BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 14

10.Gedenktag des Massaker von Qyshk.......

Erstellt von rockafellA, 17.05.2009, 05:35 Uhr · 13 Antworten · 1.598 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    13.10.2008
    Beiträge
    7.453

    10.Gedenktag des Massaker von Qyshk.......

    10. Gedenktag des Massaker von Qyshk Freitag, 15. Mai 2009 um 12:53 Uhr Es vergeht kaum ein Monat, an dem das albanische Volk nicht ein Massaker gedenken muss. Das Massaker von Qyshk legt sich wie ein erdrückender Schatten über den Monat Mai.

    Qyshk ist ein kleines Dorf im Osten des Kosovo, mit nur 200 Häusern und 700 Einwohnern. Es liegt nur wenige Kilometer entfernt von der Stadt Peja. Damals, vor genau 10 Jahren, drangen rund 100 serbische Polizisten und Militäreinheiten in dieses kleine Dorf ein und richteten innerhalb weniger Stunden ein Blutbad an, das das albanische Volk niemals vergessen sollte.

    Wir schreiben den 14. Mai 1999. Es ist früh Morgens, die Sonne geht grade über das kleine Dorf Qyshk auf. Es ist im Gegensatz zu den anderen Dörfern im Umkreis bisher von den Übergriffen der serbischen Polizei verschont geblieben. Doch an diesem Tag reißen Schüsse die Bewohner aus dem Schlaf. Unter ihnen die damals 27-Jährige Lule, die mit ihrer Familie im Zentrum von Qyshk lebte.

    "Ich ging raus, so wie ich war, im Schlafanzug", erinnert sie sich. "Ich sah einen Mann aus unserem Dorf, der rannte. Ich sah auch Rauch und Feuer. Die Nachbarn sagten mir, dass die Serben morden und alles in Brand setzen... sodass ich wieder ins Haus ging und meine Eltern, meinen Onkel und die Kinder weckte."

    Der Angriff auf das unbewaffnete Dorf war Tage zuvor genauestens geplant und durchdacht worden. "Die Soldaten hatten bemalte Gesichter, einige von ihnen trugen auch Tücher zur Maskierung", erzählt Akif, während sich der 57-Jährige Bauer an die Tage des Grauens erinnert. "Sie hatten verschiedene Uniformen an - einige die der serbischen Polizei und die anderen der Jugoslawischen Armee."

    Einige Menschen versuchten zu fliehen, die Mehrheit von ihnen wurde auf der Flucht erschossen. Die serbische Polizei ging von Haus zu Haus und holten die Älteren, Männer, Frauen und Kinder heraus. Dabei erschossen sie auf der Stelle Frau und Kind eines Albaners, ihn nahmen sie mit.

    "Sie brachten uns zu dem Friedhof des Dorfes", erzählt Akifi weiter. "Sie trennten die Frauen von den Männern. Männer, bei denen sie dachten, dass sie in ihrem Alter, ein Gewehr in die Hand nehmen und sich zu verteidigen konnten. Danach fingen sie an die Häuser anzuzünden [...]."

    Die Männer wurden umzingelt. "Sie teilten uns Männer in drei Gruppen auf und führten uns weiter. Wir waren 12 in meiner Gruppe. Sie brachten uns in das Haus eines Nachbarn und stellten uns in eine Linie an die Wand des Wohnzimmers." Das machten sie auch mit den beiden anderen Gruppen, die sie jeweils in ein anderes Haus sperrten.

    Zuerst wurden sie verhört, in der Hoffnung Informationen über die UÇK zu erhalten. Danach hielten sie einigen Männern die Waffen an die Köpfe. "Ein Soldat kam zur Tür herein", erzählt Akif mit ruhiger Stimme weiter, "und er sagte: 'Im Namen Serbiens seid ihr alle hingerichtet'. Daraufhin wurde das Feuer eröffnet."

    Akif wurde am Oberschenkel getroffen, doch die Leiche seines Bruders und eines Nachbarn retteten ihm das Leben, indem sie ihn unter sich begruben. Die leblosen Körper wurden mit Benzin überschüttet, um sie anzuzünden. Damit sollten die stichhaltigsten Beweise vernichtet werden: die Leichen.

    Wie durch ein Wunder konnte Akif durch ein Fenster entkommen und floh zu einem Waldstück, wo er stundenlang ausharrte, in dem Wissen, dass er soeben eines der grausamsten Massaker im Kosovo überlebt und viele seiner Familienangehörige und Freunde verloren hatte.

    An dem gleichen Tag hatte die serbische Polizei auch zwei Nachbardörfer angegriffen, Pavlan und Zahaq, wo insgesamt 72 Albaner ermordet wurden.

    An dem Massaker von Qyshk nahmen teil:


    • Die Formation "Frenki", eine Kommandoeinheit, die nach ihrem Kommandanten Franko Simatovic, kurz Frenki, benannt wurde. Die Kommandoeinheit war Teil der Spezialkräfte für staatliche Sicherheit in Serbien, die auch unter dem Namen "Crvene beretke" (dt. Rote Barette) bekannt ist.
    • "Operativna Grupa" oder kurz "OPG" (dt. Operationsgruppe), eine Eliteeinheit der serbischen Polizei, dessen Mitglieder sich stolz "Magla" (dt. Nebel) nannten, weil sie nach ihren Angriffen niemals Spuren hinterliessen. Die OPG soll ihre Befehle von dem höchsten General des Innenministeriums Serbiens erhalten haben. Basierend auf Zeugenaussagen einiger serbischer Quellen, haben Mitglieder der OPG auch an weiteren Massakern im Kosovo teil genommen, unter anderem in Abri të Ulët, in Reçak, in Pavlan und in Zahaç.
    • Die paramilitärische Snipereinheit "Munja" (dt. Blitz) der dritten "jugoslawischen" Armee, die unter direktem Befehl des Generalchefs der serbischen dritten Armee gestanden haben soll. "Munja" wird in einem Bericht der Organisation "Human Rights Watch" als "eine merkwürdige Mischung aus Polizei, Kriminellen und selbsternannten Patrioten (vollständig unter Kontrolle der Armee und Polizei), die von den Serben für ihre Auseinandersetzungen mit der UCK und unerbittlichen Angriffen auf die albanische Zivilbevölkerung als Legendär betrachtet wurden", beschrieben.


    In Qyshk wurden hauptsächlich Männer im Alter von 19-69 Jahren massakriert. Das Dorf zählt 42 Tote, ermordet durch die machtpolitische Hand des serbischen Staates.

    Eine Frau, deren Mann und zwei Söhne hingerichtet wurden, legte sich in einer Gedenkfeier mit ihrem Körper über das Grab und wiederholte immer und immer wieder: "Ich sollte bei euch sein."

    An einem warmen Tag im Mai 1999, in einem Land in Europa, blutete und brannte ein kleines Dorf eines unterdrückten, aber unnachgiebigen Volkes.










    ich durfte diesen mann kennenlernen,er war in der schweiz in behandlung weil er sehr schwere verbrennungen hatte, und war zusammen mit meinem onkel,in diesem reha zentrum,was dieser mann durchgemacht hat wünsche ich nicht mal meinem grössten feind......einfach schrecklich zu was geistes kranke menschen im stande sind unschuldigen leuten anzutun.

  2. #2

    Registriert seit
    19.09.2008
    Beiträge
    16.600
    ich hab Bekannten dort die bei dem Massaker umgekommen sind, schrecklich was da passiert ist.

  3. #3

    Registriert seit
    13.10.2008
    Beiträge
    7.453
    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    ich hab Bekannten dort die bei dem Massaker umgekommen sind, schrecklich was da passiert ist.


    kommst du von dort??

  4. #4

    Registriert seit
    19.09.2008
    Beiträge
    16.600
    Zitat Zitat von rockafellA Beitrag anzeigen
    kommst du von dort??
    Nachbargemeinde.... aber ich hab bekannte von dort.

  5. #5

    Registriert seit
    07.12.2007
    Beiträge
    13.527
    traurig

    jetzt kommt bestimmt irgendein dummer cetnik beitrag

  6. #6
    Oro
    Avatar von Oro

    Registriert seit
    16.02.2009
    Beiträge
    1.969
    Zitat Zitat von rockafellA Beitrag anzeigen


    ich durfte diesen mann kennenlernen,er war in der schweiz in behandlung weil er sehr schwere verbrennungen hatte, und war zusammen mit meinem onkel,in diesem reha zentrum,was dieser mann durchgemacht hat wünsche ich nicht mal meinem grössten feind......einfach schrecklich zu was geistes kranke menschen im stande sind unschuldigen leuten anzutun.
    Wayne?

  7. #7

    Registriert seit
    13.10.2008
    Beiträge
    7.453
    Zitat Zitat von Proud_Serbian_Royal Beitrag anzeigen
    Wayne?



    dich ganz bestimmt nicht.

  8. #8
    Romantika
    Mögen die Toten ruhen, und ihre Familien fortan in Ruhe leben können.
    Mögen die, die für die taten verantwortlich sind bestraft werden.
    Ich empfinde tiesfste Trauer, wenn ich sowas sehen, u. lesen muss.

  9. #9
    Romantika
    Zitat Zitat von Proud_Serbian_Royal Beitrag anzeigen
    Wayne?

    Also entschuldige mal, aber du bist echt wiederlich.!
    Schau was er geschrieben hat, und schau an was du als Antwort geschrieben hast, wenn du nur ein bisschen Menschlickeit hättest, dann würdest du nicht so einen Beitrag schreiben.

    Ich hoffe das dir u. deiner Familie nie sowas passieren wird, damit du nicht das gleiche erleben musst, wie es dieser mann getan hat.!

  10. #10
    Avatar von Bubulina

    Registriert seit
    01.02.2009
    Beiträge
    1.049
    Zitat Zitat von rockafellA Beitrag anzeigen
    10. Gedenktag des Massaker von Qyshk Freitag, 15. Mai 2009 um 12:53 Uhr Es vergeht kaum ein Monat, an dem das albanische Volk nicht ein Massaker gedenken muss. Das Massaker von Qyshk legt sich wie ein erdrückender Schatten über den Monat Mai.

    Qyshk ist ein kleines Dorf im Osten des Kosovo, mit nur 200 Häusern und 700 Einwohnern. Es liegt nur wenige Kilometer entfernt von der Stadt Peja. Damals, vor genau 10 Jahren, drangen rund 100 serbische Polizisten und Militäreinheiten in dieses kleine Dorf ein und richteten innerhalb weniger Stunden ein Blutbad an, das das albanische Volk niemals vergessen sollte.

    Wir schreiben den 14. Mai 1999. Es ist früh Morgens, die Sonne geht grade über das kleine Dorf Qyshk auf. Es ist im Gegensatz zu den anderen Dörfern im Umkreis bisher von den Übergriffen der serbischen Polizei verschont geblieben. Doch an diesem Tag reißen Schüsse die Bewohner aus dem Schlaf. Unter ihnen die damals 27-Jährige Lule, die mit ihrer Familie im Zentrum von Qyshk lebte.

    "Ich ging raus, so wie ich war, im Schlafanzug", erinnert sie sich. "Ich sah einen Mann aus unserem Dorf, der rannte. Ich sah auch Rauch und Feuer. Die Nachbarn sagten mir, dass die Serben morden und alles in Brand setzen... sodass ich wieder ins Haus ging und meine Eltern, meinen Onkel und die Kinder weckte."

    Der Angriff auf das unbewaffnete Dorf war Tage zuvor genauestens geplant und durchdacht worden. "Die Soldaten hatten bemalte Gesichter, einige von ihnen trugen auch Tücher zur Maskierung", erzählt Akif, während sich der 57-Jährige Bauer an die Tage des Grauens erinnert. "Sie hatten verschiedene Uniformen an - einige die der serbischen Polizei und die anderen der Jugoslawischen Armee."

    Einige Menschen versuchten zu fliehen, die Mehrheit von ihnen wurde auf der Flucht erschossen. Die serbische Polizei ging von Haus zu Haus und holten die Älteren, Männer, Frauen und Kinder heraus. Dabei erschossen sie auf der Stelle Frau und Kind eines Albaners, ihn nahmen sie mit.

    "Sie brachten uns zu dem Friedhof des Dorfes", erzählt Akifi weiter. "Sie trennten die Frauen von den Männern. Männer, bei denen sie dachten, dass sie in ihrem Alter, ein Gewehr in die Hand nehmen und sich zu verteidigen konnten. Danach fingen sie an die Häuser anzuzünden [...]."

    Die Männer wurden umzingelt. "Sie teilten uns Männer in drei Gruppen auf und führten uns weiter. Wir waren 12 in meiner Gruppe. Sie brachten uns in das Haus eines Nachbarn und stellten uns in eine Linie an die Wand des Wohnzimmers." Das machten sie auch mit den beiden anderen Gruppen, die sie jeweils in ein anderes Haus sperrten.

    Zuerst wurden sie verhört, in der Hoffnung Informationen über die UÇK zu erhalten. Danach hielten sie einigen Männern die Waffen an die Köpfe. "Ein Soldat kam zur Tür herein", erzählt Akif mit ruhiger Stimme weiter, "und er sagte: 'Im Namen Serbiens seid ihr alle hingerichtet'. Daraufhin wurde das Feuer eröffnet."

    Akif wurde am Oberschenkel getroffen, doch die Leiche seines Bruders und eines Nachbarn retteten ihm das Leben, indem sie ihn unter sich begruben. Die leblosen Körper wurden mit Benzin überschüttet, um sie anzuzünden. Damit sollten die stichhaltigsten Beweise vernichtet werden: die Leichen.

    Wie durch ein Wunder konnte Akif durch ein Fenster entkommen und floh zu einem Waldstück, wo er stundenlang ausharrte, in dem Wissen, dass er soeben eines der grausamsten Massaker im Kosovo überlebt und viele seiner Familienangehörige und Freunde verloren hatte.

    An dem gleichen Tag hatte die serbische Polizei auch zwei Nachbardörfer angegriffen, Pavlan und Zahaq, wo insgesamt 72 Albaner ermordet wurden.

    An dem Massaker von Qyshk nahmen teil:


    • Die Formation "Frenki", eine Kommandoeinheit, die nach ihrem Kommandanten Franko Simatovic, kurz Frenki, benannt wurde. Die Kommandoeinheit war Teil der Spezialkräfte für staatliche Sicherheit in Serbien, die auch unter dem Namen "Crvene beretke" (dt. Rote Barette) bekannt ist.
    • "Operativna Grupa" oder kurz "OPG" (dt. Operationsgruppe), eine Eliteeinheit der serbischen Polizei, dessen Mitglieder sich stolz "Magla" (dt. Nebel) nannten, weil sie nach ihren Angriffen niemals Spuren hinterliessen. Die OPG soll ihre Befehle von dem höchsten General des Innenministeriums Serbiens erhalten haben. Basierend auf Zeugenaussagen einiger serbischer Quellen, haben Mitglieder der OPG auch an weiteren Massakern im Kosovo teil genommen, unter anderem in Abri të Ulët, in Reçak, in Pavlan und in Zahaç.
    • Die paramilitärische Snipereinheit "Munja" (dt. Blitz) der dritten "jugoslawischen" Armee, die unter direktem Befehl des Generalchefs der serbischen dritten Armee gestanden haben soll. "Munja" wird in einem Bericht der Organisation "Human Rights Watch" als "eine merkwürdige Mischung aus Polizei, Kriminellen und selbsternannten Patrioten (vollständig unter Kontrolle der Armee und Polizei), die von den Serben für ihre Auseinandersetzungen mit der UCK und unerbittlichen Angriffen auf die albanische Zivilbevölkerung als Legendär betrachtet wurden", beschrieben.
    In Qyshk wurden hauptsächlich Männer im Alter von 19-69 Jahren massakriert. Das Dorf zählt 42 Tote, ermordet durch die machtpolitische Hand des serbischen Staates.

    Eine Frau, deren Mann und zwei Söhne hingerichtet wurden, legte sich in einer Gedenkfeier mit ihrem Körper über das Grab und wiederholte immer und immer wieder: "Ich sollte bei euch sein."

    An einem warmen Tag im Mai 1999, in einem Land in Europa, blutete und brannte ein kleines Dorf eines unterdrückten, aber unnachgiebigen Volkes.










    ich durfte diesen mann kennenlernen,er war in der schweiz in behandlung weil er sehr schwere verbrennungen hatte, und war zusammen mit meinem onkel,in diesem reha zentrum,was dieser mann durchgemacht hat wünsche ich nicht mal meinem grössten feind......einfach schrecklich zu was geistes kranke menschen im stande sind unschuldigen leuten anzutun.
    Ich werde wieder im Sommer dieses Dorf besuchen. Es ist einfach erschreckend, was manche Menschen durchleben mussten und das sollte man nicht vergessen.

    Lavdi Deshmoreve

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Holocaust Gedenktag
    Von Ivo2 im Forum Politik
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 05.05.2016, 17:28
  2. Gedenktag in Kragujevac
    Von Singidun im Forum Geschichte und Kultur
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 21.10.2009, 22:17
  3. Gedenktag für Srebrenica
    Von meko im Forum Politik
    Antworten: 104
    Letzter Beitrag: 27.01.2009, 21:57
  4. anonyme serbische berichte über das massaker in Qyshk
    Von MIC SOKOLI im Forum Kriminalität und Militär
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 29.06.2008, 00:01