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EU will für das Kosovo eine Milliarde Euro Hilfe

Erstellt von acttm, 11.07.2008, 16:32 Uhr · 70 Antworten · 3.223 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    14.03.2008
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    EU will für das Kosovo eine Milliarde Euro Hilfe

    EU will für das Kosovo eine Milliarde Euro Hilfe




    Das seit Februar von Serbien unabhängige Kosovo kann mit mindestens einer Milliarde Euro Hilfsgeldern zum Aufbau des Landes rechnen.Auf der Geberkonferenz in Brüssel sagte EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn am Freitag, er hoffe, dass eine Milliarde zusammenkomme. Die Europäische Union sagte 500 Millionen Euro zu. Deutschland gibt zusätzlich 100 Millionen und ist damit nach den USA, die 400 Millionen Euro beisteuern, zweitgrößter Einzelgeber. Einem Diplomaten zufolge ist etwa die Hälfte der 27 EU-Länder bereit, den neuen Staat finanziell zu unterstützen.
    Das Kosovo mit seinen zwei Millionen Einwohnern hatte sich im Februar trotz erbitterten Widerstands der serbischen Regierung für unabhängig erklärt. Inzwischen ist es als eigenständiges Land von mehr als 40 überwiegend westlichen Staaten anerkannt worden. Die internationalen Finanzhilfen sollen nun ein erster Schritt zum Aufbau der brachliegenden Wirtschaft sein. Die Regierung des Kosovo hat dafür einen Investitionsplan erarbeitet.
    Den Finanzbedarf von 2009 bis 2011 hatte das Kosovo auf 1,4 Milliarden Euro beziffert. Ministerpräsident Hashim Thaci sagte bei der Konferenz, sein Land - der ärmste Teil des ehemaligen Jugoslawien - könne jetzt zu einer wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte werden. "Diese Geberkonferenz wird positiv sein für alle Bürger." Auch die serbische Minderheit unter den Albanern werde daran teilhaben.
    Das Kosovo ist ohne internationale Hilfe wirtschaftlich nicht überlebensfähig. Es leidet noch immer unter der Zerstörung des Krieges Ende der 90er Jahre, Korruption und einer Arbeitslosenquote von 40 Prozent. Ein großer Teil der Hilfsgelder wird gebraucht, um die von Jugoslawien geerbten Schulden zu tilgen. Zu den Schwerpunkten der deutschen Zusammenarbeit zählen die Bereiche Energie, Erziehung und die Reform der Verwaltung.
    Die Rechtsstaatsmission der EU, bei der rund 1900 Polizisten, Juristen und Verwaltungsexperten beim Aufbau des Staates helfen sollen, kommt wegen Streits über das Kosovo in den Vereinten Nationen nicht voran. Serbien fordert die Rückkehr der Provinz und wird dabei von Russland unterstützt. Die EU kann deshalb nicht so schnell wie geplant die Zivilverwaltung des Kosovo von der UN übernehmen. Russland wird wahrscheinlich auch die Aufnahme des Kosovo in internationale Organisationen wie die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds blockieren, die die Regierung jetzt Thaci zufolge beantragt hat.

  2. #2

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    11.391
    warum soll Kosova die schulden der sfrj bezahlen??
    wir gehören, so einige serben, juristisch noch zu serbien.
    also muß serbien diese schulden bezahlen??
    oder weigern die sich die eigenen schulden zu bezahlen??


  3. #3
    Grasdackel
    Zitat Zitat von acttm Beitrag anzeigen
    . Ein großer Teil der Hilfsgelder wird gebraucht, um die von Jugoslawien geerbten Schulden zu tilgen.

    Das ist doch kompletter Schwachsinn.
    Serbien bezahlt die Schulden, da es das Kosovo nicht als unabhängigen Staat ansieht.

  4. #4
    Lance Uppercut
    Abhängig trotz Unabhängigkeit

  5. #5
    Avatar von lulios

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    915

    Milliardenunterstützung für das Kosovo

    Milliardenunterstützung für das Kosovo

    Das ist das vorläufige Ergebnis einer Geberkonferenz am Freitag in Brüssel, wo die 27 EU-Staaten, 38 weitere Länder sowie internationale Finanzinstitute zusammengekommen waren. Das Kosovo, das mit Korruption und Kriminalität zu kämpfen hat, zählt zu den ärmsten Ländern Europas.

    Im Vordergrund der Konferenz stand vor allem der überprüfbare Einsatz des Geldes. «Das Kosovo muss über jeden einzelnen Euro, den es davon ausgibt, Rechenschaft ablegen können», betonte EU- Erweiterungskommissar Olli Rehn. Kosovo-Regierungschef Hashim Thaci betonte, er stehe persönlich dafür ein, dass das Geld nicht in falsche Hände gerate. Das Kosovo hatte zunächst auf 1,4 Milliarden Euro gehofft.

    Deutschland ist nach eigenen Angaben mit einem Beitrag von 100 Millionen Euro nach den USA mit 400 Millionen US-Dollar (knapp 252 Mio Euro) der zweitgrößte Geber. Neben den Mitgliedstaaten gibt die EU 500 Millionen Euro. Diese Hilfe binde das Kosovo an bestimmte Verpflichtungen, betonte Rehn. So müsse das Land die Menschenrechte schützen, seine Wirtschaft weiter aufbauen, eine gute Regierungsführung sichern und sich dem Frieden und der Stabilität in der Region verschreiben.

    Ein besonderes Auge werde die EU darauf haben, dass das Geld zum Wohle aller Einwohner eingesetzt werde, betonte Rehn mit Blick auf die serbische Minderheit im Land. «Die serbischen Bürger werden gleich behandelt», versicherte Thaci. Das Kosovo müsse eine Gesellschaft aufbauen, in der es Chancengleichheit gebe.

    Das Geld soll helfen, den Rahmen für eine Marktwirtschaft zu schaffen sowie die politischen und gesellschaftlichen Strukturen zu stärken. «Das Kosovo soll mit dem Rest Europas verbunden sein», sagte Rehn.

    Sein Land habe langfristig nur durch die Integration in die NATO und in die EU eine Zukunft, betonte Thaci. Deshalb sei auch ein Antrag auf Mitgliedschaft in der Weltbank sowie im Internationalen Währungsfonds (IWF) gestellt worden.

    Der jüngste europäische Staat gilt als Armenhaus Südosteuropas. Das Kosovo hängt fast ausschließlich von Auslandshilfen ab: Ein Fünftel des Bruttoinlandsprodukt (BIP) stammt aus ausländischen Hilfsgeldern und weitere 15 Prozent kommen von den Überweisungen der Gastarbeiter aus dem Ausland, vor allem aus Deutschland und der Schweiz. Die Arbeitslosigkeit im Land liegt zwischen 30 bis 40 Prozent.

    Von der Milliarde Euro geht nur ein Teil direkt an die kosovarische Regierung. Den anderen, weitaus größeren Teil verwaltet die EU-Kommission selbst in der Hauptstadt Pristina für bestimmte Projekte. Die Hilfe solle von 2009 bis 2011 eingesetzt werden, sagte eine Kommissionssprecherin.

    FTD.de - International - Nachrichten - Milliardenunterstützung für das Kosovo

  6. #6
    Avatar von illyrian_eagle

    Registriert seit
    05.10.2005
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    6.793
    Zitat Zitat von Džoni Arštreta Beitrag anzeigen
    Abhängig trotz Unabhängigkeit

    Ist etwa Kroatien in dieser Sache unabhängig???

  7. #7
    Lance Uppercut
    Zitat Zitat von illyrian_eagle Beitrag anzeigen
    Ist etwa Kroatien in dieser Sache unabhängig???

    Kroatien ist lebensfähig.

  8. #8

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    5.790
    Zitat Zitat von Džoni Arštreta Beitrag anzeigen
    Kroatien ist lebensfähig.
    Kroatiens Wirtschafft lebt nur dank dem Tourismus.. Und ausserdem ist Kroatien nicht erst seit ein par Monaten ein Staat und der Krieg in Kroatien ist auch schon eine Weile her.

  9. #9
    Lucky Luke
    Zitat Zitat von Zahnfleischbluter Beitrag anzeigen
    Das ist doch kompletter Schwachsinn.
    Serbien bezahlt die Schulden, da es das Kosovo nicht als unabhängigen Staat ansieht.

    Das entscheidet aber im endeffekt nicht Serbien, sondern wohl die jeweilige internationale Finanzorganisation wo Kosovo aufgenommen werden soll. Wobei ich denke dass Serbien sich nicht mal wirklich so sehr dagegen streuben wird. Da hatte doch der jetzige Ministerpräsident Cvetkovic und damaliger Finanzminsier schon damals den Vorschlag unterbreitet kosovo solle seine Schulden selber begleichen (wenn ich mich nicht irre). Die Länder die Kosovo anerkannt haben, haben in diesen Organisation (wie Weltbank) 70 oder mehr Prozent Stimmenmehrheit. Also z.B. von den 400 Milllionen Dollar welche die USA dem Kosovo bereitstellt, sind 150 Millionen zur Tilgung alster SFRJ Schulden geplant (so habe ich das letztens gehört)

    was ich mich Frage ist, ob Kosovo wenn es seine anteiligen Schulden aus den SFRJ-Zeiten bezahlt dann nicht auch anteilig ans Vermögen beteiligt werden müsste. Es war ja nämlich nicht nur so dass Serbien die anteiligen Schulden aus der SFRJ vom Kosovo übernommen hat, sondern auch das Vermögen. Bei der Aufteilung des alten SFRJ vermögen vor ein paar Jahren in mazedonen wurde Kosovo nicht berücksichtigt, dessen anteile gingen an Serbien

  10. #10
    Avatar von brigada 172

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    1.453
    es würd noch mehr fliesen

    die serben sollten uns auch geld geben

    wer seine schulden nicht zahlt hat keine ehere

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