Songs von Britney Spears bis AC/DC sollten die Häftlinge in den Wahnsinn treiben - die Gefangenen von Guantanamo wurden auch mit Popmusik gefoltert. Erstmals schlossen sich jetzt prominente US-Musiker wie Pearl Jam und R.E.M. zusammen, um eine Kampagne zur Schließung des Lagers zu starten.

Washington - Schon der Name klang zynisch: "Disco" hieß der spezielle Ort, an dem die Gefangenen von Guantanamo mit Musik zermürbt wurden. Die Folter bestand in der permanenten Wiederholung verschiedenster Songs in brachialer Lautstärke.

Zum Einsatz kamen alle möglichen Genres: Neben Heavy Metal und Pop auch Kinderlieder wie "I Love You" von Barney the Dinosaur". Text: "I love you, you love me/ We're a happy family!"

Gegen den menschenverachtenden Einsatz ihrer Stücke hatten sich Künstler erstmals im Dezember 2008 zusammengetan, quasi als kreative Nachhut des Roten Kreuzes, der Vereinten Nationen und des Europäischen Gerichtshofes, die sich schon vorher gegen den militärischen Missbrauch von Kunst ausgesprochen hatten.

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