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Von König Syrrhas bsi zu den Einfällen der Slaven

Erstellt von Jehona_e_Rahovecit, 21.12.2008, 17:01 Uhr · 140 Antworten · 6.657 Aufrufe

  1. #1
    Jehona_e_Rahovecit

    Von König Syrrhas bsi zu den Einfällen der Slaven

    Teil2



    Es gab eine ganze Reihe von illyrisch-makedonischen Kriegen um die Grenzgebiete. Nach einem weiteren solchen Krieg musste Amyntas III. von Makedonien 390 v. Chr. in einem Friedensvertrag die Oberherrschaft des illyrischen Königs Syrrhas anerkennen. Zur Bekräftigung des Vertrages heiratete er wenig später Syrrhas' Tochter Eurydike. Syrrhas wurde von Bardhyli gestürzt. Dieser war ein Aufsteiger aus einfachen Verhältnissen. Er machte als tüchtiger Soldat im Heer Karriere und verdrängte schließlich den König aus aristokratischem Geschlecht. Bardhyli konnte sich 385 auch den König von Epirus tributpflichtig machen. In den folgenden Jahren duldete er allerdings, dass die Makedonen allmählich ihre Unabhängigkeit zurückgewannen. Der Grund dafür ist vielleicht, dass Bardhyli die ganze Zeit über an der Donau einen von den Griechen nicht registrierten Abwehrkrieg gegen die Kelten führte, die die Donau entlang nach Südwesten mordende und plündernd vorstießen.

    359 v. Chr. wollte der Makedonenkönig Perdikkas III., ein Sohn der Eurydike, die makedonische Unabhängigkeit vollends wiederherstellen und verlor Schlacht und Leben im Kampf gegen Bardhyli. Sein jüngerer Bruder Philipp II. musste den Vertrag erneuern und eine Enkelin des Bardhyli heiraten. Aber schon im folgenden Jahr kehrte sich das Verhältnis um. Philipp wandte sich zunächst gegen die Päonen und rückte dann mit 10 000 Mann Fußvolk und 600 Reitern weiter auf illyrisches Gebiet vor, wo ihn ein etwa gleich großes illyrisches Heer erwartete. In dieser Schlacht besiegt er den Dardanerkönig Bardhyli. Die Illyrer mussten die von ihnen besetzten makedonischen Gebiete räumen, die Stämme am Ohridsee die Herrschaft der Makedonen anerkennen.

    Ausgrabungen zeigen, dass es neben den griechischen Kolonialstädten auch sehr viele illyrischer Städte gab, die ummauert und befestigt waren und durch Handwerk und Handel zum Reichtum des Landes beitrugen. Zu nennen sind, unter anderem Damastion, Byllis und Amantia im Süden sowie Lissos im Norden des heutigen Albanien. Eine Vorstellung von der Macht und Bedeutung der südillyrischen Könige geben die Königsgräber von Selca e Poshtëme westlich des Ohridsees.


    Als Alexander der Große durch einen Krieg gegen die illyrischen Triballer an der unteren Donau abgelenkt schien, versuchten der Taulantierkönig Glaukias und der Encheleerkönig Kleitos, ein Sohn des Bardhyli, sich von der makedonischen Herrschaft zu befreien. Alexander besiegte sie jedoch 335 v. Chr. und gliederte ihr Gebiet in den makedonischen Staat ein.

    Glaukias nutzte aber die Erbauseinandersetzungen nach Alexanders Tod, um für sein Reich die alte Unabhängigkeit zurückzugewinnen. 309 konnte er sogar im Epirus die vertriebene Königsfamilie wieder an die Macht bringen und so den illyrischen Einfluss erweitern. Die Regierungszeit des Glaukias und seiner Nachfolger war ein »goldenes Zeitalter« gewesen. Die Städte wurden erweitert und auch besser befestigt. Die Stadt Byllis, die in ihrer alten Lage nicht erweiterungsfähig war, erhielt auf dem Nachbarhügel eine »Zwillingsstadt«. Die alte Stadt umschloss 18 Hektar mit einer Mauer von 1 850 m, die neue 20 Hektar mit einer 2 500 m langen Mauer. Aus der Zeit des Glaukias stammen auch die ältesten erhaltenen Münzen. König Monunios, der um 280 v. Chr. als Verbündeter des makedonischen Königs
    Pyrrhos I,welcher ein Illyrer war gegen die Kelten genannt wird, ließ Münzen mit seinem Namen schlagen. Auch ein Helm mit Inschrift wird mit ihm in Verbindung gebracht, der aber auch einem über 100 Jahre späteren Dardanerkönig zugeordnet wird. Um 280 v. Chr. erreichte im Nordosten Illyriens der Staat des Dardanerbundes, unter eigenem König, ebenfalls eine Blüte.Dieser Staat sollte noch Jahrhunderte andauern.
    Glaukias folgte der illyrische König Agron , welcher von 250 - 230 v. Chr. regierte.Sein Reich umfasste weite Teile Illyriens (in etwa das heutige Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro und das südliche Dalmatien) sowie auch Teile von Epirus und die Insel Korfu.
    Während der Herrschaft Agrons waren die Illyrer auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Ihr Heer und ihre Flotte waren ein bedeutender regionaler Machtfaktor auf dem Balkan und in der südlichen Adria. Agron schränkte stark die Macht der griechischen Küstenstädte, die die Illyrer unterdrückten. Die Griechen der dalmatinischen Insel Issa baten 231 oder 230 die Römer um Hilfe gegen den illyrischen König. Zu einer römischen Intervention, zunächst diplomatisch dann militärisch, kam es aber erst nach Agrons Tod.
    231 v. Chr. bat Demetrios II. von Makedonien Agron um ein Bündnis gegen den Ätolischen Bund und die illyrischen Truppen konnten die Ätoler auch tatsächlich besiegen
    Teuta war die zweite illyrische Königin. Sie folgte ihrem Gatten Agron aus dem Volksstamm der Labeaten in der Herrschaft nach und regierte von 231 bis 228 v. Chr.
    Sie verfügte eine gut ausgebildete Armee unter ihrem Schwager Skerdilaides und eine sehr aktive Flotte aus kleinen schnellen Ruderschiffen, den illyrischen Lemben, und sie setzte ihre Machtmittel auch ein.
    Bei ihren Patrullien im Seegebiet zwischen Butrint und Korfu zerstörte Teutas Flotte griechische und römische Schiffe, weil sie sich unrechtmäßig im illyrischen Seegebiet aufhielten. .229 hatte Demetrius, ein Flottenkommandeur Teutas Korfu von griechischer Herrschaft befreien können. Danach verbündeten sich Epirus und Akarnanien mit dem illyrischen Königreichm unter der Herrschaft Teutas.
    Die Bemühungen Teutas alle illyrischen Stämme zu vereinigen stießen jedoch auf einen neuen Gegner. Rom hatte sich Italien unterworfen und begann jetzt, sich für die Mittelmeerwelt zu interessieren. Der nächste Weg nach Griechenland führte aber von Italien aus über das Mittelmeer, und es war nicht im Sinne Roms, dass sich auf der anderen Seite der Adria eine neue Seemacht festsetzte. Die illyrische Flottentätigkeit wurde als Seeräuberei dargestellt, die sich gegen römische Verbündete richtete
    Dem römischen Senat wurde die illyrische Flotte gefährlich, deshalb schickten sie zwei Gesandte zu Teuta nach Shkodra, die ihr mit Krieg drohten unter dem Vorwand , falls sie nicht römische und griechische Kaufleute den illyrischen Seeraum zu nutzen lassen wird.Auf die Drohung hin ließ die Königen die Gesandten töten.
    Die Tötung der römischen Gesandten war für Rom ein willkommener Anlass das Illyrische Reich 229 v.Chr. militärisch anzugreifen(Erster Illyrischer Krieg).228 v.Chr. wurde Teuta von der römische Armee vor Shkodra besiegt .Teuta verlor ihre Macht über Illyrien, sie durfte nur über Shkodra herrschen und musste Tribut an die Römer zahlen, während sich die Römer und Griechen darauf aufmachten das Illyrische Reich wie Blutsauger auszusagen.
    219 v.Chr. brach der zweite Illyrische Krieg aus.Nach einem erbitterten Krieg gegen die Römer musste Demetrius schließlich seine Stellungen aufgeben und nach Dalmatien fliehen und von an den makedonischen Hof,wo er der engste Vertraute von Phillip V. wurde.
    Die Römer hatten sehr viel Glück bei diesem Krieg gehabt, weil unter anderem die Makedonier in den Krieg nicht hineingreifen konnten, weil kurz zuvor ein Thronwechsel stattfand und sie sich nicht organisieren konnten.
    209 v.Chr. fallen die Dardaner in Makedonien ein und schwächen Phillip V. Armee erheblichen schaden zu, sodass Phillip V. nicht mehr im Stande ist einen Krieg gegen die Römer zu führen.
    Genthios war der letzte illyrische König. Er regierte von 180 bis 168 v. Cr. in Shkodra , Albanien und gehörte dem Stammesverband der Labeaten an. Er war der Sohn des Königs Pleuratos II. 171 war er mit den Römern gegen Makedonien verbündet. 169 ging er ein Bündnis mit dem Makedonenkönig Perseus ein. Genthios ließ zwei römische Gesandte gefangen nehmen und verwüstete die Gegend der Städte Apollonia und Dyrrhachium, die mit den Römern verbündet waren. 168 wurde er von einem römischen Heer unter Führung des Prätors L. Anicius Gallus vor Shkodra geschlagen, gefangen genommen und nach Rom geführt. Als besiegter Feind musste Genthios 167 am Triumphzug des L. Anicius Gallus teilnehmen.Genthios zeigt als letzter illyrischer König,dass sich die Illyrer niemals den Römer unterworfen haben.Selbst nach seinem Tod ging der Widerstand gegen die Römer weiter. 168 v.Chr. bricht der 3.Illyrische Krieg aus bei dem Illyrien aufgeteilt wird.
    Ein Jahr später greifen die Römer unter Aemilius Paullus den Epirotischen Staat an, um seine Macht einzuengen wird der Epirotische Staat auf das Hinterland von Phoinike begrenzt.
    148 v.Chr. werden dann Gebiete des Illyrischen Reiches an die römische Provinz Makedonien angeschlossen gegen den Willen der bodenständigen Illyrer.
    97 v.Chr. greifen die Römer Dardanien ein und erleben die meisten Niederlagen.
    34 – 33 v.Chr. besetzt Octavianus Augustus besetzt Dalmatien und terrorisiert die dortige Bevölkerung gnadenlos.
    Nach den Feldzügen Oktavians wird das gesamte "befriedete" Gebiet zwischen raetischen Alpen bis nach Mazedonien dem Imperium Romanum als Provinz Illyricum eingegliedert, die wegen ihrer Bodenschätze (Gold, Silber, Kupfer und Eisen), Waldbestände und Marmor wirtschaftlich attraktiv ist.
    In der Folgezeit werden viele Illyrer zwangsromanisiert.
    Aus ihren Reihen gingen später einige römische Kaiser hervor (u. a. Decius, Aurelian, Diocletian, Konstantin).
    30 v.Chr. gründen die Römer ihre ersten Kolonien auf illyrischen Boden unter anderem in Dyrrachium, Byllis und Buthrotum.
    27 v.Chr. wird die Provinz Illyrien unter der Einbeziehung Pannoniens und Dalmatiens gegründet.
    Im 6 – 9 n. Chr. findet in Dalmatien und Pannonien ein großer Aufstand gegen die römische Herrschaft von Bato und Baton.Der römischen Armee wird herblicher Schaden zugefügt, aber sie schaffen es den Aufstand durch ihre Brutalität gegen die illyrische Zivilbevölkerung zu brechen.
    Im 3. und 4.Jh. n. Chr. fanden zahlreiche Kriege In Illyrien statt, manche Gebiete Illyriens war bis zum Beginn des 5.Jh. völlig verwüstet.Ganze Landstriche waren verödet, die Felder lagen brach, und die Städte waren von ihren Bewohnern verlassen worden;Illyrien war verödet,Thrakien war wie das damals reiche Dardanien zerstört, viele Gegenden verlassen, die Felder blieben unbebaut und mit den Gebeinen der Erschlagenen und Umgekommenen bedeckt.
    250 n.Chr. fallen die Ostgoten unter ihrem König Cniva in Illyrien ein um es zu plündern.
    395 n.Chr. wird das Römische Reich in Ost und West geteilt.Der Balkan bleibt unter der Herrschaft des Papster obwohl er im Osten liegt.
    Zwischen 378 n.Chr, und 410 n. Chr hatte das oströmische Reich ein großes Problem mit den Wesgoten, die vor den Hunnen flohen. 378 n.Chr besiegten sie 2/3 des oströmischen Herres.Alarichs Heer plündert die Balkanprovinzen.
    So berichtet Hieronymus im Jahr 396 (ep. 60,16): „Seit mehr als zwanzig Jahren wird
    zwischen Konstantinopel und den Julischen Alpen täglich römisches Blut
    vergossen. Skythien, Thrakien, Makedonien, Thessalien, Dardanien, Dakien,
    Epirus, Dalmatien und ganz Pannonien werden von Goten, Sarmaten, Quaden, Alanen, Hunnen, Vandalen und Markomannen auf das schlimmste verheert. … Überall Trauer, überall Seufzen, und weit und breit ein Bild des Todes.“
    In den Jahren zwischen 441 und 447 verwüstete Attila den gesamten Balkanraum und legte die Städte Singidunum, Serdica und Ratiaria in Schutt und Asche.


    Im Jahre 548 kam es zum Einfall der Slawen, wobei sie niemanden schonten und seitdem sie sich auf illyrischen Gebiet befanden, nichts anderes im Sinn hatten als jeden der ihnen unterkam zu töten.Gnaz Illyrien und Thrakien waren damals von unbeerdigten Leichen übersät.
    Laut dem römischen Schreiber Procopius erstachen die Slawen ihre Opfer nicht mit Schwert oder Lanze, sondern sie pfählten sie lebend , damit diese dann unter schrecklichen Qualen sterben konnten.
    Die Slawen und Awaren unternahmen von Südungarn aus Raubzüge im heutigen Dalmatien, in Bosnien und der Herzegowina, in Kosovo,Westserbien und Montenegro, während die freien Slawen vom Unterlauf der Donau in das heutige Ostserbien, in Makedonien,Bulgarien,Thrakien und Griechenland einfielen.
    Saloniki war die einzige bedeutende byzantinische Stadt, die dem Ansturm der Slawen und den vereinigten Awaren-Stämmen stand halten konnte.
    Der Einfall der Slawen war verantwortlich für die Verringerung der Bevölkerung .
    Das Eindringen der Slawen bedeutete das Ende bzw. eine umfassende Veränderung der kulturellen Tradition der Illyrer und leitete einen Slawisierungsprozess der Ortsnamen ein.
    Der Slawisierungsprozess der Ortsnamen vollzog sich schnell, weil er durch die Tatsache begüngstigt war,dass die Bevölkerungszahl und somit der Widerstand insbesondere in Dardanien

  2. #2
    phαηtom
    diese Seite der Slawen kannte ich noch nicht.

  3. #3
    Jehona_e_Rahovecit
    Zitat Zitat von artemi Beitrag anzeigen
    diese Seite der Slawen kannte ich noch nicht.
    ist von vielen klassischen Beobachtern ausführlich festgehalten worden, z.B von dem:

    römischen Schreiber Procopius

  4. #4
    phαηtom
    Zitat Zitat von Kristalli_i_Rahovecit Beitrag anzeigen
    ist von vielen klassischen Beobachtern ausführlich festgehalten worden, z.B von dem:

    römischen Schreiber Procopius
    gibt's ein spezielles Buch über ihn?

  5. #5
    Jehona_e_Rahovecit
    Zitat Zitat von artemi Beitrag anzeigen
    gibt's ein spezielles Buch über ihn?
    ich glaube schon.
    ich kenne leider mich nicht so gut aus mit dem typen.
    wenn du aber bei google.de unter rocopius caesariensis suchst wirst du viel über ihn finden.
    er ist anfang des 6.n.Chr. in Palästina geboren.

  6. #6
    phαηtom
    ich hatte immer nur was über die blutrünstigen Awaren gelesen, dass sie ziemlich barbarisch vorangegangen sind bei ihren Völkerwanderungen. Müsste mich mehr über Procopius und seine Schriften informieren.

  7. #7
    Jehona_e_Rahovecit
    Zitat Zitat von artemi Beitrag anzeigen
    ich hatte immer nur was über die blutrünstigen Awaren gelesen, dass sie ziemlich barbarisch vorangegangen sind bei ihren Völkerwanderungen. Müsste mich mehr über Procopius und seine Schriften informieren.
    stimmt die awaren-stämme waren verbündete der slaven-stämme.

  8. #8
    Avatar von Caesarion

    Registriert seit
    17.08.2008
    Beiträge
    7.453
    Was die Slawen nicht alles für ein warmes Territorium taten, hm?

  9. #9
    Jehona_e_Rahovecit
    Zitat Zitat von GrEeKStYlE Beitrag anzeigen
    Was die Slawen nicht alles für ein warmes Territorium taten, hm?
    alles zu unserer und eurer ungunst

  10. #10

    Registriert seit
    07.12.2008
    Beiträge
    1.510
    ich bin mir sicher ohne die slawen hätten die griechen nie fuß in den balkan fassen können aber wer weiß ob es dann albaner geben hätte oder nur römer also romanisierte balkaner!

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