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Wie türkische Frauen unter der Vielweiberei leiden

Erstellt von John Wayne, 06.07.2011, 22:00 Uhr · 43 Antworten · 3.638 Aufrufe

  1. #21

    Registriert seit
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    Nachrichten für Dummies
    500.000 Mehrehen
    ...und sie alle leiden...
    Ostfornt du Islamhasser... Gottes Fluch auf dich...

    wenn sich jemand unwohl fühlt dann kann er sich scheiden, fertig.

  2. #22

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    Ich bin gerade in der Tuerkei und merke nichts davon

  3. #23

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    Islamhasser sind peinliche Kreaturen, jedes mal blamieren sie sich und trotzdem hören sie nicht auf.

  4. #24

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    Zitat Zitat von mann2011 Beitrag anzeigen

    wenn sich jemand unwohl fühlt dann kann er sich scheiden, fertig.

    hahaha... genauso wie jemand problemlos vom islam zum christentum konvertieren kann ohne das ihm was passiert

  5. #25

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    Zitat Zitat von mann2011 Beitrag anzeigen
    Islamhasser sind peinliche Kreaturen, jedes mal blamieren sie sich und trotzdem hören sie nicht auf.
    Hass jeder Art ist Peinlich, auch hass gegen Hasser. Ich bin zwar kein "Flower-power-peace-lover " aber auch diese Hasser werden sich in ihrem Keim ersticken, es loht sich nicht sich zu verärgern, das ist nämlich sein Ziel

  6. #26
    Avatar von Salvador

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    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    Ich bin gerade in der Tuerkei und merke nichts davon
    und wo bist du genau in der Türkei ??
    wie spielt das wetter mit ??

  7. #27

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    Zitat Zitat von Ostfront Beitrag anzeigen
    In der Türkei existieren bis zu 500.000 Mehrehen, es gibt "Erst- und Zweitfrauen". Die leiden still darunter – und hoffen, dass es den eigenen Töchtern besser geht.

    Nein, ihren Namen will die Frau lieber nicht nennen. "Nur wenn er dadurch ins Gefängnis kommt", sagt sie und meint damit ihren Ehemann. Sie ist 55 Jahre alt, sieht aber aus wie siebzig.

    In der Mittagssonne sitzt sie auf einer langen Matte im Garten in einem Dorf nahe der südosttürkischen Stadt Sanliurfa. Ringsum wimmeln ihre zehn Kinder.

    Seit 27 Jahren ist sie verheiratet. "Meine Eltern wollten mich loswerden und gaben mich weg", erklärt sie den Heiratsgrund. Nach zwölf Jahren Ehe nahm sich der Mann eine zweite Frau und baute für sie ein zweites Haus auf dem Grundstück. Der Mann hat Geld. Er ist Großgrundbesitzer.


    "Ich war schon einmal verheiratet"
    Die jetzt 33-jährige Zweitfrau und deren Sohn sitzen auf der gleichen Matte im Garten. Sie wirkt sehr viel stiller als die recht hartgesottene Erstfrau. "Ich war schon einmal verheiratet", sagt sie, „als Erstfrau, aber ich ging zu meiner Mutter zurück, als mein damaliger Mann sich eine Zweitfrau nahm.“

    Nun ist sie selbst Zweitfrau. Warum hat sie das nun akzeptiert? „Wenn nicht er, dann wäre ein anderer gekommen“, antwortet sie lakonisch.
    Da muss man zwischen den Worten die Wahrheit heraushören: Für ihre Familie war sie eine Last und – weil sie bereits geschieden war – als Erstfrau nicht mehr vermittelbar. Ob sie mal von Liebe geträumt hat, vielleicht als kleines Mädchen? „Bei uns träumen nicht einmal die Mädchen von Liebe“, sagt sie.

    Die Ältere, aus einer arabischen Familie (sie spricht auch nur arabisch) ist Opfer einer sogenannten Kreuzheirat. Zwei Familien tauschen jeweils eine Braut.

    Ziel: Beziehungen zwischen den Clans stärken
    Das stärkt die Beziehungen zwischen den Clans, und es ist der übliche Weg ärmerer Familien, den Brautpreis, die Morgengabe zu sparen. Der kann weit über 10.000 Euro liegen.

    Das hängt davon ab, wie schön die Frau ist, aus welcher Familie sie stammt, wie viel Prestige sie einbringt in dieser Welt stammesgesellschaftlicher Vorstellungen von Ehre im Südosten der Türkei.

    Dass der Mann sich eine zweite Frau nahm, auch das hing mit der Ehre zusammen. Der Bruder der Erstfrau hatte sich eine Zweitfrau genommen. Um seine Ehre und sein Ansehen aufrecht zu erhalten, musste ihr Mann also auch eine zweite nehmen.

    Hätte er das nicht getan, hätten die Leute auf ihn herabgesehen. Eine Vorwarnung gab es nicht. „Ich habe von Verwandten gehört, dass er eine zweite nimmt“, erinnert sie sich. Sie habe ihn dafür verachtet damals. Heute hat sie sich an die Situation gewöhnt.

    Das Familienoberhaupt lässt sich selten blicken
    Das Familienoberhaupt lässt sich selten blicken. Der Alltag läuft glatt, jede Frau hat ihren eigenen Haushalt. Die beiden Frauen sind mehr „Nachbarn“ als „Familie“. Die beiden Frauen haben nie eine Schule besucht – keine einzige Frau aus polygamen Haushalten, die wir an diesem Tag besuchen, ging je zur Schule.

    Doch die Zeiten ändern sich, ihre Kinder besuchen alle eine Schule. Beide Frauen sind sich einig: Niemals würden sie ihren Töchtern ein ähnliches Schicksal wünschen. Die Mädchen hoffen. „Ich will Ärztin werden“, sagt eine.

    „Imam-Ehe“ nennt man die Zweit- oder Dritt-Ehe in der Türkei, weil nicht der Standesbeamte sie schließt, sondern ein Imam, eine religiöse Autorität. Die Polygamie auszumerzen hatte sich schon Staatsgründer Mustafa Kemal „Atatürk“ in den 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts vorgenommen.

    Er führte die monogame Zivilehe ein und machte sie zur Voraussetzung für die religiöse Ehe. Aber die Bürokratie, die man sich dazu ausgedacht hatte, war zu weit entfernt von der Realität. Kaum jemand besaß auch nur eine Geburtsurkunde.

    Bis zu einer halbe Million Vielweiber-Ehen
    Die Folge: Die Politik musste jahrzehntelang Millionen von Kindern aus Imam-Ehen nachträglich legalisieren. Erst in den 80-er Jahren mit der Vereinfachung der Bürokratie sank der Anteil der Imam-Ehen auf unter 25 Prozent. Heute liegt er deutlich unter fünf Prozent.

    Zwischen 200.000 und 500.000 Vielweiber-Ehen soll es in der Türkei noch geben. Es sind vor allem kurdische und arabische Familien, die daran festhalten.

    Und es scheint mehr mit Stammeskultur zu tun zu haben als mit dem Islam, obwohl die Religion die Polygamie unter gewissen Umständen duldet. „Die Familien arrangieren das an den staatlichen Strukturen vorbei“, sagt Mahmut Kaya, Verfasser von „Vielweiber-Ehe gestern und Heute“, eine der wenigen Studien zum Thema.

    Der Mann, der ihm für seine Forschungen den Zugang zu den Familien öffnete, ist derselbe, der nun auch uns von Familie zu Familie führt: Imam Abdülselim Uzundag. Ein Bär von einem Mann, Helfer in der Not für viele Familien hier seit 24 Jahren, zugleich absolute Autoritätsperson.

    "Hier sind Journalisten, sie werden euch Fragen stellen"
    Er erledigt Behördengänge für die, die nicht lesen oder schreiben können; er schult Kinder ein, deren Väter das zwar nicht wollen, sich aber Uzundag fügen. Er hatte das Treffen mit uns verschieben müssen, weil er einen Mann ins Krankenhaus fuhr: „Er hat vier Frauen. Nervenzusammenbruch, sagen die Ärzte.“

    „Hier sind ausländische Journalisten, Sie werden euch ein paar Fragen stellen, beantwortet sie“, befiehlt Uzundag bei der nächsten Familie. Auf dem Weg hierhin hatte er entlang der Landstraße immer wieder auf Grundstücke mit jeweils zwei Häusern gezeigt: Zwei Frauen.
    Wir wollen eigentlich herausfinden, ob offizielle Imame wie Uzundag Komplizen sind, wenn polygame Ehen geschlossen werden; es ist verboten, und sie sind Staatsfunktionäre, es wäre eine tolle Geschichte. Angesichts des Elends wirkt das schlaue Ziel der Recherche plötzlich belanglos.
    „Ich war zwölf Jahre alt, als meine Eltern mich weggaben“, erzählt eine Zweitfrau aus Adana an der Küste. Jetzt ist sie 25. Es gab keinen Imam, man gab sie einfach weg. „Ich bekam nicht einmal ein Brautkleid“, klagt sie. Wie erklärten ihr die Eltern, dass sie verheiratet wird?

    Manche Mädchen werden sehr früh verheiratet
    „Sie haben etwas gesagt, aber ich habe es nicht verstanden – ich war ja erst zwölf.“ Sie wirkt intelligent, sensibel – und gebrochen. Eine Schule hat auch sie nie besucht. Wer weiß, was aus ihr hätte werden können?

    Irgendwo sind sie alle gleich, die Geschichten dieser Vielehen, und doch ist jede anders. Die Erstfrau erzählt, dass sie den Mann eigentlich schon verlassen hatte, es war unerträglich mit ihm. Da hörte sie, dass er sich eine andere genommen hatte und kehrte zurück, „wegen der Kinder“.
    Denn die bleiben dem Brauch zufolge beim Mann, wenn die Frau zur Mutter zurückkehrt. Die Erstfrau wollte ihre Kinder nicht von der Zweitfrau großziehen lassen. Nun sind sie beide da. Der Mann, wie so viele hier, kommt nur selten vorbei. „Er verkauft Elektro-Ersatzteile als Straßenhändler in Adana“, sagen die Frauen. Geld gibt es so gut wie nicht.

    Inzwischen umringen uns Frauen, die nicht verstehen, weshalb wir uns nur für Vielweiberei interessieren: „Uns geht es doch genau so schlecht“, sagen sie, die keine Zweitfrauen neben sich dulden müssen.

    Polygamie auch in größeren Städten
    Es stimmt – die Armut und die allgemeine Brutalität des Ehelebens beschädigt die Seelen hier wahrscheinlich mehr als die Polygamie-Probleme der beiden Harems-Frauen. Sie kommen miteinander klar.

    Bislang haben wir keine polygame Ehe gefunden, die wir einem offiziellen Imam in die Schuhe schieben könnten, also einem Geistlichen, der Staatsbeamter ist und vom Religionsdirektorat Diyanet bezahlt wird. „Wir Imame machen so etwas meistens nicht. Wir fragen nach dem Trauschein“, sagt Uzundag.

    Bei einem anderen Imam in Sanliurfa hatten wir erfahren, dass es Fälle gibt, in denen ein Diyanet-Geistlicher eine Mehrehe absegnet hat. Aber es ist riskant. Imame seien deswegen zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden.

    Polygamie gibt es nicht nur in den Dörfern. In der Kreisstadt Sanliurfa besuchen wir eine Erstfrau. Auch hier gilt: Keine Namen. Der Gästeraum füllt sich rasch, einige ihrer schon großen Töchter schauen herein und einige Schwiegertöchter.

    Frauen werden Opfer von Kreuzheirat
    Auch diese Frau wurde Opfer einer Kreuzheirat, erzählt sie – die Familien tauschten Frauen aus. Kreuzheirat ist immer Zwangsheirat, und Zwangsheirat ist das Gegenteil von Liebe. Und plötzlich stoßen wir auf einen besonders in den Städten verbreiteten Grund der Polygamie: Lieben will man meistens doch irgendwann.

    Der Mann nahm sich eine zweite Frau, „weil er sich verliebt habe“, erzählt die Erste. Er kündigte es nicht an, sondern tat es einfach. Mindestens sechs Jahre lang habe sie deswegen gezetert und geschrien. „Er reagierte aber gar nicht, tat als sei ich Luft.“

    Plasma-TV, eine große Wohnung – finanziell scheint es der Familie gut zu gehen. Wo ist der Mann? „Im Gefängnis.“ Wir werden gebeten, seine Erwerbstätigkeit diskret zu umschreiben. Er ist „Händler“.
    Plötzlich entwickelt sich eine bemerkenswerte Diskussion zwischen den Töchtern und Schwiegertöchtern und uns, den Besuchern aus dem Westen. Wir hatten gefragt, ob die jungen Frauen für sich denn ein Leben als Erst- oder Zweitfrau akzeptieren würden.

    Nein, keine von ihnen. Eine Schwiegertochter nahm ihrem Mann sogar das Versprechen ab, er werde keine Zweitfrau nehmen.

    Ist der Westen nicht viel schlimmer?
    Aber dann wendet sich das Gespräch. Wir werden befragt. Ist es im Westen nicht viel schlimmer? Dort seien doch nicht nur die Männer verkommen, sondern auch die Frauen, die betrügen und Affären haben.
    Die, die Kinder ins Unglück stürzen und sich aus Gründen scheiden lassen, die viel geringer wiegen als das geringste Problem der Ehefrauen in Sanliurfa?

    All die Frauen, die wir heute besucht haben, hatten eines gemein – sie hatten sich eine tiefe Menschlichkeit bewahrt, konnten bei aller Enttäuschung von Herzen lachen, sie brachten die Kinder liebevoll durch, und wenn es noch so schwer war. „Es sind unglaublich starke Frauen“, sagt Abdülselim Uzundag.

    „90 Prozent der Frauen im Südosten sind so. Ohne sie wäre hier nur Hölle.“ In 15 Jahren, so meint er, „wird es bei uns keine Polygamie mehr geben. Denn die Mädchen gehen alle zur Schule, die Frauen kennen ihre Rechte immer besser, und wo es Gewalt und Probleme gibt, gehen sie immer öfter auch zur Polizei.“ Heute würden nur noch halb so viele Mehrehen geschlossen wie vor zehn Jahren.

    Polygamie verhindert Ehebruch – das ist Konsens
    Am Abend ist der Ton ganz anders – bei den Honoratioren der Stadt. Es ist Wahlkampf, und ein Politiker der islamisch geprägten Regierungspartei AKP, Faruk Celik, ist zu Besuch. Die Intelligenzija des Ortes ist zum Gespräch geladen, vorher sprechen die Journalisten, Lehrer und Schriftsteller der Stadt aber mit uns, den Gästen aus dem Ausland.

    Als sie hören, dass wir über Polygamie recherchieren, schütteln sie die Köpfe. So wie keine einzige der Frauen, die wir trafen, die Mehrehe gutheißt, so findet sich nun kein einziger Mann, der sie verurteilt. „Sie verhindert Prostitution und Ehebruch“, so der Konsens, und: „Im Westen ist es doch nicht anders, nur heißt es bei Euch Seitensprung.“

    Mahmut Kaya stellt „eine Zunahme der Polygamie in den vergangenen Jahren“ fest, „weil es mehr Wohlstand gibt und die Männer sich mehr Frauen leisten können“, und auch „weil die Grenze zu Syrien geöffnet wurde.

    Von dort holt man sich immer mehr Frauen“. Und die „Eheberaterin“ Sibel Üresin, die im Auftrag der AKP in Istanbul Familien berät, rief dazu auf, die Polygamie im Sinne des Islam zu legalisieren.

    Die stille Bildungsrevolution der Erst- und Zweitfrauen für ihre Kinder hat begonnen. Aber sie scheint noch einen langen Weg zurücklegen zu müssen.

    Polygamie per Gesetz: Wie türkische Frauen unter der Vielweiberei leiden - Nachrichten Politik - Ausland - WELT ONLINE

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    traurig was für ein schicksal die frauen erleiden müssen.
    ey jude schalt mal dein hirn ein sowas ist in den arabischen ländern gang und gebe mit den mehrehen.

  8. #28

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    Zitat Zitat von Gary_Daniels Beitrag anzeigen
    ey jude schalt mal dein hirn ein sowas ist in den arabischen ländern gang und gebe mit den mehrehen.
    da sieht man wieviel die frau bei euch wert ist

  9. #29

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    500.000 ist mal garnicht viel wenn man bedenkt das in der türkei 70 millionen menschen leben.

  10. #30

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    Zitat Zitat von Ostfront Beitrag anzeigen
    da sieht man wieviel die frau bei euch wert ist
    ingegensatz zu euer land können die frauen selbstständig arbeiten.

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