Nach Informationen von Human Rights Watch (HRW) hat Syrien Landminen entlang seiner Grenzen zur Türkei und zum Libanon gelegt. Das syrische Regime verhindert so, dass Menschen aus dem Land fliegen, so die Menschenrechtsorganisation. Die betroffenen Routen würden auch zum Transport von Verletzten genutzt.

Syrien hat nach Informationen von Human Rights Watch (HRW) Landminen entlang seiner Grenzen zur Türkei und zum Libanon gelegt. „Das syrische Regime verhindert, dass Menschen ins Land kommen und aus dem Land fliehen“, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Dienstag. Die Führung des Landes gehe dabei in einer „mörderischen Art und Weise“ vor, da die betroffenen Routen nicht nur von Flüchtlingen sondern auch für den Transport von Verletzten genutzt würden.

Die in New York ansässige Organisation stützte sich auf Berichte von Augenzeugen und Minenräumern. Ihnen zufolge deponierte die syrische Armee die Minen in den vergangenen Monaten. Das jüngste Opfer war demnach ein junger Syrer, dem am 5. März ein Bein weggefetzt wurde, als er nach einem Aufenthalt in der Türkei die Grenze zu Syrien passierte und auf eine Mine trat. Ein 15-Jähriger verlor im Februar HRW zufolge ebenfalls ein Bein, als er einem Angehörigen zur Hilfe eilte, der aus der bombardierten Stadt Homs geflohen war.

Ebenso wie der Libanon hat Syrien die internationale Konvention zum Verbot von Antipersonenminen nicht unterzeichnet. HRW forderte Syrien auf, die Platzierung der Minen sofort einzustellen. Diese können noch Jahre später explodieren und sind so ein überaus hohes Risiko für die Zivilbevölkerung.