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Albaner in Serbien - Die schwierige Situation im Presevo-Tal

Erstellt von Albion, 15.04.2011, 18:16 Uhr · 199 Antworten · 14.046 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Albion

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    Albaner in Serbien - Die schwierige Situation im Presevo-Tal

    Die Lage der Albaner im Presevo Tal in Südserbien ist katastrophal. Zwar sind alle einfachen Menschen in Serbien von der neoliberalen Politik betroffen, aber die Albaner in Serbien sind besonders von Armut und Massenarbeitslosigkeit bedroht. Letzteres macht ein Bericht im Radio Deutschlandfunk besonders deutlich.



    In der Grenzregion zum Kosovo leben sehr viele Albaner - viele trotz Ausbildung ohne Zukunft - wie die Serben auch. Täglich verliert das Dorf Bewohner. Veliki Trnovac liegt im Presevo-Tal, ganz im Süden Serbiens, ist aber eigentlich ein großes ...




    Das Presevo-Tal ist eine der strukturschwächsten Regionen Serbiens mit überwiegend albanischer Bevölkerung. Die Arbeitslosigkeit beträgt 60 Prozent, die Armut ist groß, aber auch der politische Konflikt zwischen der albanischen Bevölkerung und der serbischen Regierung macht den Alltag beschwerlich.


    Es ist wenig los im Büro des Reiseunternehmens Mimoza, unweit des Busbahnhofs von Presevo. Ein paar Männer stehen herum und trinken Kaffee - auch Direktor Skender Halimi hat jetzt wieder mehr Zeit, denn der große Ansturm auf Reisen nach Westeuropa ist erst einmal vorbei.

    "Die meisten sind über Weihnachten und Neujahr gefahren, um endlich einmal ihre Verwandten im Ausland zu besuchen. Es ist wunderbar, dass das jetzt so einfach möglich ist. Für uns hier ist die Aufhebung des Visazwangs gerade so, als ob man einen Vogel aus dem Käfig entlässt."

    Die Umstehenden beginnen, zu scherzen: Ja, wenn Du kein Geld hast, kannst Du jetzt ganz einfach nach Belgien oder Schweden gehen. Dort bekommst Du Asyl und gleich auch noch einen Mercedes obendrauf. Skender Halimi verzieht das Gesicht.

    "Die ganzen Geschichten über Asylmissbrauch, das war eine üble Propaganda der Medien. Klar, viele Leute wollen natürlich weg, weil es hier keine Arbeit gibt: Von den 180 Leuten, die ich transportiert habe, sind alle schon wieder zurück - weil sie ganz einfach nur zu Besuch im Ausland waren."

    Und doch war für manche die Versuchung groß: Allein in Schweden soll es seit Jahresbeginn 1200 Asylanträge von serbischen Staatsbürgern gegeben haben - die Mehrheit davon Albaner und Roma aus dem Presevo-Tal. Sima Gazikalovic ist Vizedirektor des Koordinationszentrums für Südserbien:

    Die Menschen hier sind natürlich nicht politisch verfolgt - es ist die schwierige ökonomische Situation, die sie in die Flucht treibt. Allerdings haben wir jetzt noch einmal ein klares Signal aus Belgrad bekommen: dass wir noch mehr daran arbeiten müssen, damit die Leute hier eine Zukunft haben.

    Das Koordinationszentrum wurde 2001 gegründet, nachdem es auch in Südserbien zu einem gewaltsamen Konflikt zwischen serbischen Sicherheitskräften und einer albanischen Guerilla gekommen war. Die zentralen Aufgaben der staatlichen Behörde: die Sicherung des Friedens in der Region und ihre wirtschaftliche Entwicklung.

    In den zehn Jahren, in denen ich hier bin, gab es zumindest keine großen Auseinandersetzungen mehr zwischen den Ethnien. Sicher, es gibt immer einmal wieder Zwischenfälle, aber das sind kleine fanatische Gruppen, die es überall auf der Welt gibt."

    Die Zwischenfälle, von denen Sima Gazikalovic spricht, sind Bombenanschläge oder Schüsse terroristischer Gruppen auf serbische Polizeieinheiten, wie zuletzt Mitte Februar. Die serbische Regierung beeilte sich daraufhin, zu betonen: Die Sicherheitssituation im Presevo-Tal sei stabil und die Förderung Südserbiens weiterhin ein wichtiges Anliegen der Regierung. Alles Unsinn, sagt dagegen Ragmi Mustafa, ein ehemaliger Kämpfer der albanischen Guerilla und heute Bürgermeister der Gemeinde Presevo:

    "In Wirklichkeit interessiert die Regierung in Belgrad diese Region hier überhaupt nicht. Wenn Geld fließt, dann vor allem in die Gemeinden, in denen Serben wohnen. Und im Bildungsbereich wurde bislang überhaupt nichts erreicht. Noch nicht einmal die Diplome der jungen Leute werden hier anerkannt."

    Um in ihrer Muttersprache studieren zu können, gehen die meisten jungen Albaner an die Universität Pristina im benachbarten Kosovo. Zurück in Serbien, ist das Diplom aber dann tatsächlich wertlos. Schließlich ist die "Republik Kosovo", die das Zeugnis offiziell ausstellt, ein Staat, der für Serbien gar nicht existiert. Mustafa hat seine eigenen Vorstellungen, wie das Problem gelöst werden könnte.

    "Wir haben ein Referendum von 1991, wo wir Albaner erklärt haben: Wir wollen eine Autonomie für diese Region - mit dem Recht auf Vereinigung mit dem Kosovo. Ich glaube nicht, dass es irgendeine politische Macht schafft, den Wunsch der Albaner nach einer Vereinigung mit dem Kosovo zu unterdrücken."

    Draußen an der Hauptstraße von Presevo: Driton Ameti hat ein paar Plastiktüten mit Spinatpflanzen vor sich aufgebaut. Eine Tüte kann er für 50 Cent verkaufen, sagt er - das bringt ihm vielleicht fünf Euro am Tag:

    "Wenn man keine Arbeit hat, was kann man machen? Schlimm, oder?"

    Auch Driton Ameti ist nach der Schule zum Studieren nach Pristina gegangen. Aber eine reguläre Arbeit hat er noch nie gehabt.

    "Suche ein besseres Leben."

    Vor ein paar Jahren hat auch er deshalb versucht, von hier fortzukommen - war einige Zeit in der Schweiz, bis sie ihn abgeschoben haben. Driton packt seine letzten zwei Tüten zusammen und macht sich auf den Heimweg:



    Albaner in Serbien - Die schwierige Situation im Presevo-Tal | Europa heute | Deutschlandfunk

  2. #2
    Avatar von TheAlbull

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    Zitat Zitat von Albion Beitrag anzeigen
    Um in ihrer Muttersprache studieren zu können, gehen die meisten jungen Albaner an die Universität Pristina im benachbarten Kosovo. Zurück in Serbien, ist das Diplom aber dann tatsächlich wertlos. Schließlich ist die "Republik Kosovo", die das Zeugnis offiziell ausstellt, ein Staat, der für Serbien gar nicht existiert. Mustafa hat seine eigenen Vorstellungen, wie das Problem gelöst werden könnte.


    ...........



    ...

  3. #3

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    29.03.2010
    Wir haben 2011 guten Morgen.

  4. #4
    Avatar von Albion

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    Zitat Zitat von TheAlbull Beitrag anzeigen
    ...........



    ...


    Zitat Zitat von SehireMeister Beitrag anzeigen
    29.03.2010
    Wir haben 2011 guten Morgen.



    bitte kein spamm

  5. #5
    Avatar von TheAlbull

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    Zitat Zitat von SehireMeister Beitrag anzeigen
    29.03.2010
    Wir haben 2011 guten Morgen.

    Und man kann davon ausgehen, dass dieser Bericht mind. 3 mal hier gepostet wurde.

    Zitat Zitat von Albion Beitrag anzeigen



    bitte kein spamm

    Trottel!!


    ...

  6. #6
    Avatar von Albion

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    Presevo (kyrillisch Прешево, albanisch Presheva) ist der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde im Süden Serbiens Es liegt im Morava-Tal an der Grenze zu Mazedonien und dem Kosovo. Die Gemeinde Presevo hat eine Fläche von 264 km² und umfasst 34 Ortschaften, in denen 34.904 Menschen leben (Volkszählung 2002). 89,1% der Bewohner sind Albaner, damit ist Preševo die größte mehrheitlich albanische Gemeinde in Zentralserbien.

    Pre

  7. #7
    Avatar von Sazan

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    ?????

  8. #8
    Avatar von Aktivist Vetevendosje

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    In den serbischen Nachrichten wird jeden tag über die serben in nord-mitrovica erzählt , aber nicht einmal über die albaner in presheva .

    Und dann beschweren die sich wie schlecht es den serben geht , und das nord - m an serbien eingegliedert wird .

    Die albaner in presheva dürfen ja noch nicht mal die albanische flagge hissen !

  9. #9
    Avatar von TheAlbull

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    Zitat Zitat von Aktivist Vetevendosje Beitrag anzeigen
    In den serbischen Nachrichten wird jeden tag über die serben in nord-mitrovica erzählt , aber nicht einmal über die albaner in presheva .

    Und dann beschweren die sich wie schlecht es den serben geht , und das nord - m an serbien eingegliedert wird .

    Die albaner in presheva dürfen ja noch nicht mal die albanische flagge hissen !


    Solange sie in Ruhe leben können, dann ists in Ordnung. Was will man machen? Keinen Menschen hat es weitergebracht, seine eigene Flagge zu hissen, sogar in Deutschland, Diaspora allgemein, wirst als Ausländer schief angeschaut, wenn man so etwas machen würde.

    Auch Albaner beschweren sich, auch Serben usw usw....

    Jeder weiß, egal wo auf der Welt ein Flugzeug abstürzt oder ein Tsunmai rollt, wird sofort über Deutsche Opfer berichtet, waren keinen dabei, ist das Geschehen nichts besonderes mehr.



    ...

  10. #10

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    Zitat Zitat von Aktivist Vetevendosje Beitrag anzeigen
    In den serbischen Nachrichten wird jeden tag über die serben in nord-mitrovica erzählt , aber nicht einmal über die albaner in presheva .

    Und dann beschweren die sich wie schlecht es den serben geht , und das nord - m an serbien eingegliedert wird .

    Die albaner in presheva dürfen ja noch nicht mal die albanische flagge hissen !

    Die albaner in presheva dürfen ja noch nicht mal die albanische flagge hissen -dann geh doch mit gutem Beispiel voran.

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