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Heute ist Vidovdan (28.06)

Erstellt von Ruzdi, 28.06.2010, 22:23 Uhr · 140 Antworten · 10.528 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von sonja1612c

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    Zitat Zitat von Arbër Beitrag anzeigen
    Grb:

    Pasoš:

    Tablice:
    JEDER SERBE hat Recht seinen EIGENEN STAAT zu gründen, aber sie bleiben trotzdem Serben!!!
    Wenn DU nicht die Geschichte Vojvodinas kennst und SEIT WANN die Serben dort angesiedelt sind, dann lass es lieber sein!Mein halbes Dorf ist übrigens in der Vojvodina ansässig und jetzt????[smilie=heart fill :[smilie=heart fill :[smilie=heart fill :[smilie=heart fill :

  2. #52
    Avatar von Arbër

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    759
    Zitat Zitat von Balkanake Beitrag anzeigen
    Was hat das mit dem Thema zu tun?
    Hatte .
    Und lange her hast du mich nicht BAN gegeben , warst du in urlaub villeicht ?

    sorry , ich dachte bist du BALKANI , andere person .
    Izvinjavam se .

  3. #53
    ELME
    m'kay

  4. #54
    Avatar von sonja1612c

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    Schlacht auf dem Amselfeld (1389)

    aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


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    Dieser Artikel befasst sich mit der Schlacht auf dem Amselfeld von 1389, für andere Bedeutungen siehe Schlacht auf dem Amselfeld
    Schlacht auf dem AmselfeldTeil von: Türkenkriege
    Schlacht auf dem Amselfeld, patriotisches Historiengemälde des serbischen Malers Adam Stefanović (1870)Datum15. Juni 1389 (julianischer Kalender)Ortbei PrištinaAusgangSieg der Osmanen. Beide Seiten verloren ihren Staatsführer.Konfliktparteienverschiedene christliche FürstentümerOsmanisches ReichBefehlshaberFürst Lazar Hrebeljanović †, Vuk Branković, Vlatko VukovićSultan Murad I. †, Bayezid I., YakubTruppenstärke15.000-25.000 Mann30.000-40.000 MannVerlusteunbekanntunbekanntDie Schlacht auf dem Amselfeld fand am 15. Juni 1389jul. (nach dem Gregorianischen Kalender am 28. Juni 1389) auf dem Amselfeld im Kosovo statt. Auf der einen Seite kämpften die Truppen der serbischen Fürsten Lazar Hrebeljanović und Vuk Branković, sowie eine bosnische Armee unter dem Heerführer Vlatko Vuković, der vom wichtigsten Verbündeten Lazars, dem bosnischen König Tvrtko I., entsandt war, auf der anderen das Heer der Osmanen unter Murad I. und dessen Söhnen Bayezid I. und Yakub.[1] Die christliche Koalition stand unter der Führung des Fürsten Lazar.
    Die Schlacht wird von zahlreichen Legenden begleitet und ist Teil der serbischen epischen Gedichte im Kosovo-Zyklus.
    Als Erinnerung an den Tag der Schlacht dient der Vidovdan, der am 28. Juni in Serbien gefeiert wird. Fürst Lazar, dessen Gebeine sich heute wieder in seinem Mausoleum dem Kloster Ravanica befinden, ist einer der wichtigsten Heiligen der serbisch-orthodoxen Kirche.
    [h2]Inhaltsverzeichnis[/h2]

    [Verbergen]
    Vorgeschichte [Bearbeiten]

    Nach der Schlacht an der Maritza 1371 im heutigen griechisch-türkischen Grenzgebiet zwischen den serbischen Heerführern König Vukašin Mrnjavčević und Despot Jovan Uglješa und dem osmanischen Heer unter dem Beylerbey Lala Shahin Pasha löste sich das ehemalige Zarenreich von Stefan Uroš IV. Dušan sowie die Dynastie der Nemanjiden auf. Aus der Erbmasse entstanden einzelne kleinere serbische Fürstentümer die von den Lazarevići, Brankovići, Mrnjacevići und Balsići regiert wurden. Mehrere osmanische Feldzüge führten nachfolgend über Bulgarien in die serbischen und bosnischen Fürstentümer wodurch die Osmanen ihr Einflussgebiet sukzessive auch auf die altserbischen Länder auszuweiten vermochten, wobei der Widerstand der Serben 1381 bei Paraćin, 1388 in der Herzegowina erfolgreich war, die Osmanen aber 1386 Niš erobern konnten.
    Nach der Abwehr der osmanischen Eroberungszüge 1387 rechnete der mächtigste serbische Teilherrscher Fürst Lazar von Morava-Serbien nicht so schnell mit einem neuen Feldzug der Osmanen, die einen Feldzug gegen Ungarn führten. Sowohl Lazar als auch der bosnische König Tvrtko I. unterstützten im Thronstreit die Gegenpartei Sigismunds von Luxemburg. Den innenpolitischen Konflikt in Ungarn ausnutzend fiel Lazar in Syrmien ein, besiegte die dortigen ungarischen Truppen und besetzte einige Ortschaften. Überrascht von der Nachricht eines bevorstehenden osmanischen Aufmarsches zog sich Lazar aus Syrmien wieder zurück, bot König Sigismund von Luxemburg einen Waffenstillstand an, versöhnte sich mit diesem und richtete an Ungarn ein Hilfsgesuch. Dem Hilfsgesuch Lazars eine Koalitonsstreitmacht gegen die Osmanen zu bilden folgten lediglich der bosnische König Tvrtko I., der den Woiwoden von Hum Vlatko Vuković Kosača entsandte, und Vuk Branković, der im Gebiet des heutigen Kosovos und in Skopje herrschte. Nach dieser sorgfältigen Vorbereitung wurde das Amselfeld 1389 für die Entscheidungschlacht gewählt.
    Einigen Historikern zufolge fanden sich an der Seite der Serben auch Ivan Paližna (bzw. Ivan Horvat; ein Verbündeter Lazars in der Gegenpartei zu Sigismund) mit seinen Ordensrittern, Prior des Johanniterordens in Kroatien, genannt Ivanovci, der in einigen Quellen als Banus von Kroatien genannt wird[2]. Es sollen sich ebenso Hilfskontigente aus Bulgarien eingefunden haben, sowie die der albanischen Fürsten Theodor Muzaka II. und Pal Kastrioti. Sowohl Ivan Paližna als auch die Fürsten Theodor Muzaka II. und Pal Kastrioti sollen in der Schlacht gefallen sein.
    Kräfteverhältnisse [Bearbeiten]

    Zahlen über die bewaffneten Kräfte der Kontrahenten sind nicht überliefert. „Alle abendländischen und türkischen Quellen berichten über die zahlenmäßige Überlegenheit des christlichen Heeres - mit einer Ausnahme: Runciman, Verfasser eines Standardwerkes über die Kreuzzüge, spricht von einer 'großen zahlenmäßigen Überlegenheit der Türken' auf dem Amselfeld.[3] Etwa 40.000 Mann, von denen ein Großteil aus Anatolien kam, soll seine Stärke diesen Darstellungen zufolge betragen haben. Zu diesen Truppen sollen sich auch serbische Fürsten aus Mazedonien gesellt haben, wie z.B. Konstantin Dejanović.
    Im christlichen Lager sollen hingegen unter Fürst Lazar lediglich rund 25.000 Mann versammelt gewesen sein, von denen rund 18.000 Mann von Fürst Lazar selbst, die übrigen Männer vom bosnischen Feldherrn Vlatko Vukotić und vom Fürsten Vuk Branković gestellt worden sein sollen. Würden diese Zahlen stimmen, so hätte es sich tatsächlich um eine für die damalige Zeit beachtliche Heeresstärke gehandelt. Zum Vergleich: 1415 in der Schlacht von Azincourt im Hundertjährigen Krieg bekämpften sich ca. 20.000 Franzosen und 6.000 Engländer.
    Schlachtverlauf [Bearbeiten]


    Die Schlachtaufstellung, Gazimestan


    Detaillierte Berichte zur Schlacht gibt es nicht. Bekannt ist, dass Fürst Lazar die Streitkräfte im Zentrum anführte, der Fürst Vuk Branković die Streitkräfte des rechten Flügels und der bosnische Feldherr Vlatko Vukotić die Streitkräfte des linken Flügels.

    Wahrscheinliche Truppenaufstellung zu Beginn der Schlacht, rot: serbisches Heer, grün: türkisches Heer


    Auf der türkischen Seite führten Sultan Murad I. das Zentrum, sein älterer Sohn und Thronfolger Bajezid I. den rechten und der jüngere Sohn Jakub den linken Flügel. Der Grieche Evremos Beg war auf Gegenspionage und Abwehr christlicher Strategien spezialisiert. Ein gewisser Haidar war Kommandant der osmanischen Artillerie, die damals schon benutzt wurde. Es wurden schwere Salven auf die christlichen Ritter geschossen, die bis dato noch keinem Artilleriebeschuss ausgesetzt waren. Auch das serbische Heer hatte Kanonen. Die ersten Kanonen waren importiert und erstmals 1373 eingesetzt worden, 1385 wurden in Serbien die ersten eigenen Kanonen gegossen. Entgegen späterer Volksüberlieferungen und Legenden, die Erklärungen für das eigene Schicksal suchten, war das serbische Heer gut vorbereitet.
    Die osmanischen Kanonen sollen die Schlacht eröffnet haben[4]. Sie sollen Stein- und Eisenkugeln in die näher kommenden Linien der christlichen Reiterei geschossen haben. Es bedurfte eines Volltreffers, um einen Reiter samt Pferd aufzuhalten, daher war die Artillerie am Amselfeld nicht besonders wirkungsvoll, abgesehen von der psychologischen Wirkung. Dem Artillerieeinsatz folgte ein Pfeilregen der Bogenschützen. Der Beschuss hatte nur schwache Wirkung, er hatte lediglich die Pferde verstört. Die schwer gepanzerten Reiter ritten in schwerfälligem Galopp auf die Bogenschützen zu, diese suchten auszuweichen und davonzuspringen. In der Zwischenzeit war die osmanische Reiterei hervorgebrochen. Sie suchte die hinter der christlichen Reiterei gehenden Fußsoldaten zu erfassen. Der rechte Flügel unter Vuk Branković brachte dem Vernehmen bzw. den Berichten des osmanischen Thronfolgers Bajezid nach den linken osmanischen Flügel unter Jakub in schwerste Bedrängnis, auch im Zentrum schlugen die christlichen Ritter breite Bahnen in die osmanischen Reihen. Erst der Einsatz des rechten osmanischen Flügels unter Bajezid konnte eine anbahnende Niederlage der Osmanen abwenden. Weiter ist der Verlauf der Schlacht nicht bekannt.
    Folgen [Bearbeiten]


    Fürstin Milica, Nach 1389 Herrscherin über das serbische Fürstentum. Kloster Ljubostinja, frühes 15 Jh.


    Unmittelbare Wirkung [Bearbeiten]

    Zwar wird die Schlacht auf dem Amselfeld heute allgemein als Sieg der Osmanen betrachtet, aus rein militärischer Sicht muss diese jedoch eher als unentschieden gewertet werden. Da beide Anführer der Truppen gefallen waren und beide Verbände sich vom Schlachtfeld zurück zogen, sowie die Osmanen die zwei nicht mit dem osmanischen Reich verbündeten wichtigsten serbischen Fürstentümer, das Fürstentum der Lazarevići in Morava-Serbiens und das Fürstentum der Brankovići im Kosovo und Mazedonien nicht besetzen konnten, galt die Schlacht unter den christlichen Chronisten des Mittelalters als Sieg der Christenheit. Daher werden die unmittelbaren Folgen der Schlacht als gering veranschlagt.[5] Wesentlich für die osmanischen Siege in den Schlachten des ausgehenden 14 Jh. waren jedenfalls deren „straff geleitete ... Armee“, der die „zusammengewürfelten gegnerischen Einheiten“ in den meisten entscheidenden Schlachten nicht gewachsen waren[6].
    Politik [Bearbeiten]


    Die häufige Darstellungen der heiligen Krieger zur Zeit Stefan Lazarevics (hier Resava) bezeugt die bellistische Periode seiner Regierungszeit. Resava, um 1420


    Die Staatsidee Zar Dušans, des Basileus der Griechen und Zaren der Serben, zu einem balkanischen Großreich durch Zusammenfügung griechischer und serbischer Herrschaft, kam nach der Niederlage an der Maritza 1371 zu einem Ende und führte nach der Amselfeldschlacht zwangsläufig zur Konsolidierung des serbischen Territoriums und der Herausbildung eines stärkeren serbischen Nationalbewusstseins und kultureller sowie ethnischer Homogenisierung. Die zwischen Dušans Tod 1355 und der Schlacht an der Maritza 1371 auf dessen Reichsgebiet fortgesetzte Herausbildung kleinerer heterogener feudaler Herrschaftsgebiete unter Führung einer serbischen Aristokratie, wurde durch die osmanische Eroberungen und der Herausbildung des Gegenpools im aufstrebenden Fürstentum Lazars beendet und mit der Zusammenfassung der serbischen Länder im Despotat Stefan Lazarevićs und Durad Brankovićs abgeschlossen.[7]
    Zwischen den zwei regionalen Großmächten Ungarn und dem Osmanischen Reich eingezwängt war das kleine Morava-Serbien durch Besitzungen der Brankovići vom osmanischen Reich getrennt, blieb jedoch ungarischen Aspirationen ausgesetzt. So wurde durch die strategischen Verschiebung des serbischen Staates von Süden nach Norden die Witwe Lazars, Fürstin Milica Hrebeljanović Vasallin des osmanischen Reichs, mit deren Unterstützung sie 1390 zur Absicherung der Nordgrenze in ungarische Gebiete eingafallen war.[8] Das tributpflichtige Fürstentum der Lazarervići stellte in den nachfolgenden Kämpfen Truppen gegen die christlichen und mongolischen Opponenten der Osmanen. So kämpfte die serbische Panzerreiterei unter Stefan Lazarević an der Seite Bayezids in einigen bedeutenden Schlachten (Schlacht von Rovine, Schlacht von Nikopolis, Schlacht bei Ankara). Seine Schwester Olivera Despina wurde außerdem mit Bayezid vermählt. Stefan und Bayazid hielten auch dadurch bedingt zeitlebens ein korrektes Verhältnis aufrecht. Weder bauten die Osmanen in Stefans Herrschaftsgebiet Stützpunkte, noch beteiligten sich osmanische Truppen zwischen 1389 und 1402 an Übergriffen auf sein Reichsgebiet.
    Vuk Branković als direkter Nachbar der Osmanen bewahrte sich demgegenüber bis zuletzt in scharfer Opposition zum osmanischen Herrschaftsanspruch seine Unabhängigkeit. So beteiligte sich Vuk weder an den osmanischen Eroberungszügen in Bosnien, noch die Teilnahme an der Schlacht von Rovine. Nur durch Gewalt übergab er Skopje (1392) an die Osmanen und wurde 1396 von Bayezid letztlich besiegt.
    Wirtschaft [Bearbeiten]


    Novo Brdo die ehemals größte Stadt Serbiens und Kulturmetropole am Amselfeld. Befestigungen aus dem 14 Jh.


    Schon zu Lazars Regierungszeit übernahm Morava-Serbien allmählich die ökonomische Führungsrolle der serbischen Länder. Damit wurde die vorhergehende serbische Dominante einer territorialen Ausweitung Richtung Byzanz, die unter Stefan Uroš IV. Dušan mit der Ausdehnung des serbischen Kaiserreichs bis in die Ägäis gipfelte, unterbrochen und mit einer positiven demographischen und wirtschaftliche Entwicklung Morava-Serbiens durch Festigung der serbischen Nordgrenze zu Ungarn für die nachfolgenden Jahrhunderte ersetzt. In dieser Entwicklung lag der Grundstein des modernen serbischen Staates, dessen Zentrum sich mit der osmanischen Eroberung des Balkans ins südöstliche Mitteleuropa an die Donau verlagerte.[9] Der wirtschaftliche Aufschwung Morava-Serbiens wurde durch die Silber- und Goldminen begünstigt in denen Novo Brdo und Srebrenica zu den reichsten Städten im Fürstentum und späteren Despotat Stefan Lazarevics aufstiegen.[10]
    Kultur [Bearbeiten]

    Die Amselfeldschlacht stellt in der serbischen Kulturentwicklung eine bedeutende Zäsur, die nach Jahren des Niedergangs des Nemanjiden-Erbes zu kultureller Renaissance sowie künstlerischer Emanzipation führte. In der Architektur trennte sich mit der Morava-Schule die serbische Kunst von strikten gotischen und byzantinischen Vorbildern und in einer internationalen spätbyzantinischen Stilform teils mit Übernahme orientalischer Motive in Serbien, Bosnien, der Walachei und der Moldau bis ins 17 Jh. nachwirkte.
    Durch den regen Austausch, durch eine oftmals erzwungene Migration, gelehrter Bevölkerungsschichten im Balkanraum des ausgehenden 14 Jh., verbreiten sich Literatur und Wissenschaften, die insbesondere in Morava-Serbien mit der Resava-Schreibschule zu einem letzten Höhenflug der spätbyzantinischen Literatur (insbesondere Konstantin Kostenecki) führte. Die Amselfeldschlacht stand damit am Anfang der letzten christlichen Kulturrenaissance des serbischen Mittelalters, die die höfische Kultur der Lazarevići und Brankovići in der Nachfolge der Nemanjiden unterscheidend prägte.
    Quellen zur Schlacht auf dem Amselfeld [Bearbeiten]

    Unmittelbar nach den Ereignissen sowie in den nachfolgenden Jahrzehnten wird die Schlacht auf dem Amselfeld in zahlreichen Quellen behandelt. Darunter der Koporinski letopis, die Aufzeichnung des Mönchs Ignatije, der Vita Stefan Lazarevics von Konstantin Philosoph, dem Slovo kneza Lazara, einer der vier Aufzeichnung Patriarchs Danilo III. (Danilo Banjski, 1390-1400), im Bericht Jörgs von Nürnberg und bei Marvo Orbini.[11] Dabei herrschte über den Ausgang der Schlacht selbst unter Zeitgenossen Unklarheit. Der Franzose Meziers, der russische Mönch namens Ignatij, die anales ragusini anonymi aus Dubrovnik und Berichte des Königs Tvrtko I. an Florenz und Trogir bejubeln einen Sieg des Christentums.[11] In Paris bekundeten die Kirchenglocken von Notre Dame den Sieg der Christenheit.
    In den erhaltenen serbischen Aufzeichnungen aus dem ersten Jahrzehnt nach der Schlacht wurde insbesondere in kirchlichen Schriften das Ereignis durch einen Sieg des Martyriums und Triumphs eines himmlischen Königreiches über das irdische Königreich interpretiert (so bei Danilo III. im Slovo Kneza Lazara). Die Symbolik der kirchlichen Texte zu Lazars Martyrium folgte im Ton den frühen Aufzeichnungen liturgischer Texte der Märtyrer aus dem frühen Christentum. Im Slovo kneza Lazara wurde dieses ideologische Moment besonders betont: der Heroismus im Martyrium als Zeugnis des Glaubens und der Wiedergeburt Christi, und als Triumph des Opfers im ewigen Leben vom geistigen und himmlischen Reich.
    Neben den Aufzeichnung Danilo Banjskogs haben sich auch weitere serbische Chroniken erhalten; etwa zehn an der Zahl. Darunter unter anderem der eminente Text der ehemaligen Despotin und Nonne Jefimija. Ihre lyrische Lobpreisung des Fürsten Lazar stellte diesen in einen Kontext als christusgleichen Erlöser:
    „Um die Unsicherheit iridischer Herrschaft abzulegen/um dein Blut zu vergießen/und dich den Kriegern des himmlischen Königs anzuschließen/erreichtest du zwei Ziele:/Du tötetest das Ungeheuer/und erlangtest das Märtyrergewand von Gott.“
    Jefimija, Serbische Nonne[12]
    Der als eigentlicher Epitaph abgefasste Text auf der Kosovo-Säule Stefan Lazarević, Sohn Lazars und Despot des serbischen Reiches, der sich sich bis ins späte 15. Jahrhundert erhalten hatte, feierte den großen Fürsten in einer feierlichen rhetorischen Erzählung als "Wunder der Erde" und "Herren der Serben" und beschrieb durch drastische und heroische Intonation das Ereignis der Schlacht:[13]
    „Wanderer, du, der du über das serbische Land gehst, egal woher du kommst, fremder oder einheimischer, betritts du dieses Feld, das sich Amselfeld nennt, dann wirst du auf diesem die Gebeine der Toten erblicken, und auch eine steinerene, kreuzartige Säule vorfinden, die geschmückt und sich inmitten des Feldes aufrecht erhebt.“
    Stefan Lazarević, Serbischer Despot[14]
    Eine historisch präzise Darstellung fand sich 12 oder 13 Jahre nach dem Waffengang in der Aufzeichnung des Mönchs Ignatije, der den Moskauer Metropoliten Pimen nach Konstantinopel begleitete und erstmals auch den Ausführenden am Tode Murats benannte. Dem Ereignis der Schlacht, dass bis in die Neuzeit kontrovers diskutiert wird:[11]
    „Es war vor unserer Reise, das der Zar Amurat mit seinem Heer gegen den serbischen Zaren Lazar zog und so vernahm man, das beide in der Schlacht gefallen sind. Zuerst ward Amurat durch Verrat eines vertrauten Lazars, mit Namen Milos, getötet und just in dieser Stunde erkoren die Türken Bayazit zum Zaren, den Sohn Amurats; und wieder erstarkten die Türken und nahmen mit ihren Händen den serbischen Zaren Lazar und seine Fürsten und seine Vojvoden, seine Ritter und seine Diener und sein ganzes Heer gefangen; die einen brachten sie um, die anderen nahmen sie in Gefangenschaft. Dann erschlug der türkische Zar den serbischen Zaren Lazar mit seinem Schwert.“
    – Ignatije, Russischer Mönch
    Auf die Zusammenstellung von Lazars Heer wurde insbesondere in türkischen Quellen eingegangen, die unter anderem eine Beteiligung von Walachen, Bulgaren, Albanern, Deutschen und Tschechen berichtete. Doch außer Tvrtko und Vuk Brankovic unterstützte keiner der mächtigeren benachbarten Fürstentümer und Königreiche Lazar. Das Lazar aber um Beistand bat erschließt sich auch im Slovo kneza Lazara:[11]
    „Dann bat er (Lazar) bei Angehörigen und Mächtigen und Heerführern und Kriegern, bedeutenden und unbedeutenden sich ihm anzuschließen.“
    Danilo III., Serbischer Mitropolit
    Die Darstellung der Schlacht wurde zumeist ungenau überliefert, jedoch wurde die Heftigkeit des Kampfes betont wie im Dubrovniker Letopis aus dem 15. Jahrhundert:[11]
    „1389, 15. Juni, am Vidovdan, am Dienstag, fand die Schlacht zwischen den Serben und dem türkischen Zaren statt. Unter den Serben waren da: Lazar, der serbische König, Vuk Branković und Vlatko Vuković, Vojvoden. Und es gab zahlreiche Opfer, türkische und serbische und nur wenige kehrten heim. Zar Murat wurde getötet und der serbische König. Die Schlacht bekamen nicht die Türken. Und auch nicht die Serben, da es viele Tote gab. Die Schlacht war auf dem Amselfeld.“
    – Dubrovniker Annalen, 15. Jahrhundert
    Auf das Schicksal Murats nehmen viele Quellen Bezug und entwickeln sich zu legendenhaften Darstellungen, die je nach Lager unterschiedliche Kontexte annehmen. Bei Jörg von Nürnberg, der 1460 als Gefangener der Osmanen in Konstantinopel weilte und später in Diensten des Römischen Papstes in Italien trat, vollzog sich der Tod Murats durch eine List:[11]
    „So hatte der Despot Lazar zwei Onkel die ständig im Streit unter einander waren. Als er mit den Türken zu kämpfen hatte so eiferten die zwei wer Morgen der beste in der Schlacht sein würde. Während der Nacht überbrachte einer der Onkel dem Türken dass er in der früh mit seinen Truppen zu Hilfe kommen würde. Darüber war der Türke hoch erfreut und am Morgen als er angekommen war und ihm die Füße küsse sollte, da zog er sein Schwert und erstach den Türken.“
    – Jörg von Nürnberg
    Die erste türkische Quelle zum Amselfeld erscheint 1512 von Mehmed Nesri, dem Dichter Sultans Selims. Hier wurde der Märtyrertod Sultan Murads betont und Bezug zu Milos Obelic genommen, was auf den direkten Einfluss der serbischen Volksdichtung, die um diese Zeit schon auf der Balkanhalbinsel verbreitet war, zurückgeführt wird. So sind die legendenhaften Züge des Todes Murats, der in der Beschreibung erst nach dem Sieg über die Serben und nicht während der Schlacht den Tod findet, ausgearbeitet:[15][16]
    „Märtyrertod des Khodawendkiar Ghäzi Muräd Khan — Gott der Erhabene erbarme sich seiner! Als das Heer der Ungläubigen geschlagen und eine unzählige Menge derselben über die Klinge gesprungen war, ... strebte Muräd Khan Ghäzi danach, auf der Walstatt den Märtyrertod zu erleiden. ... indem er mit einigen seiner vertrauten Diener diese selshügel Getöteter besichtigte, befand sich unter ihnen ein Ungläubiger namens Milos Obelic, ein beherzter und mutiger Verfluchter. ... Als Muräd Khan Ghäzi zu diesem Ungläubigen kam, stand dieser auf, halb fallend, halb sich erhebend, und ging auf den Khonkiär los. .. aber Muräd Ghäzi ließ ihn seinem Wunsche gemäß heran ... er kam heran, und indem er sich stellte, als wollte er den Steigbügel des Khonkiär küssen, stach er auf den Khonkiär los. ... Jenen Ungläubigen zerhieb man an dieser Stelle; schnell holte man ein Zelt herbei, um den Sultan darunter zu bringen, seinen Sohn Bäjazit brachte man zur Fahne des Glaubens, den Prinzen Jakub Celebi führte man unter dem Vorwande: „Komm, Dein Vater verlangt Dich!" in das Zelt und erwürgte ihn da. Zufälligerweise war der Fürst Lazar mit seinem Sohne gefangen genommen worden; man schleppte sie herbei und tötete beide, in jener Nacht gab es unter dem islamischen Heere große Verwirrung und Aufregung, am anderen Morgen setzten sie den Sultan Bäjazit auf den Thron. — Das Datum aller dieser Ereignisse ist das Jahr 791 der Hidschra.“
    – Mehmed Nesri, Dichter

  5. #55
    IbishKajtazi
    Geilts dich auf, wenn ich serbisch schreibe?


    Ibish...

  6. #56
    Avatar von Hercegovac

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    Zitat Zitat von IbishKajtazi Beitrag anzeigen
    Geilts dich auf, wenn ich serbisch schreibe?


    Ibish...

    Ne.

  7. #57

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    Zitat Zitat von Aox Beitrag anzeigen
    interessant ist das zu vidovdan am 28.6.1914 der österreichische thronfolger getötet wurde in sarajevo und am 28.6.1991 der krieg in slowenien begann.

    also die serben drehen so richtig auf an diesem tag mit weitreihenden folgen


    Zudem wurde am 28.06.2001 Slobodan Milosevic als erster Präsident überhaupt an ein Kriegsverbrecher Tribunal ausgeliefert. Zum 100 Jahrestag seit dem Ausbruch des 1 WK 1914 wird man versuchen Serbien Mazedonien & Montenegro in die EU aufzunehmen. Dieser Tag ist auch am 28.06.2014 so langsam wird das Datum gruselig.

    Am 28.06.1921 wurde Jugoslawien geboren & zur 600 Jahresfeier der Kosovo Schlacht am 28.06.1989 war die Milosevic Rede der Startschuß für das endgültige Ende Jugoslawiens.




    Zitat Zitat von Aox Beitrag anzeigen
    ansonten muss ich sagen das serbien an diesen tag von den kroaten und ungarn im großen und ganzem im stich gelassen wurde bis auf einige johaniter die gekämpft haben.

    naja so haben wir jetzt wenigstens burek auf dem balkan
    So sieht es der Vatikan hat auch viel dazu beigetragen nach her durften die Serben auch noch mit grosser Mehrheit die Militärgrenze Krajina bilden natürlich nicht freiwillig..

  8. #58
    Avatar von Krosovar

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    Zitat Zitat von HercegSrbadzija Beitrag anzeigen
    Du meinst wohl bei der rapiden " Ich bin Albaner und hab meine Wurzeln vergessen" Variante ? Du bist ein guter Schüler, Ibish. Weiter so, bringe serbisch allen Albos bei...:icon_smile:

    Nur leider lernt ihr Albaner, die Fekalsprache zuerst...ich weiß nicht warum
    Ibish spricht kroatisch, und nicht serbisch.

  9. #59
    Magic
    Zitat Zitat von HercegSrbadzija Beitrag anzeigen
    Wo hab ich das geschrieben, du Tölpel ? Zum serb. Reich gehörte Griechenland, Mazedonien, Albanien, Montenegro, Teile Bosniens und Kroatiens und Bulgarien zur Hälfte. Zu der Zeit, war dieses Reich das größte vom Balkan. Realistische Meinung.
    Ist nicht ganz falsch.Serbien war schon zu der Zeit das größte Reich des Balkan und auf dem Vormarsch aber kaum was von Bosnien gehörte zu Serbien in dieser Zeit.
    Die einzige nennenswerte Hilfe kam auch von Bosniern zu dieser Zeit,so steht es zumindest geschrieben.
    Man sollte den Vidovdan auch nicht immer auf diese Schlacht reduzieren die ja nicht wirklich die entscheidende war,ihr solltet wenn ihr gläubig seid einfach euren Feiertag feiern ohne auf diese Schlacht hängen zu bleiben die aus Propaganda Zwecken instrumentalisiert und überbewertet wird

  10. #60
    Avatar von Arbër

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    Zitat Zitat von sonja1612c Beitrag anzeigen
    JEDER SERBE hat Recht seinen EIGENEN STAAT zu gründen, aber sie bleiben trotzdem Serben!!!
    Wenn DU nicht die Geschichte Vojvodinas kennst und SEIT WANN die Serben dort angesiedelt sind, dann lass es lieber sein!Mein halbes Dorf ist übrigens in der Vojvodina ansässig und jetzt????[smilie=heart fill :[smilie=heart fill :[smilie=heart fill :[smilie=heart fill :
    Ne , so was ist anderes , tut mir leid .
    Svoje Tablice , svoju zastavu , svoj pasos achso ?

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