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Ashkali: Gefangen in einer fremden Heimat

Erstellt von John Wayne, 14.11.2009, 13:33 Uhr · 61 Antworten · 10.068 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    13.05.2007
    Beiträge
    18.328

    Ashkali: Gefangen in einer fremden Heimat

    Wenn Nazife Shabanaj von dieser einen Nacht vor vier Jahren erzählt, fängt ihre Stimme immer noch an zu zittern. Sie wurde von einem stürmischen Klingeln an der Haustür aus dem Schlaf gerissen. Plötzlich war die Wohnung voller Polizisten, die sie immer wieder zur Eile antrieben. Eine halbe Stunde hatte sie, um das Nötigste zusammenzupacken. Noch am Mittag desselben Tages stand sie am Flughafen von Prishtina – in einem Land, das sie bislang nur aus den Erzählungen ihrer Eltern kannte.


    Nazife war elf Jahre alt, als sie mit ihrer Familie aus Deutschland abgeschoben wurde. Sie gehört der Volksgruppe der Ashkali an, einer Minderheit im Kosovo, die wie die albanische Bevölkerung unter der serbischen Unterdrückung litt. Anfang der 90er Jahre flohen ihre Eltern deshalb aus dem Kosovo nach Deutschland. Asyl erhielten sie dort nicht, dafür aber eine Duldung: 14 Jahre lang, denn für ethnische Minderheiten sollte sich die Situation nach dem Ende des Kosovo-Kriegs 1999 sogar noch zuspitzen. Nationalistische Albaner vertrieben nicht nur die verbliebenen Serben, sondern plünderten und zerstörten auch die Häuser der Roma und Ashkali. Das European Roma Rights Center aus Budapest spricht von der „größten Katastrophe für Roma seit dem Holocaust im Zweiten Weltkrieg“.



    Die Experten von Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International sehen für Roma und Ashkali bis heute keine Rückkehr-Perspektive. Die Häuser sind immer noch zerstört, dazu kommen die anhaltende Diskriminierung und die verheerende ökonomische Situation, unter der im Kosovo alle leiden. Während die Arbeitslosigkeit insgesamt bei 40 Prozent liegt, erreicht sie bei den Angehörigen der Roma-Gemeinschaften jedoch fast 100 Prozent. Sozialverbände, Kirchen und viele Kommunen fordern deshalb schon lange ein großzügiges Bleiberecht für Roma aus dem Kosovo. Doch seit September werden Roma aus Deutschland in den Kosovo abgeschoben. Tausende weitere sollen folgen.


    „Besonders für die Kinder und Jugendlichen ist die Abschiebung oft eine traumatische Erfahrung“, berichtet Isen Bobaj, ein Kosovo-Albaner, der selbst als Flüchtling in Deutschland gelebt hat. „Sie sind in Deutschland geboren und aufgewachsen und fragen sich natürlich: Was soll ich hier?“ Seit 2003 berät Bobaj in seiner Heimatstadt Prizren freiwillige Rückkehrer aus Deutschland. Im Gegensatz zu den Abgeschobenen, die nach ihrer Ankunft im Kosovo oft vor dem Nichts stehen, haben sie wenigstens Anspruch auf eine finanzielle Unterstützung: ein Startgeld für die ersten Anschaffungen, auf Mietzuschüsse, Sprachkurse für die Kinder. Das Geld kommt von Kommunen oder Bundesländern in Deutschland, die Rückkehrprogramme ins Leben gerufen haben, um den geduldeten Flüchtlingen einen Anreiz für die Ausreise zu geben. „Aber wie lange reicht diese Hilfe?“, fragt Bobaj.



    Vor allem Roma und Ashkali hätten kaum eine Möglichkeit, ihre Existenz im Kosovo zu sichern, sagte vor kurzem der Menschenrechtskommissar des Europarats, Thomas Hammarberg, und kritisierte damit das Rücknahmeabkommen zwischen Deutschland und dem Kosovo. 90 Prozent der aus Deutschland abgeschobenen Roma und Ashkali verlassen deshalb schon bald das Land – nicht selten mit Hilfe von bezahlten Schleppern, die sie wieder nach Westeuropa bringen.


    Auch Nazifes Bruder Egzon hat schon mehrmals über diese Möglichkeit nachgedacht. „Aber die wollen 3000 Euro haben“, winkt der 17-Jährige ab. Seit vier Jahren wohnen die Shabanajs in Gelanz, einem kleinen Dorf im verarmten Westen des Kosovo. Als Unterkunft dient eine kleine, aus Lehm gebaute Hütte, die ursprünglich einmal ein Kuhstall war. Eine Tante, die noch in Deutschland wohnt, hat Geld für den Kauf einer Kuh geschickt – die versorgt die Familie nun mit Milch und Käse. Dazu kommen monatlich noch einmal 150 Euro, die ein befreundeter Pfarrer aus Deutschland schickt.




    suedkurier.de | Gefangen in einer fremden Heimat

    -----------------------------------------------------------------------


    „größten Katastrophe für Roma seit dem Holocaust im Zweiten Weltkrieg“


    Für Roma und Ashkali bis heute keine Rückkehr-Perspektive





    ein toller "multiethischer" staat... das die serben keine perspektive in kosovo haben kann man ja noch verstehen... aber was haben die ashkali damit zu tun?

  2. #2
    Mulinho
    Was willst du hören? Dass Kosovo sich wieder an Serbien angliedern soll? Damit geht es allen Ashkalis wieder besser!
    Na dann, machen wir das doch!

    John, du hast keine Ahnung wer/was die Ashkalis sind ohne im Wikipedia nachzuschauen. Mir tun diese Familien sehr leid, vor allem die Kinder. Aber nur schon deine Frage:

    aber was haben die ashkali damit zu tun?
    zeigt, dass duw irklich keeeine ahnung hast, was sich im Kosovo abgespielt hat und was sich heute noch abspielt.

  3. #3

    Registriert seit
    04.07.2009
    Beiträge
    2.452
    Zitat Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
    ein toller "multiethischer" staat... das die serben keine perspektive in kosovo haben kann man ja noch verstehen... aber was haben die ashkali damit zu tun?
    Ti si ustasa!

  4. #4

    Registriert seit
    05.09.2004
    Beiträge
    7.890
    Die Ashkali sollen nach Serbien, ihre Heimat.

  5. #5
    Mulinho
    Zitat Zitat von Gentleman Beitrag anzeigen
    Die Ashkali sollen nach Serbien, ihre Heimat.

    Djalo, ruju qka fol, ashkali jan gati si shqiptar, qka lypin ata ne serbi?
    kaa shuuuum ashkali qe kan luftu per kosoven, per ata qe po fol ti jan roma.

  6. #6

    Registriert seit
    13.05.2007
    Beiträge
    18.328
    Zitat Zitat von muli Beitrag anzeigen
    Was willst du hören?

    mal was anderes als "eu schließt kraftwerk", "ashkali haben keine zukunft in Kosovo" oder "schießereien während der wahl". ist doch nicht zuviel verlangt

    im artikel steht doch was ashkalis sind: romas... warum sollte jemand dafür bei wiki nachschauen?

  7. #7
    benutzer1
    blablablablablabla...
    ey es gibt genügend albanern im kosovo, denen es GENAUSO ergeht.
    nur weil sie eine ethnische minderheit bilden, sollten diese jetzt bevorzugt behandelt werden? mit sicherheit nicht.


    und ich glaube nicht, dass albaner bessere aufstiegschancen hätten, denn die romas im kosovo ähneln kulturell gesehen den albanern sehr.
    das sieht wahrscheinlich nur so aus, weil die romas, diejenigen sind, die betteln gehen und kein problem damit haben, ihre kinder vorzuschicken. ist doch hier in deutschland nicht anders. dabei gibt es genug albaner, die auch am existenzminimum leben und dennoch nicht in der lage wären, ihr kind betteln gehen zu lassen.

    das ist meine erfahrung.

  8. #8
    Avatar von Hercegovac

    Registriert seit
    06.04.2008
    Beiträge
    15.011
    Zitat Zitat von Catty_Saucy_Crazy Beitrag anzeigen
    blablablablablabla...
    ey es gibt genügend albanern im kosovo, denen es GENAUSO ergeht.
    nur weil sie eine ethnische minderheit bilden, sollten diese jetzt bevorzugt behandelt werden? mit sicherheit nicht.


    und ich glaube nicht, dass albaner bessere aufstiegschancen hätten, denn die romas im kosovo ähneln kulturell gesehen den albanern sehr.
    das sieht wahrscheinlich nur so aus, weil die romas, diejenigen sind, die betteln gehen und kein problem damit haben, ihre kinder vorzuschicken. ist doch hier in deutschland nicht anders. dabei gibt es genug albaner, die auch am existenzminimum leben und dennoch nicht in der lage wären, ihr kind betteln gehen zu lassen.

    das ist meine erfahrung.
    Denen geht noch schlechter als den Albanern, genauso, wie den Goranen. Wie ob die jmd. z.b im Büro, in der Bank, sonst wo bei euch anstellt, allerhöhstens in der Müllabfuhr etc etc...so naiv bist du doch wohl nicht...

  9. #9
    benutzer1
    Zitat Zitat von HercegSrbadzija Beitrag anzeigen
    Denen geht noch schlechter als den Albanern, genauso, wie den Goranen. Wie ob die jmd. z.b im Büro, in der Bank, sonst wo bei euch anstellt, allerhöhstens in der Müllabfuhr etc etc...so naiv bist du doch wohl nicht...

    und du lebst im kosovo um zu wissen wie es ist?
    ich kanns auch nur teilweise beurteilen, weil ich dort NICHT lebe.

    und ich weiß von romas, die auch ihre eigenen läden im kosovo besitzen.

    und dann weiß ich von albanern, die noch nicht mal ne heizung in ihrem zuhause haben und ein paar fetzen klamotten am körper haben.


    es nervt, wenn andere versuchen die lage im kosovo zu beurteilen.


    allein wenn man sich die fernsehsendung "lidhja mes nesh" angeschaut hat, weiß man wie es auch so manch einem albaner im kosovo ergeht.

  10. #10
    AlbanianILLYRIAN
    dia ashkalis bzw. romas solen zu schule gehn und nicht auf der strasse behteln geh

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