BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 8 von 8 ErsteErste ... 45678
Ergebnis 71 bis 76 von 76

Eröffnung einer der größten Chrommine in Europa

Erstellt von Kanackiş, 07.11.2011, 08:45 Uhr · 75 Antworten · 7.343 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von Carl Marks

    Registriert seit
    04.05.2011
    Beiträge
    1.004
    Original von Mastakilla
    Bin gespannt, wieviel man nun von einer deutschen Leitung der Mine kriegen wird. Vielleicht gibts ne Grußkarte von Merkel...
    Jetzt mal zu dem Threadthema an sich!

    Das Kosovo wird nicht durch die Mine und den Abbau der Rohstoffe profitieren. Der Abbau soll in Obertagebauweise mit schwerstem Gerät vollzogen werden, dafür werden maximal ein paar hundert Arbeitsplätze gschaffen. Wer mir nicht glaubt, der soll sich den voll maschinisierten Braunkohleabbau in Deutschland anschauen.

    Hier als Beispiel der Braunkohletageabbau bei Garzweiler. Der Abbau bei Garzweiler entspricht eher einer etwas größeren Dimension als anderswo und hier sind insgesamt 1.700 Menschen nur beschäftigt.

    Tagebau Garzweiler


    Wer glaubt diese Chrommine bringt dem Kosovo großes Geld, der irrt, der Abbau bringt nur dem deutschen Unternehmen Geld, da die Gewinne nicht im Kosovo, sondern in Deutschland versteuert werden. Die einzigsten Steuern, die das Kosovo behält, sind die Abgaben der Arbeiter und die Konzesionsgebühren für die Mine, diese dürften jedoch sehr gering sein, da das Kosovo ja sozusagen eine Kolonie der Westmächte ist.

    Die Arbeiter werden aller Voraussicht nach gut bezahlt werden und könnten in der Region zur Stärkung der Binnenwirtschaft beitragen.

    Ein Risiko was auf jeden Fall auftreten wird, ist die Umweltgefahr durch Stäube von Chromerzen. Chromverbindungen erzeugen nämlich Krebs, wenn sie eingeatmet werden und der Tagebau wird Stäube freisetzen. Dabei spielt die Oxidationstufe des Chroms eine Hauptbedeutung, so ist das Erz an sich noch ungefährlicher, während die aufbereiteten Verbindungen hochgefährlich sind! Ich hoffe, dass die Umweltrisiken von der deutschen Firma auch gesehen werden und im Vorfeld neutralisiert werden, sonst erleben wir Dinge wie im Tagebau in der Dritten Welt.

    Ach ja, was ich noch vergessen hätte wären die direkten Folgen für die Umwelt, nämlich ein riesiges Loch in der Erde, das nachträglich dann renaturiert werden muß. Ich sehe die Gefahr, dass auch viel der einzigartigen Landschaft des Kosovo zerstört wird, durch den Ressourcenhunger vieler westlicher Unternehmen, denn es werden sich noch ein paar Tagebauwerke im Kosovo breit machen, denn das Kosovo hat nicht nur Chrom!

    Das ist das Foto einer Chrommine in Russland!



    Im übrigen schaut mal auf die Art der veröffentlichung, also wenn das keine Werbung in eigener Sache ist ^^

    Für Fragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an:


    ARSI Minengesellschaft mbH
    Herr Reinhard Lange
    Köpenicker Straße 36
    12524 Berlin
    Telefon: 0049 30 992 992-0
    E-Mail: reinhard.lange@arsiminen.de


    (PR-Inside.com)

  2. #72
    Avatar von KS.Rosu

    Registriert seit
    29.09.2011
    Beiträge
    1.380
    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Und die albanischen Universitäten und Schulen im Kosovo haben sich natürlich von selbst aufgebaut. Genau wie die Kraftwerke im Kosovo oder die Telekommunikation, alles vom Himmel gefallen.

    Bin gespannt, wieviel man nun von einer deutschen Leitung der Mine kriegen wird. Vielleicht gibts ne Grußkarte von Merkel...

    Erstens mal sind alle Universitäten 1989 nach der Autonomieaufhebung geschlossen worden.
    Zweitens ist das Bauen von Schulen für Minderheiten eine Pflicht jedes Staats, und mit Sicherheit nicht ein besonderer Luxus .Du hättest mal die albanischen und die serbischen Schulen mit einander vergleichen müssen,die Unterschiede waren gewaltig.
    Drittens gilt das für die Telekommunikation auch ,das es kein Luxus ist wenn man telefonieren kann.
    Viertens hat man die Kraftwerke aus eigener Interesse gebaut sicher nicht der albanischen Bevölkerung Willen, und auserdem waren alle Führungspositionen mit Serben besetzt,wir durften die Drecksarbeit machen.
    Warum wurde nicht in die Infrastruktur oder WIrtschaft investiert warum haben wir nie einen albanischen Fernsehsender gehabt oder wenigstens eine Zeitspanne an einen serbischen Sender in dem albanisch gesendet wurde.
    Warum ist der albanische Teil Südserbiens die Ärmste Gegend in Serbien.
    WIR ALLE KENNEN DIE ANTWORT!!!!!!!!

  3. #73
    Gjeto
    Zitat Zitat von Unabhängiges System Beitrag anzeigen
    Ich kenne es eher anderst herum, dass viele Serben aus dem Kosovo gezogen sind. Gerade weil es keine Arbeit gab. Sinnlos Serben in ein Gebiet zu schicken, aus dem sie wegzogen.

    Und was genau meinst du, wenn du sagst "das Geld ging nach Belgrad".
    Erklär mir das bitte. Du scheinst dich ja gut im verwaltungstechnischen Bereich der Finanzverteilung der SFRJ auszukennen. Spezieller die Regelungen der Einkommen aus dem Rohstoffabbau.
    Also, erkläre es mir.
    Ja ja ja, und Ihr wart in den ganzen Balkankriegen auch immer die Opfer, und die ganze Welt ist gegen Serbien. u.s.w. kennen wir doch alles schon

    Bleib beide bei Fakten, ich glaube kaum das Serben damals in Minen im Kosovo geschuftet haben, dafür waren die sie für die damalige Regierung zu schade.

  4. #74

    Registriert seit
    19.09.2008
    Beiträge
    16.600
    Zitat Zitat von Unabhängiges System Beitrag anzeigen
    Ich kenne es eher anderst herum, dass viele Serben aus dem Kosovo gezogen sind. Gerade weil es keine Arbeit gab. Sinnlos Serben in ein Gebiet zu schicken, aus dem sie wegzogen.

    Und was genau meinst du, wenn du sagst "das Geld ging nach Belgrad".
    Erklär mir das bitte. Du scheinst dich ja gut im verwaltungstechnischen Bereich der Finanzverteilung der SFRJ auszukennen. Spezieller die Regelungen der Einkommen aus dem Rohstoffabbau.
    Also, erkläre es mir.


    das Gebiet in Mitrovica wo heute mehrheitlich von Serben bewohnt wird, laut meinem Vater als Kleinhändler der oft in Mitrovica war sagte dass dort gab es nicht mal 20 Häuser und heute ist voller Serben.

  5. #75

    Registriert seit
    19.09.2008
    Beiträge
    16.600
    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Und die albanischen Universitäten und Schulen im Kosovo haben sich natürlich von selbst aufgebaut. Genau wie die Kraftwerke im Kosovo oder die Telekommunikation, alles vom Himmel gefallen.

    Bin gespannt, wieviel man nun von einer deutschen Leitung der Mine kriegen wird. Vielleicht gibts ne Grußkarte von Merkel...
    als (pseudo) Jugoslawe wirst du schon etwas vom Finanzwesen Jugoslawiens mitbekommen haben oder? natürlich dafür müsste Serbien nicht selbst aufkommen, den höchsten Beitrag an die Finanz-Kassa hat natürlich Slowenien dann Kroatien und erst Serbien geleistet und zugleich Serbien als bevölkerungsreichste Republik auch der grüßte Geldnehmer also sei still wenn du keine Ahnung hast.

  6. #76

    Registriert seit
    10.11.2011
    Beiträge
    1
    Hallo interessierte Forumsmitglieder,

    es freut uns natürlich, dass hier über unsere Projekte diskutiert wird. Und natürlich stimmt es, wenn Carl Marks hier im Forum am 8. November schreibt, dass unsere Pressemitteilung Werbung in eigener Sache war. Das ist der Sinn von Pressemitteilungen. Wir eröffnen am 24. November offiziell unseren Tagebau bei Rahovec/Orahovac und wollen das bekannt machen.

    Ein paar Fakten über uns:

    1.
    Wir sind ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Berlin. Aber wie man auch unserer Webseite entnehmen kann, haben wir albanische und deutsche Gesellschafter. Die Albaner sind sogar in der Mehrheit. Es wäre also nicht falsch, uns auch als deutsch-albanisches oder albanisches Unternehmen zu bezeichnen.

    2.
    Praktisch läuft ein Bergbauprojekt (auch in unserem Falle) so ab: Man erwirbt vom Staat Erkundungslizenzen für ein Gebiet, in dem man wirtschaftlich verwertbare Rohstoffe vermutet. Diese Lizenzen sind zeitlich befristet und berechtigen und verpflichten zur Erkundung eines Gebietes. Erkundung bedeutet in erster Linie Bohrungen und Analysen. Danach ist man erheblich ärmer und weiß aber auch erst dann, ob sich der ganze Aufwand gelohnt hat. Und bleibt man nicht im von der Bergbaubehörde gestzten Zeitrahmen, verliert man die Lizenzen wieder. War man aber schnell genug UND hat abbauwürdige Vorkommen gefunden, muss man jetzt die Projekte ausarbeiten wie Abbauplan, Umweltplan, diese genehmigen lassen und kann dann die Abbaugenehmigung beantragen.

    3.
    Für unsere Lizenzgebiete gab es zwar die Vermutung von Chromerzvorkommen, aber keine belastbaren Zahlen oder vorgefundenen Erkundungsergebnisse aus früheren Zeiten. Zwar fanden wir im Gelände teilweise jahrzehntealte kurze Erkundungsstollen und verstreute alte Bohrkerne, jedoch keine Ergebnisse in den uns verfügbaren Archiven. Wir mussten also tatsächlich selbst erkunden. Sehr geholfen hat uns dabei das Fachwissen von Ingenieuren und Wissenschaftlern aus dem Kosovo und aus Albanien. Prof. Alaudin Kodra ist mit seinen über 70 Jahren tatsächlich die Lizenzgebiete zu Fuß abgelaufen. Der erfahrene Geologe und Mineraloge sieht dann das, was wir nicht sehen und kann genau sagen, wo und wie gebohrt werden muss.

    4.
    Natürlich wollen wir Geld verdienen. Das ist der Sinn der ganzen Geschichte. Aber zunächst einmal mussten wir unsere eigenen Vermögen einsetzen und noch Geld von Dritten einwerben, überwiegend Privatpersonen aus Deutschland. Jeder Cent davon ist bisher in Löhne und Gehälter unserer Arbeiter, Ingenieure und Wissenschaftler aus dem Kosovo und aus Albanien geflossen sowie in die Bezahlung lokaler Firmen (Bohrungen) und von staatlichen Gebühren.

    5.
    Mit dem aktuellen Beginn der Abbauarbeiten sind wir wirtschaftlich "über den Berg". Dabei ist es ein großer Glücksfall, dass die Erzqualität so hoch ist und wir die ersten 6-7 Jahre überwiegend im Tagebau abbauen können. Der Untertagebau erfordert sehr hohe Investitionen. Das Geld dafür müssen wir erst verdienen und Investoren müssen erst Vertrauen gewinnen. (Das Abfackeln von Grenzstationen ist für Investoren eher ein Fluchtsignal, auch wenn wir natürlich wissen, dass Investitionen im Kosovo - und in unseren Gebieten sowieso - grundsätzlich sicher sind). Wir wollen deshalb solide wachsen, keine unnötigen Risiken eingehen, und das Erreichte nicht durch zu schnelle Expansion aufs Spiel setzen, zumal man in den aktuellen Finanzkrisenzeiten mit den Unwägbarkeiten der künftigen Weltwirtschafts- und Rohstoffpreisentwicklung sowieso sehr vorsichtig agieren muss.

    6.
    Für die Zukunft kann man natürlich alles versprechen. Das kann heute niemand überprüfen. Deshalb versprechen wir gar nichts. Aber eines ist klar: Für die Arbeit brauchen wir fähige und motivierte Arbeiter, Ingenieure und Wissenschaftler. Und die bekommt man nur, wenn man sie auch entsprechend bezahlt und behandelt. Wir möchten noch einige Jahrzehnte vor Ort arbeiten mit zufriedenen Mitarbeitern, ohne Stress und mit einem zufriedenen Umfeld.

    Last but not least:
    Nach den Auskünften der Bergbaubehörde des Kosovo sind wir das erste Unternehmen, das in den letzten mehr als 20 Jahren auf dem Gebiet des Kosovo neue Mineralerzlagerstätten erkundet und eine Abbaugenehmigung erwirkt hat. (Wenn alles einfach wäre - wo sind dann die anderen?)
    Und nach den Unterlagen der Bundesanstalt für Gewissenschaften und Rohstoffe in Hannover sind wir nach dem weitgehenden Rückzug Deutschlands aus dem internationalen Bergbau nun überhaupt erst das fünfte deutsche Unternehmen, das irgendwo auf der Welt Metallrohstoffe abbaut.

    Beste Grüße an alle hier im Balkanforum

    Reinhard lange

    ARSI Minengesellschaft mbH

Seite 8 von 8 ErsteErste ... 45678

Ähnliche Themen

  1. Izet Nanic - einer der größten Helden BiHs
    Von hamza m3 g-power im Forum Geschichte und Kultur
    Antworten: 149
    Letzter Beitrag: 09.08.2017, 11:53
  2. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 20.01.2011, 19:25
  3. Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 09.04.2010, 17:20
  4. Antworten: 143
    Letzter Beitrag: 07.12.2009, 19:01
  5. Europa , bedroht von einer islamischen Invasion?
    Von Albanesi im Forum Politik
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 14.11.2004, 09:53