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Ethnische Säuberung im Kosovo

Erstellt von kiko, 11.01.2011, 12:57 Uhr · 444 Antworten · 15.149 Aufrufe

  1. #391
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von IMT Beitrag anzeigen
    Mit dieser Aussage wäre ich sehr vorsichtig,diese wurde eindeutig im Prozess gegen Milosevic widerlegt:

    http://www.hlc-rdc.org/uploads/edito...milosevica.pdf


    Desweiteren ist eine Mehrheit in einer autonomen Provinz im Staat eine Minderheit.....

    bleibst du bei deiner meinung werde ich dich melden wegen leugenen eines system welches auf unterdrückung und apartheid basierte......



    Albanern war der Zugang zu allen Stadien verboten, denn im Kosovo herrschte ein Regime, das der WDR in Südafrika korrekt als Apartheid bezeichnet hätte. Doch diese Vokabel fällt im Film kein einziges Mal.

    DER SPIEGEL 11/2001 - Schöngeredete Apartheid

  2. #392
    IMT

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    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen

    bleibst du bei deiner meinung werde ich dich melden wegen leugenen eines system welches auf unterdrückung und apartheid basierte......



    Albanern war der Zugang zu allen Stadien verboten, denn im Kosovo herrschte ein Regime, das der WDR in Südafrika korrekt als Apartheid bezeichnet hätte. Doch diese Vokabel fällt im Film kein einziges Mal.

    DER SPIEGEL 11/2001 - Schöngeredete Apartheid

    Das ist nicht meine Meinung,das war die Meinung von deinem Albaner-Freund. Welches Problem du jetzt mit seiner Aussage hattest,das weiß ich nicht. Ich weiss nur,das dir das nicht gefällt,was er gesagt hat,deshalb versuchst du jetzt mir zu drohen weil die Wahrheit nicht zu eurem Gunsten ausfällt .

  3. #393
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von IMT Beitrag anzeigen
    Das ist nicht meine Meinung,das war die Meinung von deinem Albaner-Freund. Welches Problem du jetzt mit seiner Aussage hattest,das weiß ich nicht. Ich weiss nur,das dir das nicht gefällt,was er gesagt hat,deshalb versuchst du jetzt mir zu drohen weil die Wahrheit nicht zu eurem Gunsten ausfällt .
    dann poste einen deutschen artikel dazu;

    und nochmals solltest du die unterdrückung verleugnen melde dich du fake.

    ich warte;

    Letztlich aber war es nicht diese Autonomie, die den Kosovo in die Krise fuehrte, sondern der einseitige Akt Milosevic, diese Autonomie aufzuheben und durch ein Regiment der Repression und serbischen Vorherrschaft zu ersetzen. Nach 1989 begannen sich die Fronten zunehmend zu verhaerten, die Spielraeume fuer einen Kompromiss wurden zusehendsenger. Was den einen zuviel war - Autonomie im Stile von 1974 -, das war den anderen angesichts der alltaeglichen Repression laengst zu wenig. Ethnische Apartheid bestimmte den Alltag im Kosovo in den 1990er Jahren. Die Serben herrschten, die Albaner zogen sich auf den von ihnen geschaffenen "Parallelstaat" zurueck – einer eigenen politischen und sozialen Infrastruktur, die sie unter den Augen der serbischen Polizei in den 1990er Jahren aufbauten. Zunaechst erklaerte man sich zu einer eigenen jugoslawischen Republik, nach dem Zerfall des Staates dann in einem Referendum zu einem souveraenen und unabhaengigen Staat "Kosova" – eine staatliche Separation, die freilich von niemandem anerkannt wurde.

    DER KOSOVO-KONFLIKT: HISTORISCHE WURZELN UND PERSPEKTIVEN

    für dich ist auch milos unschuldig!!!!

  4. #394
    IMT

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    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    dann poste einen deutschen artikel dazu;

    und nochmals solltest du die unterdrückung verleugnen melde dich du fake.

    ich warte;

    Letztlich aber war es nicht diese Autonomie, die den Kosovo in die Krise fuehrte, sondern der einseitige Akt Milosevic, diese Autonomie aufzuheben und durch ein Regiment der Repression und serbischen Vorherrschaft zu ersetzen. Nach 1989 begannen sich die Fronten zunehmend zu verhaerten, die Spielraeume fuer einen Kompromiss wurden zusehendsenger. Was den einen zuviel war - Autonomie im Stile von 1974 -, das war den anderen angesichts der alltaeglichen Repression laengst zu wenig. Ethnische Apartheid bestimmte den Alltag im Kosovo in den 1990er Jahren. Die Serben herrschten, die Albaner zogen sich auf den von ihnen geschaffenen "Parallelstaat" zurueck – einer eigenen politischen und sozialen Infrastruktur, die sie unter den Augen der serbischen Polizei in den 1990er Jahren aufbauten. Zunaechst erklaerte man sich zu einer eigenen jugoslawischen Republik, nach dem Zerfall des Staates dann in einem Referendum zu einem souveraenen und unabhaengigen Staat "Kosova" – eine staatliche Separation, die freilich von niemandem anerkannt wurde.

    DER KOSOVO-KONFLIKT: HISTORISCHE WURZELN UND PERSPEKTIVEN

    für dich ist auch milos unschuldig!!!!


    Oh no,du fühlst dich ja richtig cool,wenn du drohst ). Ich sag´s gerne noch einmal: Die Wahrheit gefällt dir nicht,deshalb die lächerlichen Drohungen . Zu leugnen brauche ich gar nichts,dein Albaner-Freund hat es offen zugegeben,das es KEIN Apartheid-System gab.


    Ein häufig anzutreffendes,aber in höchstem Maße unzutreffendes Vorurteil ist die Behauptung, man hätte die Kosovo-Albaner vom staatlichen Bildungssystem ausgeschlossen. Dass die Wahrheit eine gänzlich andere ist – die Kosovo- Albaner boykottierten nämlich von sich aus alle staatlichen Schulen und entwickelten für sich ein „paralleles Schulwesen“ – , bestätigte am 18.02.2002 beim Milošević-Prozess in Den Haag unfreiwillig auch der erste Zeuge der Anklage, der Albaner Mahmut Bakalli, damals Parlamentsabgeordneter im Kosovo.
    Die Beschuldigung, Milošević habe im Kosovo ein Apartheid-System eingeführt, indem er die Kosovo-Albaner aus den Schulen vertrieben und ihre Sprache aus dem öffentlichen Leben verbannt habe, machte in den westlichen Medien jahrelang die Runde und galt für eine breite Öffentlichkeit als unumstößliche Wahrheit. Im Hauptverhör griff Bakalli diese Beschuldigung wiederholt und mit Zustimmung des Anklägers Geoffrey Nice auf, wobei er nicht versäumte zu bemerken, dass es sich hierbei um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit handle.
    Im Kreuzverhör muss Bakalli aber zugeben, dass die albanische Sprache im öffentlichen Leben vollwertig präsent war, selbstverständlich auch im Rechtswesen, und dass an den Staatsschulen auch in albanischer Sprache unterrichtet wurde. Was die angebliche Apartheid betrifft, so belegt Bakalli selbst mit seinen Ausführungen im Kreuzverhör, dass es die Kosovo-Albaner waren, die die Staatsschulen boykottierten und für sich ein „paralleles Schulwesen“ einrichteten. Sie lehnten also die Staatsschulen mit ihrem aus Belgrad verordneten Curriculum ab, richteten sich einen „parallelen Schulunterricht“ ein und präsentierten sich dabei der Außenwelt mit gutem Erfolg als Opfer eines Apartheid-Systems. Ferner bestätigt der Zeuge im Kreuzverhör, dass das Curriculum für albanischsprachigen Unterricht in ganz Serbien galt, auch für Schüler mit serbischer, ungarischer oder bulgarischer Muttersprache verbindlich war und keinerlei diskriminierende Sonderregelungen für den Kosovo vorsah.

    Übrigens,da ich weiss,das du gerne weiter lesen tust,das Verhör war noch nicht zu Ende

    http://www.hlc-rdc.org/uploads/edito...t%20bakali.pdf


    Um deine letzte Frage zu beantworten: Ja,ist er

  5. #395
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von IMT Beitrag anzeigen
    Deshalb war er auch Präsident von Jugoslawien,weil er ja im Interesse der Serben handelte...
    Milosevic hat als Präsident von Jugoslawien ein Tabu gebrochen, denn er HAT auf die (serbisch-)nationalistische Karte gesetzt. Den Anfang nahm das wohl ausgerechnet nach einem Besuch im Kosovo.

    Zum Thema: Nach allem was ich weiß war es nach 1999 schon zu einem Exodus von Serben aus dem Kosovo gekommen. Sprich haben sehr viele das Gebiet verlassen. Teils wurden sie wohl richtiggehend infolge von Übergriffen zum Gehen gezwungen, teils mögen die Familien "freiwillig" aus Angst vor Racheaktionen etc. gegangen sein. Zumindest in bestimmten Regionen und Orten. Und dass es auch nicht wenige oder unbedeutende Racheaktionen und Übergriffe gab auf Personen, auf Kirchen usw. sollte auch nicht geleugnet und gerechtfertigt werden. Ob es allerdings die Subsumtion unter "ethnische Säuberung" erfüllt, mag und kann ich nicht wirklich beurteilen. Ich glaube aber eher nicht.

  6. #396
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Milosevic hat als Präsident von Jugoslawien ein Tabu gebrochen, denn er HAT auf die (serbisch-)nationalistische Karte gesetzt. Den Anfang nahm das wohl ausgerechnet nach einem Besuch im Kosovo.

    Zum Thema: Nach allem was ich weiß war es nach 1999 schon zu einem Exodus von Serben aus dem Kosovo gekommen. Sprich haben sehr viele das Gebiet verlassen. Teils wurden sie wohl richtiggehend infolge von Übergriffen zum Gehen gezwungen, teils mögen die Familien "freiwillig" aus Angst vor Racheaktionen etc. gegangen sein. Zumindest in bestimmten Regionen und Orten. Und dass es auch nicht wenige oder unbedeutende Racheaktionen und Übergriffe gab auf Personen, auf Kirchen usw. sollte auch nicht geleugnet und gerechtfertigt werden. Ob es allerdings die Subsumtion unter "ethnische Säuberung" erfüllt, mag und kann ich nicht wirklich beurteilen. Ich glaube aber eher nicht.
    sehr vernünftiger und realitätsbezogener beitrag von dir. ein grosses danke dafür meinerseits.

    das aber user die unterdrückuns-politik und das apartheid-regiem leugnen finde ich nicht ok....

    ist ja logisch das die albaner nicht nach den serbischen lehrmittel in albanischer sprache lernen wollten.
    dazu kommt das die albaner wollten diese ihre arbeit behalten wollten eine loyalitäts-erklärung zu gunsten serbien unterschreiben mussten.

  7. #397

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    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    sehr vernünftiger und realitätsbezogener beitrag von dir. ein grosses danke dafür meinerseits.

    das aber user die unterdrückuns-politik und das apartheid-regiem leugnen finde ich nicht ok....

    ist ja logisch das die albaner nicht nach den serbischen lehrmittel in albanischer sprache lernen wollten.
    dazu kommt das die albaner wollten diese ihre arbeit behalten wollten eine loyalitäts-erklärung zu gunsten serbien unterschreiben mussten.
    Diese ominöse loyalitätsbekundung ist in allen ländern pflicht für verwaltungsangestellte. In der schweiz steht schon in den stellenbeschreibungen, dass eine positive einstellung zum schweizerischen staat und dessen grundprinzipien erwartet wird. Wer will personen im staatswesen, die ihm bei der ersten gelegenheit in den rücken fallen? Würdest du in deiner firma leute anstellen, die sie am liebsten auflösen würden?

  8. #398
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von perhan007 Beitrag anzeigen
    O

    Diese ominöse loyalitätsbekundung ist in allen ländern pflicht für verwaltungsangestellte. In der schweiz steht schon in den stellenbeschreibungen, dass eine positive einstellung zum schweizerischen staat und dessen grundprinzipien erwartet wird. Wer will personen im staatswesen, die ihm bei der ersten gelegenheit in den rücken fallen? Würdest du in deiner firma leute anstellen, die sie am liebsten auflösen würden?
    das ist aber nicht dein ernst????
    zu einem staat wie du ihn beschreibst ,welcher die autonomie abgeschafft hat????

    willst du allen ernstes serbien von 1989 - 1999 mit der schweiz vergleichen.....
    du bisch dä grössti vollidiot vo mir uus en diplomierte halbschuhe.

    du vergisst einen kize-kleinen unterschied das serbien nicht der staat für die albaner und kosova war du chauvinist.

  9. #399
    Avatar von skenderbegi

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    1990 wurde eine Zwangsverwaltung eingeführt, die einem Okkupationsregime glich, das Parlament von Kosovo wurde aufgelöst und die Autonomie der Tito-Ära abgeschafft. Kosovo wurde de facto zu einem rechtlosen Teil Serbiens degradiert. Schwere Menschenrechtsverletzungen waren fortan an der Tagesordnung. Willkürliche Verhaftungen, Misshandlungen und Schauprozesse prägten das Bild. Die Albaner wurden aus dem öffentlichen Dienst entfernt und verloren auch ihre Posten in den Unternehmen im Staatseigentum. Arbeit fanden sie noch als Bauern, Händler oder Transportunternehmer.

    So kam es zu der grotesken Situation, dass 200 000 Serben die politischen, ökonomischen und kulturellen Schlüsselpositionen in der Provinz innehatten, während 1,8 Millionen Kosovo-Albaner durch ein Apartheid-System an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Unter ihrem Führer und inoffiziellen Präsidenten Ibrahim Rugova entschieden sich die Kosovo-Albaner für den gewaltlosen Widerstand und den totalen Boykott des jugoslawischen Staates. Sie beteiligten sich weder an serbischen noch an jugoslawischen Wahlen und verpassten mit voller Absicht jede Chance, das politische Kräfteverhältnis in dem Staat zu ändern, in dem sie lebten. Die Kosovo-Albaner versuchten, einen Parallel- oder Schattenstaat mit eigenem Bildungs- und Gesundheitswesen ins Leben zu rufen, der von der Diaspora in Europa finanziert wurde. So entstand eine politische Patt-Situation. Belgrad konnte die Albaner nicht zwingen, den jugoslawischen Staat anzuerkennen und zu respektieren. Die Kosovo-Albaner wiederum kamen der von ihnen 1991 proklamierten unabhängigen Republik Kosovo kein Stück näher.

    Der Traum vom Grossalbanien - NZZ Folio 06/99 - Thema: Krieg um Kosovo




    Das serbische Parlament beschloß im März 1989 eine Verfassungsänderung, welche die Autonomie des Kosovo faktisch aufhob. Der klare Verfassungsverstoß, da zuerst die autonomen Provinzen über die Verfassungsänderung hätten abstimmen müssen, wurde im nachhinein "scheinbar" legitimiert, indem dem Parlament im Kosovo die schon beschlossene Änderung am 23. März 1989 vorgelegt wurde. Trotz massiver Androhungen von Repressionen gegenüber den Parlamentsmitgliedern sowie der Umstellung des Parlamentsgebäudes durch serbische Panzer waren 150 der 184 Delegierten anwesend. Ein Großteil der Kosovaren enthielt sich der Stimme, da ihnen angedroht wurde, daß ein Nein als "Konterrevolutionärer Akt" geahndet werden würde. 60 Delegierte stimmten für eine Verfassungsänderung, während es nur 10 Gegenstimmen gab. Der serbische Präsident erklärte daraufhin die Verfassungsänderung für gültig, obwohl eigentlich eine Zweidrittelmehrheit notwendig gewesen wäre. Serbien kontrollierte nun unmittelbar Polizei, Justiz, Zivilverteidigung, Unterrichtswesen und Wirtschaftsverwaltung. Alle Spitzenposten besetzte Belgrad aus eigener Machtvollkommenheit.

    Es folgten Monate heftiger und zum Teil gewaltsamer Proteste von Kosovaren gegen die neue Verfassung, die durch den massiven Einsatz von Polizei und Armee immer wieder niedergeschlagen wurden: Tote und Massenverhaftungen waren an der Tagesordnung. Als im März und April 1990 Hunderte überwiegend kosovarische Kinder mit Vergiftungssymptomen aus nie ganz aufgeklärten Ursachen in Krankenhäuser eingeliefert werden mußten, führte dies zu einer Massenhysterie, die sich in gewaltsamen Aktionen gegen Serben entlud. Der Vorfall lieferte der serbischen Führung den Vorwand, die kosovarische Miliz durch etwa 2.500 serbische Polizisten zu ersetzen und den Kosovo faktisch "gleichzuschalten". Milosevic erreichte dies durch eine Verbindung von Notfallmaßnahmen, Verwaltungsbeschlüssen und Gesetzen. Viele der kosovarischen Bediensteten in Verwaltung, Justiz und in den staatlichen Schlüsselindustrien bei Post, Banken, Krankenhäusern wurden entlassen, genauso wie Lehrer und Professoren. Die albanische Sprache war als Amtssprache nicht länger zugelassen.


    Historisches Institut der RWTH - Kosovo - Konflikt - Kosovo - Konflikt

    da hast du deinen serbischen staat .....
    komischerweise findest du keinen link von der organisattion für bedrohte völker dazu,,,,,,,

  10. #400

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    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    1990 wurde eine Zwangsverwaltung eingeführt, die einem Okkupationsregime glich, das Parlament von Kosovo wurde aufgelöst und die Autonomie der Tito-Ära abgeschafft. Kosovo wurde de facto zu einem rechtlosen Teil Serbiens degradiert. Schwere Menschenrechtsverletzungen waren fortan an der Tagesordnung. Willkürliche Verhaftungen, Misshandlungen und Schauprozesse prägten das Bild. Die Albaner wurden aus dem öffentlichen Dienst entfernt und verloren auch ihre Posten in den Unternehmen im Staatseigentum. Arbeit fanden sie noch als Bauern, Händler oder Transportunternehmer.

    So kam es zu der grotesken Situation, dass 200 000 Serben die politischen, ökonomischen und kulturellen Schlüsselpositionen in der Provinz innehatten, während 1,8 Millionen Kosovo-Albaner durch ein Apartheid-System an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Unter ihrem Führer und inoffiziellen Präsidenten Ibrahim Rugova entschieden sich die Kosovo-Albaner für den gewaltlosen Widerstand und den totalen Boykott des jugoslawischen Staates. Sie beteiligten sich weder an serbischen noch an jugoslawischen Wahlen und verpassten mit voller Absicht jede Chance, das politische Kräfteverhältnis in dem Staat zu ändern, in dem sie lebten. Die Kosovo-Albaner versuchten, einen Parallel- oder Schattenstaat mit eigenem Bildungs- und Gesundheitswesen ins Leben zu rufen, der von der Diaspora in Europa finanziert wurde. So entstand eine politische Patt-Situation. Belgrad konnte die Albaner nicht zwingen, den jugoslawischen Staat anzuerkennen und zu respektieren. Die Kosovo-Albaner wiederum kamen der von ihnen 1991 proklamierten unabhängigen Republik Kosovo kein Stück näher.

    Der Traum vom Grossalbanien - NZZ Folio 06/99 - Thema: Krieg um Kosovo




    Das serbische Parlament beschloß im März 1989 eine Verfassungsänderung, welche die Autonomie des Kosovo faktisch aufhob. Der klare Verfassungsverstoß, da zuerst die autonomen Provinzen über die Verfassungsänderung hätten abstimmen müssen, wurde im nachhinein "scheinbar" legitimiert, indem dem Parlament im Kosovo die schon beschlossene Änderung am 23. März 1989 vorgelegt wurde. Trotz massiver Androhungen von Repressionen gegenüber den Parlamentsmitgliedern sowie der Umstellung des Parlamentsgebäudes durch serbische Panzer waren 150 der 184 Delegierten anwesend. Ein Großteil der Kosovaren enthielt sich der Stimme, da ihnen angedroht wurde, daß ein Nein als "Konterrevolutionärer Akt" geahndet werden würde. 60 Delegierte stimmten für eine Verfassungsänderung, während es nur 10 Gegenstimmen gab. Der serbische Präsident erklärte daraufhin die Verfassungsänderung für gültig, obwohl eigentlich eine Zweidrittelmehrheit notwendig gewesen wäre. Serbien kontrollierte nun unmittelbar Polizei, Justiz, Zivilverteidigung, Unterrichtswesen und Wirtschaftsverwaltung. Alle Spitzenposten besetzte Belgrad aus eigener Machtvollkommenheit.

    Es folgten Monate heftiger und zum Teil gewaltsamer Proteste von Kosovaren gegen die neue Verfassung, die durch den massiven Einsatz von Polizei und Armee immer wieder niedergeschlagen wurden: Tote und Massenverhaftungen waren an der Tagesordnung. Als im März und April 1990 Hunderte überwiegend kosovarische Kinder mit Vergiftungssymptomen aus nie ganz aufgeklärten Ursachen in Krankenhäuser eingeliefert werden mußten, führte dies zu einer Massenhysterie, die sich in gewaltsamen Aktionen gegen Serben entlud. Der Vorfall lieferte der serbischen Führung den Vorwand, die kosovarische Miliz durch etwa 2.500 serbische Polizisten zu ersetzen und den Kosovo faktisch "gleichzuschalten". Milosevic erreichte dies durch eine Verbindung von Notfallmaßnahmen, Verwaltungsbeschlüssen und Gesetzen. Viele der kosovarischen Bediensteten in Verwaltung, Justiz und in den staatlichen Schlüsselindustrien bei Post, Banken, Krankenhäusern wurden entlassen, genauso wie Lehrer und Professoren. Die albanische Sprache war als Amtssprache nicht länger zugelassen.


    Historisches Institut der RWTH - Kosovo - Konflikt - Kosovo - Konflikt

    da hast du deinen serbischen staat .....
    komischerweise findest du keinen link von der organisattion für bedrohte völker dazu,,,,,,,
    Hallo

    Warum reden alle von 1989 als Ausgangspunkt für die Kosovo Krise hast du dich mal gefragt wie das Leben der Serben in der Autonomie 75-89 aussah?

    Wie kam es das Albaner mitten ind er Autonomie mehr wollten komischerweise direkt 1 Jahr nach dem der Chef Tito gestorben war. 1981 wurden bei Protesten Rufe nach einer Republik laut wieso das alles wenn die Albaner doch die ganze Verwaltung im Kosovo hatten?

    Komischerweise machten sie erst laut als Tito gestorben war davor waren sie ganz ruhig. Könnte es sein das man da schon nach Unabhängigkeit pochte war dies einer von vielen Auslösern warum Milosevic die Autonomie entzog?

    Das es gegen die SFRJ Verfassung war bestreitet keiner doch sollte man da die ganze Vorgeschichte erwähnen für dich geht wohl alles erst ab 1989 los wie ich es entnehmen kann aus deinen Beiträgen.

    Gruss

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