Abschiebestopp in Kosovo gefordert

Montag, 11. Januar 2010, 15:51 Uhr

Göttingen (dpa/lni) - Angesichts des harten Winters hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen von der niedersächsischen Landesregierung einen Abschiebestopp in das Kosovo verlangt. Bei extremer Witterung drohe abgeschobenen Flüchtlingen in schlecht isolierten Behelfsunterkünften derzeit der Tod, erklärte der GfbV-Vorsitzende Tilman Zülch am Montag. Er rief Innenminister Uwe Schünemann und Ministerpräsident Christian Wulff (beide CDU) zu christlicher Nächstenliebe und Barmherzigkeit auf. «Unter den jetzigen Umständen nähmen sie bei einer Abschiebung von Roma deren Tod mutwillig in Kauf.»