BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 2 von 45 ErsteErste 12345612 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 445

Ethnische Säuberung im Kosovo

Erstellt von kiko, 11.01.2011, 12:57 Uhr · 444 Antworten · 15.150 Aufrufe

  1. #11
    Emir
    Zitat Zitat von Vatrena Beitrag anzeigen
    Fahr mal in ne serbische Enklave im Kosovo und erzähl denen mal die Story die du hier predigst!

    Die Verwandtschaft meines Mannes kommt aus Velika Hoca....die alten können die ja mal erzählen wie schön das alles war und warum so viele Serben schon vor dem Krieg, das Kosovo verlassen haben....frag mal nach wieviele jetzt vertrieben wurden und wie das Leben jener aussieht deren Kinder heute von Eltern in die Schule gebracht werden! Ohne Gewehr oder Pistole marschiert da keiner mehr in der Gegend rum!

    Cus!
    Du stellst mich so hin als würde ich echt die Verbrechen an den Serben leugnen, dabei geht es darum gar nicht, es geht mehr darum, das die Albaner aus dem kosovo so hingestellt werden, das Sie alles und jeden aus dem Kosovo vertreiben die keine Albaner sind (siehst ja selbst Bosniaken die in der Quelle slawische Moslems genannt werden und Türken) dabei wissen wir beide, das es so gar nicht ist.


    1999 hat niemand herumgeheult als jemand aus Belgrad in den "Süden" gefahren ist aber hier habt Ihr alle ne große Fresse ...

    Jedem ist bewusst, das die Serben unter schlecht behandelt werden auch die unschuldigen aber das alles ist net einfach grundlos so ...

  2. #12
    Mulinho
    Angehörigen der Volksgruppen der Ashkali, der Ägypter sowie der Bosnier und der Gorani wird – abgesehen von vereinzelten Ausnahmen wie den schwerwiegenden Übergriffen gegen die Ashkali-Gemeinschaft in Vushtrri / Vucitrn während der März-Ausschreitungen des vergangenen Jahres – insgesamt offenbar mit größerer Toleranz begegnet. Aufgrund der vorgenannten Ereignisse im März 2004 hat UNHCR in seiner letzten Stellungnahme vom August 2004 sowohl Ashkali als auch Ägypter generell zur Gruppe der Personen mit einem fortbestehenden Bedürfnis nach internationalem Schutz gezählt. Unter Berücksichtigung der jüngsten Entwicklungen vertritt UNHCR bezüglich dieser Personengruppen nunmehr die Position, dass in Einzelfällen auch bei Angehörigen der Volksgruppen der Ashkali und der Ägypter ein Bedürfnis nach internationalem Schutz fortbestehen kann. Dieses Schutzbedürfnis sollte in einem umfassenden individuellen Ver-fahren geprüft werden.
    Stand 2004 - 2005

    http://www.unhcr.de/uploads/media/491.pdf

    Über die Jahre 1997-2001 habe ich nichts richtiges gefunden, was die muslimischen Slawen und Türken betrifft.

  3. #13
    Avatar von kiko

    Registriert seit
    28.07.2008
    Beiträge
    10.647
    Zitat Zitat von Vatrena Beitrag anzeigen
    Fahr mal in ne serbische Enklave im Kosovo und erzähl denen mal die Story die du hier predigst!

    Die Verwandtschaft meines Mannes kommt aus Velika Hoca....die alten können die ja mal erzählen wie schön das alles war und warum so viele Serben schon vor dem Krieg, das Kosovo verlassen haben....frag mal nach wieviele jetzt vertrieben wurden und wie das Leben jener aussieht deren Kinder heute von Eltern in die Schule gebracht werden! Ohne Gewehr oder Pistole marschiert da keiner mehr in der Gegend rum!

    Cus!
    lass es. hast du schon mal versucht einer Kuh das Schnorcheln beizubringen?
    Es wäre einfacher als gewissen Usern hier das denken beizubringen.
    Lass es einfach.

  4. #14

    Registriert seit
    20.02.2010
    Beiträge
    4.612
    oh man habt ihr zwei schwulis für euren scheiss spam extra nocheinen thread aufgemacht

  5. #15

    Registriert seit
    20.02.2010
    Beiträge
    4.612
    propagandazerfressenekinder geht mit euren milos postern im zimmer rummachen

  6. #16
    Mulinho
    Kiko und Vatrena, dass die serbische Minderheit im Kosovo unter schwierigen Verhältnissen leben muss, ist uns allen durch zahlreiche Berichte bekannt.

    Aber hier im Text geht es um eine "ethnische Säuberung" während den Kriegsjahren und unmittelbar danach. Darin wird auch die Säuberung gegenüber von slawischen Muslimen und Türken betont. DAS interessiert mich näher, denn dass Serben (mehrheitlich männliche Personen im Wehrdienstalter, http://www.gfbv.ch/pdf/01-98-018.pdf Seite 5) durch Angriffe der UçK Opfer wurden, weiss man.
    Von Angriffen gegenüber den anderen Minderheiten, abgesehen von den Roma und Ashkali, habe ich bisher nichts festes gehört.

  7. #17
    Mudzo
    Zitat Zitat von kiko Beitrag anzeigen
    krass krass krass.
    Wer entscheidet eigentlich was Unsinn ist und was nicht?
    Sorry, aber eine ernsthafte Diskussion ist bei eurer Sturheit und Scheuklappenmentalität nicht möglich.
    Der Bericht ist in keinster Weise serbischen Ursprungs. Wenn jetzt AI schon als Propaganda abgestempelt wird, britische Politiker. Was soll der scheiss....
    Aber wehe jemand kritisiert ein einen Srebrenicabericht
    Aber keine Angst. Wir Serben verarbeiten unsere "schlimme"Vergangenheit in dem wir uns damit befassen und dass sowas schlimmes wie in Srebrenica nie wieder passiert. Ihr solltet euch mal eine Scheibe von uns abschneiden.
    Emir von dir hätte ich zumindest als Admin ein wenig fairness und parteilosigkeit erwartet. Schade.
    krass ya

  8. #18
    Avatar von kiko

    Registriert seit
    28.07.2008
    Beiträge
    10.647
    Zitat Zitat von kiko Beitrag anzeigen
    Ethnische Säuberung im Kosovo

    Im Folgenden dokumentieren wir einen Bericht von Alice Mahon, der in der Zeitung "junge welt" erschien (Übersetzung: Rainer Rupp).
    Alice Mahon ist Labourabgeordnete im britischen Parlament und Vorsitzende des Allparteien-Ausschusses für den Balkan. Der Artikel wurde zuerst im Nachrichtenblatt des Committee for Peace in the Balkans (UK), Nr. 5, Februar 2000 unter dem Titel »Kosovo Today« veröffentlicht.

    Das Kosovo heute: »Vergiß es!«
    Ethnischer Terror und Vertreibung unter Schutz der KFOR.

    Von Alice Mahon

    Im letzten Herbst besuchte ich das Kosovo als Mitglied einer Delegation des Zivilausschusses der Nordatlantischen Versammlung (NAV - Die NAV mit Sekretariat in Brüssel setzt sich zusammen aus Vertretern aller in den Parlamenten der NATO-Mitgliedsländer vertretenen Parteien. Die NAV war ursprünglich mit dem Ziel gegründet worden, sich zu einem parlamentarischen Kontrollorgan der NATO zu entwickeln - Anm. d. Red.). Schon damals kam ich zu dem Schluß, daß das Kosovo ethnisch von allen Minderheiten gesäubert wird und daß die UCK darin tief verwickelt ist.

    Seither wurde ich in meiner Ansicht durch umfangreiches und zunehmendes Beweismaterial bestärkt, und zwar aus Quellen wie z. B. Amnesty International (ai). Der letzte ai-Bericht von Ende Dezember führt auf, daß die Gewalt gegen Serben, Roma, muslimische Slawen und gemäßigte Albaner weiter wächst, was auf das Versagen der Vereinten Nationen beim Schutz der Menschenrechte zurückzuführen ist. Amnesty ist besorgt darüber, daß die UNO-Mission im Kosovo und die KFOR nicht gewillt zu sein scheinen, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die UCK vor Gericht zu bringen.

    Der Bericht der OSZE über Menschenrechtsverletzungen im Kosovo, der ebenfalls im Dezember veröffentlicht worden ist, bestätigt, daß mit dem Einmarsch der KFOR am 12. Juni 1999 die Provinz (Kosovo) einer systematischen ethnischen Säuberung unterzogen wurde. In dem Bericht steht zu lesen: »Kosovo-Serben, Roma, muslimische Slawen und andere sind zur Zielscheibe von Elementen der Kosovo-albanischen Bevölkerung geworden. Mit Hilfe von Schikanen, Einschüchterungen, Brandstiftungen, Entführungen und Morden sollen sie endgültig vertrieben werden.«

    Der Bericht wirft Licht auf zwei entsetzliche Trends: Die Gewalt richtet sich vornehmlich gegen alte und hilflose Kosovo-Serben; zweitens sind zunehmend Jugendliche an den Menschenrechtsverletzungen beteiligt, was die wachsende Intoleranz innerhalb der kosovo-albanischen Gemeinschaft unterstreicht. Der Bericht enthält zahlreiche Zeugenaussagen über Gewaltverbrechen, in die die UCK - sowohl vor als auch nach dem 19. September 1999, dem Stichtag für die Demilitarisierung der UCK - verwickelt ist und später das Kosovo-Schutz-Korps (KSK - die von KFOR geschaffene Nachfolgeorganisation der UCK - Anm. d. Red.).

    Die OSZE kam zu dem Schluß, daß die UCK trotz aller Dementis hinter den gegenwärtigen Gewaltakten steckt: »Die Verwicklung der UCK, die sich nun KSK nennt, ist von einem solchen Ausmaß, daß dies nur mit ausdrücklicher Unterstützung, zumindest aber mit stillschweigende Duldung der (UCK) Führung geschehen kann, was dringend einer eingehenden Untersuchung der Internationalen Gemeinschaft bedarf.« Nach Informationen des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) sind seit Juni 250 000 Menschen aus dem Kosovo vertrieben worden. Nach Schätzungen des jugoslawischen Außenministeriums liegt die Zahl bei 350 000. Die Mehrzahl besteht aus Serben, aber Roma, Juden, Türken und anderen Volksgruppen, die ebenfalls das Ziel massiver ethnischen Säuberungen sind.

    Der Historiker Paul Polansky, der vom Juli bis November letzten Jahres gemeinsam mit Roma im Kosovo lebte, hat die Diskriminierung der Roma-Bevölkerung durch die UNO, die NATO und die großen Hilfsorganisationen dokumentiert. Nachdem er nachdrücklich auf die fehlende Versorgung der Roma mit Medikamenten, Lebensmitteln und Sicherheit aufmerksam gemacht hatte, drohte ihm dieselbe Hilfsorganisation mit Ausweisung, die ihn ursprünglich ins Kosovo zu den Roma eingeladen hatte: das UNHCR. Vor dem NATO-Krieg - so Polansky - lebten die Roma in integrierten und gewachsenen Gemeinden gemeinsam mit anderen Volksgruppen. Jetzt werden sie »wegen ihrer Hautfarbe« ethnisch gesäubert.

    Cedomir Prlincevic, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Pristina, ist ebenfalls von der UCK vertrieben worden. Er erzählt, »als zwei Dutzend bewaffnete Männer in unsere Familienwohnung stürmten, erlitt meine 80 Jahre alte Mutter einen Herzanfall, weil es sie an Hitlers SS errinnerte, die 1943 auf die gleiche Weise ihre Wohnung gestürmt hatte«. Prlincevic hob hervor, daß »der Terror gegen Nicht-Albaner erst mit der Ankunft der KFOR im Kosovo begann«. Er erinnert sich: »Ich zeigte meine Papiere, die mich als Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Pristina auswiesen, einem britischen Major. Er schaute mich nur an und sagte: >Vergiß es, das zählt jetzt nicht mehr<.«

    Es ist schon eine bittere Ironie, daß der Rest Jugoslawiens weiterhin aus einer wahrhaft multi-ethnischen Gesellschaft besteht, während im Kosovo unter dem Vorsitz von KFOR das Vorhaben Fortschritte macht, mit Hilfe von Terror einen ethnisch reinen Staat zu schaffen.


    Kosovo (Friedensratschlag)
    Dieser Bericht ist wahr. Und das ist nun mal FAKT!
    Da könnt ihr euch ein Bein ausreissen. Die Zeit der ruhmreichen UCK ist vorbei!!!
    Jeder der es leugnet ist nicht bei gesundem Menschenverstand!

  9. #19

    Registriert seit
    16.12.2010
    Beiträge
    1.136
    Zitat Zitat von Emir Beitrag anzeigen
    Du stellst mich so hin als würde ich echt die Verbrechen an den Serben leugnen, dabei geht es darum gar nicht, es geht mehr darum, das die Albaner aus dem kosovo so hingestellt werden, das Sie alles und jeden aus dem Kosovo vertreiben die keine Albaner sind (siehst ja selbst Bosniaken die in der Quelle slawische Moslems genannt werden und Türken) dabei wissen wir beide, das es so gar nicht ist.


    1999 hat niemand herumgeheult als jemand aus Belgrad in den "Süden" gefahren ist aber hier habt Ihr alle ne große Fresse ...

    Jedem ist bewusst, das die Serben unter schlecht behandelt werden auch die unschuldigen aber das alles ist net einfach grundlos so ...
    Das heisst, weil Arkan und co dort unten gewütet haben, gibt das den Albanern für alle Zeiten das moralische Recht, sich an irgendwelchen nicht-Albanern, die nichts mit der Sache zu tun haben, zu rächen, denn sie haben ja Gründe dafür... Man müsste da also quasi rücksichtsvoll sein? Ok, ich verstehe. Genau so dachte sich das nämlich auch die UNMIK und KFOR nach Juni 1999 und darum wurde auch so viel wie möglich unter den Teppich gekehrt.

  10. #20
    Leo
    Avatar von Leo

    Registriert seit
    25.06.2010
    Beiträge
    3.440
    Zitat Zitat von kiko Beitrag anzeigen
    Ethnische Säuberung im Kosovo

    Im Folgenden dokumentieren wir einen Bericht von Alice Mahon, der in der Zeitung "junge welt" erschien (Übersetzung: Rainer Rupp).
    Alice Mahon ist Labourabgeordnete im britischen Parlament und Vorsitzende des Allparteien-Ausschusses für den Balkan. Der Artikel wurde zuerst im Nachrichtenblatt des Committee for Peace in the Balkans (UK), Nr. 5, Februar 2000 unter dem Titel »Kosovo Today« veröffentlicht.

    Das Kosovo heute: »Vergiß es!«
    Ethnischer Terror und Vertreibung unter Schutz der KFOR.
    Von Alice Mahon

    Im letzten Herbst besuchte ich das Kosovo als Mitglied einer Delegation des Zivilausschusses der Nordatlantischen Versammlung (NAV - Die NAV mit Sekretariat in Brüssel setzt sich zusammen aus Vertretern aller in den Parlamenten der NATO-Mitgliedsländer vertretenen Parteien. Die NAV war ursprünglich mit dem Ziel gegründet worden, sich zu einem parlamentarischen Kontrollorgan der NATO zu entwickeln - Anm. d. Red.). Schon damals kam ich zu dem Schluß, daß das Kosovo ethnisch von allen Minderheiten gesäubert wird und daß die UCK darin tief verwickelt ist.

    Seither wurde ich in meiner Ansicht durch umfangreiches und zunehmendes Beweismaterial bestärkt, und zwar aus Quellen wie z. B. Amnesty International (ai). Der letzte ai-Bericht von Ende Dezember führt auf, daß die Gewalt gegen Serben, Roma, muslimische Slawen und gemäßigte Albaner weiter wächst, was auf das Versagen der Vereinten Nationen beim Schutz der Menschenrechte zurückzuführen ist. Amnesty ist besorgt darüber, daß die UNO-Mission im Kosovo und die KFOR nicht gewillt zu sein scheinen, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die UCK vor Gericht zu bringen.

    Der Bericht der OSZE über Menschenrechtsverletzungen im Kosovo, der ebenfalls im Dezember veröffentlicht worden ist, bestätigt, daß mit dem Einmarsch der KFOR am 12. Juni 1999 die Provinz (Kosovo) einer systematischen ethnischen Säuberung unterzogen wurde. In dem Bericht steht zu lesen: »Kosovo-Serben, Roma, muslimische Slawen und andere sind zur Zielscheibe von Elementen der Kosovo-albanischen Bevölkerung geworden. Mit Hilfe von Schikanen, Einschüchterungen, Brandstiftungen, Entführungen und Morden sollen sie endgültig vertrieben werden.«

    Der Bericht wirft Licht auf zwei entsetzliche Trends: Die Gewalt richtet sich vornehmlich gegen alte und hilflose Kosovo-Serben; zweitens sind zunehmend Jugendliche an den Menschenrechtsverletzungen beteiligt, was die wachsende Intoleranz innerhalb der kosovo-albanischen Gemeinschaft unterstreicht. Der Bericht enthält zahlreiche Zeugenaussagen über Gewaltverbrechen, in die die UCK - sowohl vor als auch nach dem 19. September 1999, dem Stichtag für die Demilitarisierung der UCK - verwickelt ist und später das Kosovo-Schutz-Korps (KSK - die von KFOR geschaffene Nachfolgeorganisation der UCK - Anm. d. Red.).

    Die OSZE kam zu dem Schluß, daß die UCK trotz aller Dementis hinter den gegenwärtigen Gewaltakten steckt: »Die Verwicklung der UCK, die sich nun KSK nennt, ist von einem solchen Ausmaß, daß dies nur mit ausdrücklicher Unterstützung, zumindest aber mit stillschweigende Duldung der (UCK) Führung geschehen kann, was dringend einer eingehenden Untersuchung der Internationalen Gemeinschaft bedarf.« Nach Informationen des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) sind seit Juni 250 000 Menschen aus dem Kosovo vertrieben worden. Nach Schätzungen des jugoslawischen Außenministeriums liegt die Zahl bei 350 000. Die Mehrzahl besteht aus Serben, aber Roma, Juden, Türken und anderen Volksgruppen, die ebenfalls das Ziel massiver ethnischen Säuberungen sind.

    Der Historiker Paul Polansky, der vom Juli bis November letzten Jahres gemeinsam mit Roma im Kosovo lebte, hat die Diskriminierung der Roma-Bevölkerung durch die UNO, die NATO und die großen Hilfsorganisationen dokumentiert. Nachdem er nachdrücklich auf die fehlende Versorgung der Roma mit Medikamenten, Lebensmitteln und Sicherheit aufmerksam gemacht hatte, drohte ihm dieselbe Hilfsorganisation mit Ausweisung, die ihn ursprünglich ins Kosovo zu den Roma eingeladen hatte: das UNHCR. Vor dem NATO-Krieg - so Polansky - lebten die Roma in integrierten und gewachsenen Gemeinden gemeinsam mit anderen Volksgruppen. Jetzt werden sie »wegen ihrer Hautfarbe« ethnisch gesäubert.

    Cedomir Prlincevic, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Pristina, ist ebenfalls von der UCK vertrieben worden. Er erzählt, »als zwei Dutzend bewaffnete Männer in unsere Familienwohnung stürmten, erlitt meine 80 Jahre alte Mutter einen Herzanfall, weil es sie an Hitlers SS errinnerte, die 1943 auf die gleiche Weise ihre Wohnung gestürmt hatte«. Prlincevic hob hervor, daß »der Terror gegen Nicht-Albaner erst mit der Ankunft der KFOR im Kosovo begann«. Er erinnert sich: »Ich zeigte meine Papiere, die mich als Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Pristina auswiesen, einem britischen Major. Er schaute mich nur an und sagte: >Vergiß es, das zählt jetzt nicht mehr<.«

    Es ist schon eine bittere Ironie, daß der Rest Jugoslawiens weiterhin aus einer wahrhaft multi-ethnischen Gesellschaft besteht, während im Kosovo unter dem Vorsitz von KFOR das Vorhaben Fortschritte macht, mit Hilfe von Terror einen ethnisch reinen Staat zu schaffen.


    Kosovo (Friedensratschlag)
    Da hab ich aufgehört zu lesen.Totaler Scheiss.
    Das eine ist eine Untergrundorganisation welche es
    seit 10 Jahren nicht mehr gibt und das andere sind
    Streitkräfte eines Staates. Diesen Bericht kannst du dir
    sonst wo hinschieben

Seite 2 von 45 ErsteErste 12345612 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Ethnische Säuberung gegen Albaner im Kosovo DOKU
    Von vlonjatiAL im Forum Politik
    Antworten: 45
    Letzter Beitrag: 23.03.2009, 00:43
  2. Ethnische Säuberung Föd-BiH
    Von Der_Buchhalter im Forum Politik
    Antworten: 289
    Letzter Beitrag: 12.09.2008, 08:27
  3. Ethnische Säuberung für Großserbien in Banja Luka
    Von Yutaka im Forum Geschichte und Kultur
    Antworten: 53
    Letzter Beitrag: 13.07.2007, 15:24
  4. Die Ethnische Säuberung um Sanski Most
    Von TITO im Forum Politik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 29.07.2004, 10:41