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Sterbehilfe

Erstellt von Laleh, 13.11.2008, 21:22 Uhr · 28 Antworten · 1.959 Aufrufe

  1. #21

    Registriert seit
    19.09.2008
    Beiträge
    16.600
    ein aktuelles Thema im deutschen Fernseher jetzt wegen dem letzten Gerichtsurteil wegen "Sterbehilfe"

    OK Sterbehilfe "abschalten von Geräten" aber wie sieht ihr das zB

    der beste Freund ist Hals abwärts gelehmt. er würde dich darum bitten, ihm das Gift zu verabreichen (trinken), würdet ihr das tun?

  2. #22
    Shan De Lin
    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    ein aktuelles Thema im deutschen Fernseher jetzt wegen dem letzten Gerichtsurteil wegen "Sterbehilfe"

    OK Sterbehilfe "abschalten von Geräten" aber wie sieht ihr das zB

    der beste Freund ist Hals abwärts gelehmt. er würde dich darum bitten, ihm das Gift zu verabreichen (trinken), würdet ihr das tun?
    ganz klar nein.

  3. #23
    Avatar von LaReineMarieAntoinette

    Registriert seit
    10.05.2010
    Beiträge
    2.900
    Zitat Zitat von Laleh Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Ich war einige Zeit nicht hier... glaube ich kenne hier gar keinen mehr... komme doch wieder vorbei...

    Mein Thema lautet, wie schon oben erwähnt, "Sterbehilfe".

    Zunächst eine kleine Definition:
    "Mit Sterbehilfe kann zum einen "Hilfe im Sterben", d.h. "Sterbebeistand" oder "Sterbebegleitung" gemeint sein. Sterbehilfe in diesem Sinne besteht in der Unterstützung Sterbender durch Pflege, schmerzlindernde Behandlung sowie menschliche Zuwendung und ist als dringendes Erfordernis im Umgang mit Sterbenden unumstritten.
    Zum anderen kann mit Sterbehilfe aber auch "Hilfe zum Sterben" gemeint sein. Sterbehilfe meint dann das Töten oder Sterbenlassen eines sterbenden, schwer kranken oder leidenden Menschen aufgrund seines eigenen, ausdrücklichen oder mutmaßlichen Verlangens oder Interesses." Quelle: DRZE - Sterbehilfe

    Ich beziehe mich hier auf die letztere erklärte Version, "Hilfe zum Sterben".

    Wie steht ihr dazu, würdet ihr Sterbehilfe leisten (aktiv) oder sterben lassen (Unterlassung), wenn nein warum oder unter welchen Umständen?
    Was sehen die jeweiligen Länder (gesetzmäßig) vor?
    Was sagt die Religion dazu?


    LG

    Ahh, da musste ich mal was auserarbeiten. Es gibt 4 Arten der Sterbehilfe.
    Euthanasie hieß es im 3. Reich, daher ist der Name auch verpönt.


    1. Aktive Sterbehilfe oder Tötung auf Verlangen


    Definition: Bewusstes, aktives ärztliches Eingreifen zur Beendigung des Lebens. Ziel der
    Handlung ist die Herbeiführung des Todeseintritts. Kennzeichen der aktiven Sterbehilfe
    (verschönernd auch Euthanasie genannt – der „schöne“ Tod) ist, dass der Patient vorzeitig an der
    Aktivität eines Anderen stirbt und nicht an den Folgen seiner Erkrankung.


    Motiv: Durch töten Leiden beenden (oder Kosten vermeiden?)

    § 216 StGB Tötung auf Verlangen
    (1) Ist jemand durch das ausdrückliche und ernstliche Verlangen des Getöteten zur Tötung
    bestimmt worden, so ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.

    (2) Der Versuch ist strafbar.
    Entscheidung des 66. Deutscher Juristentages in Stuttgart 2006: Eine auch nur partielle
    Legalisierung der Tötung auf Verlangen – etwa nach niederländischem Vorbild – ist abzulehnen.
    Fazit: Die aktive Sterbehilfe ist verboten, auch wenn der einwilligungsfähige Patient das
    ausdrücklich wünscht und fordert.


    2. Indirekte Sterbehilfe, auch leidensmindernde Behandlung oder Therapien
    am Lebensende genannt

    Definition: Im Ausnahmefall unbeabsichtigte, als unvermeidliche Nebenfolge in Kauf
    genommene Beschleunigung des Todes durch medikamentöse Therapie (meist Schmerz).

    Motiv: Durch Medikamente Leiden lindern, palliativmedizinischer Ansatz.

    Nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Patienten erlaubt. Ethisches Problem:
    wenn die Zustimmung auf einer früheren Patientenverfügung beruht ohne aktuelle
    Willensäußerung.

    3. Passive Sterbehilfe, Behandlungsabbruch oder Verzicht auf lebenserhaltende
    Maßnahmen (Behandlungsbegrenzung)

    Definition: Aus ethischer Sichtweise muss man unterscheiden zwischen dem Abbruch einer
    bereits begonnenen lebenserhaltenden Behandlung im Fall des tödlichen Verlaufs einer
    unheilbaren Erkrankung (präfinales Stadium) und dem Verzicht auf eine lebensverlängernde
    Therapie bei chronischen Krankheitszuständen (Beispiel: schwere Demenz, apallisches Syndrom)

    mit nicht zwingend tödlichem Verlauf.

    Motiv: Sterben als natürlichen Prozess zulassen bzw. unnötige, als sinnlos erlebte Leiden
    vermeiden.


    Ich war Vor meinem Referat dafür und danach auch noch.

    Es sollte so wie in der Schweiz, in Deutschlang legalisiert werden.




  4. #24
    benutzer1
    ich will nicht noch jahrelang an irgendwelchen geräten festgehalten werden, künstlich ernährt werden, etc. etc., falls ich mal so krank sein sollte.
    vor allem bei älteren menschen finde ich es nur noch eine qual.
    aber hier ist dann auch die frage, wo fängt das an und wo hört das auf?
    schließt das menschen mit herzschrittmacher ein? für mich nicht... es fängt eher an, wenn menschen bspw. im wachkoma sind, künstlich ernährt werden, somit ans bett gefesselt sind, das bewusstsein verloren hat und nicht mehr mit der außenwelt kommunierzen kann, etc.

  5. #25
    Avatar von LaReineMarieAntoinette

    Registriert seit
    10.05.2010
    Beiträge
    2.900
    Zitat Zitat von ╰⊰✿ Catty ✿⊱╮ Beitrag anzeigen
    ich will nicht noch jahrelang an irgendwelchen geräten festgehalten werden, künstlich ernährt werden, etc. etc., falls ich mal so krank sein sollte.
    vor allem bei älteren menschen finde ich es nur noch eine qual.
    aber hier ist dann auch die frage, wo fängt das an und wo hört das auf?
    schließt das menschen mit herzschrittmacher ein? für mich nicht... es fängt eher an, wenn menschen bspw. im wachkoma sind, künstlich ernährt werden, somit ans bett gefesselt sind, das bewusstsein verloren hat und nicht mehr mit der außenwelt kommunierzen kann, etc.

    Dafür gibt es die Patientenverfügung.

  6. #26
    Shan De Lin
    Zitat Zitat von ╰⊰✿ Catty ✿⊱╮ Beitrag anzeigen
    ich will nicht noch jahrelang an irgendwelchen geräten festgehalten werden, künstlich ernährt werden, etc. etc., falls ich mal so krank sein sollte.
    vor allem bei älteren menschen finde ich es nur noch eine qual.
    aber hier ist dann auch die frage, wo fängt das an und wo hört das auf?
    schließt das menschen mit herzschrittmacher ein? für mich nicht... es fängt eher an, wenn menschen bspw. im wachkoma sind, künstlich ernährt werden, somit ans bett gefesselt sind, das bewusstsein verloren hat und nicht mehr mit der außenwelt kommunierzen kann, etc.
    bei wachkomapatienten kann man auch nie wissen, ob die nicht noch ein hungergefühl haben oder ähnliches. Ich hab mal von einem fall gelesen da haben die bei einer wachkomapatientin die künstliche ernährung einfach abgeschaltet und woher weiss man jetzt ob man den nicht verhungern lässt oder nicht.

  7. #27
    Avatar von Allissa

    Registriert seit
    07.08.2009
    Beiträge
    44.232
    ich bin dafür. wenn das leben durch krankheit nur noch ein qualvolles dahin siechen ist, dann sollte jeder das recht haben zu sagen...ich will nicht mehr.

  8. #28
    Avatar von Grizzly

    Registriert seit
    23.04.2006
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    4.314
    Zitat Zitat von Allissa Beitrag anzeigen
    ich bin dafür. wenn das leben durch krankheit nur noch ein qualvolles dahin siechen ist, dann sollte jeder das recht haben zu sagen...ich will nicht mehr.
    Wenn er/sie noch in der Lage ist, das sagen zu können, dann wär das ja in Ordnung. Problematisch wird's, wenn das nicht mehr geht und weder eine schriftliche Verfügung da ist noch eine überlieferte Aussage unter Zeugen (in letzterem Fall hat jetzt der Bundesgerichtshof zugunsten einer Tochter und deren Anwalt geurteilt, die die Ernährungssonde ihrer im Koma liegenden Mutter durchgeschnitten hat.

    Ein Herzschrittmacher ist nicht das Problem. Wenn das Herz keine Kraft mehr zu schlagen hat, hört es auf, der Schrittmacher mag noch vor sich hin impulsen (man sieht dann eine spezielle EKG-Kurve), aber jedem Arzt ist klar, dass dieser Mensch tot ist.

  9. #29
    Avatar von Allissa

    Registriert seit
    07.08.2009
    Beiträge
    44.232
    Zitat Zitat von Grizzly Beitrag anzeigen
    Wenn er/sie noch in der Lage ist, das sagen zu können, dann wär das ja in Ordnung. Problematisch wird's, wenn das nicht mehr geht und weder eine schriftliche Verfügung da ist noch eine überlieferte Aussage unter Zeugen (in letzterem Fall hat jetzt der Bundesgerichtshof zugunsten einer Tochter und deren Anwalt geurteilt, die die Ernährungssonde ihrer im Koma liegenden Mutter durchgeschnitten hat.

    Ein Herzschrittmacher ist nicht das Problem. Wenn das Herz keine Kraft mehr zu schlagen hat, hört es auf, der Schrittmacher mag noch vor sich hin impulsen (man sieht dann eine spezielle EKG-Kurve), aber jedem Arzt ist klar, dass dieser Mensch tot ist.
    ja das ist ein schwieriges thema. deswegen sollte jeder eine patientenverfügung machen.

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