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Der unruhige Planet

Erstellt von papodidi, 11.03.2012, 10:02 Uhr · 77 Antworten · 19.590 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von Ren Beitrag anzeigen
    Die Japaner sollen nicht soviel rumbumsen dann bebt die erde auch nicht ..
    Gestern vor 20 Jahren, am 17. Januar 1995, hat es in Japan "gebumst", mit tragischen Folgen:


    Nur 20 Sekunden dauerte es, dann lagen die japanische Hafenstadt Kobe und weite Teile ihres Umfelds in Trümmern. Das Erdbeben mit einer Stärke von 7,2 auf der nach oben offenen Richter-Skala traf am 17. Januar 1995 um 5 Uhr 46 in der Früh viele der 1,5 Millionen Einwohner noch im Schlaf. Durch umgestürzte Öfen brachen über hundert Brände aus. 6400 Personen starben laut offiziellen Angaben, annähernd 15 000 wurden verletzt.















    NZZ-Bildstrecke: Zwanzig Jahre nach dem Kobe-Beben

  2. #42
    Avatar von Tigerfish

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    Ich will kein Sarkasmus aufwerfen aus Respekt zu den Tausenden an Opfern durch Tsunamis an japanischen Stränden.

    Das Meer scheint den Japanern regelmäsig die Ohren langzuziehen. Bei der letzten Tsunami-Katastrophe waren mehr als 80 % der Walfangschiffe zerstört oder beschädigt worden. Bei sowas bin ich sogar sehr gern schadenfroh.

  3. #43
    Amarok
    Zitat Zitat von Tigerfish Beitrag anzeigen
    Ich will kein Sarkasmus aufwerfen aus Respekt zu den Tausenden an Opfern durch Tsunamis an japanischen Stränden.

    Das Meer scheint den Japanern regelmäsig die Ohren langzuziehen. Bei der letzten Tsunami-Katastrophe waren mehr als 80 % der Walfangschiffe zerstört oder beschädigt worden. Bei sowas bin ich sogar sehr gern schadenfroh.
    Die Antwort lautet Godzilla, dass du sowas immer noch nicht weißt.

    Aber jetzt mal ernsthafte Fakten, wieso Japan als Inselstaat so sehr gefährdet im Bezug auf Erdbeben und Tsunamis. Es ist ja nicht mal das, sondern haben die Japaner an ihren Küsten auch ein Problem mit Quallenschwärmen.

    In Japan ist die Gefahr von Erdbeben sehr hoch. Täglich ereignen sich mehrere kleine Beben. Insgesamt wackelt die Erde in Japan 1.000 Mal. Die Ursache ist die geografische Lage des Inselstaates.


    Japan ist eigentlich ein Gebirge, dessen Spitzen aus dem Meer ragen. Daher gibt es auf den Inseln kaum Ebenen 75 Prozent der Landfläche lässt Landwirtschaft und Besiedlung nicht zu.

    Als Teil der Pazifischen Feuerringes, der wie ein Gürtel den Pazifischen Ozean umringt, liegt Japan an der Nahtstelle dreier Kontinentalplatten: der Eurasischen Platte im Norden und Westen, der Philippinischen Platte im Süden und der Pazifischen Platte im Osten.


    Diese Platten schwimmen auf flüssigem Erdgestein und befinden sich ständig in Bewegung, stoßen aneinander an, verkeilen sich oder schieben sich übereinander. Lösen sich die Spannungen zwischen den Kontinentalplatten ruckartig entstehen Erdbeben. Zudem sorgen die erhöhten Druckverhältnisse unterhalb der Platten zu Vulkanausbrüchen. In Japan gibt es etwa 240 Vulkane, von denen 40 ständig aktiv sind. Eine Begleiterscheinung von Beben, die unterhalb des Meeresbodens ausgelöst werden, ist der Tsunami. Durch Hebungen und Senkungen des Meeresbodens werden riesige Wassermengen verdrängt, in dessen Folge riesige Wellen an den Küsten entstehen können. Eine Vorhersage solcher Wellen ist extrem schwierig, da sie auf offener See kaum bemerkt werden. Das heutige Frühwarnsystem besteht aus Messbojen, die solche extremen Wasserbewegungen messen.


    Trotz aller Frühwarnsysteme für Erdbeben und Tsunamis ist die zur Verfügung stehende Zeit recht kurz. Etwa 160.000 Menschen starben in den letzten Jahren allein durch Tsunamis. Durch die geografische Lage ist Japan stark durch Erdbeben gefährdet. Täglich wird das Land von mehreren kleinen Erdbeben heimgesucht. In unregelmäßigen Abständen ereignen sich größere Beben. Das Sendai-Erbeben vor wenigen Tagen ist mit einer Stärke von 9,0 das stärkste je gemessene Erdbeben in Japan. Noch ist unklar, wie viele Menschen ihr Leben ließen. Unklar sind auch die entstanden Schäden. Fakt ist, dass auch zukünftig die Japaner mit diesen Gefahren leben müssen und leben werden. Die Frühwarnsysteme sind noch nicht soweit, dass sie derartige Katastrophen vorhersehen können. Darum sind die regelmäßigen Trainingsmaßnahmen, die in der Bevölkerung ständig durchgeführt werden, extrem lebenswichtig.

  4. #44
    Avatar von Tigerfish

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    Zitat Zitat von Amarok Beitrag anzeigen
    Die Antwort lautet Godzilla, dass du sowas immer noch nicht weißt.
    Ich bitte um Vergebung meines Bildungsstandes.

    Aber jetzt mal ernsthafte Fakten, wieso Japan als Inselstaat so sehr gefährdet im Bezug auf Erdbeben und Tsunamis. Es ist ja nicht mal das, sondern haben die Japaner an ihren Küsten auch ein Problem mit Quallenschwärmen.
    Der Grund für die Quallenschwämme liegt an den günstigen Verhältnissen der Strömung, biologische und geologische Beschaffenheit des Meeresboden und der Faktor Mensch(hierbei die Japaner), die durch ihr Eingreifen in die Natur( z.B.Leitung des Abwassers ins Meer, die den Algenwachstum begünstigen).
    Hinzu kommt noch das Irrtum mit der physischen Bekämfung die Zahl der Quallen zu reduzieren. Bei Zerschneidung ihrer Gallerthülle werden massenweise Polypen abgegeben, die nach Jahren den Quallenbefall in den Gewässern verschärfen.

    Bis auf den Tsunami können die Japaner mit Erdbeben ziemlich gut leben. Nach jahrhundertlanger Erfahrung konstruieren sie dementsprechend Gebäuden und die Infrastruktur, während unsereiner bisheute kaum was dazugelernt hat, obwohl Anatolien beinahe im selben Risikoskala mit ist.

  5. #45
    Avatar von papodidi

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    Ziemlich unruhug zur Zeit:
    Chile




    Nepal





    Aber das wäre alles noch harmlos gegen einen Ausbruch des Yellowstone...


    Supervulkan Yellowstone kartiert: Genug Magma für den Weltuntergang

    Ein Ausbruch des Supervulkans unter dem Yellowstone-Nationalpark in den USA könnte die Welt in eine Katastrophe stürzen. Geologen haben den Magmavorrat erstmals kartiert - er hat gigantische Ausmaße.






    ...
    Im Innern des Yellowstone-Vulkans
    Für die Studie haben Forscher um Hsin-Hua Huang von der University of Utah die Daten von lokalen und internationalen Erdbebensensoren verbunden. In bisher unerreichter Genauigkeit zeigen sie den Aufstrom heißen Gesteinbreis unter dem Yellowstone-Park:


    • Die Quelle des Vulkans wurzelt in wenigstens 440 Kilometern Tiefe: Von dort wächst eine 80 Kilometer breite heiße Säule bis in 60 Kilometer Tiefe.
    • Wie eine Herdplatte wärmt der platte, fast 500 Kilometer breite Kopf der Säule darüber liegendes Gestein. Durch Spalten quillt Magma nach oben, es knackt den Fels.
    • Das Magma sammelt sich in einer Kammer in 45 bis 20 Kilometer Tiefe, die nun erstmals kartiert wurde: Ihr heißer Inhalt könnte den Grand Canyon elfmal füllen, berichten Hsin-Hua Huang und seine Kollegen im Wissenschaftsmagazin "Science".
    • Das Reservoir wiederum speist eine kleinere Kammer nahe der Oberfläche. Sie wirkt wie ein Pfannkuchen, von dem eine Ecke nach oben ragt - ihre Spitze liegt nur ein paar hundert Meter unter dem nordwestlichen Boden des Yellowstone-Parks.

    ...
    Die Wahrscheinlichkeit für eine große Eruption liege im Jahr bei 1:700.000, erklärt der Geologische Dienst der USA. Alarmierende Veränderungen, sind Geologen überzeugt, würden sich aber frühzeitig an der Oberfläche bemerkbar machen.
    ...
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-1030132.htm

  6. #46
    Avatar von papodidi

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    Erdbebenvorhersage bleibt ein Wunschtraum

    Keiner kann sagen, wann und wie stark es kracht


    Alle Versuche, Erschütterungen vorab zu erkennen, sind gescheitert. Der Zufall entscheidet, wie stark sie werden. Dennoch kann die Menschheit einiges tun, um schlimmen Schaden abzuwehren. Ein Kommentar.
    ...
    Häuser können vor dem Einstürzen bewahrt werden

    Und doch können wir Menschen die Gefahr verringern, die von den ruckenden Erdplatten ausgeht. Zuerst müssen wir herausfinden, welche Gebiete besonders bebenträchtig sind. Kollisionszonen von Erdplatten wie der Himalaja, Kalifornien, die Ägäis oder die Türkei gehören unbedingt dazu. Genauere Untersuchungen in der Landschaft und der Blick in lokale Chroniken geben Hinweise darauf, an welchen Orten die Erdkruste bevorzugt bricht und welche Erdbebentypen darauf folgen. So warnen Forscher seit langem, dass es im Großraum Istanbul binnen der nächsten 30 Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit ein großes Erdbeben geben wird. Wann es kommt und wie heftig, kann keiner sagen. Mit dieser Unsicherheit müssen wir leben.

    Vorsorge ist machbar. Bauingenieure haben verschiedene Methoden entwickelt, um Häuser vor dem Einsturz zu bewahren, zumindest bis zu einem bestimmten Grad. Es gibt Erdbebenfrühwarnsysteme, die Gasleitungen sperren, Züge stoppen und Kraftwerke herunterfahren, sobald die ersten seismischen Wellen registriert werden – und so schlimme Folgen verhindern. Katastrophenschützer haben Zeit, sich auf den Ernstfall vorzubereiten, können die Erfahrungen aus anderen Ländern heranziehen. Entscheidend ist, dass dies alles auch tatsächlich getan wird. Daran gibt es in der Türkei, aber auch anderswo, erhebliche Zweifel. Die Folgen der Fahrlässigkeit werden sich beim nächsten großen Beben zeigen.

    Nach der Katastrophe in Nepal: Erdbebenvorhersage bleibt ein Wunschtraum - Wissen - Tagesspiegel


    Hab ich vor 2 Jahren gepostet:


  7. #47
    Avatar von lotus

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    In Nepal werden einmal pro Jahr 250 000 Tiere geschlachtet zu Ehren der Gadhimai Gottheit.
    https://www.facebook.com/photo.php?f...8603347&type=1

  8. #48

  9. #49
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Sieht sehr brutal aus. Besonders um die Küsten.

    Das Erdbebengebiet im Nordwesten des Van-See ist meine Heimat.

  10. #50
    Avatar von papodidi

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    NASA-Forscher enthüllen das globale Zentrum des Blitzsschlags

    7. Mai 2016,

    Die meisten Blitze gibt es über dem Maracaibo-See in Venezuela. Dort toben in 297 Nächten pro Jahr Gewitter

    Washington – Eine Region im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat gerade ihren Status als blitzgebeuteltstes Gebiet der Welt verloren. Wie ein Forscherteam mithilfe von Daten der Tropical Rainfall Measurement Mission (TRMM) der NASA herausfand, liegt das wahre Blitzschlag-Zentrum in Venezuela, genauer gesagt über dem Maracaibo-See, einem Binnenmeer im Nordwesten des Landes.

    Die Auswertung spezifischer Daten aus 16 Jahren Erdbeobachtung ergab für den Maracaibo-See eine durchschnittliche Quote von 233 Blitzen pro Quadratkilometer und Jahr. Die kongolesische Region um das kleine Dorf Kifuka, bislang als Blitz-Hotspot bekannt, wird im Durchschnitt "nur" 158 mal pro Jahr und Quadratkilometer vom Blitz getroffen.




    grafik: university of são paulo
    Tag- und Nachtblitzrate über dem Maracaibo-See (oben) und dem Victoriasee.



    NASA-Forscher enthüllen das globale Zentrum des Blitzsschlags - Natur - derStandard.at ? Wissenschaft

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