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Die abgetrennte Provinz vom Mutterland

Erstellt von Guerrier, 08.09.2014, 18:21 Uhr · 111 Antworten · 9.385 Aufrufe

  1. #21
    Guerrier
    Quellen

    "Livius musste für seine umfassende Darstellung der römischen Geschichte viele Vorlagen auswerten, war aber an ihrer kritischen Prüfung nicht besonders interessiert. Für die Ereignisse auf Sizilien und im Osten des Reiches war der griechische Historiker Polybios ein hervorragender Gewährsmann, für jene in Rom, in Italien und für die Punischen Kriege folgte er römischen Geschichtsschreibern, die sich zum Teil als unzuverlässig erwiesen. Wenn er auch oft anmerkte, wo seine Vorlagen voneinander abwichen, so darf man hieraus doch nicht schließen, er habe ein kritisches Quellenstudium betrieben (wie viele antike Historiker verstand sich Livius eher als Schriftsteller denn als Wissenschaftler). Oft begnügte er sich damit, bei verschiedenen Überlieferungen von Sachverhalten dem Leser die Entscheidung zu überlassen. Livius verwendete kaum Dokumente, sondern stützte sich vielmehr auf sekundäre Quellen. Diese nennt er nur ab und zu, besonders bei umstrittenen Tatsachen, und zwar an erster Stelle die Hauptvorlage, an zweiter den Gewährsmann der Variante.

    Was die Art und Weise der Quellenbenutzung betrifft, so ist sein vorrangiges Interesse nicht "Wahrheit" im Sinne von Historizität, obwohl er als Quellen die Annalistik (senatorische Geschichtsschreibung, nach Konsulatsjahren geordnet) hinzuzieht. In erster Linie ist er als Mitglied des Maecenaskreises daran interessiert, die römische Selbsterneuerungsideologie, die Augustus offiziell in seine Politik aufnahm, zu propagieren. „Zusammenfassung des ideologischen Programms Livianischer Histografie: Römische Geschichte schreiben heißt, die bona exempla aufzuzeigen, die von echten Männern gegeben wurden, auf Grund von altüberkommener Lebensführung gegeben werden konnten...“ (Nachwort Robert Fege zu "ab urbe condita", Bd. 1, Reclam-Verlag, Stuttgart 2003). Dies entspricht einem Konzept der Geschichtsschreibung, das schon Platon in seiner Politeia propagiert.
    Die Forderungen des Polybios, das heißt ein kritisches Dokumentenstudium, Autopsie der Schauplätze und eigene politische Erfahrung, erfüllt Livius in den erhaltenen Teilen nicht. Wie er die Zeitgeschichte behandelte, ist nicht bekannt."

    Klasse Historiker....

  2. #22
    Avatar von El Malesor

    Registriert seit
    23.10.2008
    Beiträge
    5.438
    Was hat es mit dem Wüstenfuchs in deinem Avatar auf sich?

  3. #23
    Guerrier
    Zitat Zitat von El Malesor Beitrag anzeigen
    Was hat es mit dem Wüstenfuchs in deinem Avatar auf sich?
    Einen besseren General gab es nicht.

  4. #24
    Avatar von BlackJack

    Registriert seit
    11.10.2009
    Beiträge
    65.408
    Zitat Zitat von Guerrier Beitrag anzeigen
    Einen besseren General gab es nicht.
    Er hat es letzendlich verkackt

  5. #25
    Guerrier
    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Er hat es letzendlich verkackt
    Wie willst du ohne Munition ohne Öl ohne Essen und vorallem ohne Wasser gegen einen Zahlemässig weit überlegenden Gegner ankommen?
    Alle Ressourcen wurden auf die Operation Barbarossa konzentriert. Wen es jemand verkackt hat, dan das Oberkommando der Wehrmacht in Berlin.

  6. #26
    Avatar von Taudan

    Registriert seit
    17.06.2011
    Beiträge
    3.207
    Zitat Zitat von Guerrier Beitrag anzeigen
    Quellen

    "Livius musste für seine umfassende Darstellung der römischen Geschichte viele Vorlagen auswerten, war aber an ihrer kritischen Prüfung nicht besonders interessiert. Für die Ereignisse auf Sizilien und im Osten des Reiches war der griechische Historiker Polybios ein hervorragender Gewährsmann, für jene in Rom, in Italien und für die Punischen Kriege folgte er römischen Geschichtsschreibern, die sich zum Teil als unzuverlässig erwiesen. Wenn er auch oft anmerkte, wo seine Vorlagen voneinander abwichen, so darf man hieraus doch nicht schließen, er habe ein kritisches Quellenstudium betrieben (wie viele antike Historiker verstand sich Livius eher als Schriftsteller denn als Wissenschaftler). Oft begnügte er sich damit, bei verschiedenen Überlieferungen von Sachverhalten dem Leser die Entscheidung zu überlassen. Livius verwendete kaum Dokumente, sondern stützte sich vielmehr auf sekundäre Quellen. Diese nennt er nur ab und zu, besonders bei umstrittenen Tatsachen, und zwar an erster Stelle die Hauptvorlage, an zweiter den Gewährsmann der Variante.

    Was die Art und Weise der Quellenbenutzung betrifft, so ist sein vorrangiges Interesse nicht "Wahrheit" im Sinne von Historizität, obwohl er als Quellen die Annalistik (senatorische Geschichtsschreibung, nach Konsulatsjahren geordnet) hinzuzieht. In erster Linie ist er als Mitglied des Maecenaskreises daran interessiert, die römische Selbsterneuerungsideologie, die Augustus offiziell in seine Politik aufnahm, zu propagieren. „Zusammenfassung des ideologischen Programms Livianischer Histografie: Römische Geschichte schreiben heißt, die bona exempla aufzuzeigen, die von echten Männern gegeben wurden, auf Grund von altüberkommener Lebensführung gegeben werden konnten...“ (Nachwort Robert Fege zu "ab urbe condita", Bd. 1, Reclam-Verlag, Stuttgart 2003). Dies entspricht einem Konzept der Geschichtsschreibung, das schon Platon in seiner Politeia propagiert.
    Die Forderungen des Polybios, das heißt ein kritisches Dokumentenstudium, Autopsie der Schauplätze und eigene politische Erfahrung, erfüllt Livius in den erhaltenen Teilen nicht. Wie er die Zeitgeschichte behandelte, ist nicht bekannt."

    Klasse Historiker....
    Jetzt übertreibst du aber ein wenig.
    Livi war ein Geschichtsschreiber.Sowas wie einen Historiker im heutigen Sinne gab es damals nicht.
    Livis Werk umfasst 142 Bücher die über die Geschichte Roms erzählen.
    Unter anderen schreibt er über Aleksander Molossos und Pyhrrus aus Epir und ihre Kämpfe in Italien.
    Er beschreibt auch die illyrisch-römische Schlachten.Das ist besonders wichtig.
    Hahaha Polybios,das Problem bei ihm ist dass einige Sachen bei ihm fehlen und einige sogar verloren gingen.
    Livi beschreibt die Kämpfe viel genauer,er verfeinert Polybios Werke sehr.

  7. #27

    Registriert seit
    19.09.2013
    Beiträge
    10.420
    Zitat Zitat von Guerrier Beitrag anzeigen
    Einen besseren General gab es nicht.

    Subotai

    400px-Subudei.jpg

    Subutai ? Wikipedia

    Gegen ihn ist der Wüstenfuchs nur ein kleiner Staub-Pudel!

  8. #28
    Avatar von Dinarski-Vuk

    Registriert seit
    20.06.2006
    Beiträge
    12.379
    Zitat Zitat von Guerrier Beitrag anzeigen
    Einen besseren General gab es nicht.
    Was ist mit von Manstein oder Heinz Guderian, bzw. vor allem letzterer unterstrich mit seinem genialen taktischen Konzept die Erfolge in Polen und Frankreich. Nicht weniger talentiert als Rommel war der jüngste Armeegeneral in der Geschichte der sowjetischen Armee, Tschernajchowski.

  9. #29
    Avatar von NovaKula

    Registriert seit
    24.10.2013
    Beiträge
    9.093
    ne ne ne ne halt halt halt,der beste General war immernoch Jokobran Spanjurovic

  10. #30
    Avatar von Maniker

    Registriert seit
    10.01.2014
    Beiträge
    19.035
    Zitat Zitat von CocaHell Beitrag anzeigen
    ne ne ne ne halt halt halt,der beste General war immernoch Jokobran Spanjurovic
    Wer das?

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