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USA: Morgen steigt die „Reason Rally“

Erstellt von F21, 23.03.2012, 15:17 Uhr · 17 Antworten · 1.080 Aufrufe

  1. #1
    F21
    Avatar von F21

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    USA: Morgen steigt die „Reason Rally“

    USA: Morgen steigt die „Reason Rally“


    (hpd) Bis zu 30.000 Atheisten, Humanisten, Skeptiker und andere nichtreligiöse Menschen werden am Sonnabend in der US-Hauptstadt Washington erwartet. Dann soll die „Reason Rally“ zum größten Säkularisten-Event in der Geschichte werden.
    Atheisten zu organisieren wurde häufig mit dem Hüten eines Sacks Flöhe verglichen, weil sie in der Regel selbstständig denken und sich keiner Autorität unterordnen. Aber es wäre ein Schritt in die richtige Richtung, wenn sich eine kritische Masse derer bilden würde, die sich outen und damit auch andere ermutigen, das Gleiche zu tun. Auch wenn man Flöhe nicht hüten kann, machen sie sich in ausreichender Zahl doch so bemerkbar, dass man sie nicht mehr ignorieren kann.“ – Richard Dawkins, Der Gotteswahn, 2007.
    Auf der National Mall vor dem Washington Monument soll morgen die größte Kundgebung säkularer Organisationen stattfinden, die es jemals in der bekannten Geschichte der Menschheit gegeben hat – so der Plan der Veranstalter. Im Mittelpunkt der seit über einem Jahr geplanten „Reason Rally“ („Kundgebung der Vernunft“) steht die Hoffnung, dass sich noch mehr US-Einwohner dadurch zu einem „Coming Out“ als Atheisten ermutigen lassen.
    Was Richard Dawkins und den unzähligen Aktivisten, Journalisten und Wissenschaftlern in Großbritannien schon ziemlich gut gelungen ist, soll auch in den USA klappen: Das Land aus dem Würgegriff der organisierten Religion zu befreien, in das es seit seiner Gründung Schritt für Schritt geraten ist. So sehr, dass sogar der derzeitige US-Präsident Barack Obama dazu gezwungen war, immer wieder öffentliche Bekenntnisse im Namen des christlichen Glaubens abzugeben – mit welcher verheerenden Wirkung in einem globalisierten Medienkosmos? Doch ein „Outing“ als Atheist wäre vermutlich sogar für ihn das politische Ende, obwohl Obama in früheren Reden deutlich zeigte, wie distanziert er zum in den USA verbreiteten Bibelglauben steht. Das könnte sich ändern.





    Obama on the Bible - YouTube




    Rund drei Dutzend Prominente stehen auf der Liste der angekündigten Redner. Nebst Richard Dawkins finden sich unter anderem der Schauspieler Bill Maher, Michael Shermer, „Mythbuster“ Adam Savage, James Randi, der Stand-Up-Comedian Eddie Izzard und der Frontmann von „Bad Religion“, Greg Gaffin. Unter den Sprechern wird auch der Menschenrechtsaktivist Nathan Phelps sein, siebter Sohn des Pfarrers Fred Phelps von der in den von evangelikalen Gruppen geprägten Vereinigten Staaten besonders berüchtigten Westboro Baptist Church, einer Baptistenkirche – die übrigens ihr Kommen angekündigt hat, um gegen die Säkularisten zu protestieren.
    Vom Vormittag bis zum frühen Abend wollen die Redner zwischen Comedy, Musik und Poesie ihre Standpunkte und Positionen für ein säkulares Amerika vor dem Publikum erklären. Denn 99 Prozent der Atheisten in den Vereinigten Staaten, so ist jedenfalls David Silverman, Präsident der American Atheists, überzeugt, haben sich bisher aus Furcht vor sozialen Konflikten nicht getraut, sich zu „outen“. Und darum soll es gehen, denn die „Reason Rally“ will zeigen: Wir sind viel mehr Menschen als gedacht.
    In der Washington Post erklärten im Vorfeld bereits Vertreter säkularer Organisationen einige Gründe und Gedanken zur „Reason Rally“, wie Fred Edwords von der United Coalition of Reason, David Silverman und natürlich Richard Dawkins. Wobei Letzterer erneut seine Hoffnung formulierte, dass es in 100 Jahren hoffentlich keiner „Reason Rally“ mehr bedürfe, damit Vernunft, Wissenschaft und die Wahrheit in den Gesellschaften den ihnen angemessenen Platz erhielten.
    Für seine Hoffnung gibt es einigen Anlass. Als 2002 die American Atheists ihren ersten „Marsch der Gottlosen“ in Washington durchführten, waren sie die einzige an der Veranstaltung beteiligte Organisation und es gab 2000 Teilnehmer. An der „Reason Rally“ am morgigen Sonnabend beteiligen sich mehr als anderthalb Dutzend Vereinigungen, von denen rund die Hälfte zehn Jahre zuvor nicht einmal existierte.
    Paul Fidalgo, Sprecher der Skeptikerorganisation Center for Inquiry, bezeichnete das Ereignis deshalb als „Meilenstein“ für die säkulare Bewegung. Sicherlich wird es auch eine riesige Party. Und Jesse Galef, Sprecher der „Reason Rally“ meinte, dass durch die Kundgebung eine bessere Organisation, mehr Kooperation und ein größeres nationales Bewusstsein entstehen werde.
    Und das ist dringend nötig: Im Bundesstaat entschieden die Behörden vor kurzem, zukünftig Auto-Kennzeichen zuzulassen, auf denen der Satz steht: „Ein Staat unter Gott.“ Der religiöse Blödsinn macht dort – anders als etwa in den gemäßigten Breiten Deutschlands – offenbar nirgendwo halt.
    Doch tatsächlich steigen die Zahlen derjenigen, die sich keiner der traditionellen Religionen und Götter mehr verbunden fühlen auch in den USA. Langsam zwar, aber stetig. Letzte Erhebungen des Meinungsforschungsinstituts Pew ergaben 2007 einen Anteil von rund 16 Prozent Konfessionsfreien – immer noch ein Negativrekord im Vergleich zu den meisten anderen westlichen Staaten. Von der Kundgebung aus soll sich deshalb die frohe Botschaft der „Reason Rally“ verbreiten: „Wir sind viele, wir sind überall und wir werden mehr.“

    Arik Platzek

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  2. #2
    Avatar von Saric

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    für mich ist dies das selbe wie eine Gay parade

  3. #3
    Avatar von Arbanasi

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    Hab den eindruck dass sich langsam auch die Atheisten zu einer "Religion" entwickeln.

  4. #4
    Avatar von BlackJack

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    Wäre das nicht zu weit würde ich hingehen - das coolste bei Atheistentreffs ist: die reden ständig über Gott :

  5. #5
    Posavac
    Zitat Zitat von Stvarno Beitrag anzeigen
    für mich ist dies das selbe wie eine Gay parade
    Noch schlimmer sogar

  6. #6
    F21
    Avatar von F21

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    „Wir können nicht mehr still sein“

    „Wir können nicht mehr still sein“


    Reason Rallly / Foto: ep_jhu / Flickr / CC NC-BY-SA
    WASHINGTON. (hpd) Mehrere Zehntausend Menschen haben sich am vergangenen Sonnabend zur „Reason Rally“ in der US-Hauptstadt Washington versammelt. Atheisten, Humanisten und Skeptiker forderten eine stärkere Trennung von Staat und Kirchen, die stärkere Ablehnung von religiösem Aberglauben und mehr Öffentlichkeit für vernunftbasierte Ideen.

    Im Vorfeld war die „Reason Rally“ als „Woodstock für Atheisten“ und größtes Treffen von säkularen Menschen beworben worden. Die Aufsichtsbehörde der National Mall zwischen Capitol und Washington Monument hatte bis zum 30.000 Besucher erwartet. Bei regnerischem und teils stürmischen Wetter trafen sich in Washington schließlich zwischen 15.000 und 20.000 Menschen, um gegenüber Politikern, den Wählern des Landes und sich selbst zu zeigen, dass sie heute eine relevante gesellschaftliche Gruppen darstellen. Richard Dawkins plädierte in seiner Rede unter anderem dafür, dass US-amerikanische Verfassungsmodell weltweit als Vorbild zu nehmen.
    Während der „Reason Rally“ gab es zahlreiche Reden prominenter Wissenschaftler, Schauspieler und Menschenrechtsaktivisten sowie Auftritte bekannter Musiker oder Autoren, die unter anderem mehr Menschen in den Vereinigten Staaten dazu ermutigen wollten, sich als Atheisten zu „outen“.
    Im Vergleich zum ersten „Marsch der Gottlosen“ in Washington im Jahr 2002 hatte sich laut Beobachtungen der Huffington Post schon in diesem Jahr das Publikum verändert. Waren es damals noch mehrheitlich weiße Männer über 40, seien die Teilnehmer diesmal mehrheitlich unter 30 Jahren gewesen und waren fast zur Hälfte Frauen.
    David Silverman, Vorsitzender der American Atheists, drückte unter anderem seine Hoffnung aus, dass von diesem Ereignis ein Impuls ausgehen würde, der das Land aus dem Klammergriff der politischen Macht der religiös-konservativen Rechten in den Vereinigten Staaten befreit. Er plädierte dafür, „null Toleranz“ gegenüber denen zu zeigen, die mit den Kernaussagen des Atheismus nicht übereinstimmen oder diese beleidigen. „Steh deinen Mann“, so Silverman.
    Mark Hatcher, Gründer der Secular Students Alliance, stellte die Bedeutung der „Reason Rally“ für viele Studierende im Land heraus. „Der Grund dafür, warum Ereignisse wie diese helfen, liegt im Selbstvertrauen, das Leute gewinnen, wenn sie Gleichgesinnte treffen. Es ist wichtig zu wissen, dass Du nicht allein bist.“
    Die Secular Students Alliance sieht ihre Aufgabe darin, lokale Gruppen an den Hochschulen zu vernetzen und ihnen Unterstützung als Teil einer größeren Bewegung zu verschaffen. Das bestätigte auch die 15-jährige Jennifer Ahlquist, die durch ihren Widerstand gegen das Gebet an der Schule landesweit bekannt wurde und zu den Rednerinnen des Events gehörte. „Diese Community ist dafür da, die Menschen zusammen zu bringen und über eine säkulare Zukunft zu sprechen. Ich glaube, dass die Zukunft von den Schülern und Studenten gemacht wird.“
    Klare Worte kamen auch von populären Personen älterer Jahrgänge, wie dem Sänger Tim Minchin. Er bedauerte, dass man 300 Jahre nach der Aufklärung immer noch für die Anerkennung des Offensichtlichen auf die Straße gehen müsste.
    Die Nachrichtenagentur AFP zitierte die Journalistin Jamila Bey, die von ihrem christlichen Arbeitgeber gekündigt worden, nachdem er von ihrer atheistischen Haltung erfahren hatte: „Dies hier sind Kämpfe, die Homosexuelle gewonnen haben, Farbige gewonnen und Frauen gewonnen haben. Wir können nicht mehr still sein.“
    Politiker wie der republikanische US-Parlamentarier Pete Stark und bekannte Schauspieler wie Bill Maher und Penn Jillette meldeten sich zwischendurch bei den Gästen mit Videogrußworten, die auf einer Leinwand übertragen wurde.
    Deutliche Stellungnahmen gab es auch gegen die Diskriminierung von homosexuellen Menschen, darunter dem Magier James Randi und Adam Savage von den „Mythbusters“: „Ich glaube, Menschen ein unveräußerliches Recht darüber zu entscheiden, was sie mit ihrem eigenen Körper tun.“
    Laute Kritik gab es auch anderen an der Bigotterie US-amerikanischer Politiker, den Menschenrechtsverletzungen, wie sie weltweit unter anderem von der katholischen Kirche und durch islamische Autoritäten gefördert werden, oder die besonders auch in den USA weiter vorhandenen Versuche, die Evolution als unwahr oder unwissenschaftlich darzustellen.
    Michael Shermer, prominenter Skeptiker und Wissenschaftsjournalist, betonte: „Dieses Land wurde nicht auf Religion und Gott gebaut, sondern auf Vernunft.“
    „Die Fixierung auf Gott hilft unserer Nation nicht, denn nichts ist vergeblicher als ein Gebet“, sagte Annie Laurie“Gaylor, Präsidentin der Freedom From Religion Foundation.
    Die wohl am meisten beachtete Ansprache an die bis zu 20.000 Gäste der „Reason Rally“, die auch im Internet übertragen wurde, hielt vermutlich wieder einmal der Wissenschaftler und Autor Richard Dawkins. Rund fünf Stunden nach Beginn der Rally trat er unter tosendem Beifall auf die Bühne und erinnerte zunächst daran, dass er aus einem Land komme, in dem die Kirche schon der Verfassung des Staates nach tief im öffentlichen Leben des Landes verankert sei. Dagegen sei der erste Verfassungszusatz der US-Verfassung – der die strikte Trennung von Staat und Religion vorsieht – ein „Model für säkulare Verfassungen“ für die ganze Welt und verdient, imitiert zu werden.
    Dawkins fragte, warum tatsächlich jemand so gegen Vernunft eintreten könne, dass eine Kundgebung für die Vernunft erforderlich geworden ist. Er drückte erneut seine Hoffnung aus, dass es in 100 Jahren hoffentlich keiner „Kundgebung für die Vernunft“ bedürfe.
    Er hielt ein von lautem Jubel begleitetes Plädoyer dafür, die Schönheit der Wirklichkeit und natürlicher Prozesse zu erkennen und auch anderen Menschen zu zeigen. Es sei ein großartiges Phänomen, das auf einem Felsen abseits einer kleinen Sonne im unermesslichen Universum ein Prozess wie die Evolution entstanden sei. Dawkins forderte unter anderem auf, die religiösen Behauptungen der Mitmenschen nicht zu respektieren und sich über ihre „lächerlichen“ Glaubensvorstellungen, wie die Transsubstantiation, lustig zu machen.
    Arik Platzek




    Richard Dawkins - Reason Rally 2012 - YouTube







    „Wir können nicht mehr still sein“ | hpd

  7. #7

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    Wie werden Atheisten eigentlich beerdigt ?

  8. #8
    Avatar von Snežana

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    Zitat Zitat von Zanli Beitrag anzeigen
    Wie werden Atheisten eigentlich beerdigt ?
    du wirst genauso eingegraben oder eingeäschert wie alle anderen auch. nur halt ohne pfarrer/iman oder weiß der geier was.

    http://www.ibka.org/infos/kirchenaustritt-begraebnis

  9. #9

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    191
    die spenden alle ihre Organe(Krankenhaus) und vlt den Körper der Wissenschaft denk ich mal

  10. #10
    Avatar von Snežana

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    Zitat Zitat von TrepcaShqip Beitrag anzeigen
    die spenden alle ihre Organe(Krankenhaus) und vlt den Körper der Wissenschaft denk ich mal
    würde meine organe nach dem tod sofort spenden, schließlich brauche ich sie dann ja nicht mehr...

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