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Die "Tigermutter" - Erziehung auf Chinesisch

Erstellt von LuckyLuke, 29.01.2011, 20:34 Uhr · 31 Antworten · 2.448 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von LuckyLuke

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    Die "Tigermutter" - Erziehung auf Chinesisch

    Wie erzieht man Kinder richtig? In China gibt es da sehr klare Vorstellungen: mit Drill und Disziplin. Ein Buch aus den USA hat jetzt eine heftige Debatte ausgelöst - über westliche und chinesische Erziehungsmethoden.


    Die Autorin Amy Chua gehört zu den Immigranten der zweiten Generation in den USA, ihre Eltern waren chinesische Einwanderer. Chua selbst ist im Bundesstaat Illinois geboren, hat nach dem Jurastudium Karriere gemacht. Die Yale-Professorin hat in ihrem jüngsten Buch die mehr als provokative These aufgestellt, dass nur die strenge Erziehungsmethode nach chinesischem Vorbild Kinder auf den Weg zum Erfolg vorbereite.
    Kaum war Amy Chuas Essay über ihr neues Buch und die von ihr gepriesene Null-Toleranz-Erziehungspraxis in der US-Tageszeitung "Wall Street Journal" erschienen, löste er landesweit heftige Diskussionen über chinesische und westliche Erziehungsmethoden aus. Fast alle großen amerikanischen Zeitungen brachten das Thema auf ihre Titelseite. Chuas Thesen spalten die Nation. Die einen halten sie für völlig verrückt, die anderen sind der Meinung, dass die selbsternannte Tigermutter durchaus in mancher Hinsicht Recht habe.



    Ohne Fleiß kein Preis

    Ist die chinesische Erziehungsmethode generell so streng wie gemeinhin angenommen? Mit einem klaren "Ja" antwortet Li Junhe, Starmoderator beim chinesischen Staatssender "China Education TV" und Redakteur eines chinesischen Bildungsjournals. Er weist auf die kulturelle Tradition Chinas hin: "Alte Sprichwörter wie 'Nur strenge Lehrer bilden Eliteschüler aus' oder 'Mit Knüppel und Peitschen lernen die Kinder Disziplin' werden heute noch in China weitgehend akzeptiert."
    Der 64-jährige pensionierte Englischlehrer und zweifache Vater sieht die erzieherische Härte auch in der Realität der chinesischen Gesellschaft begründet: "In einem bevölkerungsreichen Land wie China ist die Konkurrenz sehr groß. Auswahlverfahren bestehen meistens aus Prüfungen, da ist in der Regel nicht Kreativität gefragt, sondern eiserner Fleiß." Er selbst findet das nicht unbedingt immer ideal, aber so sei es nun einmal.
    Amy Chua beschreibt in ihrem Buch ihre eigene strenge Erziehungsmethode. Sie verbot ihren beiden Töchtern so ziemlich alles, was für viele Kinder und Eltern ganz normal ist. Es gab keine Computerspiele, sie durften nicht bei Freunden übernachten und auch nicht im Schultheater mitspielen. Einmal drohte Amy Chua ihrer Tochter mit der Verbrennung ihrer Stofftiere, wenn sie ein Klavierstück nicht perfekt beherrsche.


    Selbständige Entwicklung

    Diese so genannte chinesische Erziehung unterscheidet sich wesentlich von westlichen Vorstellungen, sagt Ingrid Gogolin, Pädagogik-Professorin an der Universität Hamburg. Zwar könne man nicht von einer einheitlichen Erziehungsmethode westlicher Eltern sprechen, es gebe jedoch eine grundlegende Übereinstimmung, nämlich "der Grundgedanke, dass Kinder sich selbständig entwickeln sollen. Dass sie sich mehr oder weniger angeleitet über die Zeit von ihren Anleitern befreien sollen." Genau aus diesem Grund aber erklärt Amy Chua die Erziehungspraxis in den USA für gescheitert. Die Eltern erlaubten ihren Kindern zu viel Freiheit, kritisiert sie. Die chinesische Erziehungsmethode hingegen setze dem Nachwuchs bereits im Kindesalter klare Ziele vor Augen. Erzieherische Härte nehme Kindern Unsicherheiten, verleihe ihnen Selbstwertgefühl. Dass die Schüler aus Shanghai letztes Jahr zum ersten Mal an der internationalen PISA-Schulleistungs-Studie teilgenommen und gleich den ersten Platz belegt hatten, ist für die "Tigermutter" ein weiteres Argument.
    Ingrid Gogolin aber weist darauf hin, dass auch finnische Kinder sehr gut abgeschnitten hätten, man könne das Ergebnis daher nicht als Beweis anführen, dass die chinesische Erziehung die bessere sei. Zudem warnt sie vor Verallgemeinerungen und betont, dass verschiedene Aspekte wie religiöse oder philosophische Traditionen die Erziehung und auch die Studien dazu beeinflussten. Und auch die Shanghaier Schüler selbst nahmen den PISA-Meistertitel relativ gelassen und bescheiden entgegen. Der stellvertretende Bildungsminister Shanghais wünschte sich von Chinas Schülern sogar weniger Büffelei und mehr Innovation.


    "Hartschalen-Liebe"

    Auch Jiang Chuan, eine studierte Pädagogin aus Peking, die seit elf Jahren in den USA lebt und als Marketing-Mitarbeiterin in einem renommierten amerikanischen Verlaghaus arbeitet, verfolgt die "Tigermutter-Debatte" in den amerikanischen Medien. Sie bevorzugt den toleranten Erziehungsstil, verteidigt jedoch die Tigermutter: "Sie tat es schließlich mit viel Liebe zu ihren Kindern." Westliche Kinder lebten unter der toleranten Erziehung vielleicht glücklicher, sie selbst aber sei mit Hinblick auf ihren beruflichen Erfolg mit ihrer strengen Erziehung zufrieden.
    Amy Chua sagte übrigens vor kurzem in einem Interview, dass sie sich von manchen Lesern missverstanden fühle. Sie wolle niemanden belehren, ihr Buch sei auch keine Erziehungsanweisung. Sie wollte lediglich ihre Erfahrung als Mutter mit anderen Müttern teilen und ein Überdenken der westlichen Erziehungsmethoden anstoßen.


    Die "Tigermutter" - Erziehung auf Chinesisch | Kultur & Leben | Deutsche Welle | 28.01.2011


    Was haltet ihr von dem hier? Also ich denke dass Kinder streng erzogen werden müssen, denn ohne eine strenge Hand lernen sie keine Diziplin weder vor den Eltern noch vor anderen Menschen.

    Das sieht man sehr gut an westlichen Kindern. Neulich saß ich im McDonalds da kam so typischer Svabo rein eingebildet bis zu mgeht nicht mehr. Hat den Burger gegessen und das Papier auf den Boden geschmissen wie so ein Wilder aus dem Dschungel. Macht er das zu Hause auch?

    Oder wenn Türken und Jugos auf der Straße sich aufführen und von einer alten Frau zurechtgewiesen werden fangen sie an freche Antworten zu geben und glauben sie sind die Kaperl vom Dienst.

    Also bei meinem Vater hätte es sowas nicht gegeben da hätte ich eine Ohrfeige kassiert, ich hätte blöd geschaut.

    Bei Asiaten zB hört man sehr selten was. Wegen ihrer konfuziansichen Erziehung sind sie auch leistungsbereiter als Türken, Jugos und Deutsche was man an der Zahl der Vietnamesen (zB) merkt die die/das Matura/Abitur haben.

  2. #2
    Avatar von Гуштер

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    Eine strenge Erziehung ist wichtig.
    Man darf es aber nicht übertreiben gewisse Freiheiten soll ein Kind dennoch geniessen, aber nicht so wie es zum Teil im Westen ist.

    Disziplin im Kinderalter ist äusserst wichtig.

  3. #3

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    16.107
    Gabs bei uns auch.
    Allein wenn ich die Lehrer von früher,mit den Lauchs von heute vergleiche.
    Die haben schon gewußt wie sie Rowdys zur Räson bringen.

  4. #4
    Avatar von LuckyLuke

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    Zitat Zitat von Гуштер Beitrag anzeigen
    Eine strenge Erziehung ist wichtig.
    Man darf es aber nicht übertreiben gewisse Freiheiten soll ein Kind dennoch geniessen, aber nicht so wie es zum Teil im Westen ist.

    Disziplin im Kinderalter ist äusserst wichtig.

    Genau !!! ich sage mal dass 70% aller Westkinder missraten sind. ENtweder verwöhnt bis zum geht nicht mehr, heulen wenn Papa nicht das 1 Auto (Neuwagen natürlich) finanziert und tun so als ob sie seit der Geburt von Brot und Wasser lebten.

    Dann gibts die denen alles egal ist Hauptsache kiffen.

    Dann gibts die frechen mit einem riesen Maul bei denen mal jemand auf ihren Zähnen Klavier spielen sollte.

    Und die Schläger natürlich.

  5. #5
    Avatar von LuckyLuke

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    Zitat Zitat von Perun Beitrag anzeigen
    Gabs bei uns auch.
    Allein wenn ich die Lehrer von früher,mit den Lauchs von heute vergleiche.
    Die haben schon gewußt wie sie Rowdys zur Räson bringen.

    Ich denke dass dieses Unheil mit den Hippies seinen Lauf genommen hat. Antikonfrontation über alles und alles ist super toll auf der Welt. Die Grünen haben ihren beitrag auch geleistet. Prügelstrafe wurde aus den Schulen verbannt nun tanzen die Schüler den Lehrern auf der Nase rum. Mein Vater hat damals noch mit dem Lineal auf die FInger bekommen. Heute ist das schon übeslte Körperverletzung. Ich kenne Leute die iwas auf Lehramt studieren und die tun mir jetzt schon Leid.

    Der Westen ist so unglaublich dekadent dass es schon zum weinen ist.

  6. #6
    Avatar von Гуштер

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    Zitat Zitat von LuckyLuke Beitrag anzeigen
    Genau !!! ich sage mal dass 70% aller Westkinder missraten sind. ENtweder verwöhnt bis zum geht nicht mehr, heulen wenn Papa nicht das 1 Auto (Neuwagen natürlich) finanziert und tun so als ob sie seit der Geburt von Brot und Wasser lebten.

    Dann gibts die denen alles egal ist Hauptsache kiffen.

    Dann gibts die frechen mit einem riesen Maul bei denen mal jemand auf ihren Zähnen Klavier spielen sollte.

    Und die Schläger natürlich.
    Dass ist ein westliches Problem.
    Menschen die z.B im Sozialismus aufwuchsen und dort erzogen wurden ticken da anders. In der SFRJ wurde früher in der Schule geschlagen wenn man sich daneben benommen hat, völlig richtig es herrschte Disziplin. Heute will man ja gar nicht Lehrer sein wenn man sich die "Schüler" so anschaut.

    Mein Vater z.B hätte mich aus der Wohnung geschmissen wenn ich es gewagt hätte zu Kiffen oder andere Drogen zu nehmen, und es gibt Eltern die erlauben ihren Teenies zuhause zu kiffen.

    Einfach traurig.

  7. #7
    Avatar von Ilan

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    10.225
    Also mit einer Null-Toleranz-Erziehung kriegen die Kinder entweder Minderwertigkeitskomplexe oder sie rebellieren gegen die Eltern.

    Man muss die goldene Mitte finden.

  8. #8
    Avatar von LuckyLuke

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    Zitat Zitat von Ilan Beitrag anzeigen
    Also mit einer Null-Toleranz-Erziehung kriegen die Kinder entweder Minderwertigkeitskomplexe oder sie rebellieren gegen die Eltern.

    Man muss die goldene Mitte finden.

    0 Toleranz scheint aber zu funktionieren. Die Chinesen ziehen in der Überholspur an allen vorbei und der generell strengere Ton scheint bei anderen Asiaten au8ch zu funktionieren, siehe Abschlüsse.

    Die haben höhere Ziele als brza kola i picke oko stola

  9. #9
    Avatar von Azrak

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    Zitat Zitat von LuckyLuke Beitrag anzeigen
    0 Toleranz scheint aber zu funktionieren. Die Chinesen ziehen in der Überholspur an allen vorbei und der generell strengere Ton scheint bei anderen Asiaten au8ch zu funktionieren, siehe Abschlüsse.

    Die haben höhere Ziele als brza kola i picke oko stola
    Dafür haben die kein Spaß

  10. #10
    Avatar von _Adriano_

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    Zitat Zitat von Гуштер Beitrag anzeigen
    Dass ist ein westliches Problem.
    Menschen die z.B im Sozialismus aufwuchsen und dort erzogen wurden ticken da anders. In der SFRJ wurde früher in der Schule geschlagen wenn man sich daneben benommen hat, völlig richtig es herrschte Disziplin. Heute will man ja gar nicht Lehrer sein wenn man sich die "Schüler" so anschaut.

    Mein Vater z.B hätte mich aus der Wohnung geschmissen wenn ich es gewagt hätte zu Kiffen oder andere Drogen zu nehmen, und es gibt Eltern die erlauben ihren Teenies zuhause zu kiffen.

    Einfach traurig.
    naja das sind aber extrem wenige , aber hast recht ist traurig

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