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Der Untergang des Islam

Erstellt von Fan Noli, 14.11.2010, 14:42 Uhr · 186 Antworten · 7.169 Aufrufe

  1. #181

    Registriert seit
    13.02.2010
    Beiträge
    13.015
    Zitat Zitat von st0lzer kr0ate Beitrag anzeigen
    und?

    das hat nichts mit dem christentum zu tun.

    mit dem islam aber dafür. lies den koran.
    hm, sorry, lese/studiere Koran bereits 18 Jahre und konnte nichts finden was Du da Überzeugt verbreitest...

    hat das was mit Christentum zu tun?
    Lukas 12:49-53
    Ich bin gekommen um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen. (...) Meint ihr ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden sondern Spaltung. (...)

    Lukas 22:35-38
    Wer aber kein Geld hat, soll seinen Mantel verkaufen und sich Schwert kaufen.

    Lukas 19:27
    Doch meine Feinde, die nicht wollten, daß ich ihr König werde; bringt sie her, und tötet sie vor meinen Augen.


    brachte Gabriel den Jesus als Gewalt und als Werkzeug für Volksspaltung? (unter den Juden) und auch Feuer (auf sie) anstatt "Erlösung"...?
    eben, das ist Interpretation Sache! selbst Hitler würde seine Taten mit der Bibel begründen können, oder etwa nicht?

  2. #182
    Theodisk
    Zitat Zitat von Frieden Beitrag anzeigen
    hm, sorry, lese/studiere Koran bereits 18 Jahre und konnte nichts finden was Du da Überzeugt verbreitest...

    hat das was mit Christentum zu tun?
    Lukas 12:49-53
    Ich bin gekommen um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen. (...) Meint ihr ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden sondern Spaltung. (...)
    Damit ist kein buchstäbliches Feuer gemeint. In den Versen davor und danach erfährt man, worauf sich seine Worte beziehen, nämlich auf die biblische Botschaft die verkündet wird "wie ein Feuer", sprich sich so ausbreitet gleich einem Feuer.

    Zitat Zitat von Frieden Beitrag anzeigen
    Lukas 22:35-38
    Wer aber kein Geld hat, soll seinen Mantel verkaufen und sich Schwert kaufen.
    Aus dem Vers 38 kann man herauslesen, dass Jesus seine Jünger nur geprüft hat, er hat sie nicht wirklich aufgefordert ein Schwert zu kaufen. So etwas hätte Jesus nie verlangt, es stünde im Widerspruch seiner Persönlichkeit und seines Auftrags.

    Zitat Zitat von Frieden Beitrag anzeigen
    Lukas 19:27
    Doch meine Feinde, die nicht wollten, daß ich ihr König werde; bringt sie her, und tötet sie vor meinen Augen.
    Lies mal ab Vers 11. Dieser Satz (Vers 27) war Inhalt eines Gleichnisses Jesus´. Das war keine Aufforderung, sondern Inhalt einer Geschichte die Jesus erzählte. Es ist also ebenfalls kein "Beleg" gegen die Gutartigkeit des Christentums.

    Zitat Zitat von Frieden Beitrag anzeigen
    brachte Gabriel den Jesus als Gewalt und als Werkzeug für Volksspaltung? (unter den Juden) und auch Feuer (auf sie) anstatt "Erlösung"...? eben, das ist Interpretation Sache! selbst Hitler würde seine Taten mit der Bibel begründen können, oder etwa nicht?
    Das ist in dem Fall keine Interpretationssache, sondern Sache des Kontextes. Es gibt genügend andere Verse die verschieden interpretierbar sind.

    Ich finde es schäbig von dir Hitler hierbei ins Spiel zu bringen. Er war nur auf dem Papier ein Christ. Er (wie seine Anhänger) interessierte sich mehr für das vermeintliche "Germanen- bzw. Heidentum", dass er (leider) in schändlichsterweise missbraucht und an sich verfälscht hat. Die christlichen Kirchen standen hinter ihm, weil sie feige waren und angst hatten ihren Einfluss oder überhaupt ihre Existenz zu verlieren.

  3. #183

    Registriert seit
    13.02.2010
    Beiträge
    13.015
    @Theodisk,

    mir ist klar, das ich das davor und danach lesen muss um es zu verstehen, so ist das auch mit dem Koran und das wollte ich damit sagen.
    die mühe konntest Du dir sparen, ich komme aus einer Christliche Familie, und kenne die Bibel (AT und NT) sehr gut...
    trotzdem Danke!
    LG,
    Frieden

  4. #184
    Theodisk
    Zitat Zitat von Frieden Beitrag anzeigen
    @Theodisk,

    mir ist klar, das ich das davor und danach lesen muss um es zu verstehen, so ist das auch mit dem Koran und das wollte ich damit sagen.

    LG,
    Frieden
    Mir war die ganze Zeit klar wie du das gemeint hast . Nur ich verstehe teilweise den Kontext im Bezug auf die "kritischen" Verse des Korans nicht, also wie diese mit diesen zusammen hängen.

    Wenn jemand (wie ich) nächstes mal Koranverse anprangert, dann zeige bzw. zitiere doch bitte Kontextverse oder Sätze und erläutere kurz (und deutlich) wie diese zusammen mit den "kritischen" Versen gemeint sind. Also der eigentliche und vollständige Sinn dieser Verse.

    Es ist wichtig, dass du deine Gedanken auf den Punkt bringst, denn ich verstehe dein (sorry, nicht böse gemeint) gebrochenes Deutsch nur beim mehrmaligen lesen. Du schreibst oft soviel, dass man manchmal echt einen Ägyptologen brauchen könnte.

  5. #185
    ShiRaZ
    Wissenschaft 4 Life !

  6. #186
    Fan Noli
    Islam-Kritiker fährt nach Ägypten"Sie stehen sich selbst im Wege"

    Hamed Abdel-Samad hat ein Buch über den Untergang der islamischen Welt geschrieben. Es ist anders als viele islamkritische Bücher: Hinter der Kritik von Abdel-Samad steht nicht Ablehnung, sondern Sympathie: "Ich kritisiere sie, weil ich sie mag, weil ich mir Sorgen mache um sie", sagte er Anfang Oktober im Interview mit n-tv.de. Deshalb erscheint sein Buch auch in Ägypten. Zur Buchvorstellung fuhr Abdel-Samad hin.

    n-tv.de: Wie waren die Reaktionen auf Ihr Buch in Ägypten?

    Hamed Abdel-Samad: Es gab zwei Buchvorstellungen. Die erste war bei meinem Verleger, in den Verlagsräumen. Es war eine kleine Veranstaltung, die meisten Anwesenden waren junge Leute, Schriftsteller und Journalisten. Die Diskussion war heftig, aber zu keinem Zeitpunkt aggressiv. Viele teilten mit mir die These des Untergangs. Das Problem für sie ist die Rolle des Islam bei diesem Untergang, da können sie nicht folgen. In Ägypten sind auch kritische Intellektuelle gläubige Muslime. Sie wollen den Islam eher als Teil der Lösung ansehen, nicht als Teil des Problems.

    Ihre Zuhörer wollen den Islam in die Moderne retten?

    Genau. Bei der zweiten Veranstaltung hatte ich eine Einladung von Alaa al-Aswani, das ist Ägyptens berühmtester Schriftsteller, ein Weltbestseller-Autor, in der arabischen Welt ist er die Nummer eins, in Ägypten sowieso. Er lud mich ein zu seinem Salon. Die Diskussion war viel intellektueller, aber auch unter den Intellektuellen musste ich feststellen, dass sie sich nicht befreien können von diesen Ressentiments gegenüber Europa, von der Verführung, den Westen für alles verantwortlich zu machen. Und auch sie haben Probleme damit, die Konstruktionsfehler des Islam anzuerkennen. Man flüchtete ständig in Vergleiche: Auch im europäischen Mittelalter habe es Ungerechtigkeit und Verfolgung gegeben, Europa sei noch aggressiver und intoleranter gewesen und so weiter.

    Wie haben Sie reagiert?

    Ich habe gesagt, dass ich mich nicht für die negativen, sondern für die positiven Vergleiche interessiere: Wie haben Europa und andere Teile dieser Welt es geschafft, aus dieser Phase herauszukommen? Sicherlich nicht mit Selbstverherrlichung und dem Beharren auf Traditionen, sondern mit kritischem Geist.

    Welche Reaktion hat Sie am meisten gefreut?

    Bei meinem ägyptischen Verleger waren viele junge Menschen, die das Buch sehr gut verstanden haben. Nachdem der übliche Vorwurf der Verallgemeinerung erhoben worden war - es gebe nicht "die" islamische Welt, im Islam gebe es Unterschiede - meldete sich ein ägyptischer Schriftsteller zu Wort und sagte: Stellen wir uns doch ein paar Fragen und schauen dann, ob die These von Hamed Abdel-Samad stimmt. Er fragte: Geht es uns gut, politisch, gesellschaftlich und kulturell? Alle sagten nein. Haben wir Rückstände bei der Bildung oder nicht? Alle sagten ja. Unterdrücken wir die Frauen? Wieder antworteten alle mit Ja. Und wächst der Fundamentalismus? Wieder Ja. Seine Schlussfolgerung: Dann hat dieser Mann recht. Wann das angefangen habe, wer die Schuld trage, sei heute sekundär - der Ist-Zustand sei entscheidend. Das hat mir gut gefallen.

    Ich finde es nachvollziehbar, wenn einzelne sagen, sie wollen ihre Religion so behalten, wie sie heute ist.

    Ich habe gesagt, ich bin nicht gekommen, um euch eure Religion wegzunehmen, ich rufe nicht zum Atheismus auf. Ich plädiere nur dafür, dass ich meine kritische Haltung zur Religion zum Ausdruck bringen kann, ohne um mein Leben fürchten zu müssen. Solange das keine Selbstverständlichkeit ist, gibt es keine Hoffnung auf Veränderung.

    Sie sagen darüber hinaus, dass es gut wäre für die islamische Welt, wenn mehr Leute so denken würden wie Sie.

    Ich sage, der Islam braucht mehr Ketzer.

    Das ist für den einzelnen ein schwieriger Schritt.

    In Al-Aswanis Salon habe ich gesagt, dass es keine Veränderung ohne Opfer gibt. Die Fronten sind so verhärtet, dass es eine Illusion wäre zu glauben, dass man mit dem Wort allein die Gesellschaften transformieren kann. Ich will den Islam nicht abschaffen, sondern ihn privatisieren. Er soll als gesellschaftliche Kraft eine unter vielen sein, nicht die dominante. Damit wir da hinkommen, muss man als Intellektueller auch etwas riskieren. Dass die Religion in Europa Privatsache ist, haben wir nicht nur Debatten und literarischen Salons zu verdanken, sondern auch Leuten, die ihr Leben riskiert haben. Ich will nicht den Märtyrer spielen, aber ich fühle mich genötigt, meine Positionen zu vertreten. Wer, wenn nicht ich? Ich durfte aus diesen Strukturen raus, ich durfte in Europa studieren, ich durfte Kant und Spinoza lesen. Dazu haben die meisten Menschen in der islamischen Welt keine Chance, deshalb bin ich es ihnen schuldig, mit diesen Gedanken zurückzukommen. Wenn ich nach Ägypten zurückginge und sagte, die islamische Kultur ist überlegen, der Westen ist dekadent, dann wäre das ein eher ein Verrat an meinen eigenen Leuten als ein Verrat an der europäischen Kultur.

    Gab es Berichte oder Rezensionen in Zeitungen?

    Es gab mindestens zwei Artikel - viele ägyptische Zeitungen haben keinen Internetauftritt, so dass es möglicherweise Artikel gab, von denen ich nichts weiß. Was ich weiß ist, dass ich viele Interviews gegeben habe, die nicht erschienen sind.

    Warum nicht?

    Ich habe zur Bedingung gemacht, dass die Interviews nicht zensiert werden. Keines der Interviews ist veröffentlicht worden. Da muss es einen Zusammenhang geben. In Ägypten ist die Stimmung derzeit extrem aufgeheizt, man steht kurz davor, die Nachfolge von Präsident Mubarak zu regeln, im November wird das Parlament gewählt. Eine regierungskritische Zeitung ist gerade geschlossen worden, ein kritischer Redakteur wurde entlassen, ein anderer zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die Zeitungen sind gerade sehr vorsichtig.

    Wie waren die beiden Berichte, die erschienen sind?

    Das waren eine Rezension und ein Bericht über die Buchvorstellung im Verlag. Die waren beide ziemlich wohlwollend. Die ganz heißen Thesen haben sie aber ausgeklammert.

    Bei unserem letzten Gespräch hatten Sie gesagt, das Gottesbild des Allmächtigen sei "eine Schablone für die Diktatoren in der islamischen Welt geworden". War das bei Ihren Veranstaltungen ein Thema?

    Ja, bei beiden. Dazu gab es die heftigsten Diskussionen. Mir wurde entgegengehalten, das habe nichts mit dem Gottesbild zu tun, sondern mit der Geschichte der Diktatur. Da fragte ich: Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Es kann nicht sein, dass fast die gesamte islamische Geschichte eine Geschichte der Diktatur ist und die Religion nichts damit zu tun haben soll.

    Was haben Sie in Ägypten vermisst, und was vermissen Sie hier in Deutschland aus Ägypten?

    In Ägypten habe ich eine unaufgeregte, sachliche Debatte über Religion vermisst, ohne persönliche Vorwürfe, ohne den Vorwurf, ich rede so, wie der Westen das gern hört. Dahinter steht die Angst, den Westen in seinen Vorurteilen über den Islam zu bestätigen. Das ist fatal. Wir müssen unsere Probleme lösen, nicht unser Image aufpolieren. Den Luxus einer Imagekampagne können wir uns nicht leisten.

    Und als sie zurück nach Deutschland gekommen sind?

    Das erste war das Wetter - es war ein Temperaturunterschied von 20 Grad, das merkt man sofort. Dann den Blick auf den Nil, er ist unbezahlbar. Und auch die Lebendigkeit auf der Straße. In Kairo sind um drei Uhr nachts alle Geschäfte offen. Die Ägypter sind nach wie vor lebensfroh, sie wollen besser leben. Ihnen fehlen nur die Instrumente, eine freiere Gesellschaft zu schaffen. Viele merken nicht, dass sie sich selbst im Wege stehen. Das ist das Traurige daran.
    Mit Hamed Abdel-Samad sprach Hubertus Volmer

    Islam-Kritiker fährt nach Ägypten: "Sie stehen sich selbst im Wege" - n-tv.de
    ----

    Es ist wirklich erfrischend unter so vielen dummen Menschen eine intelligente Stimme zu hören.

  7. #187
    Avatar von Grobar

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    9.644
    Zitat Zitat von Fan Noli Beitrag anzeigen
    Nachdem der übliche Vorwurf der Verallgemeinerung erhoben worden war - es gebe nicht "die" islamische Welt, im Islam gebe es Unterschiede - meldete sich ein ägyptischer Schriftsteller zu Wort und sagte: Stellen wir uns doch ein paar Fragen und schauen dann, ob die These von Hamed Abdel-Samad stimmt. Er fragte: Geht es uns gut, politisch, gesellschaftlich und kulturell? Alle sagten nein. Haben wir Rückstände bei der Bildung oder nicht? Alle sagten ja. Unterdrücken wir die Frauen? Wieder antworteten alle mit Ja. Und wächst der Fundamentalismus? Wieder Ja. Seine Schlussfolgerung: Dann hat dieser Mann recht. Wann das angefangen habe, wer die Schuld trage, sei heute sekundär - der Ist-Zustand sei entscheidend.
    Sehr cool!

    Zitat Zitat von Fan Noli Beitrag anzeigen
    Es ist wirklich erfrischend unter so vielen dummen Menschen eine intelligente Stimme zu hören.
    Der Mann ist gut!
    Respekt!

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