Hilandar oder Chelandar ist gleichzeitig mit Studenica eines der berühmtesten historischen serbisch-orthodoxen Klöster. Es wurde im Jahre 1199 fertiggestellt, befindet sich in der autonomen griechischen Mönchsrepublik Athos, und genießt weitgehende Selbstverwaltung. Der gesamte 336 km² große Klosterstaat auf der Halbinsel Chalkidike wurde 1988 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Ein Großteil des riesigen ausgedehnten, aus mehreren Gebäuden bestehenden Komplexes wurde am 6. März 2004 durch einen Brand, welcher angeblich durch einen defekten Heizlüfter verursacht wurde, stark zerstört. Für wahrscheinlicher halten die Experten nach einem neuartigen Laserscan des gesamten Komplexes einen Fall von Brandstiftung. Dem Feuer fielen viele uralte Kirchenschätze, Ikonen-Wandmalereien (Fresken), die Bibliothek (alles aus dem 12. und 13. Jahrhundert) sowie das Weiße Rasthaus und uralte Gästebuch zum Opfer. Der Schaden wird auf über 20 Millionen Euro geschätzt, doch der Verlust an unwiederbringlichem Wissen und an jahrhundertealten Schätzen ist unbezahlbar. Die Renovierung werde mindestens bis 2014 andauern, erklärten Experten, da es im Moment an Spendengeldern fehle und der Schaden erheblich sei. Serbiens Ministerpräsident Vojislav Koštunica hat in seinem Land einen Spendenaufruf zur Wiederherstellung des Klosters getätigt, aber auch die Orthodoxe Kirche sammelt Mittel zur Restaurierung.

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