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Eröffnung einer der größten Chrommine in Europa

Erstellt von Kanackiş, 07.11.2011, 08:45 Uhr · 75 Antworten · 7.334 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Kanackiş

    Registriert seit
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    28

    Eröffnung einer der größten Chrommine in Europa

    Berlin, 07. November 2011. Die deutsche ARSI Minengesellschaft mbH weiht am 24.11.2011 die erste Chrommine von insgesamt 3 Minengebieten im Kosovo-Gebiet Rahovec ein.

    Für diese Feier wurden Personen aus Politik, Wirtschaft und Industrie eingeladen. Höhepunkt der Feierlichkeiten sind die Sprengung und der beginnende Abtransport eines der größten Chromkörper, die je gefunden wurden mit einem Chromanteil von mehr als 45 %. Die Mine wird den Namen Llapceva erhalten und ist eine der größten Chromminen Europas. In dem Minengebiet Rahovec, für das die ARSI die Lizenzrechte hat, werden in den nächsten Monaten mehr als 20 weitere Minen eröffnet, das Minengebiet hat eine Größe von mehr als 89 km².

    „Der Abbau des Chromerzes erfolgt im Tagebau“, erklärt Reinhard Lange, einer der Geschäftsführer der ARSI, „Rahovec ist das erste Minengebiet, für das wir eine Abbaulizenz erhalten haben, es ist natürlich auch für uns ein großes Glück, dass wir gerade hier auf einen so großen Chromkörper gestoßen sind, das erleichtert vieles. In den letzten 15 Monaten haben wir über 300 Probebohrungen gemacht, insgesamt wurden über 40.000 Meter gebohrt, nicht nur in Rahovec, sondern auch in unseren beiden anderen Minengebieten ‚Qerret Gjakova’ und ‚Qafe Prushi Gjakova’ – diese beiden Gebiete haben zusammen eine Größe von über 55 km². Nach den Aussagen unserer Geologen wurden bis jetzt über 6 Millionen Tonnen Chromerz erkundet bzw. gefunden, es muss nur noch abgebaut werden. Selbstverständlich werden parallel dazu die Erkundungen weitergehen, wir sind sicher, dass wir noch mehr Chrom finden.“

    Auf die Frage, was das für den Kosovo bedeutet, antwortet Lange: „Der Kosovo ist ein schönes Land mit vielen freundlichen Menschen, leider ist hier die Arbeitslosigkeit sehr hoch, sie liegt bei über 40 %. In den Regionen, wo wir mit dem Abbau des Chromerzes beginnen, werden wir viele Arbeitsplätze schaffen, das wird sich auf die jeweilige Region positiv auswirken. Wir haben die Möglichkeit, noch weitere Minengebiete zu erhalten, so dass hier für die nächsten 25 bis 30 Jahre die von uns angebotenen Arbeitsplätze gesichert sind. Der Chromerzabbau ist für unsere Gesellschaft nur der erste Schritt, im nächsten Jahr beginnen wir mit dem Aufbau eines Chromkonzentrierungswerks, wodurch der Verkaufspreis des Erzes und unsere Wertschöpfung erheblich steigen werden. Bei unseren Probebohrungen sind wir auch auf andere, sehr interessante Metalle und Mineralien gestoßen, wie zum Beispiel Platin und Kobalt, das aber ist eine andere Sache. Ich möchte damit nur sagen, dass es hier viel Arbeit gibt und dass unsere Gesellschaft hier die nächsten Jahrzehnte einer der größten und sichersten Arbeitgeber sein wird.“

    Herr Lange, wie sehen Sie den Chrommarkt? Lange: „Der Chrommarkt ist zu 85 % abhängig von der Stahlindustrie, die übrigen 15 % teilen sich auf in Oberflächenveredelung, Hochtemperaturindustrie usw. Der Bedarf an Chrom steigt von Jahr zu Jahr um ca. 7 bis 10 %. Wir alle kommen heute mit Chrom täglich in Verbindung, ob das nun ein Edelstahlkochtopf ist oder das Essbesteck, in der Medizintechnik oder in der Industrie ist Chrom heute nicht mehr wegzudenken. Überall da, wo es auf Haltbarkeit, Veredlung und Korrosionsschutz ankommt, wird Chrom eingesetzt, es gibt also einen enormen Bedarf an Chrom. Das Problem, das wir heute in Europa haben, ist, dass die chromverarbeitende Industrie in Abhängigkeit von außereuropäischen Lieferanten steht, so kommen ca. 40 % des Chromerzes aus Südafrika, ca. 20 % aus Indien und ca. 18 % aus Kasachstan. Nur in Finnland als europäischem Staat werden ca. 1,5 % Chromerz produziert, diese Menge benötigt Finnland selber für die eigene Industrie. Im Prinzip bestimmen die drei großen Förderländer den Chrompreis, dies wiederum schlägt sich auf den Stahlpreis nieder. Wenn man bedenkt, dass man für eine Tonne Edelstahl 170 kg Chrom benötigt, allein in Deutschland wurden im letzten Jahr ca. 1.8 Millionen Tonnen Edelstahl produziert, in ganz Europa ca. 8.5 Millionen Tonnen, dies bedeutet einen Chrombedarf von ca. 1.5 Millionen Tonnen Chrom pro Jahr in Europa. China hat durch die industrielle Entwicklung einen enormen Bedarf an Chrom, der, so wird geschätzt, bei ca. 4 bis 6 Millionen Tonnen pro Jahr liegt, genauere Zahlen sind leider unbekannt. Mann kann aber davon ausgehen, dass es bei den großen Chromförderländern, in den nächsten Jahren zu Lieferproblemen durch den enormen Lieferbedarf nach China kommt. Dadurch wird sich der Chrompreis und somit der Edelstahlpreis in Europa erheblich erhöhen. Durch kurze und schnellere Lieferwege innerhalb Europas wird unser Chromerz preisgünstiger sein als das von den großen Förderländern, dies kann und wird sich positiv auf den Edelstahlpreis auswirken. Auf jeden Fall werden wir wettbewerbsfähiger sein als unsere Mitbewerber, wir haben heute bereits Lieferverträge mit Abnehmern geschlossen, und die sind zufrieden mit den von uns gegebenen Preisen. Es werden bereits dieses Jahr die ersten Lieferungen in europäische Länder erfolgen.“

    Herr Lange, wie finanziert ihre Gesellschaft ihr Vorhaben? Lange: „Wir haben gute Investoren gefunden, diese haben uns die ersten Schritte ermöglicht, es war ein Börsengang Mitte dieses Jahres beabsichtigt, diesen haben wir aber aufgrund der Finanzunruhen an den Börsenplätzen verschoben, es ist allerdings vorgesehen, noch in diesem Jahr mit Anleihen an die Börse zu gehen. Man kann sich gerne über unsere Homepage ARSI Minengesellschaft mbH - Chromerz aus Albanien und Kosovo - Chrome ore from Albania and Kosovo oder direkt bei mir darüber informieren, denn Investoren sind uns immer willkommen.“

    Eröffnung einer der größten Chrommine in Europa

    Find ich super

  2. #2
    Pitbull
    Alter was bist du für ein fake

  3. #3
    Avatar von Rockabilly

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    Kosovo ist immer schon ein ausgebeutetes Land gewesen. Die ganzen Bodenschätze wanderten entweder nach Belgrad oder heute nach Brüssel...

  4. #4
    Avatar von Indianer

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    Zitat Zitat von Luli Beitrag anzeigen
    Kosovo ist immer schon ein ausgebeutetes Land gewesen. Die ganzen Bodenschätze wanderten entweder nach Belgrad oder heute nach Brüssel...
    diese liegen noch in der erde oder in den bergen.

  5. #5
    Avatar von Rockabilly

    Registriert seit
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    15.854
    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    diese liegen noch in der erde oder in den bergen.

    Ja, aber in der jugoslawischen Ära ging alles an Belgrad (Gewinn).

  6. #6
    Avatar von Indianer

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    Zitat Zitat von Luli Beitrag anzeigen
    Ja, aber in der jugoslawischen Ära ging alles an Belgrad (Gewinn).
    luli, da wurde das geborgen, wo man mit pickel und schaufel ran konnte.
    und das war nicht viel.

    um an die bodenschätze zu kommen, bedarf es schweres und modernes gerät.
    die firmen müssen erst mal millionen investieren, um an was ran zu kommen.

    dieses geld war nicht vorhanden.

  7. #7

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    Zitat Zitat von Luli Beitrag anzeigen
    Kosovo ist immer schon ein ausgebeutetes Land gewesen. Die ganzen Bodenschätze wanderten entweder nach Belgrad oder heute nach Brüssel...
    Wieso wandern die Bodenschätze nach Brüssel? Erklär mir mal bitte den Prozens des 'wanderns'. Du scheinst wohl ein gut ausgebildeter Ökonom zu sein.

  8. #8
    Avatar von Indianer

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    Zitat Zitat von Unabhängiges System Beitrag anzeigen
    Wieso wandern die Bodenschätze nach Brüssel? Erklär mir mal bitte den Prozens des 'wanderns'. Du scheinst wohl ein gut ausgebildeter Ökonom zu sein.

    damit sich die kosovo politiker, wenn sie in brüssel sind, ein vesper kaufen können.

  9. #9

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    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    luli, da wurde das geborgen, wo man mit pickel und schaufel ran konnte.
    und das war nicht viel.

    um an die bodenschätze zu kommen, bedarf es schweres und modernes gerät.
    die firmen müssen erst mal millionen investieren, um an was ran zu kommen.

    dieses geld war nicht vorhanden.
    da hat luli schon recht zu YU zeiten wurde Kosovo von Belgrad ausgebeutet und das kann man auch nicht leugnen
    alleine schon nur der Trepqa Gigant beschäftigte mehr als 20 000 Arbeiter

    zum Thema: find ich sehr gut das endlich mal was getan wird solche Investitionen braucht das Land

  10. #10

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    Zitat Zitat von I'AM Beitrag anzeigen
    alleine schon nur der Trepqa Gigant beschäftigte mehr als 20 000 Arbeiter
    Das waren wohl auch alles Arbeiter aus Belgrad.

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