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Weibliche Beschneidung

Erstellt von Amphion, 05.04.2009, 11:50 Uhr · 114 Antworten · 6.380 Aufrufe

  1. #61
    benutzer1
    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen

    habe ich etwas mißverstanden?
    Wie sieht denn der Islam und der Judaismus die Beschneidung im Grundsatz? Ablehnend?


    Ja klar, weil sie ihren Ursprung in der Sunna bzw. im Islam habe, heißt die weibliche Beschneidung auch Pharaonische Beschneidung!!!

    Klarrr, mit Sicherheit!!!


    Im Koran ist nicht einmal die Rede von der Beschneidung, weder bei Jungen noch bei Mädchen!!!
    Den Hadhiten kann man entnehmen, dass die Beschneidung bei Jungen empfohlen wird. Von Mädchen ist keine Rede!!!



    Wie wäre es, wenn du dich erstmal erkundigen würdest, bevor du solchen Schwachsinn an den Tag legst!!

    Von dem abgesehen, haben sich viele Rechtsgelehrte(Bsp. Al-Qaradawi - dieStandard.at) gegen die weibliche Beschneidung geäußert und es gibt genügend Organisationen, die diese bekämpfen (FGM)!!

  2. #62

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630
    Zitat Zitat von Catty_Saucy_Crazy Beitrag anzeigen
    Ja klar, weil sie ihren Ursprung in der Sunna bzw. im Islam habe, heißt die weibliche Beschneidung auch Pharaonische Beschneidung!!!

    Klarrr, mit Sicherheit!!!


    Im Koran ist nicht einmal die Rede von der Beschneidung, weder bei Jungen noch bei Mädchen!!!
    Den Hadhiten kann man entnehmen, dass die Beschneidung bei Jungen empfohlen wird. Von Mädchen ist keine Rede!!!



    Wie wäre es, wenn du dich erstmal erkundigen würdest, bevor du solchen Schwachsinn an den Tag legst!!

    Von dem abgesehen, haben sich viele Rechtsgelehrte(Bsp. Al-Qaradawi - dieStandard.at) gegen die weibliche Beschneidung geäußert und es gibt genügend Organisationen, die diese bekämpfen (FGM)!!

    du mußt mich nicht gleich beschimpfen.
    Diesen Thread habe ich eröffnet, damit die Sensibilität und das Bewußtsein zu diesem Thema gefördert werden, durch einen regen austausch, den es auch gibt.
    Aber es gibt heute keinen Pharao mehr, und die Beschneidung soll überwiegend bis ausschließlich in den islamischen Landen praktiziert werden.

  3. #63
    benutzer1
    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen

    du mußt mich nicht gleich beschimpfen.
    Diesen Thread habe ich eröffnet, damit die Sensibilität und das Bewußtsein zu diesem Thema gefördert werden, durch einen regen austausch, den es auch gibt.
    Aber es gibt heute keinen Pharao mehr, und die Beschneidung soll überwiegend bis ausschließlich in den islamischen Landen praktiziert werden.

    Ich habe auch nie das Gegenteil behauptet!!

    So etwas ist grausam und Menschen entwürdigend!!

    Jedoch würde ich dem Islam hier für nicht die Schuld geben!!

    Unter den Schiiten werden oft blutische Geißelungen vollzogen, solche Geißelungen fanden auch schon unter Christen statt (Im Gedenken an den Propheten Jesus (a.s.)(. Jedoch wird so etwas weder in der Bibel, noch im Koran vorgeschrieben!! Du kannst nicht immer für solch grausame Taten die Schuld bei den Religionen suchen. Fang an sie bei den Menschen selbst zu suchen!!! Die Intention von Religionen ist ein friedliches Zusammenleben und Miteinander der Menschen!!!

  4. #64

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630
    Zitat Zitat von Catty_Saucy_Crazy Beitrag anzeigen
    Ich habe auch nie das Gegenteil behauptet!!

    So etwas ist grausam und Menschen entwürdigend!!

    Jedoch würde ich dem Islam hier für nicht die Schuld geben!!

    Unter den Schiiten werden oft blutische Geißelungen vollzogen, solche Geißelungen fanden auch schon unter Christen statt (Im Gedenken an den Propheten Jesus (a.s.)(. Jedoch wird so etwas weder in der Bibel, noch im Koran vorgeschrieben!! Du kannst nicht immer für solch grausame Taten die Schuld bei den Religionen suchen. Fang an sie bei den Menschen selbst zu suchen!!! Die Intention von Religionen ist ein friedliches Zusammenleben und Miteinander der Menschen!!!
    nun, du weißt sicher, daß ich keinen sehr großen Unterschied zwischen Christianismus und Islamismus sehe, so gesehen haben beiden denselben Kern, sie sind eine religion mit leicht mentalen Anweichungen.

    Weit du vielleicht, ob Naturreligionen die Beschneidung an Frauen vornehmen ?

    Oder die Buddhisten?

    Oder, wie ich, die Anhänger des Olympischen Geistes?

    Du selber sagst es ja selber, überwiegend bis ausschließlich in muslimischen Landen.

    So kann geprüft werden, wer für was verantwortlich zeichnet.

    Zum Wohle des Menschen, der Frau und Mannes.

  5. #65
    benutzer1
    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen
    nun, du weißt sicher, daß ich keinen sehr großen Unterschied zwischen Christianismus und Islamismus sehe, so gesehen haben beiden denselben Kern, sie sind eine religion mit leicht mentalen Anweichungen.

    Weit du vielleicht, ob Naturreligionen die Beschneidung an Frauen vornehmen ?

    Oder die Buddhisten?

    Oder, wie ich, die Anhänger des Olympischen Geistes?

    Du selber sagst es ja selber, überwiegend bis ausschließlich in muslimischen Landen.

    So kann geprüft werden, wer für was verantwortlich zeichnet.

    Zum Wohle des Menschen, der Frau und Mannes.

    haha... der Ursprung dessen liegt doch in den animistischen Religionen!!!

    Man merkt, wie viel Ahnung du doch hast!!!

  6. #66

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630
    Zitat Zitat von Catty_Saucy_Crazy Beitrag anzeigen
    haha... der Ursprung dessen liegt doch in den animistischen Religionen!!!

    Man merkt, wie viel Ahnung du doch hast!!!
    Catty, der Ursprung ist egal - was ist heute?
    Das hier und heute zählt, und die Beschneidung ist überwiegend bis ausschließlich in muslimischen Landen zu finden.
    Das ist Faktum, oder etwa nicht?

  7. #67

    Registriert seit
    18.03.2008
    Beiträge
    20.935
    Das ist...einfach scheiße
    Erleiden die Frauen nicht schon genug Schmerzen bei der Geburt, dass sie dann auch noch das machen müssen?

  8. #68
    Leila
    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen
    Menschenrechte - Frauenrechte
    --------------------------------------

    Weibliche Beschneidung (Genitalverstümmelung, FGM)

    FGM (= Female Genital Mutilation) ist vor allem in Afrika bei vielen Stämmen verbreitet. In Ägypten, Äthiopien, dem Sudan oder Djibouti sind fast 100% der Frauen betroffen. In anderen Ländern sind nur die Angehörigen mancher Stämme beschnitten, so z.B. in Nigeria, Mali, Burkina Faso, Senegal, Kenia etc. FGM kommt aber auch auf der arabischen Halbinsel (z.B. Vereinigte Arabische Emirate, Süd-Jemen) und in Teilen Asiens vor.

    Schätzungen zufolge sind weltweit zwischen 100 und 157 Millionen Frauen und Mädchen von der weiblichen Beschneidung betroffen. Jedes Jahr kommen etwa zwei Millionen Mädchen hinzu. Es werden also pro Tag etwa 6000 Mädchen beschnitten. Die Beschneidung bei Mädchen kann derjenigen bei Jungen nicht gleichgesetzt werden, da sie im allgemeinen den Sexualorganen einen weit größeren Schaden zufügt und viel öfter weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Daher wird sie von Außenstehenden nicht als Beschneidung, sondern als weibliche Genitalverstümmelung bezeichnet. Es gibt viele verschiedene Formen:

    milde Sunna (sunna = arab. "Tradition"): Einstechen, Ritzen oder Entfernen der Vorhaut der Klitoris;

    modifizierte Sunna: teilweise oder vollständige Entfernung der Klitoris;

    Clitoridektomie/Beschneidung: Entfernung eines Teils oder der gesamten Klitoris sowie eines Teils oder der gesamten inneren Schamlippen. Diese Operation ergibt häufig ein Narbengewebe, das so groß ist, dass es die vaginale Öffnung bedeckt;

    Infibulation/pharaonische Beschneidung: Entfernung der Klitoris und der inneren Schamlippen sowie der inneren Schichten der äußeren Schamlippen. Die übriggebliebenen äußeren Schamlippen werden dann mit Katzendarm zusammengenäht oder mit Dornen aneinander befestigt. Diese verbleibende Haut wächst zusammen. Ein kleines Stück Rohr wird in die Wunde gesteckt, um eine Öffnung für Urin und Menstruationsblut zu lassen.

    Der Eingriff wird mit unterschiedlichsten Instrumenten wie Rasierklingen, Scheren, Messern oder Glasscherben vorgenommen. Er erfolgt meist ohne jegliche Anästhesie und Desinfektion, manchmal werden Naturheilmittel eingesetzt. Die Verstümmelung wird von Hebammen oder alten Frauen, seltener von männlichen Priestern oder Barbieren vorgenommen. Das Alter der Mädchen liegt in der Regel zwischen 4 und 8 Jahren.

    Der Hintergrund: FGM ist ein alter Brauch, der auf die Zeit vor der Entstehung der monotheistischen Religionen zurückgeht. Er ist bei Moslems wie auch Christen und Animisten verbreitet. Die Gründe, die für die Durchführung der Genitalverstümmelung angeführt werden, sind äußerst vielfältig:

    Genitalverstümmelung sei ein religiöses Gebot (allerdings wird weder im Koran noch in der Bibel weibliche Beschneidung erwähnt bzw. gerechtfertigt).

    Das weibliche Geschlecht sei hässlich und unrein, die Beschneidung und Infibulation schütze die Frau vor Krankheiten, Ausfluss, Würmern etc.

    Die Verstümmelung mache die Mädchen zu vollwertigen Frauen, weil der "männliche Teil" der Frau entfernt werde.

    Die Verstümmelung verringere das sexuelle Verlangen der Frauen und schütze sie selbst vor ihrer ungezügelten Sexualität.

    Die Verstümmelung steigere die Fruchtbarkeit und die Heiratschancen der Frau.

    Männer empfänden größeres sexuelles Vergnügen mit infibulierten Frauen.


    Alte Traditionen müssten bewahrt werden, Einwände gegen diese Tradition seien auf die "Verwestlichung" zurückzuführen.

    Das eigentliche Motiv für die Genitalverstümmelung wird dagegen häufig in den patriarchal strukturierten Gesellschaften gesehen. Die Verstümmelung dient der Kontrolle der weiblichen Sexualität und soll als Schutz vor dem Verlust der Jungfräulichkeit und vor Promiskuität in der Ehe fungieren. Die gesundheitlichen Folgen sind gravierend:

    Schockzustände aufgrund des hohen Blutverlustes;

    Blutvergiftung, Tetanus;

    Infizierung mit Kinderlähmung, Hepatitis und HIV;

    Probleme mit der Harnentleerung, Schädigung und Infektionen der Harnwege und der Nieren;

    Eileiter- und Gebärmutterentzündungen, Sterilität;

    Starke Schmerzen bei der Monatsblutung;

    Schmerzen beim Sex bei infibulierten Frauen, vor allem nach der Hochzeit bzw. nach den Geburten, wenn der Mann beim Verkehr die winzige Öffnung penetriert;

    Problematische, für Mutter und Kind lebensgefährliche Geburten bei infibulierten Frauen (die Vaginalöffnung ist zu klein und muss vor der Geburt meist operativ geöffnet werden, um die Geburt zu ermöglichen. Das Narbengewebe ist unelastisch und verursacht große Schmerzen beim Geburtsvorgang. Kaiserschnitte und Zangengeburten sind häufige Folge. Nach der Geburt wird die Frau wieder bis auf eine stecknadelkopfgroße Öffnung zugenäht);

    häufige Krankheiten binden die Frau ans Haus, sie kann nicht regelmäßig einer Arbeit nachgehen oder die Schule besuchen;

    die psychischen Folgen sind Reaktionen, die den Folgen anderer Traumata ähneln: Verdrängung und Abspaltung, Angstreaktionen, Depressionen und Verhaltensstörungen. Oft existiert ein Gebot, nicht über die empfundenen Schmerzen zu sprechen.

    Was wird gegen weibliche Genitalverstümmelung getan? In vielen Ländern wurden Gesetze gegen weibliche Genitalverstümmelung verabschiedet. In Ägypten empfahl der Gesundheitsminister in einer Resolution, dass die teilweise Klitorisentfernung, durchgeführt von Ärzten, an die Stelle der extremeren Eingriffe treten solle. Auch im Sudan und in Kenia existieren gesetzliche Verbote. FGM stellt aber einen integralen Bestandteil der dortigen Gesellschaft dar. Die Gesetze bewirkten zunächst einen Aufschwung der Verstümmelungspraxis im Untergrund. Oft wurden verblutende Mädchen nicht mehr zum Arzt gefahren. Wenn die Gesetze von Kolonialmächten verabschiedet wurden, formierten sich oft starke Gegenbewegungen.

    Die weibliche Genitalverstümmelung ist keineswegs nur auf primitive Stämme beschränkt und im Aussterben begriffen, im Gegenteil: sie wird auch von der Mittelschicht und in den Städten praktiziert und breitet sich in Afrika immer weiter aus. Tendenziell werden immer drastischere Prozeduren anstelle der milden bevorzugt; die Operationen (früher bei Eintritt ins Erwachsenenalter) werden an immer jüngeren Mädchen, auch an Säuglingen, vorgenommen, da diese nicht so starken Widerstand leisten können.

    Weibliche Genitalverstümmelung ist erst vor wenigen Jahren Thema internationaler Menschenrechts- und Gesundheitsorganisationen geworden. Jetzt wird auch in westlichen Ländern FGM von Flüchtlingen und Einwanderern praktiziert. Außer in Frankreich wurden hier jedoch noch keine konsequenten Maßnahmen gegen diese Praxis getroffen. FGM wird oft verharmlost. Man geht von der liberalistischen Position aus, dass man sich in andere Kulturen und Traditionen aus Toleranz nicht einmischen solle. Es ist für Außenstehende auch schwer verständlich, dass gerade Frauen diese für sie so schädliche Prozedur an ihren Töchtern vornehmen lassen, weil sie die Heirats- und damit Lebenschancen ihrer Kinder innerhalb ihrer Kultur erhöhen wollen.


    Heute gibt es in vielen Ländern kleine Projekte und lokale Fraueninitiativen, die auf vielen Ebenen gegen Genitalverstümmelung und ihre Folgen vorgehen: Durch Aufklärungsarbeit, medizinische Versorgung, Mädchenschutzhäuser, Bildung und Qualifizierung sowie Schaffung von alternativen Arbeitsplätzen für Hebammen. Außerdem werden andere Riten und Feste als Alternativen gefördert, um der Angst vor dem Verlust kultureller Identität entgegenzuwirken.

    Quelle:
    http://www.dadalos-d.org/deutsch/menschenrechte/grundkurs_mr3/frauenrechte/warum/beschneidung.htm


    ---------------------------------------
    Anmerkung:
    Meinerseits wird jede Verstümmelungsideologie rigoros und ohne wenn und aber abgelehnt.



  9. #69

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    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Das ist...einfach scheiße
    Erleiden die Frauen nicht schon genug Schmerzen bei der Geburt, dass sie dann auch noch das machen müssen?
    ja, müssen sie denn wirklich?
    Falls ja, warum müssen sie denn müssen?

  10. #70

    Registriert seit
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    23.630

    Daumen hoch NULL Toleranz den Idelogien der Beschneidung


    Ganz meine Meinung: NULL Toleranz den Idelogien der Beschneidung
    ----------------------------------

    Katja Husen - Kampf gegen Beschneidung: Verbote und Aufklärung nötig
    http://www.katja-husen.de/politik/frauen/103472.html

    03.02.2006: Zum internationalen Tag "Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung" am 5. Februar erklären Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Katja Husen, Frauenpolitische Sprecherin des Bundesvorstands:

    Zum dritten Mal nun findet dieser Gedenktag statt. Weltweit leben circa 150 Millionen Mädchen und Frauen, die an ihren Genitalien verstümmelt wurden. Und täglich kommen neue hinzu.


    Wir müssen die Beschneidung auf nationaler und auf internationaler Ebene bekämpfen. International muss Genitalverstümmelung viel stärker Thema bilateraler Regierungsverhandlungen werden. Obwohl Genitalverstümmelung in vielen Ländern verboten ist, sehen die örtlichen Behörden zu oft weg, wenn dieser grausame Brauch weiterhin betrieben wird. Deshalb fordern wir die Bereitstellung von Entwicklungsgeldern für entsprechende Aufklärungsprojekte in den betreffenden Ländern. Dabei sind vor allem die Frauen anzusprechen, die als Beschneiderinnen hohes gesellschaftliches Ansehen genießen.
    Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, die den Mädchen irreparable psychische und physische Schäden zufügt. Die Folgen der Genitalverstümmelung sind meistens schmerzhafter Geschlechtsverkehr, Frigidität und lebensgefährliche Komplikationen für Mutter und Kind bei der Geburt. Hinzu kommen enorme seelische Belastungen sowie negative Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand der Frauen.


    Genitalverstümmelung ist in Deutschland strafbar und gilt nach dem Zuwanderungsgesetz als eigenständiges Abschiebungshindernis. Strafrechtliche Verfolgung und gesetzlicher Schutz sind ein wichtiger Bestandteil der Bekämpfung der Praxis weiblicher Genitalverstümmelung. Um die traditionelle Praxis der Mädchenbeschneidung abzustellen, reichen Verbote alleine aber nicht aus. Es bedarf einer Sensibilisierung und Aufklärung sowohl der betroffenen Frauen und Familien als auch der Berufsgruppen, die mit den Folgen von Genitalverstümmelung zu tun haben. Dazu müssen umfassende und mehrsprachige Beratungs- und Informationsangebote bereitgestellt werden. Für Ärztinnen und Ärzte, Hebammen, Psychologinnen und Sozialpädagogen muss das Thema Genitalverstümmelung Bestandteil von Ausbildung und Fortbildung dieser Berufsgruppen werden.


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