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"Der verfälschte Islam"

Erstellt von Frieden, 06.03.2011, 20:37 Uhr · 13 Antworten · 2.247 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
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    "Der verfälschte Islam"

    Bei dem Buch "der verfälschte Islam" von Y. N. Öztürk handelt es sich um die gekürzte Fassung des türkischen Originals und vorweg: das ist das einzig Schlechte! Man erhält auf 180 Seiten einen Crashkurs in Sachen Reformislam, der es in sich hat und nicht wenige Vertreter des orthodoxen Islam dürften bei der Lektüre des Buches schäumen, denn es entbehrt nicht einer gewissen Polemik, wie an die "Verfälscher" des eigentlichen Islam herangetreten wird und dies häufig gerade mit denselben Gelehrten, die eben jene selbst gerne zitieren: Ibn Taymiya und al-Albani.

    Der Autor bezieht sich in seiner Kritik am orthodoxen Islam primär auf den Koran und läßt die Ahadith weitestgehend außen vor, da seiner Meinung nach die Mehrheit der Sunna gefälscht ist. So kommt es u.a., daß er die Gebetszeiten auf drei Male reduziert, die Ehe mit Nichtmuslimen für erlaubt erklärt, die Riten der Hadsch als verfehlt betrachtet und den Mahdi-Glauben gar ganz ablehnt. Dem westlichen, mäßig islamwissenschaftlich gebildeten Leser (und für den ist dieses Buch wohl auch primär gedacht) dürfte dies auch alles einleuchten, denn Öztürk schreibt sachlich, logisch und vor allem leicht verständlich. Muslimen mit einem festen Weltbild hingegen werden einiges zu bemängeln haben und nicht selten wird dann schlicht Aussage gegen Aussage stehen, da eben nicht alles bis ins Detail (anders als im türkischen "Original") erörtert wird. So begnügt sich der Autor damit festzustellen, daß der Koran kein generelles Eheverbot zwischen einer Muslima und einem Nichtmuslim kenne, ein orthodoxer Muslim wird dies jedoch schlicht mit Sure 60 Vers 10 beiseite wischen.

    Dies ist - wie bereits erwähnt - der eigentliche Kritikpunkt an den Buch: es ist in sich nicht zwingend (obwohl es das bei größerem Umfang durchaus sein könnte) und wird folglich nur die Überzeugen, die bereits überzeugt sind bzw. bereit sind, die Gedanken Öztürks einmal weiterzuspinnen und sich selber auf die Suche nach Antworten begeben. So fehlen leider sehr oft konkrete Quellenangaben (ich zweifle nicht an deren Existenz) oder auch der gedankliche Überbau, der für das Ergebnis jedoch zwingend erforderlich ist.


    Das Buch liefert etliche hilfreiche Denkansätze, wie ein moderner und zugleich auch authentischer Islam gelebt werden kann und macht Hoffnung, daß viele Muslime sich seinem Beispiel anschließen werden, aber die erklärten Gegner werden durch eine solche kurze Fassung nicht zu überzeugen sein. Ein weiterer Wehrmutstropfen ist, daß sämtliche Quellenangaben bzw. Fachbegriffe dem Türkischen folgen und nicht dem arabischen, was zwar dem Anliegen des Autors sich von der "Verarabisierung" des Islams zu lösen entspricht, jedoch der islamwissenschaftlichen Terminologie zuwiderläuft.
    Alles in allem ein wichtiges Buch, das jeder, der auf der Suche nach der Wahrheit hinter festgefügten Dogmen ist gelesen haben sollte und es ist zu wünschen, daß mehr Bücher des Autors ins deutsche übersetzt werden und vielleicht auch im Umfang des türkischen Originals.



    quelle: "Der verfälschte Islam" von Yasar Nuri Öztürk


    Friede!

  2. #2

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    3.114
    Sehr ironisch, dass ein Mann der von der Times als einer die wichtigste Person in Sachen Reform betitelt wird, etwas über verfälschten Islam berichtet.
    Kaum verwunderlich, dass man dann hier Sachen lesen muss wie "daß er die Gebetszeiten auf drei Male reduziert"

    Aber schön zu sehen, dass die sich schon vornerein dafür entschuldigen, dass sie ohne Argumente sind:
    "Dies ist - wie bereits erwähnt - der eigentliche Kritikpunkt an den Buch: es ist in sich nicht zwingend (obwohl es das bei größerem Umfang durchaus sein könnte) und wird folglich nur die Überzeugen, die bereits überzeugt sind bzw. bereit sind, die Gedanken Öztürks einmal weiterzuspinnen und sich selber auf die Suche nach Antworten begeben. So fehlen leider sehr oft konkrete Quellenangaben (ich zweifle nicht an deren Existenz) oder auch der gedankliche Überbau, der für das Ergebnis jedoch zwingend erforderlich ist."



  3. #3

    Registriert seit
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    13.015
    wieso entschuldigen?
    mit berechtigte Kritik ist gemeint:
    So begnügt sich der Autor damit festzustellen, daß der Koran kein generelles Eheverbot zwischen einer Muslima und einem Nichtmuslim kenne, ein orthodoxer Muslim wird dies jedoch schlicht mit Sure 60 Vers 10 beiseite wischen.


    das andere (drei mal am tag beten....kann man aber meht wenn man will/kann... :wink siehe hier:

    4. Gebetszeiten

    Selbstverständlich kann man beten, wann immer man will, es gibt jedoch festgesetzte Zeiten, an denen man verpflichtet ist zu beten:

    "Und wenn ihr dann das rituelle Gebet vollendet habt, dann gedenkt ALLAHs im Stehen, im Sitzen und im Liegen (auf der Seite). Und wenn ihr euch sicher fühlt, dann verrichtet das rituelle Gebet ordnungsgemäß! Gewiß, das (Verrichten des) Gebets bleibt den Mumin immer eine durch Zeitpunkte bestimmte Verpflichtung." (4:103)

    Die Gebetszeiten und Gebete selbst finden sich in den folgenden Versen:

    24:58 "Ihr, die den Iman verinnerlicht habt! Diejenigen, die euch gehören, und diejenigen von euch, die noch nicht die Pubertät erreichten, sollen euch dreimal (vor dem Eintreten) um Erlaubnis bitten: Vor dem Fadschr-Gebet , wenn ihr eure Kleidung mittags ablegt und nach dem 'Ischaa-Gebet . Diese sind drei (Zeiten) eurer Entblößung. Weder euch noch sie trifft Verfehlung nach ihnen (diesen 2 Zeiten). Sie kommen öfters zu euch, die einen von euch zu den anderen. Solcherart erläutert ALLAH für euch die Ayat. Und ALLAH ist allwissend, allweise."

    Hier ist zunächst die Rede vom Fadschr-Gebet. Fadschr bedeutet "Morgendämmerung" und bezieht sich somit auf die Zeit des Übergangs von Dunkelheit zu Helligkeit vor Sonnenaufgang. Des weiteren ist die Rede vom Ischaa-Gebet. Dies bedeutet Nachtgebet, hat aber noch keine konkrete Definition. Für die Bestimmung der Gebetszeiten spielt dies jedoch keine Rolle.
    Wir haben hier zwei Gebete und zwei Gebetszeiten (Morgendämmerung und Nacht).

    11:114 "Und verrichte ordnungsgemäß das rituelle Gebet an beiden Enden der Tageszeit und an einem dem Tag näher gelegenen Teil der Nacht! Gewiß, die gottgefälligen guten Taten tilgen die gottmißfälligen Taten. Dies ist eine Ermahnung für diejenigen, die sich ermahnen lassen."

    In diesem Vers werden augenscheinlich drei Gebete angesprochen: die Gebete an den beiden Enden des Tages. Der Begriff "nahar", was hier mit Tag übersetzt ist bezeichnet das Gegenteil von Nacht; setzt also die Existenz von Helligkeit voraus. Somit beginnt der früheste Zeitpunkt des ersten Endes mit dem ersten Licht der Morgendämmerung und endet der Zeitpunkt des zweiten Endes mit dem letzten Licht der Abenddämmerung. Ferner wird hier das Nachtgebet angesprochen. Dieses soll in den frühen Nachtstunden gesprochen werden, so daß es nahe am Tag liegt.
    Wir hätten hier also drei Gebete und drei Gebetszeiten (Morgendämmerung, Abenddämmerung und Nacht).

    Man kann diesen Vers jedoch auch anders verstehen: das, was hier mit "Enden der Tageszeit" übersetzt wurde kann auch mit "Seiten" oder "Spitzen" des Tages übersetzt werden. Man muß sich den Tag dann als einen Zylinder vorstellen, wobei oben und unten die Enden markieren, der Inhalt jedoch den Seiten entspricht. Wir hätten dann an dieser Stelle zwei Gebete, deren Zeitpunkt nicht näher definiert ist; er liegt jedoch mitten in der Tageszeit.

    Den dem Tag näher gelegene Teil der Nacht muß man ebenfalls nicht zwingend als eine nicht näher definierte Zeitphase der Nacht betrachten: Die Begriffe “Sulafun“, Plural und “Sulfa“, wörtlich „Annäherung“ bedeuten etwas, was nahe ist. Da das Arabische ähnlich dem Griechischen zusätzlich zum Plural noch eine Dualform hat und hier der Plural benutzt wurde, muss vernünftigerweise angenommen werden, dass mindestens drei „Annäherungen der Nacht“ gemeint sind. Dies entspräche dann zunächst einmal der Nacht selbst, der Abenddämmerung und der Morgendämmerung. Mit dieser Sichtweise hätten wir in diesem Vers einen Hinweis, daß es sich um fünf Gebete handelt.

    Morgendämmerung, Abenddämmerung, Nacht, sowie zwei Gebete am Tag. Allerdings ergibt sich mit dieser Deutung, sowie mit der Deutung in Hinblick auf drei Gebetszeiten ein Konflikt mit dem folgenden Vers (abgesehen davon, daß man vom allgemeinen Verständnis der arabischen Termini abweicht):

    17:78 "Verrichte ordnungsgemäß das rituelle Gebet, nachdem die Sonne den Zenit überschritten hat, bis die Nacht ganz dunkel wird, und (rezitiere) den Quran in der Fadschr-Zeit . Gewiß, der Quran in der Fadschr-Zeit wird erlebt."

    Hier wird eine Gebetszeit angesprochen, die vom Zeitpunkt nach dem Zenit bis zur Dunkelheit der Nacht reicht. Es ist ersichtlich, daß diese Gebetszeit mehrere Gebete umfassen müßte, da das Gebet bis zum Dunkel der Nacht das der Abenddämmerung ist. Dies bedeutet, daß die zweite oben angeführten Deutungsmöglichkeiten für 11/114 nicht korrekt sein können, daß sonst in 17/78 nicht Gebet, sondern Gebete stehen müßte. Auch die erste Lösung bringt keine Klarheit, da man damit vier Gebetszeiten hätte, von denen eine als "Mitte" (siehe 2/238) bezeichnet wird, was bei einer geraden Anzahl unmöglich ist. Zudem sind Morgendämmerung und Abenddämmerung bereits Bestandteile der Nacht. Würden wir die Nacht selbst als Hinzufügung verstehen, so hätten wir inhaltlich eine sinnlose Doppelung, da die beiden Gebete ja bereits in der Nacht stattfinden. Es bietet sich also nur die Lösung an, daß das "und" (wa) nicht als Ergänzung, sondern als Erklärung zu verstehen ist. Der Vers müßte also korrekt lauten:

    "Und verrichte ordnungsgemäß das rituelle Gebet an beiden Enden der Tageszeit und zwar in den dem Tag näher gelegenen Teilen der Nacht! Gewiß, die gottgefälligen guten Taten tilgen die gottmißfälligen Taten. Dies ist eine Ermahnung für diejenigen, die sich ermahnen lassen."

    Somit ergeben sich als Gebetszeiten in 11/114 Morgendämmerung und Abenddämmerung. 17/78 kann man in doppelter Hinsicht verstehen: einmal im Hinblick auf das Überschreiten des Zenit bis die Nacht dunkel wird, als von der Mittagszeit bis zum Ende des Sonnenuntergangs, denn dann wird die Nacht dunkel; oder aber als Verdeutlichung des Zeitrahmens für das Dämmerungsgebet, d.h. von Untergang der Sonne bis die Nacht ganz dunkel wird. Beide Sichtweisen sind möglich, wobei laut Paret und anderen mit dem Begriff "duluk" wohl in der Tat ursprünglich das "Reiben am Horizont" gemeint ist und es sich bei dem Verständnis mit dem überschreiten des Zenit um ein späteres Verständnis handelt.


    2:238 "Haltet die rituellen Gebete und (besonders) das mittlere rituelle Gebet[ Salat al Vusta] ein, und vollzieht Qiyam für ALLAH in demütiger Ergebenheit!"

    Bislang haben wir zwei Gebete: Morgendämmerung und Abenddämmerung und. Nun wird in 2:238 noch vom mittleren Gebet gesprochen, d.h. es muß in der Mitte der anderen Zeiten stehen. Die Definition dieser "Mitte" kann man wie gezeigt Sure 17 Vers 78 entnehmen. Manche sind der Ansicht die Bedeutung "mittleres Gebet" sei nicht eindeutig und man könne sich ohne weiteres für die Deutung "bestes Gebet" entscheiden oder auch das "Salat al Vusta" (wie es im koranischen Text genannt wird) als Erklärung der "rituellen Gebete" verstehen. Dies ist jedoch unwahrscheinlich, da diese hier im Plural und nicht im Dual stehen, man also von mindestens drei Gebeten ausgehen muß. In diesem Falle wäre Salat als Vusta das dritte Gebet, was mit 17/78 korrespondieren würde. Zudem dient die Erwähnung des Freitagsgebetes, welches in die Geschäftszeit fallen muß (siehe unten) ebenfalls als Hinweis darauf, daß es ein Gebet um die Mittagszeit geben muß.
    Alles in allem ergeben sich folgende Gebete:

    1. Morgendämmerung (Fadschr) 11:114;24:58
    2. Mittleres Gebet (Vusta) 2:238
    3. Abenddämmerung (Ischaa) 11:114;17:78;24:58


    quelle: Das Gebet im Koran


    (nicht nur-Koraner und manche Gelehrten (die hadith Sharia kritisieren) Studieren den Koran richtig...! ich habe sogar nichtMuslime kennengelernt, die Koran gelesen/studiert haben und sich über heutige mehrheit der Muslime wundern über deren handlungen und (Hadith)Islamlehre... wenn Du willst poste ich dir die quelle über einen der danach fragte ob die Muslime den Koran wirklich verstanden haben....? )

    Wasalam!

  4. #4

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    @Masar

    siehe, ein nichtMuslim hat den Koran gelesen und landet mit seine fragen bei Islamkritik-Forum (ist drauf reingefallen, er dachte es wäre ein normaler Islam Forum), und eröffnet ein Beitrag:

    Der Koran ist nach dem Glauben der Muslime das Wort Allahs. Der Prophet Mohammed hat die Worte Gottes nach und nach über den Erzengel Gabriel empfangen und aufschreiben lassen.
    Da Gott allmächtig ist und Alles erschaffen hat, können seine Worte nur die absolute Wahrheit sein. Also der Koran ist dann DAS Buch in dem nicht nur die absolute Wahrheit steht, sondern auch alles was überhaupt eine Bedeutung hat. Und der Inhalt dieses Buches kann dann also auch nicht angezweifelt werden, denn dann würde man sich ja über den allmächtigen Gott stellen. Das ist eine Logik die sich ergibt und der Koran bestätigt das soweit ich weiß, indem er verbietet die Worte Gottes, also den Koran selbst, anzuzweifeln.

    Jetzt will ich das mal so stehen lassen ohne zu kommentieren ob das nun so ist oder nicht, denn meine Meinung oder die Meinung von irgendwem, ob es überhaupt einen Gott gibt oder ob der Koran wirklich von Gott kommt oder vielleicht von Menschen erdacht wurde, spielt für das Problem das ich sehe keine Rolle.

    Das Problem das ich sehe, ist, wenn ein Moslem, der davon überzeugt ist, dass der Koran vom einzigen und allmächtigen Gott kommt, der Koran folglich die absolute Wahrheit ist und alles enthält was von Bedeutung ist, den Koran liest, er daraufhin dem Irrglauben verfallen könnte, die absolute Wahrheit und alles was von Bedeutung ist, zu kennen. Er könnte dann meinen allwissend zu sein, zumindest allwissend im Bezug auf das was von Bedeutung ist, nur weil er den Koran gelesen hat.
    Kann es aber nicht auch sein, dass er das Gelesene garnicht richtig verstanden hat? Dass er Manches falsch interpretiert?
    Denn dass zumindest manche Muslime den Koran nicht richtig verstehen, scheint mir offensichtlich.
    Denn sonst würde es nicht so viele unterschiedliche islamische Richtungen geben. Im Koran soll geschrieben stehen, dass die muslimische Gemeinschaft (Umma) eine Einheit sein soll, das ist aber offensichtlich nicht der Fall. Viele Muslime bekriegen sich untereinander. Also ein Beleg dafür, dass zumindest einige den Koran falsch verstehen. Würden ihn alle richtig verstehen, könnte es ja keine Konflikte unter Mulsimen geben.

    (das hat er richtig verstanden....)

    Wie soll man sich aber einigen, wenn man davon überzeugt ist, durch das blose Lesen des Koran die Wahrheit zu kennen, wenn ein anderer, der ebenfalls davon überzeugt ist die einzige Wahrheit aus dem Koran erfahren zu haben, in manchen Punkten eine völlig andere Meinung hat?
    Wie kann ein Moslem sicher sein, dass er den Koran verstanden hat?

    weiterlesen: islam-deutschland.info :: Thema anzeigen - Das Problem mit dem Koran


    Wasalam!

  5. #5
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

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    Zitat Zitat von Masar Beitrag anzeigen
    Sehr ironisch, dass ein Mann der von der Times als einer die wichtigste Person in Sachen Reform betitelt wird, etwas über verfälschten Islam berichtet.
    Kaum verwunderlich, dass man dann hier Sachen lesen muss wie "daß er die Gebetszeiten auf drei Male reduziert"

    Aber schön zu sehen, dass die sich schon vornerein dafür entschuldigen, dass sie ohne Argumente sind:
    "Dies ist - wie bereits erwähnt - der eigentliche Kritikpunkt an den Buch: es ist in sich nicht zwingend (obwohl es das bei größerem Umfang durchaus sein könnte) und wird folglich nur die Überzeugen, die bereits überzeugt sind bzw. bereit sind, die Gedanken Öztürks einmal weiterzuspinnen und sich selber auf die Suche nach Antworten begeben. So fehlen leider sehr oft konkrete Quellenangaben (ich zweifle nicht an deren Existenz) oder auch der gedankliche Überbau, der für das Ergebnis jedoch zwingend erforderlich ist."

    Das Buch von Yasa Nuri Öztürk ist wirklich sehr interessant und ich kann es nur weitermpfehlen. Es bietet eine kompremierte jedoch detaillierte Übersicht von Widersprüchen der Sunna zum Koran.

    Der Begriff "Reform-Islam" ist daher vielleicht nicht ganz richtig, denn Öztürk will ja nicht den Islam reformieren, sondern eine Rückkehr zu dem was er für den Original-Islam hält.

    Vieles im Buch erscheint mir sehr logisch, einiges sehe ich anders. Es ist aber auf jeden Fall lesenswert.

  6. #6

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    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    Das Buch von Yasa Nuri Öztürk ist wirklich sehr interessant und ich kann es nur weitermpfehlen. Es bietet eine kompremierte jedoch detaillierte Übersicht von Widersprüchen der Sunna zum Koran.

    Der Begriff "Reform-Islam" ist daher vielleicht nicht ganz richtig, denn Öztürk will ja nicht den Islam reformieren, sondern eine Rückkehr zu dem was er für den Original-Islam hält.

    Vieles im Buch erscheint mir sehr logisch, einiges sehe ich anders. Es ist aber auf jeden Fall lesenswert.

    Damit ein Hadith Sahih ist, muss er bestimmte Vorraussetzungen erfüllen. Die erste ist, er darf nicht im Widerspruch zum Quran stehen. Danach kommen all die anderen. Natürlich wird der Herr Öztürk einige dieser schwachen Hadithe nehmen und wahrscheinlich nimmt er sogar auch starke Hadithe die er dann jedoch verdreht. Denn so wie der Quran hat auch der Hadith einen Tafseer(Erläuterung). Leute die sich jedoch nicht mit dem Hadith beschäftigen haben keinen Einblick in den Tafseer und lehnen diesen sogleich ab. Auch wenn der Hadith womöglich so authentisch ist, dass es als historisch 100%er Fakt dasteht, da er von einer ganzen Generation überliefert wurde. Solche Hadithe gibt es und sie sind zu genüge da. Doch so wie blinde Sektier die Augen vor Quranversen verschließen, werden sie ganz sicher auch nicht auf solche Hadithe zurückgreifen.
    Ich zweifle die Absicht von Öztürk nicht an und es mag sein, dass sie vielleicht gut ist. Aber ich glaube eher, dass hier die Aufmerksamkeit eine wichtige Rolle spielt. Ich meine alleine der Fakt, dass man das Gebet auf 3 herabstuft, obwohl die Leute zur Zeit des Propheten saws., die erste Generation nach ihm, die zweite Generation nach ihm und alle danach immer 5 Gebete gemacht haben, zeigt schon was in seinem Kopf abgeht. Und genau deshalb ist er ein Reformer, genauso wie der Herr Harun Yahya der ebenfalls die Gebete auf 3 herabstufte und den Hijab aus dem Islam entfernte. Historisch bestätigt ? Ja ! Interessiert es die Sekten ? Nein ! Wieso nicht, weil sie nach ihrem Nafs handeln.

    Ich glaube dir auch, dass dir vieles in dem Buch logisch erscheint, denn einige Lügen erkennt man auch nur wenn man Hintergrundwissen über ein Ereignis hat. Ich erkläre dir anhand von einem Hadith, wie man den Quran durch Hadithe besser verstehen kann:

    Sa'd ibn Abi Waqqas (r) erzählte: Einst saßen wir zu sechst bei dem Propheten (s) (als er einigen Ungläubigen den Islam anbot); da sagten die Ungläubigen zu ihm: "Schicke diese weg, sonst könnten sie wagen, uns zu stören." Jene sechs waren ich selbst, Ibn Mas'ud, ein Mann vom Stamme Hudhail, Bilal und zwei weitere Personen, deren Namen ich nicht kenne. Der Prophet (s) schickte uns ungern fort und fühlte sich darauf nicht sehr wohl. Er dachte nach, und Allah offenbarte ihm: "Und weise nicht diejenigen ab, die vom Morgen bis zum Abend ihren Herrn anrufen, im Wunsch nach Seinem Angesicht. Du bist in keiner Weise verantwortlich für sie und sie sind in keiner Weise verantwortlich für dich. Würdest du sie also abweisen, dann würdest du unrecht tun." (Sure 6:52) (Muslim)


    Und wie gesagt, Hadithe sind nicht nur Überlieferungen, es sind historische Quellen. Quellen die zum Teil von mehreren hundert Muslimen die gesehen haben was passiert ist überliefert wurden.

  7. #7

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    Zitat Zitat von Masar Beitrag anzeigen
    Damit ein Hadith Sahih ist, muss er bestimmte Vorraussetzungen erfüllen. Die erste ist, er darf nicht im Widerspruch zum Quran stehen. Danach kommen all die anderen. Natürlich wird der Herr Öztürk einige dieser schwachen Hadithe nehmen und wahrscheinlich nimmt er sogar auch starke Hadithe die er dann jedoch verdreht.

    aber natürlich ist das eine Unterstellung, den Du hast nichtmal seine Buch gelesen um so berechtigt darüber zu urteilen....

    Es geht auch nicht um schwache, starke...sondern um das was heute von Mehrheit der Muslime als Sunna und Islam befolgt wird.... Der unterschied zu früheren Islam findet man nur im Koran, auf das man sich als Muslim verlassen kann....

    Denn so wie der Quran hat auch der Hadith einen Tafseer(Erläuterung). Leute die sich jedoch nicht mit dem Hadith beschäftigen haben keinen Einblick in den Tafseer und lehnen diesen sogleich ab.
    es besteht keine Verbindung zw. Hadithe und dem Koran! der Koran ist alleine für sich, und es gibt keinen anderen Fürsprecher der zu Gottes Wort etwas hinzufügt oder entfernt...

    Doch so wie blinde Sektier die Augen vor Quranversen verschließen, werden sie ganz sicher auch nicht auf solche Hadithe zurückgreifen.
    wieso sollte man? und was ist daran "Sektier" ? also, sind deiner Meinung nach alle Sekten oder Lügner... die andere Meinung haben als HadithMuslime?

    Ich meine alleine der Fakt, dass man das Gebet auf 3 herabstuft, obwohl die Leute zur Zeit des Propheten saws., die erste Generation nach ihm, die zweite Generation nach ihm und alle danach immer 5 Gebete gemacht haben
    und wer sagt das? natürlich die Hadithe...

    Die erste Generation ist im Koran zu finden... das Gebet ist da 3 mal erwähnt... das ist nicht das Problem, sondern "wie der Islam heute mit Hadithe Praktiziert wird"....

    , zeigt schon was in seinem Kopf abgeht.
    ja ziemlich schlimm...

    Und genau deshalb ist er ein Reformer, genauso wie der Herr Harun Yahya der ebenfalls die Gebete auf 3 herabstufte und den Hijab aus dem Islam entfernte.
    aus gutem Grund...! (Im Koran hat Hijab nichts mit Kleidung oder Haare, Kopf zu tun...es ist auch keine Sache der Interpretation...! )

    und mit Reformieren ist gemeint das man zu altem richtigen Islam der auf Vernunft aufbaut, zurück findet/umwandelt...

    Und wie gesagt, Hadithe sind nicht nur Überlieferungen, es sind historische Quellen. Quellen die zum Teil von mehreren hundert Muslimen die gesehen haben was passiert ist überliefert wurden.
    trotzdem ist man als Muslim nicht verpflichtet sich auf Hadithe zu verlassen...

    Wasalam!

  8. #8
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

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    @Masar

    Also erstmal zu mir...ich bin kein Moslem

    aber ich habe mich intensiv mit dem Islam beschäftigt und gewisse Aspekte des Islams, welche mich persönlich überzeugen befolge ich.

    Du kannst für dich selbst entscheiden welchen Weg du gehst und welche Hadithe
    du befolgst, ich wollte keinesfalls behaupten das die Sunna überhaupt keinen Wert hat und das du jetzt als "echter" Moslem alle Hadithe verwerfen sollst...keineswegs

    Aber aus islamischer Perspektive:

    Der Koran ist das ausschlagebende Werk, und kein Hadith darf im Widerspruch zu diesem stehen....dem stimmst du als Gläubiger ja wie du schreibst zu.

    Ein Beispiel aus dem Buch von Y.N. Öztürk was mich persönlich überzeugt ist z.b. folgendes:

    Es gibt Hadithe die den Propheten mit Attributen ausstatten die eigentlich nur Gott zustehen (wie Unfehlbarkeit), Hadithe welche die Araber als heiliges Volk darstellen, oder die arabische Sprache als heilig deklarieren und vieles mehr was im Widerspruch zum Koran steht.

    Als Gläubiger sollte es für dich dabei dann keine Rolle spielen, ob der Hadith mit "Sahih" oder "Hasan" bewertet wurde sondern in erster Linie ob diesermit den Inhalten der Leitlinie des Islam, dem Koran, übereinstimt.

    Eine andere Erklärung wäre ansonsten das der Koran nicht original ist da er Hadithen widerspricht. Aber da die Sammlungen und Bewertungen von Buchari und Muslim erst 200 Jahre nachdem Tode Muhammads stattfanden, vermute ich hier die größere Fehlerquelle.

    Wie auch immer, es ist natürlich deine Sache woran du glaubst und vielleicht bist du an der Wahrheit näher dran, aber letztendlich weiss das nur Gott.

    Das Buch jedenfalls lohnt sich zu lesen, natürlich sollte man auch bei Öztürk wenigstens mit einem kritischen Auge mitlesen.

  9. #9
    Avatar von Pholiko

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    Zitat Zitat von Frieden Beitrag anzeigen
    aber natürlich ist das eine Unterstellung, den Du hast nichtmal seine Buch gelesen um so berechtigt darüber zu urtielen....

    Es geht auch nicht um schwache, starke...sondern um das was heute von mehrheit der Muslime befolgt wird. Der unterschied zu früheren Islam findet man nur im Koran, auf das man sich als Muslim verlassen kann!


    es bestet keine Verbindung zw. Hadithe und dem Koran! der Koran ist alleine für sich, und es gibt keinen anderen Fürsprecher der zu Gottes Wort etwas hinzufügt und als Rechtsbestimmungen Gottes befolgt...

    Kuran = von gott an das volk gegeben
    hadith = vom propheten, der gottes gesandter ist, sprich das von gott gegebene verdeutlicht, da wäre ein widerspruch ja unlogisch

    siehst du die verbindung ???


    ich bin moslem

  10. #10
    Shan De Lin
    na wenn der die gebete echt von 5 auf 3 abgestuft hat, dann kann da schonmal was nicht stimmen, ironisch dass dann genauso einer irgendwas über verfälschten islam erzählt.

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