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Ausverkauf im Kosovo - Kriminelle und der Westen verscherbeln Volkseigentum im Kosovo

Erstellt von Carl Marks, 26.10.2011, 14:23 Uhr · 17 Antworten · 1.482 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Carl Marks

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    Ausverkauf im Kosovo - Kriminelle und der Westen verscherbeln Volkseigentum im Kosovo

    Ich möchte mal einen sehr guten Artikel ins Netz stellen, der den Ausverkauf kosovarischer Unternehmen thematisiert!

    Wie vielleicht die wenigsten Diasporakosovaren wissen, wird nämlich in großem Stil alles im Kosovo privatisiert, auf Teufel komm raus. Die Privatisierungsquote hat ziemlich krasse Ausmasse angenommen!

    TopNews

    Auszug aus dem Artikel "Ausverkauf im Krisengebiet" vom 20.10.11

    Auf Kosten der Beschäftigten

    Im Jahr 2002 beschloß die 1999 von den Vereinten Nationen eingesetzte Übergangsregierung des Kosovo die Einrichtung der Kosovo Trust Agency, aus der 2008 anläßlich der einseitig ausgerufenen Unabhängigkeit die »Privatisierungsagentur des Kosovo« (PAK) hervorging. In bisher 52 Auktionen wurden 50 Prozent der staatlichen und gemeinschaftlichen Unternehmen an private Bieter verkauft. Vor allem wertvolle kamen unter den Hammer; jene Betriebe, die verkauft wurden, machen 90 Prozent des Wertes aller staatlichen Unternehmen aus. Insgesamt wurden 178 staatliche Unternehmen zum Verkauf bestimmt, teils wurden sie zerschlagen und so »neue Unternehmen« (NewCos) gebildet, so daß sich die Gesamtzahl der Betriebe erhöhte. Ahmet Shala, ehemals stellvertretender Direktor der Kosovo Trust Agency, erklärte vor einigen Jahren in einem Vortrag, der Privatisierungsprozeß habe bereits 2000 begonnen, wenige Monate, nachdem die Übergangsregierung eingesetzt wurde. Vorerst sollten die staatlichen Unternehmen wirtschaftlich flottgemacht werden. Da das Konzept aber »weder Fisch noch Fleisch« gewesen sei, wurde kurz darauf beschlossen, die Unternehmen komplett zu verscherbeln. Auch Shala erklärt, das sei einer der wichtigsten Schritte, um die Wirtschaft des Kosovo wiederzubeleben.



    Was mit den Angestellten der staatlichen Unternehmen geschieht, ist für die Verantwortlichen in der Agentur zweitrangig. Shala stellt den Erfolg der Privatisierung anhand von drei beispielhaften Unternehmen dar, die er X, Y und Z nennt. Im Unternehmen X arbeiteten vor dem Verkauf im Jahr 2002 254 Menschen, danach noch 92. Im Unternehmen Y wurden von 56 Angestellten nach der Privatisierung 18 entlassen. Beide Firmen wurden profitabler. Im Unternehmen Z sei es sogar »noch besser« gelaufen, meint Shala: Hier wurden 16 neue Arbeiter angestellt. Insgesamt kann von einer gesunden Wirtschaft keine Rede sein. Zehn Jahre, nachdem die Übergangsregierung mit dem Ausverkauf begonnen hat, ist mindestens die Hälfte der Menschen im Kosovo arbeitslos.



    Die Privatisierung der staatlichen Unternehmen wurde in den Medien wenig beachtet. Hin und wieder tauchten in Wirtschaftszeitschriften Jubelmeldungen über die Chancen für Investoren auf, wie zum Beispiel im Oktober 2009 im Wirtschaftsblatt: Die Übergangsregierung hatte festgesetzt, daß auch öffentliche Unternehmen (publicly owned enterprises, PoEs) wie Wasser- und Wärmeversorger, Post oder Eisenbahnunternehmen verkauft werden können, wenn es dafür einen Beschluß gibt und das Parlament ihn mit einer einfachen Mehrheit bestätigt. »Einer zumindest teilweisen Privatisierung der kosovarischen PoEs steht somit nichts mehr im Wege«, freute sich der Autor. In diesem Jahr wurde zum Beispiel der Verkauf der PTK, des größten Telekommunikationsunternehmens des Kosovo, an die österreichische und die kroatische Telekom, die wiederum der Deutschen Telekom gehört, beschlossen. Die Regierung hofft, mit den geschätzten 300 Millionen Euro aus dem Verkauf ihr Staatsdefizit zu senken. Zum 1. Mai 2011 hatte der Internationale Währungsfonds seine Zahlungen an die kosovarische Regierung eingestellt, weil sie einen Vertragsbruch begangen hatte: Premierminister Thaci hatte den Lohn der staatlichen Angestellten um 30 Prozent erhöht, um ein Wahlversprechen einzuhalten. Der IWF und die EU kritisierten die Erhöhung stark.



    Die Bevölkerung des Kosovo teilt die Begeisterung über die Privatisierung nicht; die Menschen haben immer wieder Proteste organisiert, auch jetzt gegen den Verkauf der Telekom. Bekannt wurde auch das Beispiel des Nickelerzeugers Ferronikeli, der 2006 an den Konzern Alferon verkauft wurde. Betriebsratschef Ferki Karaxha meinte, er sei von Anfang an gegen den Verkauf gewesen, dieser stelle ein Verbrechen an der Wirtschaft des Kosovo dar. Bewohner der Stadt Drenica, einem Produktionsstandort Ferronikelis, demonstrierten dafür, daß möglichst viele der Stadtbewohner bei dem Unternehmen eingestellt werden - und protestierten gegen Korruption; denn Alferon war nicht der meistbietende Kaufinteressent, bekam aber trotzdem den Zuschlag. Für die Arbeiter war das wenig vorteilhaft, denn sie halten gesetzlich 20 Prozent der Unternehmensaktien und verloren durch den billigen Verkauf Geld. Chef des EU-Pfeilers der Interimsverwaltung der Vereinten Nationen im Kosovo (UNMIK) und mitverantwortlich für die Treuhandagentur war zu dieser Zeit Joachim Rücker, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Sindelfingen und heutiger Botschafter in Schweden.



    Auch aktuell gehen die Menschen in Drenica wieder auf die Straße, denn sie fürchten, daß bei der Verarbeitung gefährliche Gifte freigesetzt werden. Daß sie damit Recht haben, bestätigte das Ministerium für Umwelt und Raumplanung (MESP), das nach langen Protesten eine Untersuchung durchgeführt hatte. Die Betreiber würden ihre gesetzlichen Verpflichtungen nicht erfüllen und gegen Umweltauflagen verstoßen, erklärten die Mitarbeiter des MESP und empfahlen rechtliche Schritte.



    Notfalls militärisch

    Im Juni 2011 fand auch in der Kosovo-Hauptstadt Pri¨tina eine Demonstration statt, die sich gegen die Privatisierungspläne der Regierung wandte. Über 5000 Menschen haben daran teilgenommen. Zu den Initiatoren gehört die »Bewegung Selbstbestimmung« (Vetevendosje), die zwar den Ausverkauf des Landes und die soziale Ungerechtigkeit anprangert. Gleichzeitig gibt sie sich jedoch eindeutig albanisch-nationalistisch (»Kauft albanisch!«) und begrüßt streckenweise die NATO-Präsenz im Kosovo.



    Die KFOR-Truppen setzen Privatisierungen im Kosovo notfalls mit militärischen Mitteln durch. Ein drastisches Beispiel dafür ist die gewaltsame Räumung der Trepa-Mine nahe Mitrovica, bei der die KFOR im Jahr 2000 Tränengas und Gummigeschosse eingesetzt hatte. Etwa 250 Beschäftige hatten die Grube besetzt gehalten, um die bevorstehende Privatisierung zu verhindern. Die Anordnung für die Räumung gab der damalige Chef der UN-Mission im Kosovo, Bernard Kouchner, der von 2007 bis 2010 französischer Außenminister war.

    Inge Höger ist abrüstungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag. Sarah Nagel ist Mitglied im Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverband (SDS).
    Der Artikel wurde erstveröffentlicht in: Junge Welt, 20.10.2011

  2. #2
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Ich möchte mal einen sehr guten Artikel ins Netz stellen, der den Ausverkauf kosovarischer Unternehmen thematisiert!

    Wie vielleicht die wenigsten Diasporakosovaren wissen, wird nämlich in großem Stil alles im Kosovo privatisiert, auf Teufel komm raus. Die Privatisierungsquote hat ziemlich krasse Ausmasse angenommen!

    TopNews
    nichts neues für mich.
    und ich kann es auch nicht gutheissen.
    zumindest nicht ohne das die arbeitsplätze gesichert sind.

    das andere ist telekom von kosova sollte auch verkauft werden diese ist das rentabelste unternehmen in kosova wurde aber auf unbestimmte zeit verschoben.

    in serbien um dich zu beruhigen werden die staats-unternehmen an moskau zum teil verschenkt bezw. einiges unter dem wert abgegeben!!!!!

  3. #3
    Avatar von Veles

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    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    nichts neues für mich.
    und ich kann es auch nicht gutheissen.
    zumindest nicht ohne das die arbeitsplätze gesichert sind.

    das andere ist telekom von kosova sollte auch verkauft werden diese ist das rentabelste unternehmen in kosova wurde aber auf unbestimmte zeit verschoben.

    in serbien um dich zu beruhigen werden die staats-unternehmen an moskau zum teil verschenkt bezw. einiges unter dem wert abgegeben!!!!!
    1. Das ist gut, dass der Verkauf der Telekom verschoben wurde! Wenn das verkauft wird,werden viele Arbeitsplätze ausgelagert oder in das Heimatland des kaufenden Unternehmens verlegt (siehe z.B. die Telekomgeschichten in BiH).

    2. Das hat nichts mit Serbien zu tun. Wenn Du willst, es hat genug Threads darüber und ich habe letztens auch meinen Senf zu diesem Thema im EU, Serbien, Türkei -Thread abgegeben.

  4. #4
    Avatar von Carl Marks

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    Original von skenderbegi
    in serbien um dich zu beruhigen werden die staats-unternehmen an moskau zum teil verschenkt bezw. einiges unter dem wert abgegeben!!!!!
    Was hat das damit zu tun???

    Wenn du deinem Serbenhass freien Lauf lassen willst, dann poste das im Politik und nicht im Kosovoforum!

    Ich habe diesen Artikel mit keinerlei Wertung reingestellt! Wieso nimmst du an, dass ich abwertend das Kosovo betrachte oder den Menschen dort Böses nachtrachte???

    Beziehe dich lieber auf den Artikel und schweige einfach, wenn du nichts Konkretes zum Thema beitragen willst oder kannst!

  5. #5
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Was hat das damit zu tun???

    Wenn du deinem Serbenhass freien Lauf lassen willst, dann poste das im Politik und nicht im Kosovoforum!

    Ich habe diesen Artikel mit keinerlei Wertung reingestellt! Wieso nimmst du an, dass ich abwertend das Kosovo betrachte oder den Menschen dort Böses nachtrachte???

    Beziehe dich lieber auf den Artikel und schweige einfach, wenn du nichts Konkretes zum Thema beitragen willst oder kannst!
    kindskopf,
    du bist nicht nur blind sondern auch etwas dumm....
    zuminest stellst dich so an.
    ich war der erste der sagt ich kann das nicht gutheissen.


    und ist doch klar das ein seitenhieb folgen muss.
    dir ist doch in wahrheit scheiss-egal wie es den menschen in kosova geht!!!!

    und jetzt diese geschichte als topnews zu verkaufen ist alter kaffe....
    nur weil es erst seit einer woche zu finden ist.
    aber nachdem du sonst nichst zu den anderen themen zu melden hattest hast mal gegoogelt und was gefunden.

    geh arbeiten du hängengebliebener kindskopf!!!!

  6. #6
    Avatar von Carl Marks

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    Original von skenderbegi
    und ist doch klar das ein seitenhieb folgen muss.
    dir ist doch in wahrheit scheiss-egal wie es den menschen in kosova geht!!!!
    Du bist stark hängenbegblieben, oder???

    Meine Familie lebt im Kosovo! Zwar sind wir Serben, das ändert aber nichts an der Tatsache das wir Teil des Landes im moment sind.

    Original von skenderbegi
    geh arbeiten du hängengebliebener kindskopf!!!!
    Geh aufs Ämtchen und kassiere weiter deine Stütze, aber sülz mich hier im Forum bitte nicht voll!

  7. #7

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    Wann ziehen diese serbischen Ausländer ausm Kosovo endlich wieder zurück in ihr Land?

  8. #8

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    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Notfalls militärisch

    Im Juni 2011 fand auch in der Kosovo-Hauptstadt Pri¨tina eine Demonstration statt, die sich gegen die Privatisierungspläne der Regierung wandte. Über 5000 Menschen haben daran teilgenommen. Zu den Initiatoren gehört die »Bewegung Selbstbestimmung« (Vetevendosje), die zwar den Ausverkauf des Landes und die soziale Ungerechtigkeit anprangert. Gleichzeitig gibt sie sich jedoch eindeutig albanisch-nationalistisch (»Kauft albanisch!«) und begrüßt streckenweise die NATO-Präsenz im Kosovo.
    so viel zu "Interessant objektiv" da setzte man sich gegen Verkauf bzw Privatisierung von Post und nicht gegen Privatisierung per se.

    Aber mich inspiriert so ein "Scharf-Links" nich (oder überhaupt ein Link-Linker) und für mich ein bedeutungsloser Schwachsinn.

  9. #9
    Avatar von Carl Marks

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    Original von ooops
    so viel zu "Interessant objektiv" da setzte man sich gegen Verkauf bzw Privatisierung von Post und nicht gegen Privatisierung per se.
    Hier ist ja auch von Privatisierungsplänen die Rede ^_^ das kann was Individuelles oder Weitgefasstes sein.

  10. #10

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    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Hier ist ja auch von Privatisierungsplänen die Rede ^_^ das kann was Individuelles oder Weitgefasstes sein.
    die Pläne laufen schon seit mind 5-6 Jahren und jetzt erst denkt man daran dagegen zu demonstrieren? es ging ausschließlich um die Post bei der Demo und nicht gegen "Privatisierungsplänen".

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