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IGH Debatte

Erstellt von Singidun, 18.09.2009, 23:17 Uhr · 696 Antworten · 34.954 Aufrufe

  1. #671
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
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    11.086

    Idee

    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    Es scheint,
    als habe der IGH-Spruch es einigen Ländern erschwert,
    den Kosovo als unabhängigen Staat im Sinne der UNO anzuerkennen.

    Hier aus Auszug des Artikels:

    Zudem ist nach dem IGH-Spruch nicht nachzuvollziehen, warum die USA die betreffenden Staaten "zum Dialog drängen", obwohl sie für sich schon längst die Entscheidung getroffen haben.

    Einen neutralen Makler dürften sie kaum stellen.


    Wenn nun Kosovo gemäß obigem Artikel "kein positives Recht" habe, sich von Serbien loszusagen, nach welchem Recht könnte Kosovo denn sich von Serbien überhaupt lossagen?
    ttp://derstandard.at/1277338829332/Noch-keineswegs-ein-unabhaengiger-Staat

    [h1]"Noch keineswegs ein unabhängiger Staat"[/h1]
    von Adelheid Wölfl | 23. Juli 2010, 19:13





    IGH-Gutachten hilft Separatisten in Bosnien nicht, sagt der Grazer Verfassungs­rechtler Marko im STANDARD-Interview

    Dafür könnte es gewaltsame Konflikte im Kaukasus heraufbeschwören.
    *****
    STANDARD: Der Premier der Republika Srpska (RS) in Bosnien, Milorad Dodik sieht das Gutachten als Grundlage für eine mögliche Sezession der RS. Ist es das?
    Marko: In dem IGH-Gutachten wird deutlich die Verurteilung der Unabhängigkeitserklärung der RS, bei der es gleichzeitig zur Ausübung von Gewalt kam, genannt. Das Selbstbestimmungsrecht darf nur in friedlicher, demokratischer und minderheitenschützender Weise ausgeübt werden darf, wenn eine Regierung nicht die gesamte Bevökerung repräsentiert. Aber gerade das können die Serben der RS auf keinen Fall behaupten, nachdem sie in der Verfassung als konstitutives Volk anerkannt sind, einen eigenen Gliedstaat bekommen haben und in allen staatlichen Organen proportional repräsentiert sind. Sie können nie behaupten, sie hätten ein recht auf politische Selbstbestimmung, weil sie als Volk nicht anerkannt sind und nicht repräsentiert sind. Es gibt gerade nicht, wie Dodik das behauptet, ein Recht auf nationale Selbstbestimmung, dass irgendeine ethnische Gruppe das Recht auf Staatlichkeit hat. Das ist der Unterschied zwischen dem politischen und dem nationalen Selbstbestimmungsrecht.
    STANDARD: Dann müssten aber auch die Spanier keine Angst haben, dass die Katalanen sich für unabhängig erklären?
    Marko: So ist es. Auch die Katalanen hätten nach dem Völkerrecht kein Recht auf Selbstbestimmung.
    STANDARD: Serbische Politiker sagen geschlossen, dass sich die Kosovo-Politik nicht ändern wird.
    Marko: Das sind ausschließlich innenpolitische Statements. Frei nach der Formel von Konrad Adenauer "Was hindert mich daran einen Tag später gescheiter zu sein" können sie in drei Wochen ohne Problem das Gegenteil behaupten. Alle Kräfte in Serbien wissen genau, dass der Kosovo nie wieder von Belgrad aus administriert werden. In Wahrheit wollen die Nationalisten in Serbien die Teilung des Kosovo.
    STANDARD: Manche wollen, dass sich der serbisch besiedelte Nordkosovo für unabhängig erklärt.
    Marko: Was für die Serben in Bosnien gilt, gilt auch für die Serben in Mitrovica.
    STANDARD: In Serbien wird auch über die Fragestellung diskutiert. Über was genau hat der IGH befunden?
    Marko: Der Gerichtshof trennt fein säuberlich die Unabhängigkeitserklärung von der Entstehung des unabhängigen Kosovo. Er geht gerade nicht auf das Recht auf Selbstbestimmung ein oder ob die Anerkennungspraxis völkerrechtswidrig war, sondern versucht zu klären, ob eine reine politische Deklaration der Unabhängigkeit durch das Völkerrecht verboten sei. Und er kommt zu der Schlussfolgerung, dass es keine generelle Praxis des UN-Sicherheitsrats gibt, einseitige Unabhängigkeitserklärungen zu verurteilen. Er sagt auch, dass die Entscheidung des Obersten Gerichts in Kanada zu Quebec, wo es um das Recht um Sezesssion ging, nicht mit der Kosovo-Frage vergleichbar ist.
    STANDARD: Macht das Sinn, dass man die Unabhängigkeitserklärung von der Unabhängigkeit trennt?
    Marko: Das ist reine Begriffsjurisprudenz, wo man mit Wortspielerein etwas hineindeutet, was natürlich nicht die Intention gewesen ist. Denn was soll denn der Sinn einer Unabhängigkeitserklärung anderes sein, als zu behaupten, dass man einen unabhängigen Staat errichtet?
    STANDARD: Hat sich der IGH da um die Antwort herumgeschwindelt?
    Marko: Das ist ein typischer politischer Kompromiss. Wir sagen damit überhaupt nichts über die Staatsqualität des Kosovo aus. Die politische Schlussfolgerung daraus erlaubt es natürlich, dass Kosovo kein Präzedenzfall ist.
    STANDARD: Hat Serbien die falsche Frage gestellt?
    Marko: Ich verstehe schon, dass Serbien versucht hat, die Frage vorsichtig zu formulieren, um einen weiten Interpretationsspielraum zu haben. Aber das ist als Schuss nach hinten losgegangen. Andererseits hat der Gerichtshof auch erklärt, dass die Unabhängigkeitserkärung nicht gegen die UN-Resolution 1244 verstösst. Weil aber nach Meinung des IGH die UN-Mission Unmik im Kosovo noch operativ ist und die Sicherheitsratsresolution 1244 noch in Kraft ist, wird indirekt gesagt, dass der Kosovo noch keineswegs ein unabhängiger Staat ist und es weiterer Verhandlungen um den Status bedarf. Insofern ist das ein Riesenerfolg für Serbien. Und damit sind die Ambitionen des Kosovo schnell in internationale Organisationen aufgenommen zu werden, insbesondere in die UNO, wieder enttäuscht. Es ist davon auszugehen, dass nun einige Staaten anerkennen werden, aber die Hardliner wie Spanien, die Slowakei, Zypern und Russland, werden in ihrer Meinung bestärkt.
    STANDARD: Gleichzeitig anerkennt Russland aber Abchasien und Südossetien.
    Marko: Das ist der eigentliche Widerspruch der russischen Aussenpolitik.
    STANDARD: Und rechtliche Grundsätze spielen keine Rolle?
    Marko: Nein. (DER STANDARD, Printausgabe 24./25.7.2010)


    alles was du in welcher form auch immer für nicht richtig oder für ungenügend hälst bezüglich dem richterspruch ist nichts anders als augenwischerei und hat mit der realität selbst ,welches nur darauf befolgt war um die richtigkeit der unabhängigkeists-erklärung zu urteilen nichts aber gar nichts zu tun.

    jedoch bleibt auch allen realitäs-verweigerern jederzeit die möglichkeit seine meinung zu ändern.......
    und ansonsten sollen diese weiter heulen und nach dem haar in der suppe löffeln.....

  2. #672

    Registriert seit
    28.09.2008
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    23.630
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    ttp://derstandard.at/1277338829332/Noch-keineswegs-ein-unabhaengiger-Staat

    [h1]"Noch keineswegs ein unabhängiger Staat"[/h1]
    von Adelheid Wölfl | 23. Juli 2010, 19:13





    IGH-Gutachten hilft Separatisten in Bosnien nicht, sagt der Grazer Verfassungs­rechtler Marko im STANDARD-Interview

    Dafür könnte es gewaltsame Konflikte im Kaukasus heraufbeschwören.
    *****
    STANDARD: Der Premier der Republika Srpska (RS) in Bosnien, Milorad Dodik sieht das Gutachten als Grundlage für eine mögliche Sezession der RS. Ist es das?
    Marko: In dem IGH-Gutachten wird deutlich die Verurteilung der Unabhängigkeitserklärung der RS, bei der es gleichzeitig zur Ausübung von Gewalt kam, genannt. Das Selbstbestimmungsrecht darf nur in friedlicher, demokratischer und minderheitenschützender Weise ausgeübt werden darf, wenn eine Regierung nicht die gesamte Bevökerung repräsentiert. Aber gerade das können die Serben der RS auf keinen Fall behaupten, nachdem sie in der Verfassung als konstitutives Volk anerkannt sind, einen eigenen Gliedstaat bekommen haben und in allen staatlichen Organen proportional repräsentiert sind. Sie können nie behaupten, sie hätten ein recht auf politische Selbstbestimmung, weil sie als Volk nicht anerkannt sind und nicht repräsentiert sind. Es gibt gerade nicht, wie Dodik das behauptet, ein Recht auf nationale Selbstbestimmung, dass irgendeine ethnische Gruppe das Recht auf Staatlichkeit hat. Das ist der Unterschied zwischen dem politischen und dem nationalen Selbstbestimmungsrecht.
    STANDARD: Dann müssten aber auch die Spanier keine Angst haben, dass die Katalanen sich für unabhängig erklären?
    Marko: So ist es. Auch die Katalanen hätten nach dem Völkerrecht kein Recht auf Selbstbestimmung.
    STANDARD: Serbische Politiker sagen geschlossen, dass sich die Kosovo-Politik nicht ändern wird.
    Marko: Das sind ausschließlich innenpolitische Statements. Frei nach der Formel von Konrad Adenauer "Was hindert mich daran einen Tag später gescheiter zu sein" können sie in drei Wochen ohne Problem das Gegenteil behaupten. Alle Kräfte in Serbien wissen genau, dass der Kosovo nie wieder von Belgrad aus administriert werden. In Wahrheit wollen die Nationalisten in Serbien die Teilung des Kosovo.
    STANDARD: Manche wollen, dass sich der serbisch besiedelte Nordkosovo für unabhängig erklärt.
    Marko: Was für die Serben in Bosnien gilt, gilt auch für die Serben in Mitrovica.
    STANDARD: In Serbien wird auch über die Fragestellung diskutiert. Über was genau hat der IGH befunden?
    Marko: Der Gerichtshof trennt fein säuberlich die Unabhängigkeitserklärung von der Entstehung des unabhängigen Kosovo. Er geht gerade nicht auf das Recht auf Selbstbestimmung ein oder ob die Anerkennungspraxis völkerrechtswidrig war, sondern versucht zu klären, ob eine reine politische Deklaration der Unabhängigkeit durch das Völkerrecht verboten sei. Und er kommt zu der Schlussfolgerung, dass es keine generelle Praxis des UN-Sicherheitsrats gibt, einseitige Unabhängigkeitserklärungen zu verurteilen. Er sagt auch, dass die Entscheidung des Obersten Gerichts in Kanada zu Quebec, wo es um das Recht um Sezesssion ging, nicht mit der Kosovo-Frage vergleichbar ist.
    STANDARD: Macht das Sinn, dass man die Unabhängigkeitserklärung von der Unabhängigkeit trennt?
    Marko: Das ist reine Begriffsjurisprudenz, wo man mit Wortspielerein etwas hineindeutet, was natürlich nicht die Intention gewesen ist. Denn was soll denn der Sinn einer Unabhängigkeitserklärung anderes sein, als zu behaupten, dass man einen unabhängigen Staat errichtet?
    STANDARD: Hat sich der IGH da um die Antwort herumgeschwindelt?
    Marko: Das ist ein typischer politischer Kompromiss. Wir sagen damit überhaupt nichts über die Staatsqualität des Kosovo aus. Die politische Schlussfolgerung daraus erlaubt es natürlich, dass Kosovo kein Präzedenzfall ist.
    STANDARD: Hat Serbien die falsche Frage gestellt?
    Marko: Ich verstehe schon, dass Serbien versucht hat, die Frage vorsichtig zu formulieren, um einen weiten Interpretationsspielraum zu haben. Aber das ist als Schuss nach hinten losgegangen. Andererseits hat der Gerichtshof auch erklärt, dass die Unabhängigkeitserkärung nicht gegen die UN-Resolution 1244 verstösst. Weil aber nach Meinung des IGH die UN-Mission Unmik im Kosovo noch operativ ist und die Sicherheitsratsresolution 1244 noch in Kraft ist, wird indirekt gesagt, dass der Kosovo noch keineswegs ein unabhängiger Staat ist und es weiterer Verhandlungen um den Status bedarf. Insofern ist das ein Riesenerfolg für Serbien. Und damit sind die Ambitionen des Kosovo schnell in internationale Organisationen aufgenommen zu werden, insbesondere in die UNO, wieder enttäuscht. Es ist davon auszugehen, dass nun einige Staaten anerkennen werden, aber die Hardliner wie Spanien, die Slowakei, Zypern und Russland, werden in ihrer Meinung bestärkt.
    STANDARD: Gleichzeitig anerkennt Russland aber Abchasien und Südossetien.
    Marko: Das ist der eigentliche Widerspruch der russischen Aussenpolitik.
    STANDARD: Und rechtliche Grundsätze spielen keine Rolle?
    Marko: Nein. (DER STANDARD, Printausgabe 24./25.7.2010)


    alles was du in welcher form auch immer für nicht richtig oder für ungenügend hälst bezüglich dem richterspruch ist nichts anders als augenwischerei und hat mit der realität selbst ,welches nur darauf befolgt war um die richtigkeit der unabhängigkeists-erklärung zu urteilen nichts aber gar nichts zu tun.

    jedoch bleibt auch allen realitäs-verweigerern jederzeit die möglichkeit seine meinung zu ändern.......
    und ansonsten sollen diese weiter heulen und nach dem haar in der suppe löffeln.....
    "Noch keineswegs ein unabhängiger Staat" - Kosovo - derStandard.at ? International
    toller Artikel oben nicht?

    Diesen Artikel oben mußt du mir nicht zeigen, um 12:19 Uhr habe ich die Kollegin Fury auf diesen Artikel aufmerksam gemacht und ihr die URL-Verlinkung gegeben. Du kommst also --> zu spät.

  3. #673
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    "Noch keineswegs ein unabhängiger Staat" - Kosovo - derStandard.at ? International
    toller Artikel oben nicht?

    Diesen Artikel oben mußt du mir nicht zeigen, um 12:19 Uhr habe ich die Kollegin Fury auf diesen Artikel aufmerksam gemacht und ihr die URL-Verlinkung gegeben. Du kommst also --> zu spät.
    ändert jedoch nichts daran das deine argumentationen nicht fruchten und an gehalt gewinnen......
    genau wegen diesem artikel .....

    daher gilt für dich;

    alles was du in welcher form auch immer für nicht richtig oder für ungenügend hälst bezüglich dem richterspruch ist nichts anders als augenwischerei und hat mit der realität selbst ,welches nur darauf befolgt war um die richtigkeit der unabhängigkeists-erklärung zu urteilen nichts aber gar nichts zu tun.

    jedoch bleibt auch allen realitäs-verweigerern jederzeit die möglichkeit seine meinung zu ändern.......
    und ansonsten sollen diese weiter heulen und nach dem haar in der suppe löffeln.....

  4. #674

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    ändert jedoch nichts daran das deine argumentationen nicht fruchten und an gehalt gewinnen......
    genau wegen diesem artikel .....

    daher gilt für dich;

    alles was du in welcher form auch immer für nicht richtig oder für ungenügend hälst bezüglich dem richterspruch ist nichts anders als augenwischerei und hat mit der realität selbst ,welches nur darauf befolgt war um die richtigkeit der unabhängigkeists-erklärung zu urteilen nichts aber gar nichts zu tun.

    jedoch bleibt auch allen realitäs-verweigerern jederzeit die möglichkeit seine meinung zu ändern.......
    und ansonsten sollen diese weiter heulen und nach dem haar in der suppe löffeln.....
    Skenderbegi, geh Kohle putzen, mir muß keiner was vortragen,
    das Massenverhalten der Albaner hier habe ich selber erlebt,
    bekanntlich war ich derjenige, der seit 2 Jahren das schreibt: die UNO hat das letzte Wort.

  5. #675
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
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    11.086
    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    Skenderbegi, geh Kohle putzen, mir muß keiner was vortragen,
    das Massenverhalten der Albaner hier habe ich selber erlebt,
    bekanntlich war ich derjenige, der seit 2 Jahren das schreibt: die UNO hat das letzte Wort.

    das du ausfällig wirst erklärt einiges......nur menschen welche über einen eingeschränktem horizont verfügen greifen zu beleidigungen.
    das du alle albaner in einem topf wirfst bestätigt dies um so mehr.

    nicht die uno hat das letzte wort in diesem fall.

    das gericht hat klar und deutlich entschieden das die unabhänigkeits-erklärung seiten kosovas rechtens ist.

    wie gesagt alles andere ist nichts als realitäts-verweigerung zu diesem thema.
    und damit ist es für mich auch erledigt.

    kosova is srbija


    die uno wird erst dazukommen wenn es um die aufnahme geht bezw. sollte serbien eine resolution einreichen wollen was sehr schwer ......

  6. #676

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    Während der eindeutige IGH-Spruch zahlreiche bisher abwartende Staaten zu einer Anerkennung der kosovarischen Unabhängigkeit bewegen dürfte, könnte er die Position der Unabhängigkeitsgegner einzementieren.


    Staaten wie Spanien, die Slowakei oder Zypern müssen befürchten, durch eine Anerkennung im Lichte des IGH-Gutachtens die zentrifugalen Tendenzen in ihren Ländern weiter zu stärken. So beeilte sich das Außenministerium in Bratislava, zu betonen, dass das IGH-Urteil nicht rechtsverbindlich ist. Ein zweideutiger IGH-Spruch, in dem die kosovarische Unabhängigkeitserklärung als problematisch in Hinblick auf das Prinzip der Unverletzlichkeit der Grenzen eingestuft worden wäre, hätte diesen Staaten einen Schwenk erleichtert.
    Blödsinnige Feststellung! Selbstverständlich werden auch die erwähnten Staaten den Kosovo anerkennen müssen. Sie werden förmlich und sogar gegen ihren souveränen Willen dazu gezwungen, den Kosovo anzuerkennen, wenn es sein muss.

    Ein Blankoscheck für Sezessionisten in aller Welt ist der Richterspruch dennoch nicht.
    Selbstverständlich nicht. Das wünschen sich wohl nur ein paar linke Verschwörungstheoretiker, für welche der Kosovo die Gefahr eines neuen amerikanischen Israels in Europa darstellt.

    So schweigt der IGH zur Frage, ob die Kosovo-Albaner auf Grundlage des Selbstbestimmungsrechts der Völker zur Sezession von Serbien berechtigt waren. „Diese Angelegenheit liegt außerhalb des Rahmens der von der Generalversammlung gestellten Frage.“
    Was für ein Blödsinn schon wieder! Man wollte eine klare Antwort des Gerichts auf eine von Serbien hinterlistig formulierte Frage - Auf diese Frage hat das Gericht explizit und eindeutig geantwortet und das eindeutig zugunsten des Kosovo.

    Sich nachträglich über die Antwort zu beschweren, zeigt eine gestörte psychische Verfassung des Fragenden.

    Auch sei das Gutachten keineswegs so zu interpretieren, dass „das Völkerrecht Einheiten eines Staates ein allgemeines Recht gibt, sich einseitig von diesem loszusagen“, betonen die Richter. Die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo habe zwar das Völkerrecht nicht verletzt. Das bedeute aber nicht, dass der Kosovo auch ein „positives Recht“ hatte, sich von Serbien loszusagen. (APA)

    Quelle:
    USA und EU drängen zu Dialog - Serbien will Kampf fortsetzen tt.com - aktuelle News - Nachrichten - Tageszeitung
    Das Gericht hat in dem Gutachten eindeutig und explizit festgestellt, dass die Unabhängigkeit des Kosovo weder das Völkerrecht noch die UN-Res 1244 noch irgendewelche internationale Gesetze verletzt.

    Es steht nirgends, aber wirklich nirgends in diesem Gutachten folgende noch blödsinnigere Missinterpretation, wie die Quelle uns hier vorzugaukeln versucht:

    "Das bedeute aber nicht, dass der Kosovo auch ein „positives Recht“ hatte, sich von Serbien loszusagen."

    Manche scheinen nach dem IGH-Gutachten jedoch krankhaft dazu geneigt zu sein, das Geschehene und die katastrophale Niederlage der Kosovo-Gegner bei so einem wichtigen UN-Organ mit schizophrenen Behauptungen verdrängen und verschmerzen zu wollen.

  7. #677
    Cvrcak
    Zitat Zitat von Petriti_Fluturues Beitrag anzeigen
    Blödsinnige Feststellung! Selbstverständlich werden auch die erwähnten Staaten den Kosovo anerkennen müssen. Sie werden förmlich und sogar gegen ihren souveränen Willen dazu gezwungen, den Kosovo anzuerkennen, wenn es sein muss.

    Selbstverständlich nicht. Das wünschen sich wohl nur ein paar linke Verschwörungstheoretiker, für welche der Kosovo die Gefahr eines neuen amerikanischen Israels in Europa darstellt.

    Was für ein Blödsinn schon wieder! Man wollte eine klare Antwort des Gerichts auf eine von Serbien hinterlistig formulierte Frage - Auf diese Frage hat das Gericht explizit und eindeutig geantwortet und das eindeutig zugunsten des Kosovo.

    Sich nachträglich über die Antwort zu beschweren, zeigt eine gestörte psychische Verfassung des Fragenden.



    Das Gericht hat in dem Gutachten eindeutig und explizit festgestellt, dass die Unabhängigkeit des Kosovo weder das Völkerrecht noch die UN-Res 1244 noch irgendewelche internationale Gesetze verletzt.

    Es steht nirgends, aber wirklich nirgends in diesem Gutachten folgende noch blödsinnigere Missinterpretation, wie die Quelle uns hier vorzugaukeln versucht:

    "Das bedeute aber nicht, dass der Kosovo auch ein „positives Recht“ hatte, sich von Serbien loszusagen."

    Manche scheinen nach dem IGH-Gutachten jedoch krankhaft dazu geneigt zu sein, das Geschehene und die katastrophale Niederlage der Kosovo-Gegner bei so einem wichtigen UN-Organ mit schizophrenen Behauptungen verdrängen und verschmerzen zu wollen.
    Sich nachträglich über die Antwort zu beschweren, zeigt eine gestörte psychische Verfassung des Fragenden.


    Es hatte ja nun mal einen historischen Charakter.

    Aber der fragende hat alles im Griff.

  8. #678
    Fushe Kosove
    Kryetari i Partisë Demokratike të Serbisë, Vojisllav Koshtunica, ka deklaruar se është "plotësisht e pakuptimtë" që pas mendimit negativ të Gjykatës Ndërkombëtare të Drejtësisë, Serbia të paraqesë rezolutën për Kosovën në Kombet e Bashkuara. Një gjë e tillë, sipas tij, do të mund të sillte humbje më të rënda dhe pasoja të paparashikueshme.
    "Në vend se ta shtyjnë Serbinë në humbje të tjera, për shkak të politikave shkatërruese, zyrtarët më të lartë dhe më përgjegjës të qeverisë duhet të japin dorëheqje", ka thënë Koshtunica.

    http://www.rtv21.tv/home1/index.php?...ls&newsid=7421

  9. #679
    Fushe Kosove
    Belgrad hat auch nach dem Gutachten bekräftigt, niemals die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen. Es entsendet nun mehr als 50 Emissäre in alle Welt, um neue Anerkennungen zu verhindern.
    Thaçi: Sie können gerne Exkursionen machen. Aber es wäre besser, wenn sie ihr Geld für den Wohlstand der serbischen Bürger ausgeben und nicht für Hotels in aller Welt. Denn sie werden damit keinen Erfolg haben – ebenso wenig wie vor dem Internationalen Gerichtshof. Die beste Lösung wäre, dass Belgrad jetzt die Unabhängigkeit des Kosovo anerkennt.

    Aber danach sieht es gar nicht aus.
    Thaçi: Das wird eben noch etwas dauern. Aber ich weiß, dass sie anfangen, darüber nachzudenken. Über dieses Interview möchte ich Serbiens Präsidenten Tadić aufrufen, dass wir uns treffen, um eine zwischenstaatliche Zusammenarbeit vorzubereiten. Eines Tages wird das ohnehin geschehen müssen. Also besser früher als später.

    Serbiens Premier hat gemeint, das Gutachten des Gerichtshofes gehe am Kern des Problems vorbei. Denn es wird nur festgestellt, dass die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo nicht illegal war. Über das Recht auf Sezession wird aber nichts gesagt.
    Thaçi: Ich verstehe die Enttäuschung der offiziellen Vertreter in Belgrad. Aber sie haben selbst die Antwort beim Internationalen Gerichtshof erbeten – und sie haben sie bekommen. Jetzt versuchen sie, sich in Serbiens Öffentlichkeit zu rechtfertigen. Aber niemand soll sich als Gewinner und Verlierer fühlen. Ich habe mich an die Serben im Kosovo – unsere Staatsbürger – gewandt und klargemacht, dass das Gutachten nicht gegen sie gerichtet ist. Kosovo ist Heimatland aller seiner Bürger.

    Ihr Serben blamiert euch auf der ganzen Welt.

  10. #680
    Cvrcak
    Zitat Zitat von Fushe Kosove Beitrag anzeigen
    Belgrad hat auch nach dem Gutachten bekräftigt, niemals die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen. Es entsendet nun mehr als 50 Emissäre in alle Welt, um neue Anerkennungen zu verhindern.
    Thaçi: Sie können gerne Exkursionen machen. Aber es wäre besser, wenn sie ihr Geld für den Wohlstand der serbischen Bürger ausgeben und nicht für Hotels in aller Welt. Denn sie werden damit keinen Erfolg haben – ebenso wenig wie vor dem Internationalen Gerichtshof. Die beste Lösung wäre, dass Belgrad jetzt die Unabhängigkeit des Kosovo anerkennt.

    Aber danach sieht es gar nicht aus.
    Thaçi: Das wird eben noch etwas dauern. Aber ich weiß, dass sie anfangen, darüber nachzudenken. Über dieses Interview möchte ich Serbiens Präsidenten Tadić aufrufen, dass wir uns treffen, um eine zwischenstaatliche Zusammenarbeit vorzubereiten. Eines Tages wird das ohnehin geschehen müssen. Also besser früher als später.

    Serbiens Premier hat gemeint, das Gutachten des Gerichtshofes gehe am Kern des Problems vorbei. Denn es wird nur festgestellt, dass die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo nicht illegal war. Über das Recht auf Sezession wird aber nichts gesagt.
    Thaçi: Ich verstehe die Enttäuschung der offiziellen Vertreter in Belgrad. Aber sie haben selbst die Antwort beim Internationalen Gerichtshof erbeten – und sie haben sie bekommen. Jetzt versuchen sie, sich in Serbiens Öffentlichkeit zu rechtfertigen. Aber niemand soll sich als Gewinner und Verlierer fühlen. Ich habe mich an die Serben im Kosovo – unsere Staatsbürger – gewandt und klargemacht, dass das Gutachten nicht gegen sie gerichtet ist. Kosovo ist Heimatland aller seiner Bürger.

    Ihr Serben blamiert euch auf der ganzen Welt.
    Ueber das Recht auf Sezession,das hat Jeremić die Richter gar nicht gefragt

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