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Yezidische Glaubensriten in Deutschland: Ehrenmorde

Erstellt von Magnificient, 29.03.2006, 10:05 Uhr · 29 Antworten · 6.857 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Magnificient

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    Yezidische Glaubensriten in Deutschland: Ehrenmorde

    Zum Heiraten gezwungen Yezidische Glaubensriten in Deutschland

    " Nur Leute aus unseren Kreisen"
    Ist das nur eine Haltung der älteren Generation oder denken die jungen Leute auch noch so?", wollen wir von den jungen Yeziden wissen. "Wir stehen zu unserer Religion", erklärt uns ein Jugendlicher. "Es wird uns so beigebracht. Und wir sehen das auch so. Wir nehmen nur Leute aus unseren Kreisen. Wir haben keine Vorurteile gegen andere Kulturen, aber wir meinen, dass unsere Kultur eben sauber ist. Unsere kurdischen Frauen und Mädchen sind sauber."

    Gülcyn und ihr Ehemann sind vor ihren Eltern geflohen, müssen anonym bleiben. Gülcyn ist yezidische Kurdin und hat ihren Mann, einen Moslem, vor einem deutschen Standesamt geheiratet. In ihre Familie gilt diese Ehe als Schande.

    "Meine Eltern rasten immer aus, die Brüder sowieso", erzählt sie. "Dann ist da noch der Gruppenzwang von den Onkels und Tanten, die meinen, sie müssten sich einmischen.

    Der Zwang ist irgendwann so groß, dass die Eltern sagen: 'Wenn Du mir das antust und mich in Schande bringst, abhaust, dann werde ich Dich suchen, finden und werde Dir dann Deine Strafe geben, die Dir zusteht - eventuell auch den Tod.'"

    Gejagt von der Familie

    Das ist keine leere Drohung. Gülcyn muss um ihr Leben fürchten. Seit drei Jahren ist sie auf der Flucht. Die Polizei hilft ihr, besorgte ihr eine neue Identität. Gülcyn stammt aus Celle in Niedersachsen. 5.000 yezidische Kurden wohnen hier, die größte Gemeinde Europas. Sie sind in der Türkei verfolgt und vertrieben worden, leben heute zurückgezogen in ihrer Parallelgesellschaft. Im Straßenbild fallen sie kaum auf.

    Nur selten gestatten die Yeziden Einblick in ihre geschlossene Welt. Sie glauben nicht an einen Gott, sondern an Engel. Ihre Religion ist mehr als 1000 Jahre alt und gibt sich friedlich. Zumindest nach außen. Denn nach innen herrschen strenge Gesetze. Ihr Glaube erlaubt ihnen nur, untereinander zu heiraten. Diese Regel erzwingen die Familien ohne Rücksicht auf den Willen der Betroffenen

    Als junge Mädchen versprochen

    Die Frauen sind rechtlos. Schon als junge Mädchen werden sie Neffen oder Cousins zugesprochen. Dies aber leugnen yezidische Geistliche (Pecimam) in der Öffentlichkeit, so auch das religiöse Oberhaupt der Yeziden in Europa, Hassan Karrat: "Die yezidische Religion legitimiert keine Gewalt und keine Zwangsverheiratungen. In diesem Zusammenhang sind uns keine Fälle bekannt. Es werden sehr viel Lügen in den Medien verbreitet, lauter Verleumdungen. Die yezidische Religion ist eine sehr friedliche."

    Die Polizei in Celle macht andere Erfahrungen. Sie kennt Dutzende Fälle von geflohenen und verfolgten jungen Frauen. Ein Polizei-Plakat erinnert junge Yezidinnen an ihre Menschenrechte - eine ohnmächtige Geste.


    Frauen bekommen neue Identität

    Frontal21 trifft einen Ermittler, der sich um die Verfolgten kümmert. Er muss unerkannt bleiben. Er hat auch Gülcyn und ihren Mann in Sicherheit gebracht: "Die Frauen berichten grundsätzlich von erheblicher, mindestens psychischer Gewalt in der Familie, aber auch sehr oft von körperlicher Gewalt", erzählt er. "Gerade die männlichen Vertreter versuchen hier ihre althergebrachten Regeln durchzusetzen - mit aller Gewalt. Von körperlicher Bestrafung, einsperren, Pass wegnehmen wird sehr oft berichtet."


    Die Beamten verstecken die Frauen vor ihren Familien, sorgen für neue Papiere, neue Identitäten. Dennoch konnten sie eine Reihe so genannter Ehrenmorde, auch in Celle, nicht verhindern. "Es geht hier um Grund- und Menschenrechte, die wir durchzusetzen haben", meint der Ermittler. Wir können einfach nicht erlauben, dass Volksgruppen meinen, sie könnten nach weit überholten, 1000 Jahre alten Gesetzen leben und ihre Frauen unterdrücken, verkaufen oder zwangsverheiraten."

    http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,...261788,00.html

  2. #2
    Avatar von Magnificient

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    Laut Yezidischem Glaube sind Ehrenmorde ein Muss.

    Was soll man hier machen ??

  3. #3
    Crane
    Mal wieder typisch... immer wenn scheiße passiert, dann sind es wieder die bösen Kurden gewesen. Immer dasselbe, ihr baut selber soviel Scheiße, doch anstatt mal eure eigenen Probleme zu betrachten müsst ihr immer mit dem Finger auf Andere zeigen. Das ist doch echt zum Kotzen.

  4. #4
    Avatar von Magnificient

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    Zitat Zitat von Hellenic
    Mal wieder typisch... immer wenn scheiße passiert, dann sind es wieder die bösen Kurden gewesen. Immer dasselbe, ihr baut selber soviel Scheiße, doch anstatt mal eure eigenen Probleme zu betrachten müsst ihr immer mit dem Finger auf Andere zeigen. Das ist doch echt zum Kotzen.

    Hallo,

    Morde zur Wiederherstellung der Familienehre stehen in der Türkei unter Strafe, aber 90% der Ehrenmorde werden von Yeziden verübt!!!

  5. #5
    Avatar von Magnificient

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    Ankara - Durch sogenannte Ehrenmorde und Blutrache sind in der Türkei in den Jahren 2000 bis 2005 insgesamt 1190 Menschen getötet worden. Die meisten Fälle seien im vorwiegen kurdischen Osten und Südosten des Landes registriert worden, teilte die Polizei in Ankara mit. Unter den Opfern waren 710 Männer und 480 Frauen. In 29 Prozent der Fälle wurden Menschen getötet, um die verletzte Ehre einer Familie wieder herzustellen.

    Die türkische Regierung und Menschenrechtsgruppen setzten sich in den vergangenen Jahren gegen die sogenannten Ehrenmorde ein. Bei einer Umfrage in der überwiegend kurdischen Stadt Diyarbakir befürworteten im vergangenen Oktober 37 Prozent der Befragten die Tötung einer Frau nach einer außerehelichen Affäre. Hintergrund von Blutfehden sind auch Schulden, oder Streitigkeiten um Land. Die Türkei schafft die Todesstrafe endgültig ab und kommt einer EU-Forderung nach. Wie ein Sprecher des Außenministeriums am Freitag mitteilte, darf ab 1. Juni auch in Kriegszeiten niemand zum Tode verurteilt werden. Die Türkei hatte die Todesstrafe in Friedenszeiten bereits abgeschafft. AFP/rtr

  6. #6
    Avatar von Magnificient

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    Die junge Deutsche türkisch-kurdischer Herkunft galt für ihre streng konservative Familie als Verstoßene. Denn Hatin Sürücü hatte sich von ihrer Familie abgewendet und ein neues Leben begonnen - um endlich nach ihren eigenen Regeln leben zu können. In Berlin aufgewachsen, heiratete sie mit 16 Jahren ihren Cousin in Istanbul. Die Hochzeit war von den Eltern arrangiert worden. Durch die konservativen Familientraditionen fühlte sich Hatin Sürücü jedoch bald eingeengt: Sie ließ sich scheiden und kehrte mit ihrem kleinen Sohn nach Berlin zurück.

  7. #7
    Rehana
    Ehrenmorde sollte Verboten werden

  8. #8
    Avatar von Magnificient

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    Zitat Zitat von aj-she
    Ehrenmorde sollte Verboten werden
    Ja ist ja verboten bloss halten die sich eben nicht daran.

  9. #9
    Rehana
    Zitat Zitat von Magnificient
    Zitat Zitat von aj-she
    Ehrenmorde sollte Verboten werden
    Ja ist ja verboten bloss halten die sich eben nicht daran.
    Ja leider
    Bei so welchen Geschichten traut man sich nicht seine eigenen Brüder anzugucken 8O

    So was passiert überall..man soll z.B auch nie einen Albaner oder Türken fragen was ihre Schwestern gerade machen,sehr böse 8O

  10. #10
    Avatar von Denny

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    1.558
    Vor einigen Jahren wurde vor Weinachen allso vor Heiligabend
    Ein Junger Albaner getötet. Weil er sich von seiner Verlobten trennen wolte. hat aber schon mit ihr geschlaffen. die beiden Brüder haben in im Wald erschossen.

    Und sind sofort nach MK geflohen einer wurde aber dan an der Grenze aufgehalten und sitzt jetzt lebenslag.

    Der Bruder des Toten ging mit mir zur Schule. Vater des toten schwört auf rache.

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