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Vollschleier-Verbot Frankreich

Erstellt von Fan Noli, 26.01.2010, 18:02 Uhr · 125 Antworten · 10.020 Aufrufe

  1. #1
    Fan Noli

    Vollschleier-Verbot Frankreich

    26.01.2010, 16:12

    Frankreich
    Kommission will islamische Vollschleier verbannen

    Zwei Drittel der Franzosen sind für ein Verbot der Ganzkörperverschleierung muslimischer Frauen, allen voran Staatspräsident Sarkozy. Nun soll die Burka vorerst in öffentlichen Einrichtungen verboten werden.

    Eine parteiübergreifende Parlamentskommission empfahl am Dienstag nach sechsmonatiger Arbeit ein vollständiges Verschleierungsverbot in öffentlichen Einrichtungen. Auch der Zutritt zu Schulen, Krankenhäusern und Behörden wäre Burka- und Nikab-Trägerinnen damit untersagt. „Wir wollen islamistischen Fundamentalismus bekämpfen. Und die Burka ist eine Erscheinungsform dieses Fundamentalismus“, begründete Berichterstatter Éric Raoult die Vorschläge. Sie sollen so schnell wie möglich umgesetzt werden.

    In Frankreich wird seit Monaten über ein mögliches Verbot von Schleiern gestritten, die nur schmale Sehschlitze für die Augen offen lassen (Nikab) oder diese sogar noch mit einem Gitterschleier verdecken (Burka). Frankreich hat mit über fünf Millionen Menschen die größte muslimische Gemeinde Europas. Seit 2004 ist dort schon das Tragen auffälliger religiöser Zeichen in den staatlichen Schulen verboten.

    „Gefangene hinter einem Gitter aus Stoff“

    „Ganz Frankreich sagt Nein zur Vollverschleierung“, heißt es im Vorschlag der Enquetekommission für die Resolution. Die Burka widerspreche „den Werten der Republik“. Um nicht als Diskriminierung von Muslimen zu erscheinen, soll sich das vorgeschlagene Verbotsgesetz nicht allein auf die Burka oder andere Formen der Verschleierung muslimischer Frauen beziehen. Geldbußen bei Zuwiderhandlungen sind nicht geplant; es sollen aber staatliche Dienstleistungen verweigert werden. Weiter erlaubt wäre die Burka damit auf offener Straße und in der Privatwirtschaft.

    Frankreich: Kommission will islamische Vollschleier verbannen - Ausland - FOCUS Online

    ----------

    Sind die Franzosen somit ein Vorbild für andere Länder?

  2. #2
    Avatar von DZEKO

    Registriert seit
    09.08.2009
    Beiträge
    55.034
    ja die burka kann man verbieten in öffentlichen einrichtungen

  3. #3
    Lance Uppercut
    Vive la France, la République, la liberté!

  4. #4

    Registriert seit
    31.12.2009
    Beiträge
    9.979
    richtig!

    genau so wie in Tunesien und Türkei!

  5. #5
    Avatar von Duušer

    Registriert seit
    20.05.2009
    Beiträge
    4.820
    Zitat Zitat von supersrbin Beitrag anzeigen
    richtig!

    genau so wie in Tunesien und Türkei!
    Ehrlich jetzt

  6. #6
    Fan Noli
    Ich finds auch richtig. das Problem ist halt nur das man versuchen muss das irgendwie so hinzubekommen das man diese Frauen möglichst somit wenig benachteiligt.

  7. #7
    Avatar von Ilijah

    Registriert seit
    29.01.2008
    Beiträge
    1.865
    Angeblich kommt die Burka ohnehin nicht vom Islam oder den (Saudi-)Arabern. Las ich mal so, als ich mich noch mit Islam sehr beschäftigte ... zu sehr *g*

  8. #8
    Avatar von Grizzly

    Registriert seit
    23.04.2006
    Beiträge
    4.314
    Hierzu ein interessanter Artikel aus der heutigen TAZ (ganzer Text hier):

    ( ... ) Auf den Uno-Frauenkonferenzen der Siebzigerjahre gab es historische Zusammenstöße, als Feministinnen aus westlichen Industrieländern ihren Schwestern in den Entwicklungsländern erklären wollten, wie die sich von ihren Männern zu emanzipieren hätten. Die Frauen aus dem Süden hatten aber andere Probleme: Wer seine Existenz durch neokoloniale Ausbeutung der Industrieländer bedroht sieht, hat oft mehr mit Männern in gleicher Lage gemein als mit reichen Frauen aus der ersten Welt, die das lateinamerikanische oder afrikanische Patriarchat anprangern.

    Alle Beteiligten haben aus diesen Konflikten gelernt. Sie haben pragmatische Wege gefunden, trotz aller Unterschiede und "Ungleichzeitigkeiten" solidarisch zu handeln. Wie kann ich diese Frauen jetzt und hier unterstützen, ohne meine feministischen Überzeugungen zu verraten? Diese Frage läßt sich nicht immer zugunsten des feministischen Prinzips entscheiden. Das war ein Lernerfolg.

    Dieses historische Wissen droht im Islamstreit verloren zu gehen. Nun sitzt "uns" die Ungleichzeitigkeit nicht mehr in einer Uno-Konferenz, sondern in der U-Bahn gegenüber. Und je näher sie rückt, desto bedrohlicher wirkt sie. Schon wird das Verlangen groß, jene Frau befreien zu wollen, deren Kopftuch von vorsintflutlichen Ehrvorstellungen ihrer Eltern oder ihres Mannes zeugen könnte.

    ( ... )

    Bei der Prostitution sind die meisten Feministinnen dazu gelangt, die Widersprüche auszuhalten. Die patriarchale Struktur der legalen Prostitution ist zu kritisieren, das Verbrechen der Zwangsprostitution natürlich zu bekämpfen. Andererseits sind die Huren dabei zu unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Nur so kann die vielgerühmte "weibliche Freiheit" entstehen.

    Das kann auch der Weg für den Umgang mit den "heiligen" Kopftuchträgerinnen sein. Selbstbestimmung muss hier das Ziel sein: erst dann haben sie wirklich die Wahl, ob sie sich verhüllen wollen oder nicht. Und: man kann das Kopftuch als patriarchales Symbol kritisieren, ohne seiner Trägerin mit Verboten das Leben schwer zu machen.

    Fragt man muslimische Frauen nach ihren Bedürfnissen, ist die Antwort ziemlich klar: Bildung. Arbeitgeber, die eine Kopftuchträgerin akzeptieren. Unterstützung bei Konflikten mit der Familie. Zufluchtswohnungen, wo sie familiären Zwängen entfliehen wollen. Aber auch separates Schwimmen für muslimische Frauen, die ihre Schamgrenzen eben nicht auf Knopfdruck erweitern können oder wollen. Und wer will Frauen eigentlich verbieten, ihren Körper - ganz matriarchal - für so heilig zu halten, dass sie ihn verhüllen wollen?

    Es ist ein guter feministischer Weg, Frauen zu unterstützen statt sie zu bevormunden, auch wenn sie meines Erachtens mit einem gänzlich unangemessenen und provozierenden Symbol des Patriarchats auf dem Kopf herum spazieren. Das setzt die Fähigkeit voraus, Widersprüche auszuhalten - statt ihnen mit Verboten den Garaus zu machen.

    - Heide Oestreich -

  9. #9

    Registriert seit
    10.12.2009
    Beiträge
    1.478
    Ich bin kein Freund der Burka.
    Aber die sollen sich kleiden, wie sie wollen.
    Wenn sie das verbieten, dann sollen sie auch Miniröcke verbieten.

  10. #10
    Arvanitis
    Zitat Zitat von Ilijah Beitrag anzeigen
    Angeblich kommt die Burka ohnehin nicht vom Islam oder den (Saudi-)Arabern. Las ich mal so, als ich mich noch mit Islam sehr beschäftigte ... zu sehr *g*
    Die ersten vollverschleierten Frauen soll es in Byzanz gegeben haben. Hab ich zumindest mal so gelesen.

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