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Türkischer Minister fordert Migranten zur Anpassung auf

Erstellt von Yunan, 12.10.2010, 09:12 Uhr · 28 Antworten · 1.637 Aufrufe

  1. #1
    Yunan

    Türkischer Minister fordert Migranten zur Anpassung auf

    Integration in Deutschland



    Türkischer Minister fordert Migranten zur Anpassung auf


    "Lernt Deutsch! Passt euch den Sitten an! Schickt eure Kinder auf die besten Schulen!": Mit einem eindringlichen Appell hat der türkische Europaminister Bagis seine Landsleute in Deutschland zu mehr Integration aufgerufen - mitten in dem heftigen Streit um die künftige Zuwanderungspolitik.

    Berlin - Die Debatte um Integration in Deutschland ist aufgeheizt. Jetzt hat sich die türkische Regierung mit einem konstruktiven Aufruf in die Diskussion eingeschaltet: Der türkische Europaminister Egemen Bagis appellierte an seine Landsleute in Deutschland und alle Deutschen türkischer Herkunft, sich besser zu integrieren.


    "Lernt Deutsch! Passt euch den Sitten und Gebräuchen eures Gastlandes an", sagte er in der "Bild"-Zeitung. "Schickt eure Kinder auf die besten Schulen, damit sie eine Zukunft haben!" Der Minister forderte die Türken zugleich auf, die Gesetze zu achten , "denn wenn Ali oder Achmed Schlimmes tun, werden die Menschen nicht nach Namen suchen. Sie werden sagen: Der Türke war's!"
    Die türkische Regierung stehe deshalb voll und ganz hinter der Idee der Integration "so wie wir für die Integration der Türkei in die EU sind". Der Minister: "Ihr müsst das Geschenk eurer Identität und eurer Kultur nicht aufgeben, sondern euch als Botschafter der Türkei verstehen."

    Braucht Deutschland mehr Fachkräfte - auch aus der Türkei und arabischen Ländern? Nach den Äußerungen von CSU-Chef Horst Seehofer geht der Streit darüber weiter - auch aus den eigenen Reihen erntet Seehofer weiterhin Kritik.

    Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, plädierte für eine engere arbeitsmarktpolitische Zusammenarbeit mit der Türkei. Diese sei auf längere Sicht ein gutes Partnerland für einen flexiblen Arbeitsmarkt, sagte Zimmermann dem "Hamburger Abendblatt". Er bezeichnete es als "schweres Missverständnis", zu glauben, Türken und Araber seien für den deutschen Arbeitsmarkt weniger tauglich.

    FDP-Mann Vogel fordert deutlich mehr gesteuerte Zuwanderung

    Auch Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) wandte sich gegen CSU-Chef Seehofers Forderung nach Zuzugsbeschränkungen für Türken und Araber. Es sei unerheblich, aus welchem Kulturkreis die Zuwanderer kommen, sagte er der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse". Zugleich forderte er stärkere Bemühungen, hoch qualifizierte Zuwanderer nach Deutschland zu locken. Um diese müsse aktiv geworben werden, sagte Schünemann.

    Auch der FDP-Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel hat Bayerns Ministerpräsidenten in der Zuwanderungsdebatte energisch widersprochen. "Wir benötigen nicht weniger, sondern erheblich mehr gesteuerte Zuwanderung. Der Wettbewerb um die klügsten Köpfe muss endlich ernst genommen werden", sagte Vogel der "Passauer Neuen Presse". "Deutschland ist leider im Moment nicht das bevorzugte Zuwanderungsland. Dabei brauchen wir Hochqualifizierte, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten", fügte Vogel hinzu. Zwar müsse auch alles daran gesetzt werden, "jedem Langzeitarbeitslosen eine Perspektive zu geben". Aber nicht jede freie Ingenieurstelle könne mit einem deutschen Arbeitslosen besetzt werden. "Mehr gesteuerte Zuwanderung nimmt niemandem etwas weg, sondern bringt neue Perspektiven auch für deutsche Arbeitnehmer", sagte Vogel.

    Seehofer hatte in einem Interview gesagt, Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen wie aus der Türkei und arabischen Ländern täten sich schwerer bei der Integration. Daraus ziehe er den Schluss, "dass wir keine zusätzliche Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen brauchen".

    Studie über Verhältnis zwischen Deutschen und Türken

    Nach Auffassung der Grünen hat sich Seehofer beim Thema Islam völlig vergaloppiert. Fraktionschefin Renate Künast warf dem CSU-Chef in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vor, er gehe mit billigem Populismus auf Stimmenfang und dränge angesichts des Umfragetiefs seiner Partei darauf, die Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen einzuschränken.

    Der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening sprach von "verheerenden Signalen" des CSU-Chefs, die die positiven Signale der Rede von Bundespräsident Christian Wulff, der den Islam als zu Deutschland gehörig bezeichnet hatte, zunichtemachten. "Die Seehofers und Sarrazins simplifizieren, polarisieren, grenzen aus", sagte Piening der "Frankfurter Rundschau". Bei solchen Debatten bestehe die Gefahr, "dass sich die Einwanderer angewidert abwenden und zu dem Ergebnis kommen, dieses Deutschland wird es niemals kapieren".

    Rückendeckung erhielt Seehofer vom Integrationsbeauftragten der Unionsfraktion im Bundestag, Stefan Müller. "In der Tat sind relativ gesehen Muslime, vor allem türkische Muslime, schlechter integriert als andere", sagte der Geschäftsführer der CSU im Bundestag der Nachrichtenagentur dpa. Eine Änderung des Zuwanderungsrechts lehnte Müller trotz des Fachkräftemangels ab. "Unkontrollierte und massenhafte Zuwanderung hilft niemandem", sagte Müller.

    Studie offenbart große Distanz zwischen Deutschen und Zuwanderern

    Ähnlich die Haltung des innenpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU). "Wir brauchen die klügsten Köpfe und bekommen Analphabeten", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" über die derzeitige Lage. Das müsse sich ändern.

    Uhl wies darauf hin, dass kommendes Jahr ab dem 1. Mai 70 Millionen Menschen aus den Beitrittsländern Osteuropas Niederlassungsfreiheit in der EU genössen, davon 38 Millionen im erwerbsfähigen Alter. "Wie viele davon Gebrauch machen, weiß im Moment kein Mensch. Bevor wir aber noch weitere Menschen aus fremden Kulturkreisen zu uns holen, sollte man diese legale Völkerwanderung abwarten", forderte der CSU-Politiker.
    Er äußerte sich zudem "empört über dieses ahnungslose Geschwafel, zum Teil auch von Leuten aus unserer Partei und von Arbeitgeberverbänden". Ihnen gehe es "um willige und billige Arbeitskräfte, die man dem Staat dann vor die Nase setzt zur Hartz-IV-Alimentation, wenn sie nicht mehr willig und billig sind". Zuwanderung sei "noch nie ein Geschäft für den Staat" gewesen.

    Unterdessen offenbart eine neue Studie eine große Distanz zwischen Deutschen und Zuwanderern: Nach der Untersuchung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen wünschen sich junge Türken Kontakt zu Deutschen. Dagegen seien Türken bei deutschen Jugendlichen ausgesprochen unbeliebt, heißt es in der Studie, aus der die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. 40,9 Prozent der Türken sagten der Umfrage zufolge, sie fänden deutsche Nachbarn sehr angenehm. Deutsche Jugendliche fänden dagegen nur zu 9,2 Prozent türkische Nachbarn sehr angenehm, mehr als 38 Prozent würden türkische Nachbarn nicht mögen. Für die Untersuchung habe das Institut knapp 1600 türkischstämmige und mehr als 20.000 deutsche Jugendliche befragt.

    anr/dpa/Reuters/dapd


    Quelle:

    Integration in Deutschland: Türkischer Minister fordert Migranten zur Anpassung auf - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik


    Ein vorbildliches Zeichen aus der Türkei. Daran könnten sich andere Staaten, welche größere Diaspora-Gemeinden in Deutschland bzw. Europa haben ein Beispiel nehmen.
    Das Thema hat nichts mit Religion zu tun, ich habe es nur des "Sozialen" wegens hier hereingepostet.
    Auf Hetzer wie Seehofer und andere verirrte Gestalten der deutschen Partei-Landschaft muss man denke ich nicht weiter eingehen.

  2. #2
    Kelebek
    Statt rumzulabern sollte der türkische Staat die türkischen Bürger aus Deutschland dabei unterstützen, auch finanziell, sie wieder in die Türkei zu holen

  3. #3
    Avatar von Ottoman

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    Yalaka Egemen Bagis. Kimbilir bu sözler icin neler aldilar..

  4. #4
    Avatar von DZEKO

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    Natürlich sollte man Deutsch können und sich an die Gesetze halten wen man hier lebt, aber die Ausländer vor 30 Jahren waren im gegensatz zu den hier in dritter Generation geborenen noch wie Engel.

    Deswegen sehe ich das als ein Deutsches Problem das der Staat Deutschland klären sollte, das sind seine Bürger.

  5. #5
    Avatar von Ottoman

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    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    Natürlich sollte man Deutsch können und sich an die Gesetze halten wen man hier lebt, aber die Ausländer vor 30 Jahren waren im gegensatz zu den hier in dritter Generation geborenen noch wie Engel.

    Deswegen sehe ich das als ein Deutsches Problem das der Staat Deutschland klären sollte, das sind seine Bürger.
    die erste Generation konnte kein Deutsch und sie haben zu allem ja und amen gesagt...

    Ich weiss noch genau wie man als Ausländer in den Schulen zu aussenseitern erklärt wurde mann durfte sich nicht mit Deutschen Kindern aufhalten. Man wurde beschimpft..

    Genau das gleiche wurde damals von Deutschen Kindern gegen ausländer verübt worüber sich die Deutschen heute aufregen..


    Es gibt ein Türkisches Sprichwort: Allahin Tokadi yokki hemen vursun.

    Gott hat keine Hand damit er dich gleich Ohrfeigen kann..

  6. #6
    Avatar von DZEKO

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    Zitat Zitat von Ottoman Beitrag anzeigen
    die erste Generation konnte kein Deutsch und sie haben zu allem ja und amen gesagt...

    Ich weiss noch genau wie man als Ausländer in den Schulen zu aussenseitern erklärt wurde mann durfte sich nicht mit Deutschen Kindern aufhalten. Man wurde beschimpft..

    Genau das gleiche wurde damals von Deutschen Kindern gegen ausländer verübt worüber sich die Deutschen heute aufregen..


    Es gibt ein Türkisches Sprichwort: Allahin Tokadi yokki hemen vursun.

    Gott hat keine Hand damit er dich gleich Ohrfeigen kann..
    Kann ich leider nicht beurteilen da ich nicht viel über die Zeit weiss. Was ich damit sagen will ist das diese Jugend von heute wie die sich benehemn und Verhalten usw. alles in Deutschland entwickelt hat.

    Die Jugendlichen bilden oder haben eine eigene Kultur hier aufgebaut die weder Türkisch noch Deutsch ist. Schwer zu erklären aber aufjedefall ist es ein Deutsches Problem das alle betrifft nicht nur Ausländer.

  7. #7

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    9.454
    Zitat Zitat von Ottoman Beitrag anzeigen
    die erste Generation konnte kein Deutsch und sie haben zu allem ja und amen gesagt...
    die Alternative in Anatolien wäre gewesen ? dito für Kroaten aus Dalmatien

    Ich weiss noch genau wie man als Ausländer in den Schulen zu aussenseitern erklärt wurde mann durfte sich nicht mit Deutschen Kindern aufhalten. Man wurde beschimpft..
    Kinder können grausam sein....nicht nur zu Ausländer....und deine Erfahrung habe ich u.a auch mitgemacht..

    Genau das gleiche wurde damals von Deutschen Kindern gegen ausländer verübt worüber sich die Deutschen heute aufregen..
    das ist überhaupt nicht vergleichbar.....Gastarbeiter Kinder und Kanaken Generation...

    Zitat Zitat von Ottoman Beitrag anzeigen
    Es gibt ein Türkisches Sprichwort: Allahin Tokadi yokki hemen vursun.

    Gott hat keine Hand damit er dich gleich Ohrfeigen kann..
    und ein kroatisches Sprichwort lautet......Sabrin sonu selamettir

  8. #8
    Apache
    Zitat Zitat von Ottoman Beitrag anzeigen
    die erste Generation konnte kein Deutsch und sie haben zu allem ja und amen gesagt...

    Ich weiss noch genau wie man als Ausländer in den Schulen zu aussenseitern erklärt wurde mann durfte sich nicht mit Deutschen Kindern aufhalten. Man wurde beschimpft..

    Genau das gleiche wurde damals von Deutschen Kindern gegen ausländer verübt worüber sich die Deutschen heute aufregen..


    Es gibt ein Türkisches Sprichwort: Allahin Tokadi yokki hemen vursun.

    Gott hat keine Hand damit er dich gleich Ohrfeigen kann..
    du erzählst sachen

    kenn ich garnicht.
    lag wohl an dir selbst

  9. #9
    Yunan
    Ich sehe das ähnlich wie Ottoman und DZEKO. Im Prinzip ist es ein deutsches Versäumnis, auf Migranten, speziell türkische Migranten zuzugehen. Als diese vor 40 Jahren nach Deutschland geholt wurden um zu arbeiten, wurde erwartet, dass sie nachdem sie nicht mehr gebraucht wurden wieder nach Hause zurückkehren. Deutschland ist jedoch gar nicht in der Lage einen so arroganten, hochnäsigen Anspruch zu stellen und wenn sich die Leute entscheiden zu bleiben, dann bleiben sie auch und daran wird niemand etwas ändern.

    Deutsche haben Ausländer vor 40 Jahren (auch Griechen, um mal auf dem Balkan zu bleiben) kriminalisiert, ausgegrenzt und in eigene Stadtviertel gesteckt, in denen sie nicht einmal die Möglichkeit hatten, die Sprache zu lernen. Deutsche selbst waren es, die die heute nicht zu leugnende Parallelwelt türkischer Migranten geschaffen haben. Heute wundern sie sich, wohin ihre verfehlte, missratene und ihre gegen Ausländer im eigenen Land gerichtete Politik geführt hat.
    Wenn Politiker hier groß von Integrationsproblemen rumschwafeln und die Schuld bei den Migranten suchen, dann ist das für mich verbrecherisch, fahrlässig kurzsichtig und geschichtsrevisionistisch.

    Will man ein Problem beseitigen, dann muss man nach den Wurzeln suchen und das Problem dort packen und beseitigen. Die Wurzen zu der heutigen Lage liegen im Versagen der deutschen Gesellschaft und Politik. Es wäre höchstens eine Geste der Freundlichkeit, aber nicht der Einsicht zu nicht existierenden Fehlern seitens türkischer Migranten, wenn sich die türkische Gemeinde entschließt, sich gezielt in Deutschland zu integrieren.

  10. #10
    Apache
    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    Kann ich leider nicht beurteilen da ich nicht viel über die Zeit weiss. Was ich damit sagen will ist das diese Jugend von heute wie die sich benehemn und Verhalten usw. alles in Deutschland entwickelt hat.

    Die Jugendlichen bilden oder haben eine eigene Kultur hier aufgebaut die weder Türkisch noch Deutsch ist. Schwer zu erklären aber aufjedefall ist es ein Deutsches Problem das alle betrifft nicht nur Ausländer.
    es hat sich nichts geändert.
    die, die den kontakt wollen, bekommen ihn auch.
    aber oft wollen sie für sich selbst sein.

    wir waren eine truppe von ca 30
    haupsächlich deutsche, mit 5 ausländern.

    es gab auch türkische und jugo cliquen, die für sich waren, wollten auch keine annäherung.

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