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Klimawandel

Erstellt von papodidi, 03.07.2012, 01:01 Uhr · 241 Antworten · 22.548 Aufrufe

  1. #41

    Registriert seit
    27.08.2008
    Beiträge
    4.883
    Zitat Zitat von WhiteJim Beitrag anzeigen
    Du bist Experte auch auf dem Gebiet?
    Da braucht man kein Experte zu sein, logisch denken reicht.

  2. #42
    Avatar von liberitas

    Registriert seit
    02.01.2011
    Beiträge
    11.185
    Wird das Klima immer verrückter?

    Meteorologische Extremereignisse sind in der Welt der Klimawissenschaft von großem Interesse, da diese einen starken Einfluss auf unser Leben und unsere Umwelt ausüben können. Ob und inwieweit sich die Häufigkeit von seltenen bzw. exzessiven Ereignissen geändert hat (und noch ändern wird) ist daher auf der gesamten Welt Gegenstand laufender Untersuchungen. Ein Teil der noch vorhandenen Unsicherheiten im Hinblick auf die Zukunftserwartungen extremer Ereignisse geht auf die auch in Großrechenanlagen (noch) zu geringe Kapazität und Rechengeschwindigkeit zurück, das Klimasystem wirklichkeitsnah simulieren zu können. Hier ist jedoch Optimismus angebracht, und mit Verbesserungen ist mit jedem neuen Modelllauf zu rechnen – das gilt ganz besonders für regionale Modelle im komplizierten Alpenraum

    Ereignisse werden als extrem bezeichnet wenn diese mit besonders hohen oder niedrigen Intensitäten einhergehen. Oft führt aber auch die extreme Wirkung auf Mensch und Natur zur Klassifizierung als Extremereignis wie im Fall von Gewittern, Sturmtiefs und Überflutungen. Extremereignisse hinsichtlich der Temperatur sind Hitzetage (maximale Temperatur >30°C), tropische Nächte (minimale Temperatur >20°C) oder aber auch Hitze- und Kältewellen. Beispiele für extreme Niederschlagsereignisse sind einzelne Starkniederschlagsereignisse, intensive Niederschlagsepisoden über mehrere Tage oder Dürreperioden. Im statistischen Sinne sind Extremereignisse solche die niedrige Wiederkehrwahrscheinlichkeiten aufweisen, d.h. selten vorkommen. Meist definiert man Schwellenwerte und untersucht dann die Über- bzw. Unterschreitungswahrscheinlichkeiten sowie auch die Änderung der Intensitäten solcher Ereignisse.

    Hitze

    Die jährliche Mitteltemperatur in Europa ist von 1850 bis 2008 um 1,3°C gestiegen. Die 9 wärmsten Jahre dieses Zeitraums waren innerhalb der letzten 12 Jahre zu beobachten. Parallel dazu nahm die Zahl der warmen Nächte und heißen Tage deutlich zu. Auch die Vegetationsperiode weist einen positiven Trend von 3.6 Tagen pro Dekade auf.

    Nach Einschätzung des IPCC wird die Zunahme der Lufttemperatur mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Zunahme von Hitzewellen einhergehen. Dies betrifft sowohl die Häufigkeit, als auch die Andauer dieser Ereignisse.

    Ein Beispiel für die Änderung von Temperaturextremen ist in Abbildung 1 gegeben. Diese zeigt die Anzahl der Tage über 40,7°Celcius in verschiedenen Klimazeitscheiben aus dem Forschungsprojekt ENSEMBLES. Demnach werden die extremen Hitzetage im warmen Osten Österreichs von 3 aus dem Zeitraum 1961-1990 auf 17 bis Ende des Jahrhunderts (2071-2100) steigen. Die gerade im Bereich der Extremwerte noch existierenden Unzulänglichkeiten zeigt gerade dieser spezifische Fall. Tatsächlich sind in Österreich noch nie Temperaturen von 40° und mehr gemessen worden.


    Abb. 1: Hitzeindex Sommer (JJA 1961-2100): Tage > 40.7 °C. Mittelwert aus fünf regionalen Klimamodellsimulationen (MPI, KNMI, HC, ETH, C4I) im Rahmen des Projektes ENSEMBLES Redirect to ENSEMBLES WP5.1: Gridded observational datasets. (Haylock et al. 2008, Bildquelle: European Environment Agency)

    Bei der Anzahl der Tropennächte in Österreich ist in den Niederungen des Ostens mit einer Verdreifachung im extremen {Emissionsszenario A2} zu rechnen (Abbildung 2).


    Abb. 2: Tropische Nächte Sommer (JJA 1961-2100): Nächte mit Tmin>20°C. Simulationen des Dänischen Meteorologischen Instituts (DMI) mit dem HIRHAM4 Regionalmodell – Emissionsszenario A2.
    (Dankers R., Hiederer R. 2008, Bildquelle: European Environment Agency)


    Aus verschiedenen Klimaszenarien lässt sich ableiten, dass in Zukunft die Temperaturschwankungen von Tag zu Tag im Winter abnehmen und im Sommer zunehmen werden und sich damit die Extremwerte der Temperatur signifikant verändern. Bisher ist jedoch auch die damit angesprochene Verbreiterung des Schwankungsbereichs in den Messdaten nicht zu beobachten.

    Starkniederschlag

    Bei Untersuchungen der globalen Niederschlagsänderung der letzten 50-100 Jahre wurde festgestellt, dass die Niederschlagssummen in diesem Zeitraum durchschnittlich um 5% zugenommen haben. Die Gesamtanzahl der Niederschlagstage ist dabei etwa gleich geblieben. In den globalen Klimasimulationen zeigt sich somit eine Intensivierung von starken Niederschlagsereignissen. Diese Änderungen der Extreme sind im Allgemeinen deutlicher ausgeprägt als die Änderungen der Mittelwerte - allerdings mit ausgeprägten regionalen Unterschieden.

    Der Ursache der größeren Niederschlagsmengen in einem wärmeren Klima bei Einzelereignissen ist im höheren Wasserdampfgehalt zu suchen, wodurch auch das verfügbare Niederschlagswasser in der Atmosphäre ansteigt. Aber auf eine veränderte Vertikalstruktur der Atmosphäre (vertikale Stabilität) kann zu einer Veränderung im Niederschlagsverhalten führen.

    Eine aktuelle Studie der Abteilung Klimaforschung der ZAMG (Priskchange) zeigt eine Zunahme der Intensitäten 30-jähriger täglicher Niederschlagsmengen in Österreich um mehr als 17-26% im Sommerhalbjahr 2007-2051 verglichen mit dem Zeitraum 1963-2006. Des Weiteren fanden wir eine besonders ausgeprägte Zunahme im Südosten und Osten Österreichs während der Herbstmonate (25-40%). Zweites könnte auf eine Veränderung der atmosphärischen Strömung – und damit der Wetterlagen im östlichen Alpenraum – hinweisen.

    Stürme

    Untersuchungen über das Sturmklima der letzten 100 Jahre über Nordwesteuropa zeigen keine Zunahme der Stürmigkeit, jedoch aber eine hohe Variabilität auf jährlichen und dekadischen (10-50-jährigen) Zeitskala. Die Zugbahnen der Tiefdruckgebiete über Europa haben sich weiter nach Norden bzw. Nordosten hin verlagert.

    Globale Klimamodelle zeigen für die nächsten Jahrzehnte eine weitere Verlagerung der Zugbahnen der atlantischen Tiefdruckgebiete nach Norden hin (55-60° Breitengrad). Auch wird eine Zunahme der Häufigkeit von Sturmtiefs über Nordwesteuropa in einem wärmeren Klima erwartet. Die Zunahme wird hauptsächlich durch den höheren Wasserdampfgehalt der Atmosphäre und der damit verbundenen Zunahme verfügbarer Energie begründet.

    Wird das Wetter immer extremer?

    Viele Menschen nehmen den Wetterablauf immer öfter als extrem wahr. So hat es z.B. den Anschein, dass intensive kalte und warme Phasen sehr rasch wechseln oder dass die Jahreszeiten fließend vom Winter in den Sommer bzw. umgekehrt übergehen. Laufende Studien der Klimaabteilung der ZAMG die die Variabilität von Temperatur, Niederschlag und Luftdruck in den letzten 150 Jahren untersuchen, können diese subjektive Beobachtung jedoch bis jetzt nicht unterstützen. Ganz im Gegenteil zeichnet sich z.B. bei der Änderung der Temperatur von Monat zu Monat im Alpenraum eine Abschwächung der Wechselhaftigkeit des Klimas ab (laufende Arbeit).



    Weitere Informationen: klimaforschung@zamg.ac.at (mh/ian)
    ZAMG - Extremwerte

    Die Abbildungen könnt ihr auf der Originalseiteite sehen

  3. #43
    Avatar von Krosovar

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    9.087
    Würde sich das Klima erwärmen, so würden als Folge weniger Gewitter entstehen.

  4. #44
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von Krosovar Beitrag anzeigen
    Würde sich das Klima erwärmen, so würden als Folge weniger Gewitter entstehen.
    Warum???

  5. #45
    Avatar von antibiotika

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    2.508
    das ist der Anfang

  6. #46
    Avatar von Achillis TH

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    Zitat Zitat von Krosovar Beitrag anzeigen
    Würde sich das Klima erwärmen, so würden als Folge weniger Gewitter entstehen.


    Stimmt nicht ganz

    Bsp wenn sich das Klima Erwaermt wird es im Norden Europas Feuchter und im Sueden Europas Trockener.

  7. #47
    Avatar von papodidi

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    Cool

    Waldbrände, Fluten, Tornados
    Der chaotische Sommer 2012


    00:00 Uhr

    Japan ertrinkt in Fluten, Nordeuropa friert und in Südosteuropa glüht die Luft. Im Norden Polens haben am Sonntag mehrere Tornados gewütet, einen Menschen getötet und enorme Schäden verursacht.

    Nachdem der Sommer schon Russland verheerende Überschwemmungen gebracht hat und Umweltexperten vor einer neuen Todesflut im Süden des Landes warnen, haben heftige Unwetter jetzt auf Japans südlicher Hauptinsel Kyushu mindestens 25 Menschen das Leben gekostet. Am Wochenende waren 400 000 Bewohner der Insel aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen. Am Samstag waren pro Stunde elf Zentimeter Regen gemessen worden.
    ...
    Bei anhaltender Hitze ist dagegen in Griechenland die Waldbrandgefahr...sehr hoch. Und auch Bulgarien ächzt unter Rekordhitze. Am Sonntagmittag verzeichnete das Meteorologische Institut dort 41 Grad.



    Polen wurde am Samstag von einem Tornado heimgesucht...Meteorologen gaben seine Geschwindigkeit mit 200 Stundenkilometern an und ordneten ihn in die Kategorie Zwei ein...Dies vor dem Hintergrund, dass Polen schon seit Wochen mit Überschwemmungen, Hagel und Stürmen zu kämpfen hat.

    Waldbrände, Fluten, Tornados: Der chaotische Sommer 2012 - Welt - Tagesspiegel




  8. #48
    Mačak
    Ah ich liebe solches Wetter. Am liebsten wäre mir sowas.



    Natürlich ohne Opfer und Schäden an Häusern. Sondern einfach als Naturschauspiel!

    Über Deutschland eine Zunahme? Soweit ich weiß ist es im Sommer immer turbulent zugegangen in Deutschland in den vergangenen Jahren.

  9. #49
    Avatar von papodidi

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    12.384

    Cool

    Zitat Zitat von Mačak Beitrag anzeigen
    Ah ich liebe solches Wetter. Am liebsten wäre mir sowas.


    Natürlich ohne Opfer und Schäden an Häusern. Sondern einfach als Naturschauspiel!

    Über Deutschland eine Zunahme? Soweit ich weiß ist es im Sommer immer turbulent zugegangen in Deutschland in den vergangenen Jahren.
    Iss leider ohne Opfer und Schäden nich möglich: eine Windgeschwindigkeit von 200 km/h erzeugt einen Winddruck von ca. 220 kg/m²!!!
    Häuser werden normalerweise für einen Winddruck von 80 kg/m² berechnet...

    Zu Deiner 2. Aussage guckst Du hier:

    Wetter-Trend: Mehr Sturm und Hagel über Deutschland | Wissen | Themen | BR.de
    Wetter-Trend
    Mehr Sturm und Hagel über Deutschland


    Wenn im Sommer heiße und kalte Luftmassen in der Atmosphäre zusammenstoßen, können heftige Gewitter mit Sturm und Hagel entstehen. Das wird in Zukunft noch öfter als heute passieren, haben Klimaforscher jetzt herausgefunden.
    Stand: 13.07.2012



  10. #50
    Avatar von papodidi

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    12.384

    Cool

    Und wir ersaufen fast in diesem Sommer(?)...

    Naturkatastrophe

    Dürre in den USA könnte bis zum Herbst andauern


    Seit acht Wochen ist es in Nordamerika fast überall heiß und trocken. Meteorologen machen nur wenig Hoffnung auf Regen.




    Es ist die schwerste Dürre in den USA seit fast 25 Jahren: Wochenlange Hitze und Trockenheit haben zwei Drittel der Fläche des Landes extrem ausgedörrt. In etwa jedem dritten Landkreis der USA wurde der Notstand ausgerufen.

    Seit etwa acht Wochen hat es in weiten Teilen des Landes nicht mehr geregnet. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten in und um den Mittleren Westen, darunter South Dakota, Iowa, Illinois, Kansas, Missouri und Arkansas sowie Oklahoma im zentralen Süden...




    Stürme, Überschwemmungen oder Dürren sind aber nie die einzige Ursache für extremes Wetter. Darauf weist auch der Wissenschaftsservice des US-Kongresses hin, der am 12. Juli einen Bericht zu Dürren in den USA veröffentlicht hatte. Die Experten gehen davon aus, dass die USA in den kommenden Jahren häufiger unter Hitze und Trockenheit leiden werden.
    Dass der Klimawandel Einfluss auf Extremwetterereignisse hat, ist unter Forschern nicht umstritten. Der Nachweis, wann und wie genau Veränderungen des Klimas das Wetter beeinflussen, lässt sich jedoch nur sehr schwer erbringen...

    Nach Einschätzung von Meteorologen könnte die Trockenheit noch bis Ende des Jahres andauern. Für den August erwarten Meteorologen für das gesamte Gebiet der Vereinigten Staaten überdurchschnittlich hohe Temperaturen sowie weniger Niederschlag als normalerweise in dieser Jahreszeit.
    In der Tendenz könne die Dürre noch bis Oktober oder sogar bis Ende des Jahres andauern, warnte Dan Collins von der US-Behörde für Wetter- und Meeresforschung (NOAA).

    Naturkatastrophe: Dürre in den USA könnte bis zum Herbst andauern | Wissen | ZEIT ONLINE

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