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Mit dem Gewehr verteidigen wir den Kosovo und ehren damit Albanien

Erstellt von Gentos, 19.05.2011, 11:45 Uhr · 104 Antworten · 6.716 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von Mbreti Bardhyl

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Bitte?! Ich meine, ja, wir haben einiges auf dem Kerbholz und einiges auch in der jüngeren Geschichte verbockt. Aber weder hatten wir groß was mit Tito noch mit Milosevic zu tun. Die Ursachen der ganzen Schlamassel sind wohl in erster Linie intern zu suchen. Ob extra an die Serben abseits von deren Jugobestand noch Waffen geliefert wurden, weiß ich nicht. Gut möglich. Wäre beschämend. Soweit ich weiß gab es Anfang der 90er sogar Ersuchen und Anfragen, ob die Russen im Krieg die Serben (direkt) unterstützen würden, was sie nicht getan haben. Oder ich habe wirklich etwas total falsch in Erinnerung. Wenn einzelne Söldner sich entschieden haben, dafür kann nicht das gesamte russische Volk.

    Wäre mal an etwas konkreterer Begründung interessiert. Ansonsten na ja...
    Hauptartikel: Konferenz von Konstantinopel
    In Bosnien-Herzegowina ereignete sich im Sommer 1875 ein Aufstand gegen die Osmanen. Der wichtigste Grund dieser Revolte war die schwere Steuerlast, die der Bevölkerung von der finanziell am Rande des Bankrotts stehenden osmanischen Verwaltung aufgebürdet worden war. Trotz Lockerung der Steuern dauerte der Aufstand bis ins Jahr 1876 an und löste seinerseits den Bulgarischen Aprilaufstand 1876 aus. Die Spannungen in Bosnien und russische Unterstützung ermutigten die Fürstentümer Serbien und Montenegro zu einer Kriegserklärung gegen ihre nominellen osmanischen Herrscher.

    Gräueltaten der Osmanen in Bulgarien. Konstantin Makowski (1877)


    Der Serbisch-Türkische Krieg verstärkte die imperialen Ambitionen der Großmächte Russland und Österreich-Ungarn, so dass am 8. Juli 1876 Alexander Michailowitsch Gortschakow und Gyula Andrássy die Vereinbarung von Reichstadt trafen, mit der sie den Balkan in ihre zwei Einflusssphären aufteilten. Im August 1876 wurde die serbische Armee, in der auch viele russische und bulgarische Freiwillige dienten, von der osmanischen Armee besiegt. Das war für Russland und Österreich-Ungarn die unglücklichste Variante, da sie nun keine guten Aussichten für Gebietsansprüche an das Osmanische Reich hatten.
    Während des bulgarischen Aprilaufstandes 1876 kam es zum Massaker von Batak, das zum Sinnbild der Grausamkeiten an der slawischen Zivilbevölkerung wurde, die sowohl in Bulgarien als auch in Serbien von der osmanischen Armee begangen wurden und die westliche Öffentlichkeit aufschreckte. Victor Hugo, Dostojewski, Aksakow, Garibaldi und weitere namhafte Persönlichkeiten protestierten.
    Im Dezember 1876 wurde die Konferenz von Konstantinopel abgehalten, auf der die Autonomie und die Grenzen einer oder mehrerer künftiger autonomer bulgarischer Provinzen innerhalb des Osmanischen Reiches diskutiert wurden. Die Osmanen boykottierten die Veranstaltung jedoch und lösten sie schließlich auf. Die Konferenz wurde vom türkischen Außenminister unterbrochen, der die Delegierten informierte, dass das Osmanische Reich eine neue Verfassung angenommen habe. Diese garantiere die Rechte und die Freiheiten aller ethnischen Minderheiten im Osmanischen Reich, und die Bulgaren würden die gleichen Rechte haben wie alle osmanischen Staatsbürger.
    Russlands Einstellung gegenüber dem Osmanischen Reich blieb jedoch feindselig, denn die osmanische Verfassung wurde nur als vorgeschobene Scheinlösung betrachtet. Durch diplomatische Verhandlungen im Januar 1877 sicherten sich die Russen die Neutralität Österreich-Ungarns für den Fall künftiger militärischer Auseinandersetzungen. Im Gegenzug sollte Österreich-Ungarn nach diesem Krieg Bosnien und die Herzegowina besetzen dürfen.
    In Großbritannien war die öffentliche Meinung hinsichtlich des Balkans gemischt. Trotz weitgehender Sympathie für den bulgarischen Freiheitskampf war Benjamin Disraeli ein erbitterter Gegner eines russischen Machtzuwachses. Er positionierte Großbritannien als Beschützer des Osmanischen Reiches, wie es bereits im Krimkrieg der Fall war. Der britische Diplomat Lord Salisbury handelte mit dem russischen Gesandten Grafen Nikolai Ignatjew allerdings ein Kompromissabkommen aus. Bulgarien sollte in eine östliche und eine westliche Provinz, Bosnien-Herzegowina in eine einheitliche Provinz umgewandelt werden und einen hohen Grad an Autonomie erhalten, darunter ein eigenes Parlament und eine eigene Polizei. Serbien wurde die territoriale Integrität garantiert und Montenegro sollte Gebiete in Nordalbanien und Bosnien behalten dürfen, die es im Krieg zuvor erobert hatte.
    Die übrigen Mächte waren in ihrer Handlungsfreiheit blockiert, da es in Europa eine breite Zustimmung für ein unabhängiges Bulgarien gab bzw. weil sie mit ihren inneren Problemen beschäftigt waren. Man zweifelte allgemein an den militärischen Fähigkeiten Russlands. Im April wurde ein Übereinkommen mit Rumänien erzielt, dass Russland seine Truppen durch Rumänien marschieren lassen durfte. Das gleiche Abkommen sicherte Russland den Anschluss des südlichen Bessarabiens zu (das Gebiet war bereits 1812–1856 unter russischer Kontrolle), während Rumänien die nördliche Dobrudscha versprochen wurde.

  2. #92
    Avatar von KumanoWar

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Bitte?! Ich meine, ja, wir haben einiges auf dem Kerbholz und einiges auch in der jüngeren Geschichte verbockt. Aber weder hatten wir groß was mit Tito noch mit Milosevic zu tun. Die Ursachen der ganzen Schlamassel sind wohl in erster Linie intern zu suchen. Ob extra an die Serben abseits von deren Jugobestand noch Waffen geliefert wurden, weiß ich nicht. Gut möglich. Wäre beschämend. Soweit ich weiß gab es Anfang der 90er sogar Ersuchen und Anfragen, ob die Russen im Krieg die Serben (direkt) unterstützen würden, was sie nicht getan haben. Oder ich habe wirklich etwas total falsch in Erinnerung. Wenn einzelne Söldner sich entschieden haben, dafür kann nicht das gesamte russische Volk.

    Wäre mal an etwas konkreterer Begründung interessiert. Ansonsten na ja...
    Dass ist mal ein vernüftiger User der nicht sofort losballert mit Beschimpfungen und Hetzen, sondern nur ein normales Antwort dazu schreibt

  3. #93
    Avatar von Mbreti Bardhyl

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    ........

  4. #94
    Avatar von Mbreti Bardhyl

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Bitte?! Ich meine, ja, wir haben einiges auf dem Kerbholz und einiges auch in der jüngeren Geschichte verbockt. Aber weder hatten wir groß was mit Tito noch mit Milosevic zu tun. Die Ursachen der ganzen Schlamassel sind wohl in erster Linie intern zu suchen. Ob extra an die Serben abseits von deren Jugobestand noch Waffen geliefert wurden, weiß ich nicht. Gut möglich. Wäre beschämend. Soweit ich weiß gab es Anfang der 90er sogar Ersuchen und Anfragen, ob die Russen im Krieg die Serben (direkt) unterstützen würden, was sie nicht getan haben. Oder ich habe wirklich etwas total falsch in Erinnerung. Wenn einzelne Söldner sich entschieden haben, dafür kann nicht das gesamte russische Volk.

    Wäre mal an etwas konkreterer Begründung interessiert. Ansonsten na ja...
    Christoph Peter - Jugoslawien im Zweiten Weltkrieg
    Christoph Peter - Jugoslawien im Zweiten Weltkrieg

    Dez. 1943 Tito wird von Großbritannien als selbständiger alliierter Befehlshaber anerkannt, die Sowjetunion stellt sich ebenfalls hinter Tito

  5. #95
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Mbreti Bardhyl Beitrag anzeigen
    Namenlos

    "Lernen Sie Geschichte!"
    Danke ehrlich für die Posts und dass du verständlich gemacht hast, worauf die Aussage abzielte. Interessant.

    Bei beidem, den Konflikten 1875/76 noch dem Ersten Weltkrieg lässt sich jedoch die Schuld zumindest einzig auf Russland schieben. Der letzte Link war auch interessant und bildet dies ja auch als Art Schlussthese, dass 1914 die Machtverhältnisse, Bündnisstrukturen etc. so komplex gestaltet waren, dass man nicht die Schuld einseitig einer Partei zuweisen kann.

    Und was 1876 betrifft. Die Russen hatten sicher ihre imperialen Ambitionen. Aber nicht sie waren verantwortlich für den Wunsch so vieler Völker, sich von den Osmanen zu befreien, nicht sie hatten etwa Massaker an Bulgaren und auch Serben wie etwa das von Batak begangen. D.h. sie mögen sich gewisse Schwächen ihres damaligen Erzfeindes der Osmanen und antiosmanische Stimmungen zunutze gemacht haben. Ist ja nicht so, dass es das umgekehrt nicht auch gab Aber für die Stimmung sind sie nicht verantwortlich und wäre es früher oder später nun mit oder ohne zu Aufständen, Unabhängigkeitsbestrebungen gekommen. Zumindest meine sehr laienhafte Sicht dazu.

    Viele Grüße und Danke noch mal für die Antworten.

  6. #96
    Avatar von Mbreti Bardhyl

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    → Hauptartikel: Serbien im Zweiten Weltkrieg

    Serbien und Banat im Jahre 1941-1944


    Nach dem schnellen Sieg der Achsenmächte über das Königreich Jugoslawien wurde das Land in zehn Teile mit unterschiedlichem staatsrechtlichem Status aufgeteilt. Serbien, bestehend aus Altserbien (das ehemalige Gebiet Serbiens innerhalb der Grenzen von 1912, ohne Mazedonien) und dem Westbanat, wurde mit zusammen etwa 4,5 Millionen Einwohnern wegen seiner großen ökonomischen Bedeutung zur ausschließlich deutschen Einflusszone erklärt und unter Militärverwaltung gestellt. In Serbien wurde vom Dritten Reich eine Kollaborationsregierung installiert.
    Den Aufständen in Serbien standen nur unzureichende deutsche Besatzungstruppen gegenüber. Am 1. September 1941 proklamierte General Milan Nedić den Staat Serbien. General Nedić war im Königreich Jugoslawien Verteidigungsminister. Er stand dem Faschismus ideologisch sehr nah.
    Die Regierung von Nedić wurde von Tschetnik-Truppen unter der Führung von Dimitrije Ljotić militärisch gestützt.
    Das Nedić-Regime blieb bis 1945 bestehen, als Sowjetische Truppen an die Grenzen Serbiens vorstießen. Am 20. Oktober 1944 wurde Belgrad gemeinsam von Tito-Partisanen und der Roten Armee befreit.

  7. #97
    Avatar von Mbreti Bardhyl

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Danke ehrlich für die Posts und dass du verständlich gemacht hast, worauf die Aussage abzielte. Interessant.

    Bei beidem, den Konflikten 1875/76 noch dem Ersten Weltkrieg lässt sich jedoch die Schuld zumindest einzig auf Russland schieben. Der letzte Link war auch interessant und bildet dies ja auch als Art Schlussthese, dass 1914 die Machtverhältnisse, Bündnisstrukturen etc. so komplex gestaltet waren, dass man nicht die Schuld einseitig einer Partei zuweisen kann.

    Und was 1876 betrifft. Die Russen hatten sicher ihre imperialen Ambitionen. Aber nicht sie waren verantwortlich für den Wunsch so vieler Völker, sich von den Osmanen zu befreien, nicht sie hatten etwa Massaker an Bulgaren und auch Serben wie etwa das von Batak begangen. D.h. sie mögen sich gewisse Schwächen ihres damaligen Erzfeindes der Osmanen und antiosmanische Stimmungen zunutze gemacht haben. Ist ja nicht so, dass es das umgekehrt nicht auch gab Aber für die Stimmung sind sie nicht verantwortlich und wäre es früher oder später nun mit oder ohne zu Aufständen, Unabhängigkeitsbestrebungen gekommen. Zumindest meine sehr laienhafte Sicht dazu.

    Viele Grüße und Danke noch mal für die Antworten.
    Kein thema Lilith
    schöne tag noch....

  8. #98

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    der internetkolera hat sich verbreitet, in videos bekennen wir uns patriotisch durch denn cyberhype zeigen wir unsere botschaften, in der realität lassen wir aber gnade weilen. wir wollen kämpfen, aber wir können nicht, wir haben keine gewehre..aber wenn wir unseres land haben, werden wir eine grossmacht sein. das wird schon, das kommt schon.

  9. #99
    Avatar von Carl Marks

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    @Mbreti Bardhyl
    Ich verstehe jetzt den Kontext nicht, dieser Aneinanderreihung von historischen Fakten. Die musst du schon noch mit deinen eigenen Worten in einen Kontext stellen. Ich seh das alles ein bischen in der Luft hängen.

    Auf gut deutsch, was wolltest du damit erreichen???

  10. #100
    Avatar von Enyo

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    Zitat Zitat von Mbreti Bardhyl Beitrag anzeigen
    Das Attentat von Sarajewo 1914 und die politischen Folgen
    Der Reihe der Daten der langen und komplizierten Kettenreaktion vom Mord in Sarajewo bis zum Kriegsausbruch sei diese Kurzversion vorausgeschickt, um eine Übersicht zu geben.

    Als 1914 ein bosnisch-serbischer Attentäter im bosnisch-österreichischen Sarajewo den Habsburger Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand ermordet, spitzt sich die Lage zwischen Habsburg und Serbien unversehens zu. Das Deutsche Reich stellt sich sofort in Bündnistreue hinter Habsburg. Die Regierung in Wien mißbraucht dies als Blankoscheck und überzieht ihre Drohungen und Ultimaten an das souveräne Serbien, zu dessen „Nutzen“ das Attentat begangen worden ist. Serbien holt sich Rückendeckung bei seiner Schutzmacht Rußland.
    Die Blankovollmacht wurde vom deutschen Reich an die Donaumonarchie ausgehändigt, wenn dieser missbraucht wurde, dann seitens der Deutschen. Zudem ist es höchst umstritten, das die serbische Regierung etwas mit dem Attentat zu tun hatte, wieso sollten sie auch, nach zwei Balkankriegen.

    Woher hast du das? Gib mal bitte die Quelle.

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