, niemand weniger verbittert!“


    Der erste Weltkrieg



    Rückzug der serbischen Armee im Oktober 1915

    Den Rückzug der dezimierten serbischen Armee durch Albanien während des ersten Weltkriegs –
    welcher in die Geschichte als das albanische Golgatha eingegangen ist – ermöglichte der treue serbische Verbündete Essad Pascha Toptani, der meinte, niemand dürfe das serbische Heer angreifen, und wer es doch tue, würde eine Sünde begehen. Essad Pascha wurde später auf einem Heeresfriedhof in Paris begraben, Seite an Seite mit serbischen Soldaten, und noch heute kann man inmitten von tausenden Kreuzen diesen einen Halbmond finden.


    Der zweite Weltkrieg

    Boro und Ramiz



    Boro Vukmirovic und Ramiz Sadiku, zwei nationale Helden des ehemaligen Jugoslawien
    Während der Kämpfe um die Befreiung des jugoslawischen Volkes im zweiten Weltkrieg (von 1941 bis 1945) gab es zahlreiche Belege für die gemeinsame, serbisch-albanische Abwehr gegen die faschistischen Besatzer. Ein legendäres Beispiel dieses Kampfes stellen die beiden Volkshelden Boro Vukmirovic und Ramiz Sadiku dar, die im April 1943 auf dem Weg von Djakovica nach Prizren gefangen genommen, von den Faschisten gefoltert und anschließend hingerichtet wurden, hingerichtet in gemeinsamer Umarmung, da sie sich nicht von einander trennen wollten. Boro und Ramiz symbolisieren die Brüderlichkeit der Serben und Albaner im Kosovo. Nach dem Krieg wurde ihnen posthum ein Abzeichen verliehen, in Prishtina ist eine große Sporthalle nach den beiden Volkshelden benannt, außerdem wurden sie in vielen Gedichten geehrt.

    Wir entstammen demselben Himmel
    Sind zwei Blätter vom selben Ast
    Zwei Steine aus dem gleichen Fluss
    Der reinen Bistrica[2]
    Zwei Körper des gleichen Blutes
    Das reine Blut der Dukadjin[3]
    Wir sind Finger derselben Hand
    Eine Schwalbe sind wir
    Ich bin ihr rechter Flügel
    Und du der Linke
    Meine Augen, deine Wimpern
    Deine Falte, meine Stirn
    Sie reden von den Wegen in die Zukunft
    Sie reden von den Wegen in die Freiheit
    Man erschoss uns
    Wir fielen von derselben Kugel
    Denn was bin ich ohne dich
    Was der eine Flügel
    Ohne den Anderen.
    (Adem Gajtani (Autor),„Boro und Ramiz“)

    Enver Hodza (1908 – 1985) hat im Jahr 1941 durch Mithilfe von jugoslawischen Kommunisten die Kommunistische Partei Albaniens (später umbenannt in: Albanische Arbeiterpartei) gegründet und wurde ihr Anführer. Während des zweiten Weltkriegs führte er außerdem den Befreiungskampf in Albanien an. Seine Volksbefreiungsarmee übernahm 1944 die Macht im Land. Nach der Resolution des Informbüro[4] im Jahr 1948 kam es zur Trennung der albanischen von den jugoslawischen Kommunisten, denn Enver Hodza blieb Stalin treu.


    SFRJ (Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien)

    Die offizielle Politik der SFRJ propagierte die Brüderlichkeit, Einigkeit und Ebenbürtigkeit aller Menschen und Völker. Indessen kam es im Kosovo in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer Serie von Protesten und ethnischen Konflikten. Dennoch gab es zu dieser Zeit aufrichtige Freundschaften zwischen Serben und Albanern. Werke albanischer Dichter wurden ins Serbokroatische übersetzt, und genauso gab es eine Vielzahl an Bands, in denen albanische und serbische Musiker Seite an Seite miteinander spielten.


    Die Gegenwart



    „Es lebe die serbisch-albanische Freundschaft“, Graffiti in Pancevo

    In der heutigen Zeit häufen sich eher die Konflikte und Feindschaften, denn die Freundschaften zwischen Serben und Albanern. Trotzdem gibt es weiterhin Menschen und Organisationen, die das Ziel verfolgen, vergangene, freundschaftliche Verhältnisse wieder zu beleben und zu erhalten.
    Zwischen 1994 und 2000 hat Omer Karabeg in der Sendung „Most“[5] des Radios „Freies Europa“ eine fortlaufende Sendereihe zum serbisch-albanischen Dialog geführt.
    Nach den gewalttätigen Unruhen in Kosovo und Metochien am 17. März 2004, wurden von Nenad Zivkovic[6] an dem Gebäude des Gemeinderats in Pancevo in den Morgenstunden des 18. die Graffitis: „Es lebe die serbisch-albanische Freundschaft“ und „Wir geben unsere Albaner nicht auf, Vojvodjani[7]“ angebracht, welche einen Sturm an Reaktionen nach sich zogen.
    In diesen Tagen der Gewalttaten und Herrschaftslosigkeit im Kosovo, war die Internet-Seite des TV- und Radiosenders B92 einer der raren Plätze des serbisch-albanischen Dialogs.


    [1] Arbanasen: Albanische Ahnen
    [2] Fluss in Südalbanien
    [3] Name eines Geschlechts von albanischen Landesfürsten
    [4] Wegen der Abweichung vom Kommunismus Russlands, wurde Jugoslawien im Juni 1948 aus dem Informbüro ausgeschlossen.
    [5] Zu Deutsch: Brücke
    [6] Chefredakteur einer Wochenzeitung in Pancevo
    [7] Menschen aus der Region Vojvodina (Das gerade die Vojvodiner angesprochen wurden, hat mit politischen Hintergründen aus Tito-Zeiten zu tun)


    gut liebe leute, das waren die freundschaftlichen beziehungen in der vergangenheit. meine frage wie kann man HEUTE daran anknüpfen? was kann man (oder wir) tun damit diese freundschaftliche beziehung nicht gänzlich abbricht? also alle den erste-hilfe-koffer raus und wiederbelebungsmaßnahmen nennen!

    danke.

  9. #79
    Magic
    Zitat Zitat von puella Beitrag anzeigen
    gut liebe leute, das waren die freundschaftlichen beziehungen in der vergangenheit. meine frage wie kann man HEUTE daran anknüpfen? was kann man (oder wir) tun damit diese freundschaftliche beziehung nicht gänzlich abbricht? also alle den erste-hilfe-koffer raus und wiederbelebungsmaßnahmen nennen!

    danke.
    Du tust schon so viel,bist immer nur bei albaner-themen und kümmerst dich so rührend,du und schwester nale haben auch ein abzeichen verdient für eure albanisch-serbischen freundschaftsbemühungen,mir kommen fast die tränen

  10. #80
    Avatar von Serbian_Princeza

    Registriert seit
    07.02.2009
    Beiträge
    93
    Zitat Zitat von puella Beitrag anzeigen
    gut liebe leute, das waren die freundschaftlichen beziehungen in der vergangenheit. meine frage wie kann man HEUTE daran anknüpfen? was kann man (oder wir) tun damit diese freundschaftliche beziehung nicht gänzlich abbricht? also alle den erste-hilfe-koffer raus und wiederbelebungsmaßnahmen nennen!

    danke.
    wow hat bestimmt lang gedauert das alles zu übersetzen hehe

    Am wichtigsten is es glaub ich,das beide Seiten nich mit Vorurteilen an die Sache rangehen,sondern sich wie ganz normale Menschen behandeln. Denn man kann nich sagen alle Serben/Albaner sind schlecht,weil es auch viele gibt,die sich wünschen der Krieg wäre nie gewesen.
    Ich kenne auch viele die auch nach dem Krieg Freunde geblieben sind z.B. von meiner besten Freundin sie ist auch Albanerin mama aus ks papa in serbien geboren in belgrad er hatte nen besten Freund,er war Serbe.
    Leider ist er im krieg umgekommen aber die mutter nennt den dad von meiner freundin heute noch sine und sieht ihn wie ihren eigenen Sohn
    Sie lädt ihn und seine Familie auch öfter zum Essen zu sich ein und umgekehrt. :icon_smile:
    ich finde das is ein gutes beispiel und der beweis das es trozdem noch welche gibt die auch nach dem Krieg Freunde geblieben sind,und das das auch klappt wenn man nur will.

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