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War Muḥammad (ﷺ) ein Lügner?

Erstellt von Ismaa'eel, 29.10.2012, 20:45 Uhr · 2 Antworten · 744 Aufrufe

  1. #1

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    Pfeil War Muḥammad (ﷺ) ein Lügner?

    بسم الله الرحمن الرحيم
    Im Namen Aḷḷāhs, der Allerbarmers, des Barmherzigen
    Der Prophet Muḥammad (ﷺ) – war er ein Lügner.png
    [„Niemand darf mit Recht und Wahrheit angebetet werden außer Aḷḷāh, und Muḥammad ist Sein Diener und Gesandter.“]

    Islamic Thought Series #8:
    Lassen Sie uns heute einen Blick auf das Prophetentum Muḥammads (Friede sei auf ihm) werfen. Der Prophet Muḥammad (Friede sei auf ihm) behauptete sein Prophetentum vor über vierzehn Jahrhunderten. Um zu prüfen, ob diese Behauptung wahr ist, müssen wir die historischen Berichte und Zeugnisse bezüglich des Lebens des Propheten (Friede sei auf ihm) rational untersuchen.

    Wenn wir das tun, werden wir in der Lage sein, zu einer ausgewogenen Schlussfolgerung zu kommen.
    In der Epistemologie (die ungefähr als die Lehre des Wissens und Glaubens definiert werden kann) wird das Zeugnis als eine Quelle des Wissens erachtet, und kann korrekt angewandt begründete Glauben bilden. Das Zeugnis ist nur dann eine gültige Wissensquelle, wenn sie aus einer zuverlässigen Quelle stammt, besonders, wenn mehrfache Quellen übereinstimmen. Offensichtlich gibt es Bedingungen, wie wir das Zeugnis zu nutzen haben, doch in den meisten Fällen akzeptieren wir das Zeugnis als eine gültige Wissensquelle.

    Lassen Sie uns einen Blick auf die allgemein akzeptierte gewaltfreie Philosophie Mohandas Gandhi (besser bekannt als Mahatma Gandhi) werfen. Die Mehrheit der Weltbevölkerung hatte nicht die Gelegenheit, ihn zu treffen, mit ihm zu essen oder ihm überhaupt bei einem friedlichen Protest beizuwohnen. Stellen Sie sich für einen Moment vor, es würde die Behauptung gemacht, Mahatma Gandhi sei für eine kurze Zeit Gefängniswächter und bei der Folter von über 2000 Menschen beteiligt gewesen. Für jeden wäre ein Beweis von Nöten, um diese Behauptung überhaupt nur ernst zu nehmen, der die Verleumdung seines Charakters untermauert. Tatsächlich untergräbt eine solche Behauptung eigentlich unser Verständnis, wie Gandhi Indien zur Unabhängigkeit geführt hat, basierend auf einer Philosophie der Gewaltlosigkeit und Menschenrechtsbewegung.

    Wenn wir umgekehrt untersuchen, warum wir eine solch hohe Gewissheit haben, dass Mahatma Gandhi ein Pazifist war, werden wir zu dem Ergebnis kommen, dass ihr das wiederholte Zeugnis zugrunde liegt – das ist, wenn eine große Anzahl von Leuten behauptet hat, etwas zu wissen, dass es unmöglich für sie ist, auf einer Lüge übereinzukommen oder gleichzeitig zu lügen. Das wird durch die Tatsache verstärkt, dass die meisten dieser Menschen sich nie getroffen und zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten gelebt haben. So würde das Behaupten, sie alle hätten gelogen, einer Massenverschwörung gleichkommen, in der Leute über Länder und Zeiträume hinweg etwas komplottieren, um ihre Verbreitung zu garantieren.

    Angesichts des Obigen könnte das Akzeptieren der Verleumdungen über Muḥammads (Friede sei auf ihm) Charakter und das Ablehnen seines Prophetentums mit dem Akzeptieren dieser wankelmütigen und haltlosen Behauptungen über Mahatma Gandhi und das Ablehnen seiner pazifistischen Philosophie gleichgestellt werden. Um Muḥammads (Friede sei auf ihm) Behauptung seines Prophetentums beurteilen zu können, lassen Sie uns die möglichen Optionen erörtern:

    1. Er (Friede sei auf ihm) hat gelogen;
    2. Er (Friede sei auf ihm) war wahnsinnig;
    3. Er (Friede sei auf ihm) war beides, ein Lügner und wahnsinnig;
    4. Er (Friede sei auf ihm) hat die Wahrheit gesprochen.


    1. Hat er gelogen?

    Frühe historische Quellen über das Leben des Propheten Muḥammad (Friede sei auf ihm) illustrieren und betonen die Integrität seines Charakters. Er war kein Lügner und das zu behaupten ist in gleichem Maße unhaltbar. Die Gründe hierfür sind zahlreich, beispielsweise war er sogar bei den Feinden seiner Botschaft als „der Vertrauenswürdige“ bekannt.[1]

    Auch folgt der Beweis des Propheten (Friede sei auf ihm) Vertrauenswürdigkeit und Glaubwürdigkeit zwangsläufig und wird untermauert durch die Tatsache, dass ein Lügner üblicherweise für ein weltliches Ziel lügt, doch wies der Prophet (Friede sei auf ihm) alle weltlichen Begierden zurück und litt heftig für seine Botschaft.[2] Er wies den Reichtum und die Macht zurück, die ihm für das Aufgeben des Verbreitens seiner Botschaft angeboten wurden. Er wurde bedeutend für seinen Glauben verfolgt, boykottiert und aus seiner geliebten Stadt vertrieben – Makkah; man ließ ihn hungern, und er wurde von Kindern gesteinigt, bis sein Blut seine Füße durchnässte. Seine Frau verstarb und seine geliebten Gefährten wurden gefoltert und schikaniert.[3] Das psychologische Profil des Propheten (Friede sei auf ihm) war offensichtlich nicht das eines Lügners, und weiterhin zu behaupten, er wäre ein Betrüger gewesen ist eine schamlose Behauptung ohne jegliche Grundlage. Der neuzeitliche Professor Emeritus in Arabisch und Islamischen Studien W. Montgomery Watt erforscht das in „Muhammad in Mecca“:

    „Seine Bereitschaft, Verfolgung für seinen Glauben zu ertragen, der hochmoralische Charakter der Menschen, die an ihn glaubten und zu ihm aufschauten als einen Führer, und die Größe seiner endgültigen Errungenschaften – all das zeigt seine fundamentale Integrität. Muhammad zu unterstellen, ein Schwindler gewesen zu sein, wirft mehr Fragen auf als es löst.“[4]

    Es war des Propheten (Friede sei auf ihm) Wahrhaftigkeit, die ein Schlüsselgrund für seinen Erfolg war, sowohl auf politischer als auch auf religiöser Ebene. Ohne seine Glaubhaftigkeit, die ein Bestandteil seines moralischen Verhaltens war, hätte er nicht so viel in einer verhältnismäßig kurzen Zeit erreicht. Diese Ansicht wird von den Historikern Edward Gibbon und Simon Oakley in „Geschichte des sarazenischen Reiches“ angesprochen:

    „Dem größten Erfolg in Mohammads Leben lag die schlichte moralische Kraft zugrunde.“[5]

    2. War er wahnsinnig?

    Wenn jemand wahnsinnig ist, ist er der festen Überzeugung eines Glaubens, wenngleich Beweise gegen ihn existieren. Die Lehren Muḥammads (Friede sei auf ihm) sind nicht die eines Wahnsinnigen. Unter all diesen Lehren unterrichtete er uns, wie wir den guten Charakter vervollkommnen und den anderen nützlich sein können.[6] Auch ist bekannt, dass ein Wahnsinniger die Falschheit spricht, während er glaubt, es wäre die Wahrheit. Um diese Behauptung zu untergraben, prophezeite der Prophet (Friede sei auf ihm) viele Dinge, die sich ihm und seiner Gemeinschaft nach ihm ereigneten, betreffend den Frieden, dem Entfernen der tyrannischen Königreiche von Chosrau [der königliche Titel für die zoroastrischen Könige von Persien] und Cäsar und dem Etablieren der Religion des ʾIslām in der ganzen Welt. Diese Geschehnisse ereigneten sich genau so, wie Muḥammad (Friede sei auf ihm) sie prophezeite, und das entspricht nicht der Art eines Wahnsinnigen. Es gibt zahlreiche Beispiele für diese Ereignisse. Zum Beispiel:

    • Der Gesandte (Friede sei auf ihm) prophezeite das Märtyrertum ʿAmmārs in einem Bürgerkrieg: Wie schade, o ʿAmmār, eine rebellische Gruppe wird dich töten.[7]
    • Der Prophet (Friede sei auf ihm) sagte voraus, dass Fatima sich ihm nach seinem Tod als erste anschließen werde: Vor seinem Tod rief der Gesandte seine Tochter Fatima zu seinem Krankenbett und unterrichtete sie, dass sie die erste unter seiner Familie sein werde, die sich ihm nach seinem Tod anschließen werde. Fatima schloss sich ihrem Vater, dem Stolz der Menschheit, sechs Monate später an.[8]
    • Der Prophet (Friede sei auf ihm) prophezeite die mongolische Invasion: „Die Stunde wird nicht eintreffen, bis ihr mit den Khudh und den Kirman von unter den Nichtarabern kämpfen werdet. Sie werden von rötlicher Hautfarbe sein, flache Nasen und kleine Augen haben; ihre Gesichter werden wie flache Schilde aussehen, und ihre Sandalen werden aus Haaren sein.“[9]


    Auch antwortete der Prophet (Friede sei auf ihm) bei einer Mondfinsternis nach dem Tod seines Sohnes Ibrāhīm auf die Frage hin, ob sich die Mondfinsternis aufgrund des Todes seines Sohnes ereignet habe mit: „Sonne und Mond sind zwei Zeichen Aḷḷāhs. Sie verdunkeln sich nicht wegen des Todes oder der Geburt eines Menschen.“[10] Wäre der Prophet (Friede sei auf ihm) tatsächlich durch und durch davon überzeugt gewesen, dass er ein „Auserwählter“ sei, obgleich das nicht stimmte, so hätte er zweifelsohne geglaubt, die Mondfinsternis sei nur aufgrund des Umstandes seiner besonderen Stellung eingetreten und seinen Glauben so zu rechtfertigen gesucht – doch war das nicht der Fall.

    3. War er beides, ein Lügner und wahnsinnig?

    Es ist einer Person nicht möglich, beides, ein Lügner und wahnsinnig zugleich zu sein. Lügen ist etwas Beabsichtigtes, während eine Wahnvorstellung eines persönlichen Glaubens einer falschen Wirklichkeit heraus entspringt. Diese beiden sind zwei völlig konträre Phänomene. So ist es logisch unmöglich, denn der Prophet Muḥammad (Friede sei auf ihm) konnte nicht überzeugt gewesen sein, die Wahrheit zu sprechen und dabei auf der Falschheit beruhen, und zur selben Zeit vorgeben die Wahrheit zu sprechen und dabei auf einer Lüge bauen.

    4. Hat er die Wahrheit gesprochen?

    Dr. William Draper schrieb in „Geschichte der intellektuellen Entwicklung Europas“:

    „Vier Jahre nach dem Tod Justinians, 569 n.Chr., wurde in Mecca, in Arabien, der Mann geboren, der von allen Menschen den größten Einfluss auf die menschliche Rasse ausübte [...] Das religiöse Oberhaupt vieler Imperien zu sein, den Alltag von einem Drittel der Menschheit zu lenken, mag den Titel eines Gesandten Gottes rechtfertigen.“[11]

    Thomas Carlyle schrieb in seinem Buch „Von Helden und Heldenverehrung und heldenhafter Geschichte“:

    „Des Menschen Worte waren nicht falsch, noch waren es seine hienieden Arbeitsweisen [...] Eine feurige Masse von Leben wurde vom großen Busen der Natur selbst geworfen. Die Welt zu entfachten; der Welt Schöpfer hat es so befohlen.“[12]

    Angesichts des Erörterns aller anderen Möglichkeiten kann gesagt werden, dass die obigen Zitate die rationalste Schlussfolgerung bilden.

    So können wir zusammenfassen, dass uns die Beweislage zu den folgenden aufeinanderfolgenden Aussagen und Schlussfolgerungen führt:

    1. Der Prophet (Friede sei auf ihm) könnte ein Lügner, wahnsinnig, beides gewesen sein, oder die Wahrheit gesprochen haben.
    2. Er (Friede sei auf ihm) war weder ein Lügner, noch wahnsinnig, noch beides.
    3. Also sprach er (Friede sei auf ihm) die Wahrheit.


    Antwort auf den Haupteinwand

    Der Haupteinwand gegen das Prophetentum Muḥammads (Friede sei auf ihm) ist die Aussage, dass die Narrationen bezüglichen seines Lebens keine gültige Wissensquelle seien. Diese Narrationen werden als Aḥadīṯ (Singular: Ḥadīṯ) bezeichnet. Ein Ḥadīṯ ist eine Aussage, Handlung oder stillschweigende Billigung oder Missbilligung, die dem Propheten Muḥammad (Friede sei auf ihm) zugeschrieben wird. Dieser Einwand ist sich jedoch mehrerlei Hinsicht selbstwiederlegend. Wenn die Berichte über das Leben des Propheten (Friede sei auf ihm) zurückgewiesen werden, so müsste jegliche etablierte Historie zurückgewiesen werden, einschließlich des Ersten Weltkrieges, der Schlacht bei Hastings und der Normannischen Eroberung Englands. Der Grund hierfür ist, dass die von der Islamischen Wissenschaft übernommene Geschichtswissenschaft weitaus detaillierter und genauer ist als die von vielen Historikern angewandten Methoden.

    Die Wissenschaft des Ḥadīṯ ist sehr gründlich und baut auf die genaue Berücksichtigung der überlieferten Worte, sowie der ausführlichen Biographie der Überlieferer des Ḥadīṯes.
    Ein Ḥadīṯ besteht aus zwei Teilen:

    1. Dem eigentlichen Text der Überlieferung (im Arabischen: matn)
    2. Der Überlieferungskette (im Arabischen: ʾisnād)


    Beides sind wesentliche Bestandteile der Überlieferung eines Ḥadīṯes, denn die Überlieferungskette fungiert als ein Mal der Gültigkeit und Authentizität des Ḥadīṯes. ʿAbdullāh b. al-Mubārak, der Lehrer von ʾImām al-Buḫārī (der bemerkenswerteste Sammler des Ḥadīṯ), sagte:

    „Der ʾIsnād gehört zur Religion: Wäre nicht der ʾIsnād, so könnte jeder sagen, was auch immer er wollte.“[13]

    Die Wissenschaft des Ḥadīṯ ist derart genau, dass sie berücksichtigt, ob ein Ḥadīṯ bei einer einzelnen Person oder von mehreren Leuten überliefert worden ist; von Leuten, welche für ihre Ehrlichkeit bekannt waren, oder von solchen, die dafür bekannt waren, öfters zu lügen; von in der gleichen Stadt Lebenden, oder bei solchen, die an unterschiedlichen Orten ansässig waren. All diese Faktoren werden berücksichtigt, bevor einem Ḥadīṯ die entsprechende Klassifizierung zugesprochen wird.
    Um diese komplexe Wissenschaft zusammenzufassen, zeigen die folgenden groben Klassifizierungen deutlich die Tiefe und Genauigkeit der Ḥadīṯ-Wissenschaft. Demnach kann ein Ḥadīṯ klassifiziert werden:[14]
    1. Nach einem Bezug auf eine bestimmte Autorität. Weiter unterteilt in:

    • Marfūʿ (erhaben) – eine Überlieferung vom Propheten (Friede sei auf ihm), z.B. „Ich hörte den Propheten (Friede sei auf ihm) sagen...“
    • Mauqūf (unterbrochen) – eine Überlieferung von einem Gefährten, z.B. „uns wurde befohlen, zu...“
    • Maqṭūʿ (durchtrennt) – eine Überlieferung von einem Nachfolger.


    2. Nach den Gliedern im ʾIsnād (Überlieferungskette) – unterbrochen oder ununterbrochen. Weiter unterteilt in:

    • Musnad (gestützt)
    • Muttasil (durchgehend) – ein Ḥadīṯ mit ununterbrochener Überlieferungskette, die auf einen Gefährten oder Nachfolger zurückgeht.
    • Mursal (beeilt) – z.B. wenn ein Nachfolger sagt „Der Prophet (Friede sei auf ihm sagte...“
    • Munqati (unterbrochen) – ein Ḥadīṯ, dessen Glied irgendwo vor dem Nachfolger fehlt
    • Mu’adal (rätselhaft) – ein Überlieferer lässt zwei oder mehr aufeinanderfolgende Überlieferer in der Überlieferungskette aus.
    • Mu’allaq (hängend) – ein Ḥadīṯ, dessen Überlieferer die gesamte Überlieferungskette auslässt und den Propheten (Friede sei auf ihm) direkt zitiert.


    3. Nach der Anzahl der Berichtenden in jeder Stufe des ʾIsnād. Weiter unterteilt in:

    • Mutawātir (aufeinanderfolgend) – ein Ḥadīṯ, der massenweise überliefert wurde
    • ʾAḥād (einzeln) – ein Ḥadīṯ, der von Leuten überliefert worden ist, deren Anzahl nicht die eines Mutawātir-Ḥadīṯ erreicht. Diese Kategorie ist weiter unterteilt in drei Unterkategorien:

    1. Mašhūr (bekannt) – überliefert bei mehr als zwei Überlieferern.
    2. ʿAzīz (selten) – in jeder Stufe nur zwei Überlieferer diesen Ḥadīṯ überliefernd gefunden.
    3. Ġarīb (seltsam) – nur ein Überlieferer ihn überliefernd gefunden.

    4. Nach der Natur des Textes und der Überlieferungskette

    • Munkar (kritisiert) – überliefert von schwachen Überlieferern und dessen Überlieferung einem anderen authentischen Ḥadīṯ widerspricht.
    • Mudrağ (hinzugefügt) – wenn ein Ausdruck oder eine Aussage als Hinzufügung eines Überlieferers nachgewiesen wird.


    5. Nach der Zuverlässigkeit und dem Gedächtnis der Überlieferer. Weiter unterteilt in:

    • Ṣaḥīḥ (einwandfrei)
    • Ḥasan (gut) – einer, dessen Quelle bekannt ist und seine Überlieferer eindeutig sind.
    • Ḍaʿīf (schwach) – ein Ḥadīṯ, dessen Kriterien nicht für Ḥasan reichen.
    • Mauḍūʿ (erfunden) – ein Ḥadīṯ, dessen Text den etablierten Normen der prophetischen Aussprüche widerspricht oder dessen Überlieferer Lügner sind.


    Angesichts der Obigen wäre das Zurückweisen der Überlieferungen, die das Leben des Propheten Muḥammad (Friede sei auf ihm) darlegen, gleichbedeutend mit dem Zurückweisen aller bekannten geschichtlichen Tatsachen, denn die Wissenschaft des Ḥadīṯ ist weitaus genauer als die in der westlichen Geschichte angewandten Methoden.


    --------------------------------
    Hiermit endet die Abhandlung, und die Worte Aḷḷāhs ﷻ sollten genügen, um ein jedes Herz beben und sich Ihm nähern wollen zu lassen. Aḷḷāh ﷻ sagt: (Und sprich: „Gekommen ist die Wahrheit und verschwunden ist das Falsche; wahrlich, das Falsche ist immer zum Verschwinden bestimmt.“) [17:81], und Er, der Erhabene sagt weiter: (Und wenn sie dich zurückweisen, so sind schon vor dir Gesandte zurückgewiesen worden, die mit den deutlichen Zeichen, den Schriften und dem erleuchtenden Buch kamen.) [3:184], und Er sagt weiter: (So haben sie die Wahrheit für Lüge erklärt, als sie zu ihnen kam; bald aber soll ihnen von dem Kunde gegeben werden, was sie verspotteten.) [6:5] Es ist die Wahrheit, die über unseren Begierden und Gelüsten stehen sollte, und nicht sie sollen es sein, denen wir dienen und die wir vergöttern; denn ohne Frage sind es die Tiere, die sich ihren Trieben hingeben, und Aḷḷāh ﷻ sagt sinngemäß: (Hast du den gesehen, der zu seinem Gott sich genommen seine eigenen Begierden? Könntest du wohl sein Wächter sein?) [25:43] Wir habe eine moralische Verpflichtung der Wahrheit gegenüber, der wir nachzukommen haben. Lassen wir uns nicht vom iPhone, iPad und dem Kapitalismus verblenden, aus dass wir rechtgeleiten werden mögen.




    [1] Martin Lings, Muhammad: Sein Leben nach den frühesten Quellen. 2te überarbeitete Auflage. The Islamic Texts Society 1983, Seite 34.

    [2] Ibid, Seite 52.

    [3] Ibid, Seiten 53 - 79.

    [4] W. Montgomery Watt, Muhammad in Mecca. Oxford 1953, Seite 52.

    [5] Edward Gibbon und Simon Oakley. Geschichte des sarazenischen Reiches. London 1870.

    [6] Understanding Islam and the Muslims (Englisch)

    [7] Buḫārī, Muslim und Musnad Aḥmad

    [8] Buḫārī

    [9] Muslim

    [10] Buḫārī, Muslim

    [11] Geschichte der intellektuellen Entwicklung Europas. Eine Onlineversion ist hier verfügbar (Englisch): The Project Gutenberg eBook of History of the Intellectual Development of Europe, Volume I (of 2), by John William Draper.

    [12] Von Helden und Heldenverehrung und heldenhafter Geschichte. Eine Onlineversion ist hier verfügbar (Englisch): On Heroes, Hero-worship, and the Heroic in History, by Thomas Carlyle.

    [13] Berichtet von ʾImām Muslim in der Einleitung zu seinem Ṣaḥīḥ.

    [14] An Introduction To The Science Of Hadith: Mu (Englisch)

  2. #2

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