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Was veranlasst euch zu glauben?

Erstellt von Srbomanijak, 05.02.2010, 22:36 Uhr · 36 Antworten · 2.140 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    21.01.2009
    Beiträge
    207

    Was veranlasst euch zu glauben?

    Im Zuge der vermehrt auftretenden Religionsdiskussionen möchte ich die Frage stellen:
    Was veranlasst euch zu glauben?

    Lasst mich verstehen, warum ihr an einen Gott glaubt. Ferner lasst mich verstehen, warum Bibel und Koran noch immer Bedeutung haben, obwohl, deren Wissensansätze überholt und unfundiert sind und ihre Gesetzt und Moralvorstellungen größtenteils nicht mit unserem aktuellen Gesellschaftsstand zu vereinbaren sind?

    Meine Gedanken dazu:

    Wann werden die Menschen endlich den Mut aufbringen zu akzeptieren,, dass ihre Existenz nur eine kurze Empfindensinstanz zwischen Geburt und Tod ist? Natürlich ist dies nicht so einfach und es ist durchaus verständlich, dass ein intelligentes Lebewesen, welches der Mensch nun mal (geworden) ist, sich mit philosophischen fragen, wie Sinn und Zweck des Daseins beschäftigt. Oder das Menschen nach einem Leitfaden suchen, doch erst wenn man sich von diesen Fäden gelöst hat – damit meine ich insbesondere den Glauben an eine metaphysische Welt/Gestalt - ist man wirklich frei.

    Über allem steht mMn der Gedanke des ewigen Daseinswillens. Da der Mensch aber schon früh beobachten konnte, dass Menschen sterben und auch nicht mehr wiederkommen, hat man sich eine metaphysische Welt erschaffen, die niemand begründen aber auch niemand widerlegen kann. Somit hat der Mensch sich seine ewige Existenz gesichert. Damals hatten Menschen mehr Zeit zum Nachdenken und die Gedanken des Nihilismus sind zugegebener Maßen sehr lebensfeindlich und für manch Einen beängstigend. Man nahm(/nimmt) Religionen also dankend an.

    Es gibt allerdings auch Solche, die nicht darauf vertrauen dass sie sich nach ihrem Tod in eine Metaphysische Welt begeben und versuchen das Hier und Jetzt zur Ewigkeit zu machen. Der moderne Anti-Nihilismus, der zuerst die Religionen an Bedeutung verlieren lies und zukünftig vielleicht Metaphysik greifbar macht – die Wissenschaft. Im Moment stellt Gott das Monopol auf ewige Existenz aber bald(/bzw. irgendwann) könnte sich das ändern.
    Man wird sich die Frage stellen müssen, wem man eine reellere Chance einräumt einem zu ewigem Leben zu verhelfen – Gott oder die Wissenschaft.
    Hier ist was ich meine:
    Ich habe letztens einen Prof. der Altersforschung im TV gesehen, der heute Ansätze zur Zellverjüngung erkennt. Das Institut in dem er forscht hat ein Projekt gestartet , in dem sie Menschen nach dem „Tod“ einfrieren, in der Hoffnung, dass irgendwann eine Möglichkeit besteht deren Zellen zu verjüngen. Dabei hat er erklärt, dass der begriff Tod eigentlich ein religiöser oder philosophischer ist und strikt medizinisch betrachtet nicht exakt definiert werden kann. Deswegen spricht er nicht von „Wiederbelebung“, sondern Zellverjüngung.

    Das erste was mir dazu einfiel war „unrealistisch“. Aber was ist schon unrealistisch? Überlegt euch mal was Menschen vor 500 Jahren noch unrealistisch fanden. Und jetzt beachtet die rasante Progression der Wissenschaft wie sie gegenwärtig ist und in der post-moderne noch ausgeprägter sein wird.

  2. #2

    Registriert seit
    05.05.2008
    Beiträge
    678
    garnichts, ich glaube nicht. Zumindest nicht an das was man uns weiß machen will!!

  3. #3
    TheLady
    Die Hoffnung auf was Bessers, auf was Gutes, auf einen Sinn, eine Lehre.. und und und

  4. #4
    Avatar von Grobar

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    9.644
    Zitat Zitat von Srbomanijak Beitrag anzeigen
    Im Zuge der vermehrt auftretenden Religionsdiskussionen möchte ich die Frage stellen:
    Was veranlasst euch zu glauben?

    Lasst mich verstehen, warum ihr an einen Gott glaubt. Ferner lasst mich verstehen, warum Bibel und Koran noch immer Bedeutung haben, obwohl, deren Wissensansätze überholt und unfundiert sind und ihre Gesetzt und Moralvorstellungen größtenteils nicht mit unserem aktuellen Gesellschaftsstand zu vereinbaren sind?

    Meine Gedanken dazu:

    Wann werden die Menschen endlich den Mut aufbringen zu akzeptieren,, dass ihre Existenz nur eine kurze Empfindensinstanz zwischen Geburt und Tod ist? Natürlich ist dies nicht so einfach und es ist durchaus verständlich, dass ein intelligentes Lebewesen, welches der Mensch nun mal (geworden) ist, sich mit philosophischen fragen, wie Sinn und Zweck des Daseins beschäftigt. Oder das Menschen nach einem Leitfaden suchen, doch erst wenn man sich von diesen Fäden gelöst hat – damit meine ich insbesondere den Glauben an eine metaphysische Welt/Gestalt - ist man wirklich frei.

    Über allem steht mMn der Gedanke des ewigen Daseinswillens. Da der Mensch aber schon früh beobachten konnte, dass Menschen sterben und auch nicht mehr wiederkommen, hat man sich eine metaphysische Welt erschaffen, die niemand begründen aber auch niemand widerlegen kann. Somit hat der Mensch sich seine ewige Existenz gesichert. Damals hatten Menschen mehr Zeit zum Nachdenken und die Gedanken des Nihilismus sind zugegebener Maßen sehr lebensfeindlich und für manch Einen beängstigend. Man nahm(/nimmt) Religionen also dankend an.

    Es gibt allerdings auch Solche, die nicht darauf vertrauen dass sie sich nach ihrem Tod in eine Metaphysische Welt begeben und versuchen das Hier und Jetzt zur Ewigkeit zu machen. Der moderne Anti-Nihilismus, der zuerst die Religionen an Bedeutung verlieren lies und zukünftig vielleicht Metaphysik greifbar macht – die Wissenschaft. Im Moment stellt Gott das Monopol auf ewige Existenz aber bald(/bzw. irgendwann) könnte sich das ändern.
    Man wird sich die Frage stellen müssen, wem man eine reellere Chance einräumt einem zu ewigem Leben zu verhelfen – Gott oder die Wissenschaft.
    Hier ist was ich meine:
    Ich habe letztens einen Prof. der Altersforschung im TV gesehen, der heute Ansätze zur Zellverjüngung erkennt. Das Institut in dem er forscht hat ein Projekt gestartet , in dem sie Menschen nach dem „Tod“ einfrieren, in der Hoffnung, dass irgendwann eine Möglichkeit besteht deren Zellen zu verjüngen. Dabei hat er erklärt, dass der begriff Tod eigentlich ein religiöser oder philosophischer ist und strikt medizinisch betrachtet nicht exakt definiert werden kann. Deswegen spricht er nicht von „Wiederbelebung“, sondern Zellverjüngung.

    Das erste was mir dazu einfiel war „unrealistisch“. Aber was ist schon unrealistisch? Überlegt euch mal was Menschen vor 500 Jahren noch unrealistisch fanden. Und jetzt beachtet die rasante Progression der Wissenschaft wie sie gegenwärtig ist und in der post-moderne noch ausgeprägter sein wird.
    Hi!

    Ich glaube nicht an die gaengigen Religionstheorien aber als ich noch ein Kind war hab ich an Gott und Jesus und den ganzen Kram geglaubt da ich mir nicht erklaeren konnte wie sonst alles um mich herum geschaffen worden ist.

    Der Christliche Gott und das alles sind fuer heute keine option mehr allerdings bin ich nicht ganz frei vom "glauben".

    Ich bin der meinung das ich nicht existiere(genauso wie alle und alles andere) da aus meiner persoenlichen erfahrung heraus alles einen Anfang gehabt haben muss und man zwar mit Darwin erklaeren kann wie sich dinge von einem zum andern entwickelt haben aber eben nicht warum etwas(egal was) ueberhaupt existieren kann.

    Gruss

  5. #5

    Registriert seit
    08.02.2009
    Beiträge
    951
    Zitat Zitat von Grobar Beitrag anzeigen
    Hi!

    Ich glaube nicht an die gaengigen Religionstheorien aber als ich noch ein Kind war hab ich an Gott und Jesus und den ganzen Kram geglaubt da ich mir nicht erklaeren konnte wie sonst alles um mich herum geschaffen worden ist.

    Der Christliche Gott und das alles sind fuer heute keine option mehr allerdings bin ich nicht ganz frei vom "glauben".

    Ich bin der meinung das ich nicht existiere(genauso wie alle und alles andere) da aus meiner persoenlichen erfahrung heraus alles einen Anfang gehabt haben muss und man zwar mit Darwin erklaeren kann wie sich dinge von einem zum andern entwickelt haben aber eben nicht warum etwas(egal was) ueberhaupt existieren kann.

    Gruss
    Sehr netter Beitrag und trifft wohl auch meine "undurchdachte" Meinung zum Thema Glauben.

  6. #6

    Registriert seit
    29.01.2006
    Beiträge
    3.160
    Ich bin gespannt auf das erste künstliche intelligente Lebewesen.

    Das würde jede Religion aus ihrem Konzept bringen. Wobei...., so unendlich interpretierbar wie Religionen sind, würde man auch da eine Lösung finden.

  7. #7

    Registriert seit
    21.01.2009
    Beiträge
    207
    Zitat Zitat von Grobar Beitrag anzeigen
    Hi!

    Ich glaube nicht an die gaengigen Religionstheorien aber als ich noch ein Kind war hab ich an Gott und Jesus und den ganzen Kram geglaubt da ich mir nicht erklaeren konnte wie sonst alles um mich herum geschaffen worden ist.

    Der Christliche Gott und das alles sind fuer heute keine option mehr allerdings bin ich nicht ganz frei vom "glauben".

    Ich bin der meinung das ich nicht existiere(genauso wie alle und alles andere) da aus meiner persoenlichen erfahrung heraus alles einen Anfang gehabt haben muss und man zwar mit Darwin erklaeren kann wie sich dinge von einem zum andern entwickelt haben aber eben nicht warum etwas(egal was) ueberhaupt existieren kann.

    Gruss
    Gut ich bin absolut mit dir. Das Problem ist, wenn man sich die Frage nach dem "warum" existiert etwas stellt, kommt man in eine Zwickmühle. Das ist eben eine Philosophische Frage, die sich dir nur wegen deiner Entwicklung vom Affen zum Menschen aufdrängt. Sobald du die Philosophie ausblendest hast du realistische Chancen dir den Beginn der Existenz vorzustellen.
    Man geht ja davon aus, dass vor dem Urknall weder Zeit, Raum noch Materie bestand. Das ist für mich erstmal eine logische Annahme. Das "nichts" ist ein durchaus vorstellbarer(auch wenn es paradox klingt) Zustand. D.h. der Urknall ist der Beginn der Existenz. Wie es physikalisch genau dazu kommen konnte, dass aus nichts etwas ensteht ist sicherlich für uns nicht diskutierbar mangels physikalischen Detailwissens aber von diesem Punkt(Urknalll) aus kann im Grunde alles erklärt werden.

    Will sagen: Angenommen du akteptierst den Urknall als Ursprung. Du akteptierst, dass vorher NICHTS war und verstehst die physikalische Reaktion die dahinter steht. Würdest du dich dann immernoch Fragen "Warum"? Ist Philosophie und Religion also nicht eher unserer eigentlichen unwissenheit zuschulde entstanden?
    Pragmatisch betrachtet ist alles erklärt.

  8. #8

    Registriert seit
    27.03.2009
    Beiträge
    8.286
    Wieso man an Gott glaubt.

    Weil man einen Fixpunkt braucht im Leben?
    Weil der menschliche Verstand zu komplex ist sich damit abzufinden endlich zu sein und wünscht ewig zu leben und deswegen halluziniert. Auch wegen irgendwelchen Ängsten.
    Vielleicht wegen der Erziehung/Kultur, vielleicht weil es bestimmte Ereignisse gab die einen überzeugt haben von der Existenz Gottes.

    Vielleicht ist es einem auch egal.

  9. #9
    Avatar von Grobar

    Registriert seit
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    9.644
    Zitat Zitat von Srbomanijak Beitrag anzeigen
    Sobald du die Philosophie ausblendest hast du realistische Chancen dir den Beginn der Existenz vorzustellen.
    Glaub ich nicht.
    Der beginn der "Existenz" ist fuer mich einfach etwas unvorstellbares.

    Zitat Zitat von Srbomanijak Beitrag anzeigen
    Man geht ja davon aus, dass vor dem Urknall weder Zeit, Raum noch Materie bestand. Das ist für mich erstmal eine logische Annahme.
    Davon geh ich auch aus.

    Zitat Zitat von Srbomanijak Beitrag anzeigen
    Das "nichts" ist ein durchaus vorstellbarer(auch wenn es paradox klingt) Zustand.
    Absolut nicht.
    "Etwas" kann ich mir vorstellen aber das "Nichts" kann ich mir nicht vorstellen egal wie ich mich bemuehe.

    Zitat Zitat von Srbomanijak Beitrag anzeigen
    D.h. der Urknall ist der Beginn der Existenz. Wie es physikalisch genau dazu kommen konnte, dass aus nichts etwas ensteht ist sicherlich für uns nicht diskutierbar mangels physikalischen Detailwissens aber von diesem Punkt(Urknalll) aus kann im Grunde alles erklärt werden.
    Das ist fuer niemanden erklaerbar.
    Habe noch nie gehoert das jemand behauptet hat(ausser Religioese Spinner) das sie den beginn der Existenz erklaeren koennten oder sich das vorstellen koennten.

    Kannst du mir ein Quellbsp. geben in dem ein Wissenschaftler den Beginn der materiellen Existenz erklaert?
    Den Urknall erklaeren ist "relativ" leicht da ja etwas da war bevor es knallte.

    Ich zitiere aus Wiki:
    Der Urknall soll den Anfangspunkt der Entstehung von Materie und Raumzeit darstellen
    Da die physikalischen Theorien aber die Existenz von Raum, Zeit und Materie voraussetzen, lässt sich der eigentliche Urknall mit ihnen nicht beschreiben.


    Auch mir gehts aehnlich.
    Wenn es was gibt dann muss es aus was anderem entstanden sein.
    Somit komme ich nie an den Punkt an dem es nichts gab.

  10. #10

    Registriert seit
    21.01.2009
    Beiträge
    207
    Zitat Zitat von Grobar Beitrag anzeigen
    [...]

    Auch mir gehts aehnlich.
    Wenn es was gibt dann muss es aus was anderem entstanden sein.
    Somit komme ich nie an den Punkt an dem es nichts gab.
    Der Gedanke, dass seit jeher(falscher Begriff, wenn man davon augeht, dass es vor dem Urknall keine Zeit gab) etwas existiert, ist für mich noch unvorstellbarer, als dass es einen Zustand 0 gab aus dem durch eine noch unerklärbare Gegebenheit Zustand 1 hervorging. Wenn Zustand 0 = nichts, dann wird es wohl auch lange nicht erklärbar werden aber wenn Zustand 0 /= nichts, dann ergibt alles überhaupt keinen Sinn für mich denn ein Zustand kann nicht ohneweiteres vorhanden sein, ohne dass ihn etwas enstehen ließ, auch wenn das bedeutet, dass irgendwann() etwas aus dem nichts enstanden ist..Wie man es auch dreht, es ist einfach frustrierend. Aber lieber lebe ich mit dieser Frustration als an Gott zu glauben.

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