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Keine kennt die opfer der bombardierung serbiens hier ein film

Erstellt von Liberation of Kosovo, 27.11.2012, 09:29 Uhr · 162 Antworten · 7.006 Aufrufe

  1. #161
    Avatar von FloKrass

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    Zitat Zitat von Singidunum Beitrag anzeigen
    Kann man so sehen, wenn man es als legitim betrachtet, dass bspw. ein Fernsehsender als militärisches Ziel markiert wird.
    Wir alle wissen, dass dieser besagte Fernsehsender in den Händen eines Verrückten lag, der gegen ein ganzes Volk vorging und durch diesen Sender jeden Abend verkünden ließ, dass er gegen Terroristen und NATO-Agressoren das Land verteidige. Wir wissen aber auch, dass ein ganzes Volk nicht terroristisch sein kann. Der Sender war eine genau so gefährliche Waffe, wie das Militär selbst, das im Kriegsgebiet war, weil er die Kriegshandlungen des gesamten Tages am Abend rechtfertigte, anstatt sich mit dem Krieg kritisch auseinander zu setzen. Selbst führende Personen dieser Rundfunkanstalt haben im nachhinein eingeräumt, dass es falsch war, sich Milosevic zu untergeben.

    PS: der Fernsehsender war kein militärisches Ziel sondern eine staatliche Einrichtung, die wichtig für die serbische Kriegspropaganda war. Deshalb habe ich in meinem vorigen Poste geschrieben, dass die NATO militärische, wirtschaftliche und staatliche Ziele (Rundfunk, Polizei, Post, Ministerien, etc) in Angriff genommen hat aber keine zivilen.

  2. #162
    Avatar von Singidun

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    Zitat Zitat von FloKrass Beitrag anzeigen
    Wir alle wissen, dass dieser besagte Fernsehsender in den Händen eines Verrückten lag, der gegen ein ganzes Volk vorging und durch diesen Sender jeden Abend verkünden ließ, dass er gegen Terroristen und NATO-Agressoren das Land verteidige. Wir wissen aber auch, dass ein ganzes Volk nicht terroristisch sein kann. Der Sender war eine genau so gefährliche Waffe, wie das Militär selbst, das im Kriegsgebiet war, weil er die Kriegshandlungen des gesamten Tages am Abend rechtfertigte, anstatt sich mit dem Krieg kritisch auseinander zu setzen. Selbst führende Personen dieser Rundfunkanstalt haben im nachhinein eingeräumt, dass es falsch war, sich Milosevic zu untergeben.

    PS: der Fernsehsender war kein militärisches Ziel sondern eine staatliche Einrichtung, die wichtig für die serbische Kriegspropaganda war. Deshalb habe ich in meinem vorigen Poste geschrieben, dass die NATO militärische, wirtschaftliche und staatliche Ziele (Rundfunk, Polizei, Post, Ministerien, etc) in Angriff genommen hat aber keine zivilen.
    Propaganda gibt es auf allen Seiten, dennoch geht es zu weit Medien als Kriegsziel anzusehen. Die Menschen die an diesem Tag dort gearbeitet haben, waren Zivilisten, wahrscheinlich geopfert, denn die Regierung wusste von dem Angriff, nichtsdestotrotz, lässt sich dieser Beschuss in keinster Weise rechtfertigen.

  3. #163

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    LordVader:
    Deine Einblicke, realer und auch so fachlicher Natur habe ich nicht.
    Die solltest Du aber haben, wenn Du solche Behauptungen aufstellst: "Alle jugoslawischen Ex-Repuliken haben für ihre Unabhängigkeit politische Unterstützung aus den allermeisten europäischen Staaten erhalten". Nur zur Erinnerung: Jugoslawien befand sich ab den illegalen Verfassungsänderungen von Slobodan Milosevic (Joghurt Revolucija) ab 1989 im Zerfallsprozess. Ein weiterer Meilenstein war der Zerfall des BdJK (Bund Jugoslawischer Kommunisten) im November 1990 und den anschliessenden Gesetztes- und Verfassungsänderungen der jugoslawischen Republiken, die zur Schwächung der Bundesinstitutionen führten. Anfang Oktober 1991 machte Slobodan Milosevic das Licht andgültig aus und untergrub mit einem de fakto Putsch im jugoslawischen Staatspräsidium die Funktionalität der Bundesinstitutionen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass durch politische Initiativen der "allermeisten Staaten", Slowenien und Kroatien ihre Unabhängigkeitserklärungen ausgesetzt haben, bis eine Lösung für einen reformierten Staatenbund im Rahmen der Londoner Friedenskonferenz herbeigeführt wurde.

    Worauf lassen diese Fakten schliessen?

    1.) Jugoslawien ist nicht an einem schönen Sommertag einfach so zerfallen, weil die "allermeisten Staaten" gerade Lust auf eine Sezession hatten. Der von Dir beschriebenen Unterstützung ist der Zerfallsprozess vorausgegangen.
    2.) Die "allermeisten" Staaten hatten bis Oktober 1991 ein offensichtliches Interesse, diesen Staat aufrecht zu erhalten. Allen voran Amerika, GB, Frankreich und mal die relevanten aufzuzählen. Selbst Deutschland war bis zum genannten Zeitpunkt für den Erhalt Jugoslawiens.

    Zu Deinen Ausführungen hinsichtlich des VR ist sicher nichts hinzuzufügen und sicherlich stellte die militärische Intervention nicht nur einen Bruch des VR, sondern auch durchaus den Bruch der beteiligten Länder und ihrer jew. Verfassungen dar. Auch hier aber ist anzumerken, dass diese Intervention nicht einfach so vom Himmel gefallen ist. Serbien forcierte Kriege in Slowenien, Kroatien und in Bosnien mit für die heutige Zeit und ein heutiges Europa unglaublicher Brutalität und Opferzahlen. Es war eine mehr als berechtigte Annahme, dass Serbien auf dem Kosovo so etwas wie eine "Generalabrechnung" durchführen konnte. Deshalb erfolgte die Intervention und genau deshalb scheinen sich Völkerrechtler auch uneinig zu sein hinsichtlich der Bewertung, weil wohl jeder anders "gewichtet".

    Wenn selbst Kissinger, hier bereits zitiert, angibt, dass Serben und Russen in Rambouillet überrumpelt wurden und dass man nicht wirklich eine diplomatische Lösung suchte. (Bei allem was ich mir sicher vorstellen kann, da auch an Zeitschinderei und Geschachere erfolgte).
    Jener Kissinger, der den Putsch in Chile initiierte und damit mitverantwortlich ist für die grauenhaften Verbrechen der Pinochet-Dikatur, welcher für verdeckte Operationen unter viel eindeutigeren Bruch des Völkerrechts verantwortlich war, dient hier nun als relevante Figur in der Bewertung eines Vorgangs an dem er selbst nicht direkt beteiligt war. So So.....das aber die Formulierungen in den Anhängen aber letzlich die üblichen Formulierungen bei Friedenssichernden Massnahmen waren, erwähnt Kissinger nicht. Da die NATO hier im wesentlichen die friedenssichernden Massnahmen durchgeführt hätte, erkannte Milosevic dieses Malheur und trate es breit, in der Hoffnung mit seinem üblichen Taktieren wieder einmal durchzukommen.





    Bin aber mir der von dir beschriebenen Tatsachen sehr bewusst. Das kannst du mir bitte glauben. Ich habe zu der Zeit im Russland gelebt. Und "selbst" bei uns gab es Berichte...

    Nun ist es so, dass es kein Mandat des Sicherheitsrates gab, was normalerweise für ein legitimes Eingreifen erforderlich gewesen wäre. Völkerrecht ist jedoch nicht "statisch". Und es ist richtig, dass Gewaltverbot und Souveränität der Staaten hinten an stehen, wenn elementarste Verletzungen von Menschenrechten im Raum stehen. Dafür gibt es die in Rechtsfortentwicklung akzeptierte Rechtsfigur der humanitären Intervention. Es gibt Völkerrechtler, die diese nach wie vor noch ganz ablehnen. Es gibt viele angesehene Völkerrechtler, die sie "angenommen" haben. Gerade weil wir jedoch außerhalb der UN-Charta uns bewegen, bedarf es für ihre Rechtmäßigkeit enger, strikter Voraussetzungen. Und wenn ich geächtete Uran- und Streumunition einsetze, dann ist die Einhaltung dieser schon fragwürdig. Weiter würde es gehen mit den bombardierten Zielen und allgemein der Infrastruktur, die zerstört wurde. Ob diese im Rahmen der Verhältnismäßigkeit notwendig waren, lass ich mal dahin gestellt.

    Allein schon rein menschlich lehne ich nicht ab, dass an sich eingegriffen wurde. Und sogar hoffentlich auch zukünftig eingegriffen werden wird. Nur sollte es insbesondere wenn es nicht durch Mandat gedeckt ist unter sehr strengen "Regeln" erfolgen. Was hier nicht der Fall war. Es mag eine zu nüchterne juristische Betrachtung sein, aber ich habe fast nur diesen Blick dazu, wenn es konkret um Kosovo oder Jugoslawienkriege geht.

    Wenn selbst Kissinger, hier bereits zitiert, angibt, dass Serben und Russen in Rambouillet überrumpelt wurden und dass man nicht wirklich eine diplomatische Lösung suchte. (Bei allem was ich mir sicher vorstellen kann, da auch an Zeitschinderei und Geschachere erfolgte).

    Ich hatte vor nicht mal so langer Zeit das Vergnügen eines Gesprächs mit einem Mann, der damals als Referent im Auswärtigen Amt tätig war. Wir haben uns dann auch über die fast zeitgleichen Menschenrechtsverletzungen, den Krieg in Tschetschenien unterhalten. Und er hat gesagt, dass ein Unterschied die Größe, das trotz allem viel weitere Konfliktpotenzial und die Atombomben Russlands waren. Kein Witz und kannst du bitte glauben. Ich sage nicht, dass ich das nicht verstehe und nachvollziehe. Aber versetz dich dabei mal in tschetschenische Kriegsopfer.

    Und wenn ich Georgien erwähnte. Wieso kann man das nicht vergleichen? Menschen haben sich gegenseitig getötet, die Häuser vernichtet, vertrieben. Wie gesagt, dass Land ist dreigeteilt in einer dabei unglaublichen "Ethnischen Reinheit". Dort war Bürgerkrieg in den 90er, mit allem was "dazu gehört"....

    P.S. Karo: Ich bin mir bewusst, dass man nicht "überall sein" und eingreifen kann. Wenn werteorientierte Politik jedoch nur dort zum Tragen kommt, wo und weil man eigene Interessen hat oder nicht, dann diskreditiert das die Glaubwürdigkeit und die Werte an sich. Zählen würden sie, wenn man sich auch dort für sie stark macht, wo es nichts "zu holen" gibt oder man keine wirklichen Interessen hat.[/QUOTE]

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