Südafrika: „Meiner ist größer“: Penismessen endete tödlich

Es klingt wie ein Witz, wurde jedoch tödlicher Ernst. In einer Kneipe in Durban stritten zwei Südafrikaner auf der Toilette darüber, wer den größeren Penis besaß. Am Ende waren drei Männer erschossen und zwei verwundet. Fünf Tatverdächtige wurden festgenommen, unter ihnen zwei Polizisten.


Im „Merseyside Pub and Tavern“ hatte sich eine Gruppe von Männern das WM-Qualifikationsspiel England gegen Kroatien angesehen. Zwei Gäste, möglicherweise angetrunken, gingen aufs Pissoir. Ein Beamter schildert den Vorfall so: „Der Inder sah wohl rüber und sagte zu dem Weißen, er habe den größeren Penis. Der Weiße war sauer und verließ die Toilette. Draußen sagte er seinen Freunden, dass er von dem Inder angepöbelt wurde.“ In Durban lebt die größte Gemeinde von Indern in Südafrika, deren Vorfahren im 19.Jahrhundert nach Südafrika eingewandert waren.
Daraufhin sei es in der Kneipe zu einem lauten Streit zwischen den Weißen und einer Gruppe von Indern gekommen. „Rassistische Beleidigungen flogen hin und her, dann verließen fünf der Inder wutentbrannt die Bar“, sagte eine Kellnerin. Sie gingen zu ihren Autos und holten sich Schusswaffen. Minuten später kehrten sie zurück und eröffneten „kaltblütig und systematisch“ das Feuer. Drei der Weißen – Nick Jansen van Rensburg, 57, Rory Menzes, 40, und Shawn Strydom, 33 – starben noch in der Kneipe, zwei weitere wurden schwer verwundet ins Krankenhaus gebracht. Die Täter verließen die Kneipe und fuhren davon. Kurz darauf verhaftete die Polizei die fünf Inder; zwei besaßen Revolver, die offenbar als Tatwaffen in Frage kommen. Es handle sich um Polizeibeamte, erklärte ein Sprecher.
Die Kellnerin Michelle erklärte unter Tränen, mehrere der Opfer seien Stammgäste gewesen. Ihr eigener Mann habe einen Streifschuss am Kopf abbekommen.





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